Teil- oder Vollkasko

Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken, mir ein „neues“ Auto zu kaufen. Einen kleinen Kia „Picanto“ (3 Jahre alt/jung, 5.000 Euro).

Habe schon mal ein paar Versicherungsvergleiche angestellt:

TK m. 150 € SB ca. 30,00 Euro/monatlich
VK m. 300 € SB ca. 55,00 Euro/monatlich

Meine Fahrweise würde ich als sehr ruhig bezeichnen. Deswegen frage ich mich, ob eine VK eigentlich sinnvoll ist! Gibt es da irgendwelche Richtwerte bzgl. des Alters oder des Wertes (hab im Archiv leider nichts gefunden).

MfG Sonja

Wenn Du eine Reparatur für z.B. 1000 € klaglos schultern kannst, brauchst Du keine VK. Ansonsten sind 25 € monatliche Mehrprämie leichter zu verkraften, als eine große Werkstattrechnung.

Nun gut, aber bei einem solchen Schaden hat man i.d.R. einen Gegenpart, der den Unfall (oder ähnliches) zu verschulden hat…

Nun gut, aber bei einem solchen Schaden hat man i.d.R. einen
Gegenpart, der den Unfall (oder ähnliches) zu verschulden
hat…

Wenn man keine (Teil-)Schuld vor Gericht bekommt stimmt das wohl. Wenn Sie den Schaden verursacht haben, hilft Ihnen die Gegenpartei wenig.

Nun gut, aber bei einem solchen Schaden hat man i.d.R. einen
Gegenpart, der den Unfall (oder ähnliches) zu verschulden

Wozu gibt es denn dann die VK ? Wenn Du so sicher bist, dass Du sie nicht brauchst, laß sie weg.

Hallo Sonja,

nur aus Neugier: wo haben Sie die Vergleiche denn angestellt ?

Zu Ihrer Frage, ob Vollkasko sinnvoll ist, eine persönliche Erfahrung, die ich vor 2 Jahren machen durfte:

Ich habe bei meinem letzten Wagen die Vollkasko abgemeldet, weil ich mir dachte, die 500 Euro im Jahr kannst du dir sparen, und bisher ist ja auch noch nie was passiert. Ca. 2 Monate später ist mir jemand mit ca. 70 Sachen hintendrauf gefahren, an meinem Wagen entstand dabei ein (Total-)Schaden von ca. 15000 Euro.
Normalerweise wäre hier die Schuldfrage ja klar, da der Unfallverursacher allerdings bei der Polizei angab, er hätte einem Bus ausweichen müssen, hat die Polizei erstmal in diese Richtung versucht zu ermitteln, was aber ergebnislos blieb. Kurzum: Nach ca. 6 Monaten (!) war dann endlich die Schuldfrage geklärt, und ich bekam meinen Schaden ersetzt.
Wer auf sein Auto angewiesen ist, und keine größeren Ersparnisse hat, wird sich hier sicherlich umschauen müssen, wo er einen neuen Wagen herbekommt, so ganz ohne Geld.

Was ich damit sagen will: Die Vollkasko hätte den Schaden an meinem Wagen erstmal sofort bezahlt, egal wer hier Schuld war, und sich dann selbst darum gekümmert, das Geld von der gegnerischen Versicherung wiederzubekommen.

Gruß, Kristian

nur aus Neugier: wo haben Sie die Vergleiche denn angestellt ?

Im www gibt es genügend online-vergleiche…das sollte mir auch erstmal nur als Überblick dienen!

Vielen Dank für die Antworten!Wir (mein Partner und ich) sind uns erstmal einig, eine VK abzuschliessen. Zumindest solange, bis das Auto einen so geringen Restwert aufweist, dass man das „verkraften“ könnte!

Hi,

wenn der Gegenpart unerkannt flüchtet oder einfach jemand ist der Lust hatte das Auto zu zerstören (Stichwort Vandalismus) zahlt keine Versicherung außer die VK. Alternativ reicht es auch einer aus dem Gebüsch springenden Katze auszuweichen und dadurch einen Unfall zu verursachen (ist einer Bekannten passiert).

Grüßle
Frank K.

Hi!

Ich würde bei der TK auf die SB verzichten! Kostet auch net viel mehr wie 30-50€ jährlich, je nach Fahrzeug. „Lohnt“ sich aber schon bei einem Marderverbiss oder z.B. demolierter Außenspiegel/Glas (ist mir beides passiert und hat vom Betrag her die Jahresmehrkosten für die TK ohne SB jedesmal überstiegen!).

An einem Auto muß kein Totalschaden entstehen, damit sich eine VK lohnt. So ein neuer Wagen hat auch z.B. schon Einiges an Airbags drin. Allein, wenn die mal losgehen wäre man sicher froh, eine VK zu haben. Und das kann ja schon wegen der Sache mit der Katze sein etc.

Gruß
Andrea