Teer?geruch nach aufhellender Lasursäuberung

eines alten Küchenbuffets im Stile des Gelsenkirchener Barocks. Ziemlich genau so ein Möbel wie hier abgebildet: http://de.wikipedia.org/wiki/Gelsenkirchener_Barock

Der Lack ist etwas heller und in der Wohnung finden sich Türrahmen in Bierlasur http://de.wikipedia.org/wiki/Bierlasur.

Mein Mitbewohner kam auf die Idee die Schrankoberfläche mit Klarspüler(!) für die Spülmaschine zu säubern. Die Lasur ist nun stumpf, etwas klebrig und sehr stark aufgehellt. Ein weiterer Lieblings’reiniger’ meines Mitbewohners ist Natriumhypochlorit (Domestos ähnlich). Ich habe daher eher dieses Reinigungsmittel im Verdacht. Jedenfalls riecht es nun bestialisch undefinierbar in der Küche.

Ich nehme mal an, dass entweder die nichtionischen Tenside/Zitronensäure/Vermittler des Klarspülers oder das Desinfektions-/Bleichmittel eine chemische Reaktion mit der Firnis (Terpentin/Öle/Harze?) bzw. Lasur eingegangen sind.

Ist da ein Teer-/Ballistol-Geruch (ich kann den Geruch nicht richtig einordnen) zu erwarten?

Was kann ich machen? Ist der Geruch Gesundheitsgefährdend?

Hallo,
Ihre Frage geht tief in den Bereich der Chemie oder Biochemie. Die kann ich leider nicht beantworten, da ich kein Chemiker bin.

Meine Empfehlung: mit Ablauger den ganzen Schmodder runter und dann die Oberfläche komplett neu beschichten.

Leider kann ich nur so weit helfen.

MfG

grisu

Hallo, leider kann ich da nicht helfen. Ich frage mich nur gerade ob der Mitbewohner vielleicht eine echte Gefahr ist.
Schöne Grüße und viel Glück noch!

Servus fippo,

da denke ich, dass Du einen Chemiker fragen solltest.
Schreiner verwenden solche Mittel in dieser Kombi nicht…
Da fehlt mir die Erfahrung.

Gruß
Martin

Servus

Da musst du wohl eher eienen Chemiker fragen! Der kann dir vielleicht sagen welche chemische Verbindung hier entstanden ist. Aber mit solchen Reinigungsmitteln an solche Möbel zu gehen?!?
Ein bischen gesunder Menschenverstand wäre hier sehr dienlich gewesen.

Harry

tut mir leid, hiermit hab ich keine Erfahrung.
egrokj

Tut mir wirklich leid, aber ich habe eher mit dem Entstehen von Gegenständen aus Holz als mit der „chemischen Regeneration“ zu tun. Selbst die Abbeizerei ist mir eher ein Greuel. Empfehle einen professionellen Abbeizbetrieb zu befragen.
Viel Erfolg noch und vielleicht ein klärendes Gespräch über Holzbehandlung mit dem Mitbewohner!

Hallo
da kann ist leider nicht helfen
MfG Ingo

Tut mir leid, da kann ich Dir nicht weiterhelfen.
Viel Erfolg, p.

Hallo fippo,
ich weiß auch nicht was für Gefahtstoffe da freigesetzt wurden. Frage doch bitte einen Chemiker oder bei der für Dich zuständigen Berufsgenossenschaft nach. Die Berufsgenossenschaft erfährst Du von der Sicherheitsfachkraft oder dem Betriebsarzt.

Gruß Joachim

Hallo Fippo,
die eingesetzten Mittel (Säure + Lauge) wirken wie Abbeizer, beide Stoffe in feuchter Kombination setzen eine Chlorverbindung frei = zumindest reizend beim Einatmen.
Lösungsvorschlag:
intensiv lüften oder besser das Möbel ins Freie verbringen,
das Möbel komplett mit handelsüblichem Abbeizer abbeizen, nach Weisung des Abbeizer - Herstellers rückstandsfrei behandeln und an einer nicht sichtbaren Stelle einen neuen Firnisauftrag testen = sollte die Oberfläche keinen auffälligen Farbumschlag zeigen, das komplette Möbel beschichten.
MFG Akazie

Hallo Fippo,
die eingesetzten Mittel (Säure + Lauge) wirken wie Abbeizer,
beide Stoffe in feuchter Kombination setzen eine
Chlorverbindung frei = zumindest reizend beim Einatmen.

Hallo, vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Da ich mir noch nicht sicher bin mit welchem Lack die Küchenbuffets der 40er bis 60er Jahre in der Regel gestrichen wurden weiß ich auch nicht genau, welche Schadstoffe bei dem Abbeitzen mit dem Spülmaschinen Klarspüler (>30% anionische Tenside) in Verbindung mit dem Lack entstehen können. Das schlimmste wären wohl PAK (Polyaromatische Kohlenwasserstoffe).

Jedenfalls riecht es heute am vierten Tag Lüftung (Dank des tollen Wetters) wie am ersten Abend. Nach etwa 10-20 minuten ist der Geruch kaum noch wahrnehmbar, erst wieder wenn man nach 5 Minuten Bad oder anderem Zimmer wieder in die Küche kommt riecht es sofort wieder sehr stark. Mein Mitbewohner wunderte sich noch über juckende Kopfhaut und Pusteln. Keine Ahnung ob das mit dem Abbeitzen mit bloßen Händen zu tun hat oder ob er das vorher schon hatte.

Ich denke aber nun, dass er das Wasserstoffperoxid doch nicht verwendete, da Abbeitzmittel auch anionische Tenside enthalten und Seifen ja auch Laugen sind mit denen ja gemeinhin Abbgebeitzt wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Abbeizmittel

Ich denke dass es so stark riecht, da ja nicht vollständig abgebeitzt wurde und die Lackbestandteile flüchtig wurden.

Keine Ahnung, ob es sich um Nitrozellulose, Alkydharze, Beitzen, Leinölfirnis oder anderen Lack handelt.

Es gibt aber Leidensgenossen:
http://www.hausgarten.net/gartenforum/haus-allgemein…

Möglicherweise hat das Buffet nun ausgedient :frowning:

Da mein Mitbewohner nur mit so tollen Ideen und unbeabsichtigten(?) Mißgeschicken aufwartet werde ich mir darüber auch noch gesondert Gedanken machen müssen…

Hallo fippo,

sorry, da kann ich Dir nicht sicher eine Antwort geben.

Grüsse,

e-a-s-y

Unverdünnter Essigreiniger nimmt etwas den geruck, solange er feucht ist. Trocknet es auf so riecht es wieder wie zuvor. Interessant oder beängstigend ist wie schnell man sich an den Geruch gewöhnt und wie schnell er wieder stört wenn man ihm nicht ausgesetzt ist. Nach 5 Minuten nimmt man ihn nur noch im Hintergrund wahr, verlässt man den Raum für ein paar Sekunden nimmt man ihn wieder voll wahr.

Ich denke ich werde das Möbel entsorgen, oder abbeitzen und neu versiegeln lassen, eventuell werde ich mit Schellack versuchen das zu versiegeln (leider nicht sehr Lösemittelbeständig).

hallo
also dises problem erfordert einen chemiker, der ich leider nicht bin-.

Hallo,
leider kann ich dazu gar nichts raten.
LG

Hallo,

Weiß denn vielleicht jemand um welchen Lack es sich bei dem Büffet handeln könnte? Er ist Honiggelb-transparent und wahrscheinlich etwas stärker nachgedunkelt.

Der Klarspüler hatte keine Gefahrenhinweise und soll biologisch gut abbaubar sein. Der Geruch hat deutlich nachgelassen und der Lack ist durch die Esdsigreinigerbehandlung und das Antrocknen nicht mehr sehr klebrig (fast trocken). Auch ist er wieder deutlich dunkler geworden. Ich denke ich werde ihn anrauhen und überlackieren. Es ist nur eine kleine Fläche zu behandeln und es geht mir weniger um die Optik als um den Geruch.

Ich nehme mal an, dass ich den genauen Lack wissen müsste, zumindest das System (Alkyharz oder Nitrozellulose etc.) um unerwünschte Reaktionen zwischen Lacken zu vermeiden.

Ich denke da könnte ich eine Schublade zu einem Antiquitäten-Abbeitzbetrieb mitnehmen um den Lack in etwa zu bestimmen?

Vielleicht warte ich aber auch noch ein paar Tage, und spüle mit warmen Wasser den Essigreiniger ab, wiederhole das Prozedere, bis ich keinen Geruch mehr wahrnehme…

Die möglichen Schadstoffe wären natürlich noch interessant.

Hm, Ich sehe gerade dass der Beitrag an Tilly Deschner geht, er ist aber an alle gerichtet.

Jedenfalls vielen Dank für die Antworten.