hallo zusammen,
seit ein paar tagen haben sich im schlafzimmer und in der küche zwei flecke gebildet, die mir nach einer feuchten wand aussahen. ich hab natürlich meinen vermieter angerufen und das gemeldet. der kam heute, um sich das anzusehen, und meinte, das seien wohl „taupunkte, an denen sich die feuchtigkeit sammelt“. wir sollten die wohnung anständig heizen.
kann mir das mal bitte einer genauer erklären? nutzt da ausgiebiges heizen? wir haben im schlafzimmer ein kleines fensterchen, das eigentlich immer auf kipp steht. zugegeben: die heizung haben wir dort eigentlich nie an…
auf antworten freut sich
tobias
Hi,
mit Heizen wird’s wohl weggehen.
Allerdings ist das reine Symptombeseitigung.
In deinem Fall ist es entweder so, dass die Kälte von aussen ziemlich tief in das Gemäuer eindringt und die Feuchtigkeit der Zimmerluft daran kondensiert (‚Taupunkt‘, allerdings ist die Bezeichnung falsch),
oder es tritt direkt Feuchtigkeit von aussen ein.
Eigentlich ist das ein Mangel; dessen Beseitigung wäre aber derart aufwendig, sodass ich eine Beseitigung nicht fordern würde, sondern mich anderweitig mit dem Vermieter einigen würde, zB. eine Beteiligung an den zusätzlich entstehenden Heizkosten.
Gruss,
Hi,
kann mir das mal bitte einer genauer erklären? nutzt da
ausgiebiges heizen? wir haben im schlafzimmer ein kleines
fensterchen, das eigentlich immer auf kipp steht. zugegeben:
die heizung haben wir dort eigentlich nie an…
Dein Vermieter hat leider recht: Ihr lüftet grundfalsch! Durch das Dauerlüften und die fehlende Heizung kühlen die Wände des Schlafzimmers ab. Wahrscheinlich lasst ihr dann, wie unsere Altvorderen es lehrten, die Tür zum Rest der Wohnung einen Spalt offen, damit die Luft „überschlagen“ ist. Das war auch für die damaligen Wände/Fenster in Ordnung.
Damit strömt aber warme, feuchte Luft in das kalte Schlafzimmer, kann logischerweise die Feuchte nicht halten und kondensiert an den kalten Wänden - und zwar an den jeweils kältesten Stellen. Das sind Eure „Taupunkte“. Das hat auch nicht unbedingt mit einem Baumangel zu tun: auch gut isolierte Häuser haben irgendwo einen kältesten Punkt an der Wand.
Lösung: Kippfenster zu, mehrmals täglich Stoßlüften, entweder Heizen oder Tür zur Wohnung zu.
Gruß
Stefan
Hallo Tobias,
kann mir das mal bitte einer genauer erklären? nutzt da
ausgiebiges heizen? wir haben im schlafzimmer ein kleines
fensterchen, das eigentlich immer auf kipp steht. zugegeben:
die heizung haben wir dort eigentlich nie an…
Kalte Luft kann nicht so viel Wasserdampf aufnehmen, wie warme Luft. An der kältesten Stelle wird hier die Wasserdampfaufnahmefähigkeit der Luft überschritten (relative Luftfeuchtigkeit bei 100%) und es kondensiert Wasser aus.
Das ist ein Baumangel. Es muss möglich sein, auch im Winter bei offenem Fenster zu schlafen, ohne das sich Wasserflecken an der Wand bilden.
Du könntest dafür sorgen, dass nicht ständig warme Luft in das Schlafzimmer strömt, indem du für eine dichte Tür sorgst. Ansonsten hat Helge das Problem treffend beschrieben.
Gruß
Tilo
hallo ihr alle,
danke schon mal für die schnelle reaktion!
das haus ist ungefähr 1900 gebaut und hat sehr „einfache“ wände (wie mein vermieter mir gesagt hat).
eigentlich haben wir die türen zur restlichen wohnung immer zu. das badezimmer geht allerdings vom schlafzimmer ab und ist ein gefangener raum, so dass die türe nach dem duschen immer offen stehen muss. das wird’s dann wohl sein.
meint ihr denn, dass heizung plus stoßlüften das problem löst? ich hab allerdings keine lust, nachts mit heizung und geschlossenem fenster zu schlafen (da krieg ich ja schon hitzewallungen, wenn ich nur dran denke…).
gruß
tobias
Hallo Tobias,
ein Abluftventilator im Bad würde hier vermutlich Abhilfe schaffen. Die warme feuchte Luft aus dem Bad in das kalte Schlafzimmer geleitet für zu kondensierendem Wasser an den kalten Wänden.
Gruß
Tilo