Einige Antworten
Hallo,
Das Problem ist, dass ich bisher noch nicht allzu viel über
den konkreten Fall weiß. Die Entfernungen sind teilweise
erheblich, d.h. mehrere Hundert Meter; aber zumindest wird auf
diesen Entfernungen ja schon seit Jahren eine sichere serielle
Verbindung gefahren …
Ja, das ist unzweifelhaft so. Die RS485 ist ja für relativ lange
Übertragungsstrecken bei mittleren Übertagungsraten gut (bis
zu 1000m mit bis zu 1Mbaud).
Die bisher verwendeten Datenraten sind unbekannt. Es wird aber
nicht allzu viel benötigt. Die zukünftig zu übertragenden
Datenmengen sind sehr gering.
Es wäre also kein schnelles Netzwerk (Ethernet o.ä.) nötig.
Dass in dem verlegten Kabel noch Adern frei sind, halte ich
für sehr wahrscheinlich ! Was schwebt dir vor ???
Na prinzipiell könnte man aus 2x2 Leitungen auch ein
Ethernetkabel machen. Die Kabelspezifikation müßte mit einem
CAT x - Kabel ziehmlich konform sein.
Klar, 100MBit werden auf lange Strecken nicht gehen,
aber mit 10MBit/sec kommt man schon ein ganzes Stück.
Leider kenne ich mich mit Netzwerkprobleme auch nicht so gut aus,
aber die informationen dazu bekommst Du sicher überall her.
Der Vorteil wäre, daß Du auf ganz normale NetzwerkHard-/Software
zurückgreifen kannst.
Meine Ausführungen beziehen sich also hauptsächlich erst mal
auf den physical Layer.
Eine Variante ist natürlich die weitere Verwendung von RS485.
Dazu gib’s einfache Adapter zur Umsetzung von RS232 auf RS485
und auch PC-Einbaukarten (auch mit mehreren RS232 o. RS485-Anschlüssen).
RS485 ist ja eine BUS-Schnittstelle.
Im einfachsten Fall können also die externen PC ganz normal über
die COM-Schnittstelle und einen RS232RS485-Adapter Daten
senden/empfangen.
Falls an dem Server eine Multi-I/O-Karte mit z.B. 8 einzelenen
Schnittstellen RS232/RS485 eingebaut wird, könnte zu 8 externen
PC eine Punkt zu Punkt-Verbindung realisiert werden.
Vorteil: keine Adressierung nötig -> einfachere Software.
In solchem fall sollte Standardsoftware noch reichen.
Andernfalls können natürlich an jede RS485-BUS-Leitung mehrere
externe PC dranhängen. Falls ein reines
Master(Server)-Slave(externe PC) Protokoll realisierbar ist,
gib’s auch keine Datenkonflikte.
Beachte aber, daß RS485 als Sternstruktur nicht sinnvol ist
(wegen notwendiger Terminierung an den Enden).
Andere Varianten sind mind. rein hardwaremäßig auch noch denkbar.
z.B. CAN-Bus. CAN kann physikalisch auch auf RS485 aufgebaut
werden.
Wie gesagt, hängt es auch von der elegantesten Variante der
Softwarerealisierung ab, was am besten geht.
Gruß Uwi
Es soll eine vorhandene Anlage ersetzt werden. Dabei sollen
alte Geräte, die über serielle Leitung (RS485) an die Zentrale
angeschlossen sind, rausgeschmissen werden. Statt dessen
sollen Industrie-PC (außen) und ein Datenbank-Server (innen)
installiert werden. ABER: Die Leitungen sollen möglichst
weiterbenutzt werden, weil ein Tausch zu teuer ist. Gibt es
gangbare Möglichkeiten, einen TCP/IP-Anschluss über eine
serielle Leitung zu realisieren ? Mir fallen dabei Begriffe
wie SLIP oder PPP ein aber ich bekomme es nicht recht
zusammen. Gibt es HUBs mit einem seriellen Anschluss ???
Schließe ich das serielle Kabel am Client an der
COM-Schnittstelle an lade einen speziellen Treiber ?