Teilzeitarbeit - Familien bevorzugt

Hallo,

angenommen, jemand arbeitete in Teilzeit 4 Std. täglich 5x die Woche. Nun wird er aus betrieblichen Gründen versetzt. Es gilt nun einen äußerst komplizierten Schichtplan, den die Arbeitnehmerin wegen der Beaufsichtigung ihres 6jährigen Sohnes (der jetzt auch in die Schule kommt) kaum durchführen kann, was sie auch von Anfang an immer bekräftigt hat. Immer wieder wurde sie mit z. T. auch schriftlichen Versprechungen (die natürlich nie eingehalten wurden) zur Einhaltung eines neuen Schichtplanes gelockt bzw. auch massiv gezwungen. Die Werkleitung und auch der Betriebsrat hat kein Verständnis für Familien mit Kindern. Statt dessen werden familienlose Angestellte schichtplanmäßig gleichgestellt. Der Ehemann der Arbeitnehmerin ist z. Z. arbeitslos. Wird die Arbeitnehmerin trotzdem (gerichtliche) Chancen haben, ihr Anliegen durchzusetzen, da der Ehemann ja bei Betreuung des Kindes dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen könnte und das Arbeitsamt vermutlich die Bezüge streichen würde. Wer kann ihr entsprechende Tipps oder Links empfehlen, die ihren Wunsch unterstützen, nur vormittags zur Arbeit eingesetzt zu werden.

Vielen Dank

Gruß Isolde

Hallo,

angenommen, jemand arbeitete in Teilzeit 4 Std. täglich 5x die
Woche. Der Ehemann der Arbeitnehmerin ist z. Z. arbeitslos. Wird
die Arbeitnehmerin trotzdem (gerichtliche) Chancen haben, ihr
Anliegen durchzusetzen, da der Ehemann ja bei Betreuung des Kindes
dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen könnte und das
Arbeitsamt vermutlich die Bezüge streichen würde.

  1. Im Moment läuft doch alles klar.
  2. Das Kind wird älter, es geht bald in die Schule. Eine halbtägige Abwesenheit der Mutter ist langfristig kein Problem.
  3. Falls jetzt der Mann Arbeit findet, dann kann man noch mal mit dem AG reden mit der neuen Sachlage.

Ciao maxet.

Hallo

Wie groß ist der Betrieb?

Gruß,
LeoLo

Es ist der größte Arbeitgeber an der Saar. Das Zweigwerk hat ca. 60 Mitarbeiter. Die Hauptverwaltung ca. 200 Mitarbeiter. Dazu kommen noch unzählige Niederlassungen im In- und Ausland.

Es ist der größte Arbeitgeber an der Saar. Das Zweigwerk hat
ca. 60 Mitarbeiter. Die Hauptverwaltung ca. 200 Mitarbeiter.
Dazu kommen noch unzählige Niederlassungen im In- und Ausland.

Dann könntest Du einen fristgerechten Antrag auf Reduzierung der Arbeitszeit stellen, Deine Arbeitszeit um z.B. 1/2 Stunde reduzieren, die Arbeitszeiten, die Du dir erwünscht konkret nennen und wenn der AG dies ablehnt, vor Gericht ziehen und dort das ganze einklagen. Eine 100% Gewinnchance gibt es dabei natürlich nicht, aber es ist gar nicht so einfach, ein Teilzeitverlangen abzulehnen.

Das TzBfG mit allen Voraussetzungen findest Du hier:

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/tzbfg/index…

Gruß,
LeoLo

Ich weiß echt nicht wo dass Problem liegt, ich hab Freunde/ Kollegen meines Mannes, die haben bei zwei Kindern im Alter von 5-7 es hingekriegt beide Vollzeit Schicht zu arbeiten (in zwei unterschiedlichen Unternehmen). Da konnte mit beiden Arbeitgebern eine Vereinbarung getroffen werden, dass nur ganzwöchige Schichtwechsel gemacht werden, so dass immer einer bei den Kindern war.
Inszischen ist sie in der dritten Elternzeit und die kinder ein Jahr älter (beide in der Schule), da bin ich noch gespannt, wie es demnächst wird.
Mein MAnn hat auch viele kollegen, die Kinder haben und die Schichtarbeit deshalb ganz prima finden (die fahren inzwischen das 21-Schichtsystem, heißt zwei Tage 1. , zwei Tage 2, zwei Tage 3. und dann vier TAge frei), weil sie sich dann in den Vier Tagen ganz besondern Intensiv um die Kinder Kümmer können (und die eine KollegIN ist ziemlich sauer darauf, dieses System nicht mitmachen zu dürfen, da sie als Frau von der Nachtschicht ausgenommen wird und nur den Ganzwöchigen Wechsel eine Woche erste eine Wcohe zweite machen darf, mit normalem Wochenende).
Aber wenn dein MAnn arbeitslos ist, dann ist das doch noch weniger das Problem, denn wenn er zuhause Bewerbungen tippt, kann er doch auch auf die Kinder aufpassen. Und zum Amt kann man auch das Kind mitnehmen, wenns gar nicht anders geht, oder man geht, wenn das Kind in der Schule ist. Und zu Bewerbungsgespächen besorgt man sich zur Not Oma/Nachbarin/ Babysitter die drauf aufpassen, wenn das arme Kind nicht zu Freunden gehen kann.
Wo lebst du, wenn du immer noch meinst Kinder im Schulalter benötigen 24 Std am Tag die Eltern um sich?
Ich hab zwar selbst noch keine Kinder (Produktion ist angelaufen), aber hatte berufstätige Eltern und es hat mir nicht geschadet, nach der Schule und anschließendem Hort für zwei weitere Stunden von der NAchbarin umsorgt zu werden oder später (als ich etwa 7-9 war) meine Mutter nach der Schule von der Arbeit abzuholen (lag auf dem Weg) und dort meist noch eine Stunde auf sie zu warten (war ja nur Büro, also nichts gefährliches). Ich durfte dort meist im Praktikantenzimmer warten und hab sogar manchmal das Telefon abgenommen „tut mir leid, die ist schon weg“, wenn meine Mami schon im Aufbruch war.
Ich würde mich zunächst einmal nach Möglichkeiten umschauen, wie es möglich werden kann und dann den Arbeitsgeber zur Verantortung zu ziehen. (wenn das so ein großer AG ist, wieso hat er dann zB. noch keinen Betriebskindergarten?)
Schöne Grüße Susanne