Technische Unterschied zw. NiMH und NICD Akkus

Hallo,
worin besteht der technische Unterschied zwischen den o.g. Akkutypen? Warum kann man die NiMH Akkus nicht mit einem gewöhnlichen Ladegerät aufladen? Was passieert, wenn man es doch tun sollte?
Recht vielen Dank für die Hilfe schon mal im voraus.

Grüße und noch ein schönes Wochenende, Matthias.

Im Archiv nachschauen
NiCd-Akkus bestehen aus den chemischen Elementen

Nickel und Cadmium

NiMH aus Nickel und einem „Metallhydrid“ MH welches Metall
da ist weiß ich leider nicht

ansonsten ist diese Frage im Archiv schon mal behandelt worden

sprich je allgemeiner die Frage desto größer die Wahrscheinlichkeit das sie schon mal gestellt wurde

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

mfg sl

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Hallo,
worin besteht der technische Unterschied zwischen den o.g.
Akkutypen? Warum kann man die NiMH Akkus nicht mit einem
gewöhnlichen Ladegerät aufladen?

Ganz kurz:
Die Ladekennlinie von NiCd hat einen signifikanten
Spannungsanstieg, wenn sie voll sind. Dann wird die
Ladung abgeschaltet.
Bei NiMH steigt die Spannung nur wenig und fällt dann
wieder ab. Die Vollladung kann nicht so leicht wie bei NiCd
detektiert werden.

Was passieert, wenn man es

doch tun sollte?

Wahrscheinlich Überladung -> schnelles Lebensende.

Recht vielen Dank für die Hilfe schon mal im voraus.

Grüße und noch ein schönes Wochenende, Matthias.

Gruß Uwi

Hallo,
hallo Uwe,

wie mißt man den die Spannung für die Aufnahme der Ladekennlinie (U[t]). D.h. wird die Spannung für jeden Meßpunkt stromlos gemessen oder ist dies einfach während dem Aufladen ohne Strom/Spannungsunterbrechung möglich ? Ich spreche also das Delta-Verfahren an, um insb. die max. Spannung zu erfassen.
Manche behaupten, man muß den Stromfluß für den Meßzeitpunkt unterbrechen (hab ich in der Praxis mit einem NiMH mal versucht; die Spannung fällt dann während dem Meßvorgang recht stark ab, daß eine sinnvolle Messung zur Darstellung der Kennlinie mir kaum möglich/sinnvoll erscheint) ??

Danke und Gruß
Harry

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Hallo,
hallo Uwe,

wie mißt man den die Spannung für die Aufnahme der
Ladekennlinie (U[t]). D.h. wird die Spannung für jeden
Meßpunkt stromlos gemessen oder ist dies einfach während dem
Aufladen ohne Strom/Spannungsunterbrechung möglich ? Ich
spreche also das Delta-Verfahren an, um insb. die max.
Spannung zu erfassen.

Zu den Details für spezielle Ladeverfahren habe ich keine
Erfahrung. Diese werden insbesondere zum Schnelladen z.B.
für geeignete Hochstromakkus im Modellbau genutzt.
Bei den einfachen Ladegeräten für NiCd wird üblicherweise mit
Konstantstrom geladen (Strom[mA] = ca.1/10 des mAh-Wertes).
Da setzt der Spannungsanstieg bei Volladung mit dem Gasen des Akkus ein, wird also auch während des Ladens gemessen.
Diese Schaltungen sind deshalb auch sehr einfach und billig.

Manche behaupten, man muß den Stromfluß für den Meßzeitpunkt
unterbrechen (hab ich in der Praxis mit einem NiMH mal
versucht; die Spannung fällt dann während dem Meßvorgang recht
stark ab, daß eine sinnvolle Messung zur Darstellung der
Kennlinie mir kaum möglich/sinnvoll erscheint) ??

Tut mir leid, mit NiMH habe ich mich noch nicht beschäftigt,
also keine speziellen Erfahrungen.

Was zum Laden immer gehen sollte, ist zeitgesteuertes
Konstantstromladen. Dazu muß der Akku aber sinnvollerweise
durch Entladen auf einen def. Anfangszustand gebracht werden.
Dann ca. 120% der Nennkapazität draufgeben und fertig.

Soweit ich weiß, gibt es spezielle Lade-IC. Schau doch mal
in den Datenblättern solcher IC nach, wie da vorgegangen wird.
Gruß Uwi

Hi Harry!

wie mißt man den die Spannung für die Aufnahme der
Ladekennlinie (U[t]). D.h. wird die Spannung für jeden
Meßpunkt stromlos gemessen oder ist dies einfach während dem
Aufladen ohne Strom/Spannungsunterbrechung möglich ?

Beides ist im Prinzip möglich.

Ich
spreche also das Delta-Verfahren an, um insb. die max.
Spannung zu erfassen.

Aha, Du kennst Dich also schon ein bisschen aus.

Manche behaupten, man muß den Stromfluß für den Meßzeitpunkt
unterbrechen (hab ich in der Praxis mit einem NiMH mal
versucht; die Spannung fällt dann während dem Meßvorgang recht
stark ab, daß eine sinnvolle Messung zur Darstellung der
Kennlinie mir kaum möglich/sinnvoll erscheint) ??

Wenn Du mit Konstantstrom lädtst, wirkt sich beim Messen mit Ladestrom zusätzlich der steigende Innenwiderstand des Akkus aus. Das ist eigentlich ganz günstig. Außerdem habe ich wie Du beobachtet, dass die Spannung nach Abschalten des Ladestromes einige Minuten braucht, um auf einen konstanten Wert zu fallen. Damit scheint diese Methode nicht besonders praktikabel.

Es gibt noch ausgefeiltere Verfahren, die gerade den Innenwiderstand zur Bestimmung des Ladezustandes heranziehen, z.B. CSS und ACT. Wenns was besseres sein soll, sieh Dich mal danach um. Für CSS gibts auch fertige Bausteine.

Gruß
Arndt

Hi Arndt,

vielen Dank zunächst mal für Deine Antwort.

Es gibt noch ausgefeiltere Verfahren, die gerade den
Innenwiderstand zur Bestimmung des Ladezustandes heranziehen,
z.B. CSS und ACT. Wenns was besseres sein soll, sieh Dich mal
danach um. Für CSS gibts auch fertige Bausteine.

Diese beiden Verfahren sind mir neu bzw. noch unbekannt - (geht wahrscheinlich in Richtung Impulsladeverfahren). Werde mich mal versuchen kundig zu machen. Ich würde aber zunächst einmal beim Delta-Verfahren bleiben und würde Dich bitten, mir gegebenfalls ein paar Richtwerte bzw. Tipps für die Abschaltung zu geben. Wir sind uns einig, daß es praktikabler ist, ohne Stromunterbrechung zu messen; nur wann schaltet man dann am besten ab, welche Spannungsauflösung ist notwendig (ein absoluter Konstantstrom kann man in der Praxis ja auch nicht erreichen, so daß eine Auflösung im mV-Bereich zu hoch (da fehlerhaft) wäre und eine Auflösung im V-Bereich ein Maximum gar nicht oder zu spät erkennen lassen würde. Das wäre wieder ein Argument für die stromlose Messung ??

Danke und Gruß
Harry

Hi Harry!

Diese beiden Verfahren sind mir neu bzw. noch unbekannt -
(geht wahrscheinlich in Richtung Impulsladeverfahren).

So ist es.

Werde
mich mal versuchen kundig zu machen. Ich würde aber zunächst
einmal beim Delta-Verfahren bleiben und würde Dich bitten, mir
gegebenfalls ein paar Richtwerte bzw. Tipps für die
Abschaltung zu geben. Wir sind uns einig, daß es praktikabler
ist, ohne Stromunterbrechung zu messen; nur wann schaltet man
dann am besten ab, welche Spannungsauflösung ist notwendig
(ein absoluter Konstantstrom kann man in der Praxis ja auch
nicht erreichen, so daß eine Auflösung im mV-Bereich zu hoch
(da fehlerhaft) wäre und eine Auflösung im V-Bereich ein
Maximum gar nicht oder zu spät erkennen lassen würde. Das wäre
wieder ein Argument für die stromlose Messung ??

Die Hersteller von Akkus geben normalerweise Empfehlungen für die Abschaltbedingung. Gebräuchlich sind für NiMH 5 bis 10mV.
Ich glaube nicht, dass die Schwankungen des Ladestromes bei einer vernünftigen Schaltung so groß sind, dass Du da Probleme bekommst. Schließlich passiert da ja dynamisch eigentlich gar nichts. Natürlich solltest Du versuchen, Ausreißer in der Messung zu eliminieren.

Gruß
Arndt

Danke und Gruß
Harry