Hallo,
als Endfünfziger benötige ich eine Teilprothese für einen Zahn. (Implantat wurde von der Kasse wegen gefüllter Nebenzähne nicht genehmigt).
Unterscheiden sich die möglichen Herstellungsarten?
Gibt es Unterschiede in der Qualität (Haltbarkeit)?
Schönen Gruß
und danke für die Mitteilung/en
Zorro (Privatpatient)
Für eine solche situations- und fachgerechte Antwort benötigt man eine Röntgenaufnahme von allen Zähnen, einen vollständigen Befund des Zahnhalteapparates sowie der Vitalität aller Zahnnerven sowie Kiefer- modelle des Ober- und Unterkiefers, eigentlich auch noch der Unterkieferbewegung. Daran erkennt man vielleicht, wie unsinnig Internetauktionen zu Zahnersatz sind und deshalb verboten. Die ersten ärztlichen Leistungen sind nun einmal Befragen und Untersuchen und danach erst Beraten. Es ist eine Leistung, die ärztliches Wissen erfordert und Leistung hat seinen Preis. Deshalb kosten Heil- und Kostenpläne Geld.
Falsch verstandene Hilfe via Internet hat Hochkonjunktur und schadet wahrscheinlich beiden Beteiligten: Fehlberatung für den Patient, Zeit- verlust für Dr. Hokus-Pokus.
Entschuldige bitte die Direktheit. Sprich also mit Deinem ZA oder einem anderen direkt.
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Servus Zorro,
wenn Dir wirklich nur dieser eine Zahn fehlen sollte (Endfünfziger), dann brauchst Du keine Teilprothese, sondern eine Brücke. Bei mehr Lücken brauchst Du wahrscheinlich tatsächlich eine Teilprothese, für deren Form und technische Gestaltung Du Dir hier keine Hilfe erwarten solltest, weil die Möglichkeiten - je nach Situation - zu vielfältig sind. BTW: Wenn Du Privatpatient bist, hast Du keine Kasse, sondern eine Versicherung, die nichts zu ‚genehmigen‘ hat. Natürlich wird sie (wenn Du schon vorher fragst) die aufwändigere Versorgungsform zu vermeiden versuchen. Bring Doch Deinem Zahnarzt mal Deinen Versicherungsvertrag mit, ob da irgendwelche Ausschlußkriterien zum Thema ‚Implantate‘ drin sind. So ganz wollkürlich kann eine Versicherung bestimmte, in der Gebührenordnung enthaltene, Versorgungsformen nicht ausschließen.
Kai
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Hallo zorro,
es ist klug sich vorher unverbindlich über dieses Thema zu informieren. Vor 15 Jahren war ich Zahntechnikerin und könnte Dir, wenn ich es noch wäre, heute unverbindlich und allgemeiner etwas zu den heutigen Möglichkeiten der Teillprothetik sagen.(Ich denke, das war so auch angedacht von Dir).
Wenn Du Dir etwas Mühe machen möchtest, kannst Du zu einem Dentallabor
fahren und um allgemeine Ratschläge bitten. Die sind in der Regel sehr hilfsbereit und können über Kosten, Nutzen, Haltbarkeit und Vor-und Nachteilen der unterschiedlichen Möglichkeiten schon eine Menge sagen.
Du kannst aber auch zu Deiner Krankenkasse gehen und Dich von einer Expertin/einem Experten, falls vorhanden, beraten lassen oder nachfragen,wie Du an weitere Informationen kommen kannst. Hast Du es schon mal mit dem Internet versucht? Damit man einen groben Überblick hat,würde ich das „googlen“ empfehlen. Da findet sich bestimmt das ein- oder andere. Falls Du dem Zahnarzt/der Zahnärztin nicht sonderlich über den Weg traust,kann ich eine zweite Expertenmeinung nur anraten. Das war bei mir vor ca. 6 Wochen auch der Fall und hat mich darin bestärkt, mir etwas Neues machen zu lassen.
Prinzipiell ist es so, dass Zahnärzte das Geld auch nicht mehr auf der Straße finden. Man gewinnt förmlich den Eindruck, man sei auf einer
Verkaufsveranstaltung, wenn man zum Zahnarzt geht, jedenfalls ist das in Hannover bei mir der Fall gewesen.(Leider bin ich privat versichert, da kann es noch mal um einiges heftiger sein). Von Objektivität kaum eine Spur. Einem guten Freund, der gesetzlich versichter ist, wollte ein Zahnarzt vor einem halben Jahr
alle (!) Zähne beschleifen und durch Kronen und Brücken ersetzen. Er hätte es fast machen lassen. Ich habe dringend davon abgeraten. Er ist dann zu einer guten Ärztin gegangen und da hörte sich das schon viel besser an. Die Kosten, die er vorher nicht hätte tragen können, waren plötzlich erträglich.
Gruß zebrah