Meine Freundin soll am Sonntag bei Ihrer Nichte Taufzeuge sein. An sich kein Problem, nur: die Kleine wird evangelisch getauft und wir, als Katholiken, haben natürlich keine Ahnung wie das so läuft.
Sie soll da auch einen Taufspruch oder Wunsch oder wie auch immer das heissen mag vorlesen. Und das ist jetzt das wirkliche Problem. Was schreibt man da? Wie formuliert man am besten? Wie lang soll es werden?Etc.etc…
Sie soll da auch einen Taufspruch oder Wunsch oder wie auch
immer das heissen mag vorlesen. Und das ist jetzt das
wirkliche Problem. Was schreibt man da? Wie formuliert man am
besten? Wie lang soll es werden?Etc.etc…
Also zu meiner Zeit (aber konn mich nicht wirklich dran erinnern ) wurde der Taufspruch vom Pfarrer aus der Bibel ausgewählt. Also eine Rücksprache mit dem taufenden Pfarrer dürfte hilfreich sein.
Der eigentliche Taufspruch wird bei evangelischen Taufen in der Regel tatsächlich von den Eltern und/oder dem Pfarrer ausgesucht und während der Taufzeremonie vom Pfarrer verlesen. Vielfach werden aber auch die Paten gebeten, einen Text für das Taufkind im Verlauf der Taufzeremonie bzw. des Gottesdienstes zu verlesen. Ich vermute, daß du die Bezeichnung „Taufspruch“ damit verwechselt hast.
Sinnvoll wäre es, wenn du Rücksprache mit den Eltern und dem Pfarrer hälst. Dann weißt du genauer, wie lang (zeitlich) euer Part als Paten sein soll, an welcher Stelle während des Gottesdienstes ihr vortragt etc. Sicherlich werden sie euch auch helfen mit Tipps und Vorschlägen, was denn gelesen werden könnte. Ansonsten könnt ihr als Katholiken euch z.B. an den Fürbitten orientieren.
Da ich nun weder weiß, in welcher Form und wie lang euer Text sein darf, tue ich mich mit wörtlichen Vorschlägen etwas schwer. Vielleicht grenzt du es etwas genauer ein?
Meist gibt es „Regieanweisungen“ von Pastor oder Pastorin. Die ganze Taufgruppe wird zum Taufbecken gerufen …Manchmal kann die Patin auch das Kind über das Taufbecken halten oder -falls es das in der Gemeinde gibt- die Taufkerze halten.
Taufspruch oder Wunsch
Der Taufspruch ist ein von den Eltern und/oder dem Pastor ausgewählter Bibelvers.
Es kann sein, dass Deine Freundin einfach nur diesen Vers vorlesen soll oder aber, dass sie ein paar persönliche Worte, die gar nicht lang sein müssen, an das Kind oder die Eltern richtet, z.B. wir wünschen Dir, liebe xy, dass du immer …
Wir haben für dich/euch nach einem Segenswunsch gesucht, den wir euch mit auf den Weg geben möchten.
Unter „Segenswunsch/ -wünsche“ gibt es sicherlich bei google gute Treffer.
Hallo dusan.
Aus deinem Posting geht wirklich nicht hervor, was so richtig gemeint ist. Soll die Patin den Taufspruch oder einen eigenen Wunsch für den Täufling verlesen. Der Taufspruch ist in der Tat eigentlich der Bibelvers, der im allgemeinen dem Predigtext der Taufpredigt zugrunde liegt und dem Täufling mit auf den Weg gegeben wird. Den können ( ! )die Eltern selber aussuchen, müssen aber nicht. Wenn sie nix wissen, kann ihn auch der Pfarrer aussuchen. Diese Idee weiter unten ist also nicht so abwegig.
Vielleicht hat aber der Pastor auch gemeint, dass die Patin selber einen Wunsch/Wünsche dem Täufling mit auf den Weg geben soll. Das müsste sie sich dann allerdings selber ausdenken.
Gruß
R.
Ich finde es toll, dass du dich an einer Taufe der Ev. Kirche als Patin beteiligst.
Der Ablauf wie ich ihn kenne (ich erlebe im Jahr bis zu 8 Taufen und mehrere Einsegnungen, was was ähnliches ist) läuft so ab:
Der Pfarrer zelibiriert die Einleitung. Wie diese Abläuft, hängt vom jeweiligen Pfarrer ab. Dann wird die Tauffamilie mit den Paten zum Taufstein oder Taufbecken, je nach Kirche, gerufen. Als erstes wird euch das Taufversprechen abgenommen. In diesem werdet ihr gefragt, ob ihr für das Kind sorgen wollt, auch wenn es mal nicht euren Vorstellungen entspricht und das ihr für eine christliche Erziehung einstehen wollt. Wenn ihr das dann mit JA beantwortet habt, wird vom Pfarrer das Kind in den Arm genommen. Dann wird es auf den Namen des Vater, des Sohnes und dem Heiligen Geist getauft. Anschliessend kommt der Taufspruch. Anschliessend kommt der Segensspruch. Nach diesem gehen in unserer Kirche die Familie wieder an ihre Plätze. Abschliessend wird dann mit der Gemeinde ein Taufgebet gebetet.
Nun zu deiner Frage. Je nach Tauffamilie erlebte ich den „Standard“ wie oben genannt. Dann gibt es aber Familien, die für das Taufkind mit der Gemeinde betet oder singt und ähnliches. Dies wird bei uns immer mit dem Pfarrer besprochen. Diese sind meist auch froh, wenn es mal nicht eine 08/15 Taufe ist.
Die Taufe ist bei den Evangelischen „einfacher“ gehalten, als ich es bei den katholischen Gemeinden schon erlebt habe.
Ich finde es toll, dass du dich an einer Taufe der Ev. Kirche
als Patin beteiligst.
Das stimmt so nicht ganz, vor allem weil ich zu denen gehöre die im Stehen binkeln:wink:) Patin bzw. Zeugin ist meine Freundin.
Ich hab mich gestern nochmal erkundigt. Es läuft so, daß die Paten Gedichte oder Texte, die sie selbst verfasst bzw. organisiert haben, auf einen Zettel schreiben und diesen im Zuge der „Fürbitten“ vorlesen. Dieser Zettel wird dann vom Pfarrer bis zur Konfirmation der Kleinen aufbewahrt und dann dem Kind übergeben.
Wir haben auch schon ein bißchen was gefunden, falls jemand noch gute Seiten mit solchen Sprüchen kennt sei er herzlich eingeladen diese zu posten.