Technische oder phy.Stromrichtung

Hi Leute

Ich kapier immer noch nicht ganz wie man die beiden Stromrichtungen unterscheiden muss.Eigentlich fließt der Strom ja von plus nach minus,
die Elektronen jedoch von minus nach plus ,aber bewegte Elektronen entsprechen ja dem Strom.Außerdem wird ein Kondesator ja von der Minus-Seite aufgeladen.Hat jemand eine gute Erkärung für mich??

Gruß MOS

Hallo MOS,

Ich kapier immer noch nicht ganz wie man die beiden
Stromrichtungen unterscheiden muss.Eigentlich fließt der Strom
ja von plus nach minus,

Das Ganze hat einen historischen Hintergrund.

Das sich da irgend etwas bewegt hat man bei galvanischen Experimenten entdeckt. Da ist Elektrodenmaterial von der einen Elektrode zur anderen gewandert.

Dass es Elektronen gibt, wusste damals noch keiner.

Man dachte also, dass im Elektrolyten ein Strom entsteht, welcher die Metallteilchen mit sich reisst und an der anderen Elektrode anlagert.
Deshalb auch die Bezeichnung Strom, wie beim Fluss.

Also bezeichnete man die Pole der Batterie mit + und - und dachte der Strom fliesst in diese Richtung.

Als dann die Elektronen entdeckt wurden, stelle man fest, dass diese von sich von - nach + Bewegen und mit der Galvanik der Ionenstrom angezeigt wird.

Der damaligen Technik war es egal wie der Strom definiert ist, aber um einen Wirrwarr mit neuen und alten Geräten und Anschlüssen (verpolung) zu vermeiden hat man die galvanische Stromrichtung beibehalten.

MfG Peter(TOO)

Hi Leute

Ich kapier immer noch nicht ganz wie man die beiden
Stromrichtungen unterscheiden muss.Eigentlich fließt der Strom
ja von plus nach minus,
die Elektronen jedoch von minus nach plus ,aber bewegte
Elektronen entsprechen ja dem Strom.

Nicht immer! Elektrischer Strom wird etwas genannt, wenn sich Ladungsträger in eine Richtung bewegen. In einer Kupferleitung sind das natürlich die negativ geladenen Elektronen, aber in einer Salzlösung sind es z.B. positive Na-Ionen und negative Cl-Ionen, die sich bewegen.
Und genau wie Peter schrieb: Erste Stromexperimente zeigten, dass sich Metall an einer Elektrode abbaute, an der anderen Elektrode anlagerte. Also nannte man die Quelle des Metalls positiv, man definierte die Stromrichtung von positiv nach negativ.
Erst nachher sah man, dass die Ladungsträger in Metallleitungen halt negativ im Sinne der alten Definition sind und sich daher der alten Definition des Stromflusses zum Trotz von negativ zu positiv bewegen.

Hallo,

die Elektronen jedoch von minus nach plus […]

Nicht immer!

stimmt. Sie bewegen sich sogar exakt genauso oft von Plus nach Minus wie andersherum! Der Grund ist simpel: Wenn Du einen Strom_kreis_ hast und es befinden sich zwei Pole drin, dann teilen diese den Stromkreis rein logisch in zwei Hälften. Und wann immer die Elektronen in der einen Hälfte von Minus nach Plus wandern, dann bewegen sie sich in der anderen Hälfte notgedrungen von Plus nach Minus. Und umgekehrt. Anders gehts gar nicht.

Alles klar? :smile:

Gruß
Martin