mir ist letztens eine Frage eingefallen, die mich etwas beschäftigt hat:
Also, ich möchte ein Porträit fotografieren und stehe mit meiner Kamera etwa 30cm vor dem Gesicht des Abzubildenen, ohne dass er herangezoomt wird.
Nun gehe ich etwa mehrere Meter zurück und zoome das Gesicht auf denjenigen Abstand, den ich mit den 30cm Entfernung vorher hatte.
Bleiben in beiden Fällen die GEsichtsproportionen gleich?
Oder gibt es dann einen Unterschied, bspw. dass vielleicht bei ersterem Fall das GEsicht auch etwas dicker wirken könnte oder so??
Bleiben in beiden Fällen die GEsichtsproportionen gleich?
Oder gibt es dann einen Unterschied, bspw. dass vielleicht bei
ersterem Fall das GEsicht auch etwas dicker wirken könnte oder
so??
Was meint ihr?
Im Nahbereich verzeichnen die Optiken zunehmend, bis hin zum bekannten Fisheye-Effekt. Dadurch werden die Gesichter dann immer unproportionierter. Die Nase kommt immer weiter raus und die Sache sieht je nach Brennweite dann schon fast wie eine Kugelprojektion aus.
BTW: Die 30cm bieten sich auch aus lichttechnischen Gründen nicht an. Insbesondere eingebaute Blitze hauen dir bei der Entfernung so rein, dass nichts über bleibt.
Bleiben in beiden Fällen die GEsichtsproportionen gleich?
Oder gibt es dann einen Unterschied, bspw. dass vielleicht bei
ersterem Fall das GEsicht auch etwas dicker wirken könnte oder
so??
du hast schon gute Antworten bekommen.
Vielleicht einfacher verständlich „für Anfänger“, der du vermutlich bist:
Gesichter formatfüllend aufzunehmen sollte man möglichst mit Brennweiten (Kleinbild-equivalent) über 80 mm.
Sonst bekommt man starke Verzeichnungen (Riesennasen, Wangenknochen wie Berge…).
Diese Verzeichnungen sind aber keine Fehler der Objektive (Weitwinkelobjektive verzeichnen NICHT immer stark) sondern Ergebnis der Abbildung.
Längere Brennweiten als etwa 200 mm (KB-Equiv.) sollte man aber auch nicht für Porträts hernehmen, sonst wird die Abbildung „zu flach“.