Masse des Photons
Wenn die Masse Null unendlich vergrößert wird, dann kommt
dabei nicht etwa Null, sondern ein unbestimmter Ausdruck
heraus. Eine Ruhemasse von Null verhindert also nicht, daß ein
Photon eine von Null verschiedene relativistische Masse hat.
Der Gedankengang erübrigt sich, da Photonen sich immer (und nie nicht) mit v = c bewegen (im Vacuum natürlich)
…daß Photonen Energie haben und daß zu jeder Energie gemäß
E=mc² auch eine Masse gehört. Wenn ein Photon keine Masse
hätte, dann hätte es auch keine Energie und würde überhaupt
nicht existieren.
Man muß bei physikalischen Formeln unterscheiden, ob es sich um algebraische Audrücke oder um z.B. Äquivalenzen handelt.
Die auf der Plankschen Entdeckung und Einsteins Lichtquantenhypothese beruhende Gleichung hν = mc2 ist eine Äquivalenz. D.H. jede algebraisch mögliche Umformung mu8 erst physikalisch interpretiert werden. Und das heißt hier:
Eine monochromatische Welle mit der Frenquenz ν und folglich der Energie E = hν verhält sich wie eine Geamtheit identischer Teilchen mit Impuls p = h/λ und Masse m = hν/c2.
Physikalisch heißt das (was man aus dieser rein algebraischen Umformung aber nicht herauslesen kann): Licht verhält sich bei der Propagation als Welle, aber bei der Wechselwirkung mit Materie als Teilchen.
So kann dann zum Beispiel die "Photo"produktion von Mesonen (z.B. π0) am Proton § vor sich gehen:
γ + P → P + π0
wobei die zusätzlich Masse des Mesons in diesem Prozess aus der Energie des Photons kommt. Dazu muß ein sog. „Massekanal“ vorhanden sein. D.h. es muß bei der gegebenen Energie und der vorliegenden Quantenzahlbilanz ein Teilchenzustand mit geeigneten Quantenzahlen und Masse existieren, so daß dadurch (ganz grob beschrieben) die Masse-Energie des Photons sich umwandeln kann (in Wirklichkeit ist so ein Stoßprozess viel kompizierter).
Wenn die Photonenergie zu gering ist, um ein Pi-Meson zu erzeugen (man sagt dann, das Meson kommt nicht auf die Massenschale), dann bleibt der Stoßprozess „elastisch“
γ + P → P + γ
d.h. das Photon bleibt, was es ist: ein lokaler Zustand mit der Masse 0.
Daß die Photonmasse 0 ist (was wir ja eh wissen) sieht man übrigens aus dem Coulombpotential (woher man es auch zuerst wußte). Die Reichweite einer Wechselwirkung kann nur ∞ sein, wenn (in der quantenmechanischen Beschreibung) das Austauschteilchen keine Masse hat:
V® = const./r
Beim Yukawapotentilal ist das dann z.B. so
V® = e-r/r(o)/r
daß r(o) = h/mc (also die Comptonwellenlänge einer Masse m) die Reichweite darstellt, die folglich endlich ist (hier die der Kernbindungskraft).
Gruß
Metapher