wir stellen uns mal vor, ein 14 jähriger Teenager weiblichen Geschlechts erhält ca. seit seinem 10. Lebensjahr (vorher war aus finanz. Gründen keine regelm. Zahlung drin) Taschengeld.
Anfangs wöchentlich, einige Jahre später auf Wunsch monatlich zum 1.; im Bezug auf die Höhe immer etwa der Durchschnitt der allgemeinen Empfehlungen. Also nicht zu viel (zu wenig ist es ja eh immer). Mit 14 ist man also bei 22,50 €/Monat angekommen.
Der Teeni muss sich davon weder Schulsachen noch Fahrscheine oder sonstiges kaufen, hat das Geld für Süßigkeiten, Zeitungen usw. zur freien Verwendung. (Bekommt aber eine Zeitung im Abo wöchentlich finanziert und eine wöchentlich von Verwandten). Die 22,50 € werden dann wie folgt verbraucht:
15 Euro monatlich Prepaidkarte, die durch SMS schreiben nach 2 - max. 3 Tagen wieder aufgebraucht ist (!!!) und
1-2 Zeitungen und der Rest hie und da mal ne Süßigkeit.
Dann kommen irgendwann zum Oma-Besuch noch monatlich 5 € dazu, die sie dann wieder in Zeitungen investiert und evtl. „Restgelder“, für eine Limo im Schülercafe o.ä.
Man soll die Kids selbst entscheiden lassen, was sie mit dem Geld machen. Nur so lernen sie den Umgang damit. Inzwischen ist man ja auch mehr oder weniger überzeugt davon und lässt sie walten.
Sollte man in erwähntem Fall einfach nur Geduld mit dem Teeni haben oder was empfehlt ihr? (Das Hauptaugenmerk legen wir hier mal auf den so sorglosen Umgang mit der monatlichen Prepaidkarte.)
Ich würde sagen, machen lassen!
Wie gesagt, ist doch ihr Geld.
Evtl. würde ich mir ihr ausmachen, dass immer noch 1 € Restgeld auf der Karte sein müssen, damit sie dich in einem evtl. Notfall anrufen kann.
Bin zwar keine Mutter, aber war mal Teenie und kann sagen, dass ich Einmischungen, weil ich mein Geld ausgegeben habe furchtbar nervend fand. Dann habe ich halt nicht mehr alles gezegt, was ich kaufte. Ist das besser?!? Glaueb ich nicht, drum sage ich auch: Lass sie machen.
hat die Tochter denn selber ein Problem damit, daß das Geld jeweils so früh aufgebraucht ist? Macht sie Schulden? Vielleicht sogar bei den Eltern? Dann bestünde Handlungs- bzw. Klärungsbedarf. Vielleicht nervt sie ja auch ständig, weil sie mehr Geld will, aber das hast Du nicht geschrieben.
Wenn aber alles unauffällig und stressfrei läuft, denke ich: laufen- und lernen lassen.
(Habe selber Kinder in dem Alter; als meine Tochter elf war, hat sie einmal an einem Nachmittag auf der Dorfkirmes über 100 DM verbraten - die hatte sie gespart, hat also niemanden angepumpt. Ich war entsetzt, habe mir aber jeden Kommentar verkniffen. So etwas ist ihr nie wieder passiert…)
hat die Tochter denn selber ein Problem damit, daß das Geld
jeweils so früh aufgebraucht ist? Macht sie Schulden?
Schulden macht sie keine, sie ärgert sich, wenn nach zwei Tagen die Prepaidkarte aufgebraucht ist (wie tröstlich für die Mutter )
Vielleicht nervt sie ja auch ständig, weil sie
mehr Geld will, aber das hast Du nicht geschrieben.
Eigentlich nicht so direkt. Hin und wieder kommt die Bitte nach was Süßem, wenn man einkaufen geht, oder einer Zeitschrift außer der Reihe, aber das ist selten und wird eher abgelehnt. Taschengelderhöhungen kommen altersbedingt immer auf Initiative des Elternhauses zustande.
Wenn aber alles unauffällig und stressfrei läuft, denke ich:
laufen- und lernen lassen.
Man gibt sich Mühe, aber man muss es eben auch mal von anderen hören, „ob es denn auch normal ist“
Zuviel Monat am Ende des Geldes
Geht uns das nicht fast allen so, Katrin?
Das Problem bei Deiner Tochter dürfte wohl da liegen, dass sie mehr Wünsche hat als Mittel, sie sich zu erfüllen. Aber da ist sie nicht allein.
Vielleicht kann man sie (vorsichtig) beratend unterstützen, indem man sie öfter mal fragt wie es um das Handy-Guthaben bestellt ist. (Nur um ihr das immer wieder ins Gedächtnis zurückzurufen) Oder den Vorschlag macht, dass sie über versendete SMS Buch führt.
Mehr Geld solltet ihr ihr nicht zur Verfügung stellen. Aber vielleicht kann sie sich ja ein paar Cent hinzuverdienen - durch Babysitten oder Hundeausführen oder was auch immer?
Grüße
Eckard.
Ja das „aber“ kommt.
Wenn sie mal was etwas teureres haben will und dann vielleicht noch außer der Reihe (nen Fummel vielleicht?), dann kannst Du ja mal gegenrechnen:
Der Fummelkostet …€, das macht bei 15€ monatlich für SMS … Monate, dann hättest Du es Dir selbst kaufen können.
Was hättest Du jetzt von dem Teil und was hattest Du die … Monate von den SMS?
Geht sie in den Ferien arbeiten? Ich denke 5 € die Stunden sind schon schwer zu finden - also dann müßtest Du so viel arbeien für Deine SMS. Bei nem Stundenlohn von 5€ muß sie eine Woche arbeiten gehen um die SMS für ein Jahr rein zu haben. Könnte ziehen denke ich.
wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, war es so, daß ich mein Taschengeld kriegte, damit klarkommen mußte oder dazuverdienen.
Das mit dem Dazuverdienen hat m.E. den schönen Nebeneffekt, daß das Kind merkt, daß das Geld nicht von ‚alleine‘ da ist, sondern daß es erarbeitet werden muß, daß also Mühe dahintersteckt.
Für mich war es sehr instruktiv, daß das Zeitungsaustragen weniger einbrachte als das ‚normale‘ Taschengeld. Das Bewustsein für den Wert des Geldes wurde für mich dadurch geschärft.
Laß also Deine Tochter ruhig nebenbei arbeiten, sie wird viel dadurch lernen.
Taschengelderhöhungen kommen altersbedingt immer
auf Initiative des Elternhauses zustande.
*smile*
das erinnert mich daran, dass ich früher immer SCHRIFTLICH meine geforderten Taschengelderhöhungen begründen musste.
Ganz schön kniffelig, das zu Papier zu bringen!!!
Ich finde, Deinem Nachwuchs geht es recht gut!!!
Liebe Grüsse
Ayla, die bei ihren Töchtern mehr auf Eigeninitiative gebaut hat!
Ist der wirklich so wichtig? Ich bin als Teenager ganz gut ohne ausgekommen und ich glaube nicht, dass er heute viel entscheidend wichtiger geworden ist.
Anderseits verstehe ich ja, dass man glaubt als Teenager ein Handy haben zu müssen. Sonst wird man ja leider genauso erstaunt und blöd angesehen wie ich als ich mir 1996 mein erstes geleistet habe. (da hat sich wohl was im denken verkehrt)
Wichtig ist nur, dass Sie akzeptiert, dass sie bis zum nächsten Monat warten muss, bis es wieder ne neue Karte gibt.
Dann ist der Noteuro eben nicht drauf…
Ist der wirklich so wichtig? Ich bin als Teenager ganz gut
ohne ausgekommen und ich glaube nicht, dass er heute viel
entscheidend wichtiger geworden ist.
Muuaaah, das ist ja nun kein Argument!
Früher ist man auch ohne Auto/Telefon allgemein oder so ausgekommen.
Aber wenn’s diese Technologie doch schon gibt, sollte man doch gerade deren Vorteile (z.B. Eltern über Verspätung informieren etc.) nutzen.
Und das geht halt nicht mehr, wenn die Karte am 7. des Montas leer ist.
Ich muss sagen, dass ich ziemlich geschockt war, als ich Deinen Artikel gelesen habe. Ich bin 18 und muss ehrlicherweise sagen, dass ich mehr als genug Taschengeld bekomme. Ich gebe allerdings PRO MONAT 30.- (Schweizer Franken), also umgerechnet genau 15 EURO aus für mein Handy!!! Das ist ja wahnsinnig! Besonders wenn man bedenkt, dass die SMS Preise in der Schweiz noch ein wenig teurer sind als in Deutschland. Und meines erachtens schreibe ich ziemlich viele SMS. Ich glaube das Problem liegt vielleicht auch dort, dass Deine Tochter Handysüchtig ist (das gibts wirklich und ist echt schlimm, hatte ich auch mal für etwa ein halbes Jahr)!
Ja, aber…
Hi!
…nur durch Erfahrung wird man klug. Wenn sie dann mal wo steht und kann nicht mehr telefonieren, dann wird sie es vielleicht mal begreifen. Das, was Eltern sagen, ist doch in dem Alter eh nur uncool und geht zum einen Ohr rein und zum anderen raus.
Klar haben wir früher auch ohne Handy überlebt. Das fördert die Selbständigkeit, wenn man nicht für jeden Sch*** die Mama anrufen kann. Dann muss man nämlich manchmal auch selber überlegen und entscheiden.
In diesem Sinne
Liebe Grüße
R.
P.S.
Mein 14-jähriger hat immer noch kein Handy…wie peinlich!!
Jaaaa, aber muss man sie denn alle Erfahrungen machen lassen?!?
Kinder werden im Auto auch in den Kindersitz gepackt - auch wenn sie nicht wollen. Ganz ohne eigene Erfahrungen.
Wenn sie dann mal wo
steht und kann nicht mehr telefonieren, dann wird sie es
vielleicht mal begreifen. Das, was Eltern sagen, ist doch in
dem Alter eh nur uncool und geht zum einen Ohr rein und zum
anderen raus.
Nicht zwingend.
Ich meine so ein Noteuro ist halt eher etwas für die Eltern; nicht damit das Kind noch schnell der Freundin sagen kann, dass sie diesen meeeegasüssen Typen im Bus gesehen hat *lach*
Klar haben wir früher auch ohne Handy überlebt. Das fördert
die Selbständigkeit, wenn man nicht für jeden Sch*** die Mama
anrufen kann. Dann muss man nämlich manchmal auch selber
überlegen und entscheiden.
Und die Eltern sitzen zu Hause und sorgen sich …
Mein 14-jähriger hat immer noch kein Handy…wie peinlich!!
… Klar haben wir früher auch ohne Handy überlebt.
Das fördert die Selbständigkeit, wenn man nicht für jeden
Sch*** die Mama anrufen kann. Dann muss man nämlich manchmal
auch selber überlegen und entscheiden.
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass sie das öfter nutzt in dieser Form? Weit gefehlt. Die Mama ist diejenige, die immermal anruft.
Mein 14-jähriger hat immer noch kein Handy…wie peinlich!!