Technische Daten menschl. Auge

hi all,

ich weiß nicht wohin mit dieser frage. da optik ja zur physik gehört, probier ich es hier. werde vielleicht in medizin/biologie oder foto/video crossposten.

es würde mich interessieren, wie das auge technisch abschneiden würde, wenn man es als videokamera begreift.

es ist mir klar, daß es oft nur annäherungen oder äquivalente sein können.

zb wäre interessant:

  • frames / sek. (25 wenn ich nicht irre?)
  • bildpunkte, bildformat (annähernd)
  • farbtiefe (unterscheidbare farben)
  • größe des lichtempfindliches areals
  • lichtempfindlichkeit
  • brennweite (+ äqu. zum kleinbildfilm?)
  • blende (von schwarz bis autsch)
  • belichtungszeit
  • farbtemperatur
  • tiefenschärfe

auch interessant: makromodus = brille ab :smile:

usw.

außerdem frage ich mich zb. ob der weißabgleich eine täuschung im gehirn ist. geht man vom glühlampenlicht in den sonnenschein, ist alles blau, aber nur kurz.

wie schneiden andere augen im vergleich zum menschen ab? zb. eulen, fliegen, adler, schlangen.

danke für erklärungen links was auch immer.
gruß datafox

erste Antworten
Hi datafox,

es würde mich interessieren, wie das auge technisch
abschneiden würde, wenn man es als videokamera begreift.

Hier ist schon mal das erste Mißverständnis. Du kannst nicht das Auge isoliert betrachten, da bei Organismen die „Datenverarbeitung“ (die Signalverarbeitung im ZNS) eine zentrale Rolle spielt (siehe Weißabgleich weiter unten)

  • frames / sek. (25 wenn ich nicht irre?)

wenn ich mich recht erinnere liegt das Auflösungsvermögen des Systems Auge/Gehirn bei ca. 20 Bildern / s.

  • bildpunkte, bildformat (annähernd)

Ist so nicht vergleichbar, da die (lichtempfindliche) Netzhaut im Gegensatz zu Silberfilm oder Chip nicht homogen aufgebaut ist. Interessant ist die Auflösung des Auges, angegeben als Winkel. Mit dieser Zahl durfte ich im Studium öfter rechnen - hab sie aber leider nicht im Kopf…

  • farbtiefe (unterscheidbare farben)

ist individuell sehr verschieden - Zahlen habe ich keine.

  • größe des lichtempfindliches areals

Auch hier ist die Frage falsch formuliert, da die reine Größe in cm² absolut nichtssagend ist. Die Frage ist vielmehr der größte Sehwinkel - auch hier sind die individuellen Unterschiede sehr groß. Hinzu kommt, daß für Farb- und Helligkeitssehen unterschiedliche Zellen verantwortlich sind, die inhomogen verteilt sind.
Für das hell/dunkel-Sehen liegt der maximale Sehwinkel im Bereich 90° und darüber.

  • lichtempfindlichkeit -> kann ich nichts sagen
  • brennweite (+ äqu. zum kleinbildfilm?)

Das ist einfach: 50mm. Dies ist die Brennweite, die dem menschlichen Sehen entspricht.

  • blende (von schwarz bis autsch)

Kannst Du selbst messen: Für die kleinste Blende die Pupille bei hellem Licht ausmessen, für die größte Blend könnte man z.B. eine Blitzlichtaufnahme bei völliger Dunkelheit heranziehen. Da die Reaktionszeit des Auges geringer ist als die Auslösezeit, hält man den Zustand im Dunkeln sehr zuverlässig fest. Alles rot leuchtende im Auge ist die (dann völlig geöffnete) Pupille. (Btw: darauf beruht auch der „rote-Augen-Blitz“: durch die Vorblitze schließt sich die Pupille - und nur die leuchtet so schön rot)

  • belichtungszeit

Unendlich :wink: Die Netzhaut wird permanent belichtet - die Belichtung wird über die Pupille (Blende) und über die Menge an lichtempfindlichem Material (das sog. Seh-Purpur - frag mich nicht nach dem lat. Namen) gesteuert.
Die Geschichte mit dem Seh-Purpur hast Du übrigens schon mehrfach am eigenem Leib erfahren: Wenn Du z.B. aus einem dunklen Zimmer in die Sonne trittst, bist Du erst mal eine zeitlang fürchterlich geblendet (bis zum Schmerz). In dieser Zeit zerfällt das in der voranliegenden Dunkelphase gebildete Seh-Purpur bis die vorhandene Menge wieder den Lichtverhältnissen angepasst ist.

  • farbtemperatur

s.u.

  • tiefenschärfe

Variabel je nach Beleuchtungsverhältnissen, da die Tiefenschärfe ausschließlich von der Blende abhängt (Öffnungszustand der Pupillen). Zudem ist eine solche Angabe Unsinn, da die Fokussierung blitzschnell erfolgt.

auch interessant: makromodus = brille ab :smile:

Was willst Du hier wissen? Einen „Makromodus“ gibt es nicht - es sei denn, du schaust durch Lupe oder Mikroskop…

außerdem frage ich mich zb. ob der weißabgleich eine täuschung
im gehirn ist. geht man vom glühlampenlicht in den
sonnenschein, ist alles blau, aber nur kurz.

Jein - ich würde zwar nicht von Täuschung reden, aber im Prinzip hast Du es richtig erkannt. Da unser Gehirn weiß, wie bestimmte Dinge gefärbt sind und wie die Farbe auszusehen hat, kann es die erforderliche Angleichung selbst und sehr schnell vornehmen.
Aber denk mal an farbiges Licht: hier schafft das Gehirn die Angleichung nicht mehr - falsche Farben werden wahrgenommen.

wie schneiden andere augen im vergleich zum menschen ab? zb.
eulen, fliegen, adler, schlangen.

Die visuellen Fähigkeiten von Greifvögeln sind um Zehnerpotenzen besser als die menschlichen - vor allem der „Auflösungswinkel“.
Insekten haben ein völlig anderes visuelles System mit anderen Schwerpunkten und sind daher nicht vergleichbar. Eigentlich haben Insekten auch nicht nur zwei Augen - was wir als „Fliegenauge“ betrachten ist in Wirklichkeit eine Ansammlung sehr vieler kleiner Augen (sehr vereinfacht).
Schlangen sind meines Wissens nahezu blind.

Gruß Stefan

danke für erklärungen links was auch immer.
gruß datafox

hi lehi,

es würde mich interessieren, wie das auge technisch
abschneiden würde, wenn man es als videokamera begreift.

Ziemlich beschissen jedenfalls. Das Resultat würde eine Maschine wohl interpretieren als Mensch=geradenochnichtblind.
Wir können schon bei wenigen Bildern pro Sekunde(2, 3)sehr schlechrt Details erfassen, deshalb reichen auch 16-25Bps, um uns eine Bewegung vorzugaukeln.
Lichtempdfindlichkeit ist sehr gering. Manche sind schon am Tag nachtblind :smile:
Farbempfindlichkeit ist auch bescheiden, bei Vollmond sind sie wohl gerade noch für manche ahnbar.

Gruß
Frank

Hi datafox,

es würde mich interessieren, wie das auge technisch
abschneiden würde, wenn man es als videokamera begreift.

als ein recht schlecht korregiertes System. So ziemlich alle Linsenfehler sind vorhanden.

  • frames / sek. (25 wenn ich nicht irre?)

dazu kann ich erst mal nichts sagen

  • bildpunkte, bildformat (annähernd)

das läßt sich so nicht definieren, weil es verschiedene Bezirke mit durchaus unterschiedlichen Aufgaben gibt. Bereiche, die zwar nur S/W sehen, dafür aber sehr empfindlich sind, Bereiche, die Farben erkennen können, dafür aber weit weniger empfindlich sind (Nachts sind alle katzen grau). Mit der Auflösung verhält es sich ähnlich.

  • farbtiefe (unterscheidbare farben)

das hängt sehr(!) von der Beleuchtungsstärke ab. Zudem gibt es beträchtliche individuelle Schwankungen, die durch Training stark verbessert werden kann. Berufe, die viel mit Farben zu tun haben (Drucker, Färber, Maler, Photographen) können deutlcih mehr Farben differenzieren, als ein Normalsterblicher.

  • lichtempfindlichkeit

Es gibt grob gesagt zwei verschiedene Rezeptoren.
Die einen können nur Kontraste (S/W) wahrnehmen, sind dafür aber sehr empfindlich. Die anderen nehmen auch Farben wahr, bei deutlich geringerer Empfindlichkeit.

  • brennweite (+ äqu. zum kleinbildfilm?)

Das läßt sich so nicht sagen, weil das Auge in der Lage ist fast 180 ° abzudecken. Das Randsehen ist aber nur schemenhaft, aber recht empfindlich. Das kommt daher, das unsere Vorfahren nur mitkriegen mußten, daß von der Seite was kommt um schnell zu reagieren. Was es genau ist, war erst mal nicht sooo wichtig.

  • blende (von schwarz bis autsch)

Hier gibt es zwei Systeme, die zusammenarbeiten; mechanisch die Iris und ‚chemisch‘ die Retina. Der ‚Belichtungsspielraum‘ ist aber in Summe deutlich höher als jeder Kamera.

  • farbtemperatur

Adaptiv

  • tiefenschärfe

Adaptiv

außerdem frage ich mich zb. ob der weißabgleich eine täuschung
im gehirn ist. geht man vom glühlampenlicht in den
sonnenschein, ist alles blau, aber nur kurz.

Der Weißabgleich beruht zu einem großen Teil auf Erfahrungswerten des Gehirns. Es weis, daß irgend ein Gegenstand gelb sein muß (bisherige Erfahrung) und macht ‚automatisch‘ einen Weißabgleich. Es gibt Versuche, wo man das Auge ganz schön verarschen kann, aber unter Alltagsbedingungen funktioniert der Weisabgleich sehr gut, hat aber mit Objektivität wenig zu tun.

wie schneiden andere augen im vergleich zum menschen ab? zb.
eulen, fliegen, adler, schlangen.

Das Auge schneidet im Vergleich zu anderen Lebewesen recht gut ab. Es gibt zwar Tiere mit besseren Augen, aber nicht sehr viele (z.B. Katzen und Raubvögel).

Gandalf

Hallo,

  • frames / sek. (25 wenn ich nicht irre?)
  • bildpunkte, bildformat (annähernd)
  • farbtiefe (unterscheidbare farben)

rd. 20.000

  • größe des lichtempfindliches areals

Meinst Du den Sichtwinkel? Das sind rd. 46 Grad.

  • lichtempfindlichkeit
  • brennweite (+ äqu. zum kleinbildfilm?)

43 mm

  • blende (von schwarz bis autsch)
  • belichtungszeit
  • farbtemperatur
  • tiefenschärfe
    auch interessant: makromodus = brille ab :smile:

außerdem frage ich mich zb. ob der weißabgleich eine täuschung
im gehirn ist. geht man vom glühlampenlicht in den
sonnenschein, ist alles blau, aber nur kurz.

Das Auge eicht sich praktisch immer wieder neu. Ein weißes Blatt wirkt immer weiß, unabhängig von den Beleuchtungsverhältnissen.

Das muß erstmal reichen, denn beim Rest müße ich erst mal suchen. Dafür werde ich hier aber leider nicht bezahlt :wink:

Gruß
Christian

Maulwürfe
Hi,

  • größe des lichtempfindliches areals

Meinst Du den Sichtwinkel? Das sind rd. 46 Grad.

Wie guckst du denn? :smile:
Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass Frauen sogar noch einen höheren Sichtwinkel als Männer haben (wegens der Wäscheklammern), aber es sind bei beiden ca. 180°. wobei sich das Scharfsehen nur auf einen sehr eng begrenzten Winkel von wenigen Grad beläuft.

Gruß
Frank

Hallo !

Zum Thema „was auch immer“:

Das Auge ist ein Sinnesorgan und läßt sich (daher) nicht ungeachtet des Zentralnervensystems verstehen / betrachten. Denn: schon die Retina (Netzhaut) ist ein Teil des Gehirns, aber -auch- des Auges. Die Leistungen des Auges ergeben sich nur aus dem Zusammenspiel Linse/Retina/Chiasma opticum/Visueller Kortex.

Betrachtest du das Auge „nur“ von der Linse (bzw. Hornhaut) bis zur ersten Schicht der lichtempfindlichen Zellen in der Retina (OHNE deren Verschaltungen zu berücksichtigen), sieht’s nicht so toll aus. In allen Einzelleistungen sind technische Lösungen weit besser.

Ein Punkt aber noch: Eine Sehzelle kann ein EINZELNES Photon mit einem Aktionspotenzial beantworten. Die Lichtempfindlichkeit seitens der Rezeptoren ist mithin ausgereizt. Da hat aber zur Folge, das (empfindlich regulierte) eine Sehzelle häufig „blinden Alarm“ gibt. Das Auge gleicht das aus, indem mehrere benachbarte Zellen innerhalb eines kleinen Zeitintervalls „feuern“ müssen, um ein Signal an die Sehnerven weiterzugeben. Das schränkt die Auflösung ein. Das ist (wie alles andere Im Auge auch) natürlich dynamisch reguliert und hängt ab von der mittleren Lichtintensität und der „Gemütsverfassung“.

Gruß
Jochen

  • größe des lichtempfindliches areals

Meinst Du den Sichtwinkel? Das sind rd. 46 Grad.

nö die sensoren! bei einem film sind es ein paar quadratzentimeter (so groß wie das negativ eben), bei video (digitalen) kameras ist es noch viel kleiner. im auge dürfte das die netzhaut sein.

danke für die antworten
datafox

Ergänzung…
Hi,

nur um Mißverständnissen vorzubeugen:

Für das hell/dunkel-Sehen liegt der maximale Sehwinkel im
Bereich 90° und darüber.

Diese Angabe bezieht sich auf den Winkel in einer Richtung und deckt sich so genau mit den weiter unten genannten 180°.

Grüßle

Wie guckst du denn? :smile:
Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass Frauen sogar noch einen
höheren Sichtwinkel als Männer haben (wegens der
Wäscheklammern), aber es sind bei beiden ca. 180°. wobei sich
das Scharfsehen nur auf einen sehr eng begrenzten Winkel von
wenigen Grad beläuft.

Was liest Du denn für Mutantengeschichten? Der Blickwinkel für beide Augen zusammen liegt bei rd. 80 Grad, ein Auge allein eben bei rd. 46 Grad (aufgrund der Überlappung der beiden beäugten Bereiche eben insgesamt nur 80 und nicht 92). Einfaches Experiment: Strecke Deine Hände vor einem Tisch sitzend nach rechts und links auf, während Du jeweils einen Kugelschreiber hälst. Wenn Du die Finger als solche erkennen kannst, laß die Arme sinken und die Kugelschreiber auf dem Tisch an den Auftreffpunkten liegen. Anschließend haust Du mit der Nase auf den Tisch (ganz am Rand). An den Fettpunkt legst Du nun die Mitte der Hypotenuse eines Geodreiecks und schon kannst mit einem Lineal als Hilfsmittel Deinen Blickwinkel ablesen.

Gruß
Christian

Maulwurf
Hi,

Was liest Du denn für Mutantengeschichten? Der Blickwinkel für
beide Augen zusammen liegt bei rd. 80 Grad, ein Auge allein
eben bei rd. 46 Grad (aufgrund der Überlappung der beiden
beäugten Bereiche eben insgesamt nur 80 und nicht 92).
Einfaches Experiment:

Haben wir soebend als Doppelblinde gemacht (meinereiner und eine Dame) Ergebnis: beide ca. 160°

Gruß
Frank

Haben wir soebend als Doppelblinde gemacht (meinereiner und
eine Dame) Ergebnis: beide ca. 160°

Und dabei stur geradeaus geschaut, oder mit den Augen gewedelt? Wir reden schließlich nicht vom Gesichtsfeld, sondern vom Blickwinkel des Auges.

Ansonsten:
http://www.guinnessworldrecords.com/

Gruß
Christian

Haben wir soebend als Doppelblinde gemacht (meinereiner und
eine Dame) Ergebnis: beide ca. 160°

Und dabei stur geradeaus geschaut, oder mit den Augen
gewedelt? Wir reden schließlich nicht vom Gesichtsfeld,
sondern vom Blickwinkel des Auges.

Ganz stur gerade aus und die erhpobenen Zeigefinger links und rechts vom Kopf beobachtet.

Ansonsten:
http://www.guinnessworldrecords.com/

Sollte man mal schauen. Aber 180° ist keine Übertreibung, sogar mehr ist möglich bei Kindern. Ist aber letztlich Definitionsfrage - ich verstehe darunter den Winkel, an welchem man gerade noch Reflexe wahrnehmen kann. Du meinst sicherlich etwas anderes, wie den Bereich, den man gerade noch relativ gut „scharf“ sehen kann.

Gruß
Frank

Ganz stur gerade aus und die erhpobenen Zeigefinger links und
rechts vom Kopf beobachtet.

Ansonsten:
http://www.guinnessworldrecords.com/

Sollte man mal schauen.

In einigen Bereichen hast Du bestimmt Chancen. :wink:

Aber 180° ist keine Übertreibung,
sogar mehr ist möglich bei Kindern. Ist aber letztlich
Definitionsfrage - ich verstehe darunter den Winkel, an
welchem man gerade noch Reflexe wahrnehmen kann.

Ja, OK, alles klar, da komme ich auch auf knapp 190 Grad. Aber was man da „erkennt“ würde ich nicht als „sehen“ bezeichnen.

Gruß
Christian

hi,

  • belichtungszeit

Unendlich :wink: Die Netzhaut wird permanent belichtet

hmmm wie meinte ich das… mehr als 1/20 sek. kann pro einzelbild nicht belichtet werden, weil sonst die bewegung nicht mehr stimmt.

da die Fokussierung blitzschnell erfolgt.

man kann aber trotzdem den finger anfokussieren und auf den unscharfen hintergrund achten. dann auf den hintergrund fokussieren und auf den finger achten. am besten einäugig, sonst gibts 2 finger. also irgendeine zahl muß es hier geben, weil beliebig ist das nicht.

auch interessant: makromodus = brille ab :smile:

Was willst Du hier wissen? Einen „Makromodus“ gibt es nicht -

das war ein spaß (mit fröhlichkeitsanzeiger :smile: wenn ich sehr feine arbeiten mache (zb. eine nadel einfädeln oder eine uhr aufschrauben) dann nehme ich die brille ab und ich kann sehr nah rangehen, ohne daß es unscharf wird. makromodus - der einzige vorteil bei kurzsichtigkeit! :stuck_out_tongue:

Die visuellen Fähigkeiten von Greifvögeln sind um
Zehnerpotenzen besser als die menschlichen - vor allem der
„Auflösungswinkel“.

sie sehen dann mehr auf einmal (fischaugenlinse) oder mehr details aus der ferne?

Schlangen sind meines Wissens nahezu blind.

aber sehen wärme? dachte ich.

danke…
grüße datafox

Hi,

hmmm wie meinte ich das… mehr als 1/20 sek. kann pro
einzelbild nicht belichtet werden, weil sonst die bewegung
nicht mehr stimmt.

Hier machst Du einen Denkfehler, weil Du zu „technisch“ denkst. Aber ich versuche mal das auf die Analogfotografie zu übertragen:
Beim Fotografieren wird die „richtige“ Belichtung über die Kombination Blende/Verschlußzeit eingestellt. Das Filmmaterial ist (zumindest ohne aufwendigen Filmwechsel) konstant in seiner Lichtempfindlichkeit (ISO-Zahl - früher ASA).
Das Auge hingegen kann die Belichtungsdauer nicht variieren - es ist nun mal permanent offen (Blinzeln zählt nicht - das hat in diesem Zusammenhang keine Funktion). Hier erfolgt die Belichtungssteuerung über die Kombination Blende (Pupille) und Lichtempfindlichkeit der Netzhaut (je mehr Seh-Purpur, desto höher die Empfindlichkeit - also die „ISO-Zahl des Auges“).
Das Problem mit den 20 fps (es kann auch weniger sein - bin mir da nicht sicher) ist ein Problem der „Datenverarbeitung“. Eine höhere zeitl. Auflösung kann unser Gehirn schlicht nicht leisten.

da die Fokussierung blitzschnell erfolgt.

man kann aber trotzdem den finger anfokussieren und auf den
unscharfen hintergrund achten. dann auf den hintergrund
fokussieren und auf den finger achten. am besten einäugig,
sonst gibts 2 finger. also irgendeine zahl muß es hier geben,
weil beliebig ist das nicht.

Das ist natürlich völlig richtig.
Aber eine Zahl kann man dennoch nicht angeben, da sich die Blende (die die Tiefenschärfe bestimmt) mit der Beleuchtungssituation ändert und auch nur davon abhängt.
Ich glaube nicht, daß es hier schon mal umfassende Untersuchungen gab.

das war ein spaß (mit fröhlichkeitsanzeiger :smile: wenn ich sehr
feine arbeiten mache (zb. eine nadel einfädeln oder eine uhr
aufschrauben) dann nehme ich die brille ab und ich kann sehr
nah rangehen, ohne daß es unscharf wird. makromodus - der
einzige vorteil bei kurzsichtigkeit! :stuck_out_tongue:

Also ein eingebauter Makromodus, den man mit technischen Mitteln abschalten muß…:wink:

sie sehen dann mehr auf einmal (fischaugenlinse) oder mehr
details aus der ferne?

Das Zweite. Um mal Zahlen zu nennen (Achtung, sie sind frei erfunden!): Während ein Mensch auf 100m Entfernung zwei Punkte dann unterscheiden kann wenn sie einen Abstand von 10cm haben, braucht der Greifvogel hier nur 1cm Punktabstand um noch zwei Punkte sehen zu können.
Um solche Angaben zu normieren, wird nicht der Punktabstand angegeben, sondern der Winkel (gedachte Linie von beiden Punkten zum Auge - der Winkel zwischen den Linien ist das Auflösevermögen).
Ob auch das Sehfeld größer ist (Fischauge) weiß ich nicht…

Schlangen sind meines Wissens nahezu blind.

aber sehen wärme? dachte ich.

Naja, mein Wissen über Schlangen ist eher rudimentär. Ist wohl auch nicht einheitlich. Und nachdem Du es erwähnt hast, klingelt auch bei mir was in Richtung IR.
Aber viele Schlangen orientieren sich mit dem „Geruch“. Sinneszellen liegen hier auf der Zunge - das Zicheln mit der gespaltenen Zunge dient der Orientierung.

Gruß Stefan

danke…
grüße datafox

ein buch
hallo!

ich habe gerade dieses buch übers sehen verschlungen: http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/039331…

das gehirn konstruiert aufgrund fester regeln aus den ankommenden informationen kanten, farben, bewegung, etc.
zeigt somit dass der vergleich mit einer kamera schlecht möglich ist weil die ja die infos die sie sammelt nicht verarbeitet.

ein link: http://aris.ss.uci.edu/cogsci/personnel/hoffman/vi.html

tschüss

matthias

kleiner Einwand
Hallo Stefan,

  • brennweite (+ äqu. zum kleinbildfilm?)

Das ist einfach: 50mm. Dies ist die Brennweite, die dem
menschlichen Sehen entspricht.

Dies stimmt so nicht. Bei einer Kleinbild-Kamera, belichtete Fläche 24x36mm und einem 50mm Objektiv werden die Gegenstände. in etwa, unter dem gleichen Winkel „gesehen“ wie dies das Auge auch tut. Bei einem kleineren Bildformat wird das 50mm zum Tele- und bei einem grösseren zum Weitwinkel-Objektiv.

Zudem hat das Auge gar keine feste Brennweite, sondern eine echte „Gummi-Linse“.
Wenn du etwas weit entferntes anschaust (Entfernung unendlich) muss die Brennweite gleich dem Abstand Netzhaut - Linse sein.

MfG Peter(TOO)

sehr interessant ! (owt)

Hi,

Das ist einfach: 50mm. Dies ist die Brennweite, die dem
menschlichen Sehen entspricht.

Dies stimmt so nicht. Bei einer Kleinbild-Kamera, belichtete
Fläche 24x36mm und einem 50mm Objektiv werden die Gegenstände.
in etwa, unter dem gleichen Winkel „gesehen“ wie dies das Auge
auch tut.

So schnell entstehen Mißverständnisse, wenn man ein „+“ überliest. Meine Angabe war natürlich als Äquivalentangabe zum KB-Film gemeint. Insofern Danke für die Klarstellung.

Zudem hat das Auge gar keine feste Brennweite, sondern eine
echte „Gummi-Linse“.
Wenn du etwas weit entferntes anschaust (Entfernung unendlich)
muss die Brennweite gleich dem Abstand Netzhaut - Linse sein.

Kann (darf) es auch gar nicht haben, da die Fokussierung über eine Brennweitenänderung erfolgt (Das Auge hat nur eine Linse und einen konstanten Abstand Linse - Netzhaut). Daher warscheinlich auch die „Fehlleistung“ bez. der Brennweite - ich konnte mir einfach nicht vorstellen, daß jemand beim Auge eine feste Brennweite erwartet…

Gruß Stefan