Teilkündigung KLV

Hallo,

ich konnte/kann wegen der Trennung von meinem Mann die Beiträge für meine KLV nicht mehr in der damals festgelegten Höhe (monatl. 365,45 €) bezahlen und stellte sie vor 4 Jahren beitragfrei.

Nun möchte ich gerne mit der Versicherung verhandeln und den Monatsbeitrag reduzieren. Laut meinen Recherchen geht das anscheinend nur über Teilkündigung. Siehe auch hier: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Was sollte ich hierbei beachten und wie kann ich kontrollieren, wie die Berechnungen erfolgen müssen.

Gibt es wegen finanzieller Notlage vielleicht doch andere rechtliche Möglichkeiten, eine Art ‚Änderungskündigung‘ zu erwirken, ohne erhebliche finanzielle Nachteile zu erleiden? Leider konnte ich nichts finden, außer einem Lexikon, habe es aber noch nicht durchgeackert:

http://www.elektropraktiker.de/fileadmin/ep_upload/b…

Danke vorab Marion

Guten Tag Marin,
nach meinem Verständnis ist es nicht möglich, eine bereits vor vier Jahren beitragsfrei gestellte LV wieder zu aktivieren.
Wenn Ihnen das von der Vermittlerseite aus so dargestellt wird,
sollten Sie vorsichtig sein. Was natürlich jederzeit möglich ist

  • vorausgesetzt es gibt kein medizinisches Problem - das ist der
    Neuabschluss einer KLV. Allerdings zu neuen Spielregeln (Steuerpflicht). Die beitragsfreie KLV läuft bei herabgesetzter Versicherungssumme und mit stillen Beiträgen aus Ihrem Deckungskapital
    mit der ursprünglich vereinbarten Laufzeit weiter. Sie können diese aber auch jederzeit kündigen.
    Je nachdem, wieviel Laufzeit sie schon hinter sich hat, ist Ihr Geldverlust erheblich oder bereits durch Zinseszinseffekt hinnehmbar.
    Gruß
    Günther

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Ich will ja nicht gemein sein, aber hier sehen wir wieder ein klassisches Beispiel über die Sinnhaftigkeit einer Versicherung und deren langer Vertragsdauer.

Hätten Sie diese Versicherung auch abgeschlossen, wenn Sie gewusst hätten, was das für Nachteile mit sich bringt?

Hätten Sie diese Versicherung auch abgeschlossen, wenn Sie
gewusst hätten, was das für Nachteile mit sich bringt?

Das klingt ja so, als ob Du eine Anlageform kennen würdest, die nur Vorteile hätte.

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Hätten Sie diese Versicherung auch abgeschlossen, wenn Sie
gewusst hätten, was das für Nachteile mit sich bringt?

Das klingt ja so, als ob Du eine Anlageform kennen würdest,
die nur Vorteile hätte.

Natürlich nicht. Aber ich finde, dass in einer Beratung eben auch auf diese Nachteile hingewiesen werden muss.

Hi Dirk,

mein Mann ist selbstständig. Sicher war uns klar, dass eine FLV/KLV nicht die optimale Kapitalvorsorge ist. Wichtig war, eben auch die Frau abzusichern, wenn er mit Kind und Geschäft alleine dastehen sollte.

Außerdem konnte er damals, wie von unserem Berater empfohlen, nicht freiwillig einen Mindestbeitrag in die gesetzliche Rente einzahlen. Dies wurde damals vom Rentenversicherungsträger wegen irgendwelcher Fristen/Anwartschaftszeiten abgelehnt.

Die Höhe war den damaligen geschäftlichen Verhältnissen durchaus angemessen. Außerdem gab es vor 18 J. außer Aktien/Versicherungen/Eigenheim ja nicht gerade die große Auswahl für die private Altersvorsorge. Mag sein, dass sich diesbezügliche Angebote/Produkte erheblich verbessert haben.

Witzig ist auch, dass immer wieder gesagt wird, wie dumm jmd. ist, der sich per LV absichert, aber ‚alle‘ tun es. Wirklich gute Alternativen sind mir jedoch bisher nicht untergekommen :wink: Auch bei langfristigem Anlagehorizont birgt der Aktienmarkt seine Rrisiken und bei Bundesanleihen, Geldmarktkonten oder wie das alles heißt, wird ja mmer mit der geringen Rendite argumentiert :wink:

Aber egal. Ich gehöre eben zu den dummen und bin dennoch dankbar, wenn man mir brauchbare Infos gibt, die die Dumme so glimpflich wie möglich aus der Sache rauskommen lässt.

Gruß Marion

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Hätten Sie diese Versicherung auch abgeschlossen, wenn Sie
gewusst hätten, was das für Nachteile mit sich bringt?

Das klingt ja so, als ob Du eine Anlageform kennen würdest,
die nur Vorteile hätte.

Hi,

Danke für diese Bemerkung :smile:

Genau so ist es. Siehe auch meinen kommentar dazu.

Gruß Marion

Hallo,

danke für die Infos.

Neuabschluss einer KLV. Allerdings zu neuen Spielregeln
(Steuerpflicht). Die beitragsfreie KLV läuft bei
herabgesetzter Versicherungssumme und mit stillen Beiträgen
aus Ihrem Deckungskapital
mit der ursprünglich vereinbarten Laufzeit weiter. Sie können
diese aber auch jederzeit kündigen.
Je nachdem, wieviel Laufzeit sie schon hinter sich hat, ist
Ihr Geldverlust erheblich oder bereits durch Zinseszinseffekt
hinnehmbar.

Dies ist mir bekannt. Beim durchsehen meiner unterlagen entdeckte ich jedoch nun ein -schreiben von der Versicherung, in dem sie mir anbietet:

„Ihr Vertrag kann eventuell reduziert werden, falls ihnen der Beitrag auf lange sicht zu hoch ist.“

Na das ist doch Mal ein Lichtblick. Ich werde dann Mal verhandeln gehen.

Danke Marion

Ich wollte damit nicht sagen, dass Sie dumm sind. Wär ja schön, müsste mich ja dann auch als dumm bezeichnen, da ich auch sowas hatte.
Es ist nur so, dass immer sehr gern die Vorteile dieser Anlageform hervorgehoben werden, aber die Nachteile fast immer verschwiegen oder totgeredet werden.
Allerdings gab es auch damals schon Aktienfonds. Und die bieten in langfristigen Zeiträumen immer wesentlich mehr Sicherheit und Flexibilität als eine Lebensversicherung.
Das ist meine Meinung und wird leider Gottes immer wieder als Falsch dargestellt. Leider hat es noch keiner der „Guten“ geschafft, mich anhand von Zahlen vom Gegenteil zu überzeugen.
Keiner konnte mir einen Aktienfonds zeigen, der nach 20 Jahren Beitragszahlung am Ende lange Zeit im Minus war. Schade eigentlich :-/

Guten Tag Marion,
ich stimme Ihnen zu, wenn Sie feststellen, dass alle Welt gerne gegen die KLV wettert, dabei aber „alle es tun“.
Mit über neunzig Millionen Verträgen in Deutschland für alle
Formen der Lebens- und Rentenversicherung hat auch die KLV - ob
ohne oder mit Ablaufbesteuerung - nach wie vor ihre Abnehmer.
Im übrigen meine ich auch nicht, dass Sie zu den Dummen gehören.
Allein schon deswegen nicht, weil Sie sich ja mit den Vor- und Nachteilen der KLV gegenüber anderen Vorsorgeformen zumindest beschäftigt haben. Das ist m.E. mehr, als die meisten zu investieren
bereit sind. Wenn Sie daher meinen, dass die KLV auch in Ihrer
neuen Lebenssituation eine gute Lösung ist, so lassen Sie sich nicht
irritieren.
Gruß
Günther

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Hi Dirk,

ich sag halt DU, da das hier so üblich ist, und hoffe das ist o.k. so :wink:

Ich wollte damit nicht sagen, dass Sie dumm sind. Wär ja
schön, müsste mich ja dann auch als dumm bezeichnen, da ich
auch sowas hatte.

Ich bin auch nicht beleidigt!
Klar ist es besser eine Risiko-LV und BUZ separat abzuschließen und die Kapitalanlage anderweitig zu besorgen. Allerdings lockt/te der Staat ja den Normalbürger mit Eigenheim, oder LV durch Steuervorteile für diese Anlageformen. Es wird propagiert, schaffe dir Wohneigentum, oder eine LV an, um deine Rente aufzubessern. Dann kam halt irgendwann die Riesterrente…

Aber wenn man in Aktien, oder Aktienfonds investiert, sollte man auch bereit sein, Zeit zu investieren. Wenn man richtig in Aktien anlegt, kann das, um wirklich optimale Renditen herauszuholen locker einem Teilzeitjob gleichkommen. Bei Fonds muss man nicht ganz so viel Zeit inverstieren. Aber generell gilt, dass das Portfolio, sprich die Risikostreuung und der Anlagehorziont wohl überlegt und gut aufeinander abgestimmt sein sollten. Dazu braucht man Kenntnisse, es kostet Zeit (Informationssuche, Switchen, Verkauf/Ankauf) und auch Geld für Informationsquellen und Depotgebühren/sonst. Gebühren.

Allerdings gab es auch damals schon Aktienfonds. Und die
bieten in langfristigen Zeiträumen immer wesentlich mehr
Sicherheit und Flexibilität als eine Lebensversicherung.

Darum gibt es ja die FLV als Alternative zur KLV, mit dem Argument der höheren Rendite. Aber auch da ist die Entscheidung welchen Fonds man nimmt nicht einfach, da es eben sehr sehr viele gibt.

Keiner konnte mir einen Aktienfonds zeigen, der nach 20 Jahren
Beitragszahlung am Ende lange Zeit im Minus war. Schade
eigentlich :-/

Ich habe vor 6 J. in 3 Fonds (Risiko gestreut) investiert. Bisher sind sie Summa Summarum zwar nur gefallen. Aber wer weiß, was in 15 J. ist. Das Risiko eines ‚schwarzen Freitags‘ gibt es aber theoretisch immer :wink:

Marion

Hallo,

ich habe mich vertippt. In meinem Fall ist es eine FLV, aber das dürfte für die Grundfrage vermutlich keinen Unterschied machen.

Höchstens für die Berechnung, da diese vermutlich komplizierter ist, wegen der wechselnden Werte der Fondsanteile.

thx Marion

Guten Tag Marion,
doch, das macht einen Unterschied.

Da die FLV regelmäßig nicht mit fixen Versicherungssummen - außer
Mindesttodesfallschutz - operiert, sondern mit Garantie-Referenzwerten, die ihrerseits von erreichten Kurswerten abhängig sind, auf die der Versicherungsnehmer keinen Einfluss hat, kann man das eine nicht mit dem anderen vergleichen. Ich will auch nicht ausschließen, dass sich so eine Police nach vier Jahren - zu welchen Beiträgen auch immer - wiederbeleben lässt. Denn es geht einfach darum, Geld in ein nach oben und unten offenes Fass zu schütten, ohne dass der Versicherer - mit Ausnahme des Mindesttodesfallschutzes - eine Garantie für die Ablaufsumme übernimmt. Es kann dann nicht so sehr darauf ankommen, ob die Beitragszahlung für einige Zeit aussetzt.
Wichtig aus der Sicht des Versicherers ist dann, dass sie wieder einsetzt.
Gruß
Günther

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Donnerwetter! Marion und Dirk werfen sich ganz schön harmonisch die Bälle zu! Marion ist fachlich wesentlich besser, als eine fragende und „unbedarfte“ Ehefrau es normalerweise ist. Auch internetsmäßig scheint Marion perfekt zu sein! Gratulation!
Ein Schelm ist, wer…denkt!

Hätten Sie diese Versicherung auch abgeschlossen, wenn Sie
gewusst hätten, was das für Nachteile mit sich bringt?

Hätten Sie den Tech-Aktienfonds bespart, wenn sie gewusst hätten, dass nach 5 Jahren nur noch 10% Ihrer Kohle vorhanden ist?

Oh Dirk, so langsam hat´s Bart und ödet nur noch an. Glaub mir´s!

Jaja, wer weiß was …

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Stimmt, ödet wirklich langsam an.
Und immer noch nicht verstanden, dass eine Einmalanlage in einem Technologiefonds zu Höchstständen nicht mit einer monatlichen Zahlung in eine Versicherung verglichen werden sollte.
Muss doch langsam mal ins Köpfchen reingehen, oder?

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