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vielleicht finden sich ja auch ein paar leute mit ner eumex
die sie unter etwas anderem als suse 6.3/6.4 betreiben wollen
(denn fuer genau diese distributionen gibt es treiber)
ausgestattet sind, und sich auch mal an die telekomiker
wenden, ich fuer meinen teil bin bedient. habe an die
herstellerfirma geschrieben (bitte wenden Sie sich an den
support der Telekom) und an die komiker (leider koennen wir
ihnen fuer dieses produkt keine Linuxtreiber anbieten…) und
bin dort nur auf granit gestossen…was mich mal interessieren
wuerde: wovor haben die typen eigentlich angst, wenn sie ihre
schnittstellen und protokolle offenlegen ?
Ich wusste gar nicht, dass es für die (beliebte) Eumex 404 Treiber gibt – wenn auch nur für SuSE 6.3/6.4. Das ist eine enorme Verbesserung der Situation, aber natürlich alles andere als optimal!
Die Protokolle sind teilweise streng gehütete Firmengeheimnisse, weil sie sehr viel über die verwendete Hardware und deren Funktionen verraten. Allerdings sind meiner Meinung nach ISDN-Anlagan mittlerweile auch nicht mehr die high-tech Anlagen, für die sich Werkspionage lohnen würde. Daher verstehe ich die Angst auch nur begrenzt. Das gleiche gilt für die billigen GDI-Tintendrucker. Dort zählt wohl jeder Pfennig und man möchte der Konkurrenz keinen Einblick in die streng gehütete Software geben – daran hängt mittlerweile die Druckqualität und damit der Erfolg der Produkte.
Allerdings gilt da wie hier: Wer Qualität kauft, muss zwar mehr bezahlen, bekommt aber auch deutlich mehr geboten. Dumm ist die Sache nur, wenn man den Schrott schon gekauft hat. Dann will man ungerne noch eine extra ISDN Karte oder einen richtigen Drucker extra für Linux kaufen.
Da hilft nur immer wieder Druck machen! Knallt die Hersteller mit Anfragen zu, damit sie selbst die Treiber entwickeln. Das ist dank der Offenheit von Linux theoretisch gar kein Problem.
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P.S. Randbemerkung: Jens, ich habe deine Kommentare jetzt
schon einige Monate verfolgt, und ich finde, du bist echt eine
Bereicherung fuer das Brett, hast du eigentlich beruflich mit
unix/linux zu tun?
*rotwerd*
Danke für das Lob! Aber ein so ein toller Experte, dass ich damit meine Brötchen verdienen könnte, bin ich leider nicht. Beruflich beschäftige ich mich mit meinem Studium (bin Bummelstudent
und arbeite parallel als Werkstudent im Bereich Netzwerke. Da merkt man schnell, dass ein vernünftiges Betriebssystem ein sehr wichtiges Glied in der Kette ist.
Leider spielt Linux in meiner Abteilung keine große Rolle. Es hindert mich aber niemand daran, zu Hause nach Herzenslust damit herumzuspielen und daran zu lernen. Das dort erlangte Wissen kann ich „beruflich“ sehr gut einsetzen.