im Religionsbrett geht es mehr um Ansichten - deswegen meine Frage hier: Wenn man Taufpate bei einer katholischen Kindstaufe werden soll, muß man dann auch katholisch sein, bzw einer christlichen Kirche angehören oder ist den Eltern die Wahl eines Taufpaten frei gestellt? Schon jetzt danke für eure Antworten und schöne Grüße
Also meine Taufpatin ist evangelisch, während ich katholisch getauft wurde. Ich habe das auch immer ein bisschen komisch gefunden, weil es doch heißt, sie soll helfen den Täufling im Glauben zu erziehen.
Letztlich erst hat mir aber einer von der Theologischen gesagt, dass die Erziehung im Glauben nicht so sehr im Vordergrund steht, als viel mehr die Absicherung des Kindes im Falle des Todes eines oder beider Elternteile. Ob stimmt weiß ich nicht.
ne,ne, ich denke, Diene Frage wäre wirklich besser im Religionsbrett aufgehoben. Deine Frage dreht sich um Kirchenrecht und die Fachleute dafür tummeln sich nicht unbedingt hier…
Meines Wissens (bin zwar Katholik aber keine Garantie für Richtigkeit…) muß der Tauf pate auch wirklich katholischer Christ sein. Christen anderer Glaubensrichtungen können nur Tauf zeuge sein (obwohl mein evangelischer Schwager von unserem Pfarrer in der Taufurkunde als Pate eingetragen wurde - aber sicher nicht wissentlich).
Nichtchristen werden bei einer christlichen Taufe ganz sicher nicht als Paten akzeptiert. Der Pate verspricht ja die Eltern bei der christlichen Erziehung zu unterstützen, was einem Nichtchristen schwer fallen dürfte. Und zumindest bei den Katholiken verspricht der Pate (und natürlich auch die Eltern) ausdrücklich den Täufling im katholischen Sinn/Glauben zu erziehen.
Viele Grüße
Stefan
im Religionsbrett geht es mehr um Ansichten - deswegen meine
Frage hier: Wenn man Taufpate bei einer katholischen
Kindstaufe werden soll, muß man dann auch katholisch sein, bzw
einer christlichen Kirche angehören oder ist den Eltern die
Wahl eines Taufpaten frei gestellt? Schon jetzt danke für eure
Antworten und schöne Grüße
ich weiß ja nicht, wer oder was „einer von der Theologischen“ sein soll, aber die Aussage ist grundverkehrt. Du hattest mit Deiner Ansicht durchaus recht, es geht explizit um die Erziehung im katholischen Glauben.
Die Regel, daß nur Katholiken wirklich Paten sein dürfen, scheint sich mancherorts langsam aufzulösen. Sie ist aber eigentlich logisch und konsequent.
Den Versorgungsgedanken mag es früher einmal gegeben haben, heute spielt da schon der Staat nicht mit.
Gruß Stefan
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„Einer von der Theologischen“ ist einer, der bei uns auf der theologischen Fakultät studiert. Jedenfalls habe ich mich noch einmal bei einem Professor (Kirchenrecht) erkundigt, der mir gesagt hat:
Katholische Taufe = katholischer Pate was der auch mit Taufschein beweisen muss (in Ausnahmefällen, sprich wenn der Pfarrer nett ist, kann man schon mal einen evangelischen Paten wählen)
Da meine Taufpatin die Stiefschwester meiner Mutter ist, muss das wohl so ein Ausnahmefall gewesen sein.
Also vor nunmehr 30 Jahren war es offensichtlich so, daß EIN Pate katholisch sein mußte. Denn ich bin katholisch getauft und meine Patentante ist evangelisch. Der Patenonkel, den ich ebenfalls hatte, war vermutlich katholisch…
Und bei evangelischen Taufen scheint es im übrigen ebenfalls so zu sein, daß ein Pate evangelisch sein sollte - der zweite darf auch katholisch sein (selbst so erlebt 2003 bei meinem Patenkind.)
auch wenn Goosi was anderes behauptet, es geht.
Zumindestens gibt es ansonsten zwei Ausnahmen, nämlich unsere Kinder.
Bei einem ist ein Pate (genau dieser Begriff!) kein Christ und der andere ein Evangele.
Es scheint da einen Ermessensspielraum des Priesters zu geben.
In Bezug auf nichtkatholische Christen habe ich ja gar nichts Anderes behauptet…
Bei einem ist ein Pate (genau dieser Begriff!) kein Christ
Das erstaunt mich jetzt wirklich. Ich denke hier hat der Priester seine Kompetenz weit überschritten (lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren). Welchen Sinn soll denn ein Nichtchrist als Pate bei einer christlichen Taufe haben?
Aber evtl. geht es dabei auch schlicht um den schnöden Mammon…jeder Täufling ist ja ein potentieller Kirchensteuerzahler…durchaus denkbar daß man es da (wie mit so manchem in der guten alten „einzig wahren Kirche“) nicht so genau nimmt…
Es scheint da einen Ermessensspielraum des Priesters zu geben.
Ob das wirklich Ermessensspielraum ist? Es gibt ja auch genug Pfarrer, die mit ihrer Haushälterin nicht nur das Haus teilen…
Aber im positiven Sinn unterstelle ich einfach mal, daß der Prister sehr pragmatisch ist und ihm ein neues Gemeindemitglied wichtiger ist als verstaubte Kirchengesetze. Oder daß er das Gebot der Nächstenliebe nicht ganz im Sinne seiner Vorgesetzten auslegt
Vorab: Ich habe die anderen Antworten noch nicht gelesen.
Und nun meine Meinung:
Eigentlich ist die Taufe ein christliches Sakrament. Dadurch tritt der Getaufter in die kirchliche Gemeinde ein. Das geschieht aber aus freien Stücken und keiner ist dazu verpflichtet. Deshalb denke ich, daß es naheliegend ist, wenn der Pate ebenfalls dieser Gesellschaft angehört. Und rein logisch, imho, sollte es auch so sein.
Auf den anderen Seite wird i.d.R. den Eltern freigestellt wer als Pate ernannt wird. Mittlerweile hat das aber rein rechtlich wenig Bedeutung, im Gegensatz zu der Zeit vor ca 50 Jahren (zB). Von den Paten (Paten und Patin) meines Sohnes weiß ich zB nicht einmal ob sie in der Kirche sind. Jedenfalls wurde das nie gefragt.
Allerdings kenne ich die Ausnahme, wo ein Freund von mir sehr freundlich aber eindringlich gesagt wurde, der Pate für sein Sohn war nicht ok. weil er anerkannter Nicht-Gläubiger war.
Schönen Gruß
Helena
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AFAIK ist das in Ausnahmefällen möglich.
Zb bei einer Nottaufe im Krankenhaus oä.
Im Normalfall muß der Pate aber nichtausgetretener Katholik sein (auch wenn es hier sicher auch Ausnahmen gibt).
Bei einem ist ein Pate (genau dieser Begriff!) kein Christ
Das erstaunt mich jetzt wirklich. Ich denke hier hat der
Priester seine Kompetenz weit überschritten (lasse mich
natürlich gerne eines Besseren belehren). Welchen Sinn soll
denn ein Nichtchrist als Pate bei einer christlichen Taufe
haben?
Der Pate soll doch den Eltern helfen, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Dazu muß man m.E. nicht unbedingt der gleichen religiösen Organisation angehören wie das getaufte Kind. Zugegeben, einem Nichtchristen mag das schwerfallen, sollte aber nicht unmöglich sein.