Hallo zusammen
Wenn ich Wasser mit der Mikrowelle heiss mache und dann nen Teebeutel reintu, dann sprudelt das Wasser immer.
Habe ich das Wasser mit nem normalen Wasserkocher erhitzt passiert sowas nicht.
Warum??
Tommy
Hallo zusammen
Wenn ich Wasser mit der Mikrowelle heiss mache und dann nen Teebeutel reintu, dann sprudelt das Wasser immer.
Habe ich das Wasser mit nem normalen Wasserkocher erhitzt passiert sowas nicht.
Warum??
Tommy
Lieber Tommy,
das könnte daran liegen, daß Du beim Erhitzen mit der Mikrowelle eine Siedeverzug erfährst.
Hintergrund: Eine Flüssigkeit, die ohne Rühren oder Schütteln erhitzt wird, neigt dazu sich einseitig zu erwärmen, da sich zwar kleine Bezirke mit Konvektion bilden, die Wärme aber nicht im ganzen Volumen verteilt wird. Im Extremfall werden kleine Bereiche heißer als der Siedepunkt der Flüssigkeit, sie sieden aber nicht, solange die Flüssigkeit darüber eine Ausdehnung verhindert. Stört man dieses sehr empfindliche Gleichgewicht (Fachwort: Metastabil) zum Beispiel durch Erschütterung oder weitere Wärmezufuhr so beginnt die Flüssigkeit sofort - bisweilen explosionsartig - zu sieden.
Das passiert besonders im Reagenzglas sehr leicht (hohe und enge Flüssigkeitssäule, starke einseitige Wärmequelle) es kommt dann meist zum „Stoßen“ bei dem Flüssigkeit sogar quer durch den Raum fliegen kann. Daß das mit Chemikalien sehr gefährlich ist ist klar, daher darf man das Glas nicht auf Personen richten und muß langsam unter schütteln erhitzen.
Zurück zu Deinem Teebeutel: Die Mikrowelle erhitzt Deine Tasse (Relativ enges und hohes Gefäß !) von außen und recht schnell, es bilden sich leicht solche überhitzten Bereiche, die nur deshalb nicht sieden, weil sie ungestört sind. Dann kommst Du und wirbelst sie mit einem Teebeutel durcheinander : Voila, es sprudelt.
Ein Wasserkocher hat meist eine Heizspirale und die Bodenfläche ist im Vergleich zum Volumen recht groß. An der Heizspirale bilden sich kleine Bläschen, die beim Aufsteigen zum einen vermischend wirken und zum anderen auch Wärme transportieren.
Daher ist die Konvektion ungleich höher und es bilden sich keine lokalen Überhitzungen.
Überzeugt ?? fragt freundlich der Kaffetrinker
Bernd
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Hi,
Überzeugt ??
Einigermaßen…
Zurück zu Deinem Teebeutel: Die Mikrowelle erhitzt Deine Tasse
(Relativ enges und hohes Gefäß !) von außen und recht
schnell
Hmmmm… Ich hatte immer gedacht, daß die Mikrowelle das Wasser direkt erhitzt (Reibung wg. rotierender Wasserdipole), die Tasse also vom Wasser erhitzt wird - insofern wird sie also von innen warm.
Ansonsten könntest Du Recht haben… 
Gruß
J.
(auch Kaffetrinker)
Hi,
Überzeugt ??
Einigermaßen…
Na, das reicht mir persönlich nicht… 
Dann will ich mal deutlicher werden, war wohl ein bißchen strubbelig.
Zurück zu Deinem Teebeutel: Die Mikrowelle erhitzt Deine Tasse
(Relativ enges und hohes Gefäß !) von außen und recht
schnellHmmmm… Ich hatte immer gedacht, daß die Mikrowelle das
Wasser direkt erhitzt (Reibung wg. rotierender Wasserdipole),
die Tasse also vom Wasser erhitzt wird - insofern wird sie
also von innen warm.
Du hast natürlich recht, ich bin im Ausdruck manchmal ein bißchen schlampig. Erst wirds Wasser heiß, dann die Tasse.
Ich meinte auch eher, daß das Flüssigkeitsvolumen rascher und fast ohen Konvektion erhitzt wird, was den Siedeverzug fördert.
Gruß
Bernd
Ansonsten könntest Du Recht haben…
Gruß
J.
(auch Kaffetrinker)
Überzeugt ?? fragt freundlich der Kaffetrinker
Bernd
Hallo
Nee, leider nich überzeugt. Denn wenn ich mir das Wasser anschaue dann kocht es. Das ist deutlich zu sehen. Dadurch müsste eine gute Durchmischung eintreten.
Probierts mal aus!
Tommy
*derauchkaffeetrinkeristabermanchmalseinerliebenfraudenteebereitet* 
hallo,
ich bin völlig überzeugt;
nur noch das eine:
leider wissen wir über die struktur des wassers noch lange nicht alles! offenbar bildet wasser unter bestimmten bedingungen bestimmte strukturen, welche durch andere bedingungen wieder verändert werden. z.b. verhalten sich (so habe ich gelesen) pflanzen welche mit mikrowellenerhitztem wasser gegossen werden anders, als solche welche mit „konventionell“ erhitztem wasser gegossen werden (natürlich vor dem giessen abgekühlt).
wie die „einschliessung“ von kalk per magnetfeld geschieht ist auch noch nicht klar, selbst bei den herstellern der dinger, aber sie scheinen zu wirken.
ich will damit ganz und gar nicht deine theorie in frage stellen, sondern nur andeuten, dass wir trotz vielem, noch lange nicht alles über wasser wissen, es scheint eben, dass es nicht nur ein paar h2o-moleküle sind.
peace
bernhard
Im Wasser sind Gase (N2, O2, CO2) gelöst. Dies ist auch die Ursache für die aufsteigenden Bläschen im Kochtopf noch bevor das Wasser siedet, wenn Du das Wasser „normal“ auf dem Herd erhitzt.
Dies wird durch den lokal heißeren Topf begünstigt. Wenn das Wasser „von innen heraus“ erhitzt wird, also in der Mikrowelle, dann passiert das nicht. Die Gase bleiben gelöst, allerdings instabil. Wenn eine Verunreinigung wie z.B. Zucker oder Tee hineinkommt, sprudelt das Gas plötzlich heraus.
Gruß, Moriarty
P.S. Wenn man glasklare Eiswürfel herstellen will, nimmt man deswegen lange abkekochtes Wasser, denn das Gas geht auch beim Gefrieren raus, was das Eis eintrübt.
Danke, das überzeugt (o.T.)
.
entscheidende frage zum: Teebeutel
Hallo durcheinander
das wievielte mal hast du das ding dann benützt?
Frank
Hallo durcheinander
das wievielte mal hast du das ding dann benützt?
Frank
Hallo Frank
Um die Versuchbedingungen möglichst wenig zu verändern, wird selbstverständlich immer der gleiche Teebeutel und der gleiche Wasserhahn benutzt.

Tommy