> Hallo,
>
> es wurde eine Antwort auf den Artikel
> „Re^4: Telefonnummerübernahme“ im Brett „Mobilfunk“
> im Experten-Forum von wer-weiss-was verfasst.
>
> „Dicker“ schreibt unter dem Titel „Re^5: Telefonnummerübernahme“:
>
> — Beginn des Artikel-Texts ----------------------------------------
>
> Mahlzeit!
Dito, gut war’s. 
>
> :::und soll diese Telefonauskunft kostenpflichtig sein?
> ::
> ::Keine Ahnung. Wäre mir auch Wurscht *g*
> :
> :So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind
> :es auch deren Sichtweisen und Bedürfnisse. 
>
> Gut erkannt 
> Es lebe der Unterschied!
Der Unterschied zwischen was? Zwischen Menschen die es sich leisten können und denen die es sich nicht leisten können?
>
> ::Sach mal, Romana, wie stellst Du Dir denn dann die Bezahlung
> ::desganzen vor? In dem Moment, wo Du als Anrufer auf diesem
> ::Computer landest, der Dir erzählt, wie teuer Dein Telefonat
> ::wird, produzierst Du Kosten.
> :
>
ie Tage hieß es in einem Bericht, daß mittlerweile mehr
> :Handys als Telefone für’s Festnetz genutzt werden. Die Tendenz
> :ist steigend.
>
> Ist mir bekannt *g*
>
>
ie Kosten für mobiles Telefonieren sind um ein
> :Mehrfaches höher.
>
> Ist mir ebenfalls bekannt *g*
>
> :Weshalb sollte diese Form des Telefonierens
> :nur „Privillegierten“ zugebilligt werden?
>
> Hab ich das behauptet?
> Ich gehe grundsätzlich davon aus, das jeder das (fragwürdige)
> Privileg nutzen kann, mobil zu kommunizieren. Doch wie sagte
> meine Omma immer? Wer Kaviar will, muß ihn bezahlen können. Wenn
> jemand sich mobiles Telefonieren nicht leisten kann, dann tut
> mir das im besten Falle zwar leid, aber so ist die Welt nunmal.
> Wie schon erwähnt: Es lebe der Unterschied!
> Das hat jetzt nix mit Privilegien zu tun, aber wenn ich mir
> überlege, das auf dem Flur des Soz.Amtes stets und ständig
> irgendwo ein Handy klingelt, dann geht mir schon ein wenig die
> Galle über.
Mobiltelefonie sollte nicht Kaviar sein, sondern da es zum alltäglichen Gebrauch mehr und mehr gehört auch entsprechend kosten, sprich auch nicht (viel) mehr als Festnetztelefonie. Weshalb genau geht Dir auf’m Sozialamt die Galle über, wenn Du ein Handy hörst?
>
> :In der Regel geht es
> :um mehr oder minder wichtige Kommunikation am Telefon. Weshalb
> :sollte Kommunikation, ein Grundbedürfnis der Menschen, so
> :teuer sein?
>
> Wie Du schon sagst, mehr oder minder wichtige Kommunikation.
> Wenn aber für einen Handynutzer seine Kommunikation so wichtig
> ist, das er sie eben per Handy führen muß, dann sollte klar
> sein, das das nicht umsonst zu haben ist.
> Damit will ich aber keinesfalls die auch meiner Ansicht nach
> überzogenen Preise für Mobiltelefonie in D rechtfertigen.
> Preise werden in D vom Markt gemacht. Solange so viele Menschen
> wie bisher bereit sind, diese Preise zu bezahlen, so lange
> werden die Preise so bleiben. Scheint ja nicht teuer genug zu
> sein.
Um ein gratis Telefonieren geht es nicht. Was haben sie für Alternativen? Beispielsweise ein Bekannter von mir, Metzger, hat keinen Festnetzanschluß. Er sagt, das rentiert sich nicht, da er sowieso fast kaum zu Hause ist. Er macht viele unbezahlte Überstunden, hat Fahrtzeit, geht auch noch aus, und kommt dann mehr oder weniger nur zum Schlafen nach Hause. Dennoch hat er nun von D1 gewechselt, weil er teils 2-300 DM Telefon im Monat hatte. Nun hat er ein Kartentelefon, und wenn der Betrag vertelefoniert ist, ist halt Schluß. Dann gibt es nichts mehr. Das zwingt ihn dazu, nur das Telefon zum Vereinbaren von Dates zu verwenden. Gut und schön. Doch weshalb muß er auf die Möglichkeit über Telefon zu kommunizieren verzichten, nur weil die Preise unverschämt teuer sind? Je günstiger diese Telefonie wäre, desto mehr würden es auch nutzen. Wobei die Frage ist, ob das so gesund wäre.
Und was sollen Menschen wie meine Bekannte machen, die teils Handynummern anrufen müssen, und teils diese Telefonate teurer sind als das was sie an Provision für den jeweiligen Abschluß bekommt? Ich weiß nicht wofür Menschen alles ihr Telefon nutzen, doch die Preise sind einfach inakzeptabel. Das heißt, man muß sich teils sehr einschränken, sprich kürzer oder weniger telefonieren. Ich meine, Du kannst ja auch nicht sagen, die Miete ist mir zu hoch, ich zahle sie nicht. Naja, da weiß man vorher bevor man den Vertrag unterschreibt, was auf einen zukommt. Doch man hat teils keine Wahl. Oder? Und ich finde, Kommunikation ist etwas das jedem Sozialhilfeempfänger, jeder Oma, jedem Schüler und Studenten, jedem Geringverdiner… auch mittels mobiler Telefonie zur Verfügung stehen sollte.
>
> :Überdies ist Mobiltelefonie nicht nur für Geschäftsleute
> :wichtig. Die Wichtigkeit eines Handys hat nicht nur mit Geld
> :und Geldverdienen zu tun.
>
> Hab ich auch nicht behaupten wollen. Für mich persönlich ist das
> Handy nicht (mehr) geschäftlich wichtig. Für mich ist das Handy
> aus ganz anderen, rein privaten Gründen wichtig. Diese privaten
> Gründe führen allerdings dazu, das ich auch bereit bin, dafür
> den geforderten Preis zu zahlen, ob ich ihn nun gerechtfertigt
> finde oder nicht. Fakt ist, das es mir den Preis wert ist. Und
> nur das zählt.
Ja, das sehen wohl auch die, die anrufen. Doch teils ist es auch eine Notwendigkeit, die von den Telefongesellschaften nicht schlecht ausgenutzt werden.Und das finde ich nicht okay. Auch geht es nicht nur darum, daß man sehen kann, in welches Netz telefoniert wird, ob es nun sogar doppelt so teuer wird, sondern es gibt genug Service-Rufnummern, Tendenz steigernd, die auch gut abzocken. Da die Preise nunmehr auch individuell bestimmt werden können, müßte auch zum Schutz der Kunden der Kunde im Vorfeld informiert sein, was beim jeweiligen Anruf an Kosten auf ihn zukommt.
>
> :Es gibt sicherlich reichlich Beispiele und natürlich war es
> :mal so, daß manche Leute sich durch den Besitz eines Handys
> :aufwerten wollten. Doch heute wird es mehr und mehr ein
> :alltäglicher Gebrauchsartikel und ist nichts Besonderes mehr.
> :Und um mich zu wiederholen: Kommunikation, ein Grundbedürfnis,
> :darf nicht so arschteuer sein!
>
> Sacht ja keiner. Aber wie ich schon sagte, solange die Menschen
> diese Preise bezahlen…
Teils ist auch Zwang da. Und manche können sich dann durch Zwänge wie diese z.B. nur Urlaub auf dem Balkon leisten, sofern vorhanden.
>
> ::Hast Du mal drüber nachgedacht, wer das bezahlen soll? Die so
> ::entstandenen Kosten würden letztlich auf alle Kunden
> verteilt,
> ::als Folge würden die Preise steigen. Und das ist wirklich das
> ::letzte, was nötig wäre. Trotzdem wäre es unausweichlich. Die
> ::Telekommunikationsanbieter sind nunmal Wirtschaftsunternehmen
> ::und keine Wohlfahrtsverbände, ihr einziges Interesse liegt im
> :
rofit.
> :
> ::Wer eine Ansage am Anfang eines Anrufes finanzieren soll? Nun,
> die Telefongesellschaften kostet das wohl nichts. 
>
> Das halte ich für einen schlechten Witz. Hast Du mal die Kosten
> für eine Automatische Anrufannahmestelle mit 24h-Betrieb
> gesehen? Und jetzt rechne mal den Aufwand dazu, der erforderlich
> wäre, bei jedem Telefonat in D, rund um die Uhr, in allen
> Funknetzen, jeweils das Netz des Anrufenden, dessen Tarif und
> das Netz des Angerufenen auszuwerten. Das soll nichts kosten?
Die Telefongesellschaften verdienen ja auch nicht schlecht. Oder? Wie dem auch sei, es muß mehr Kundenschutz her. Es kann nicht angehen, daß manche nicht mehr telefonieren oder manche Omas, die eine kleine Rente nur haben, ihre Kinder nur auf dem Handy erreichen können, und die Telefonkosten dann schweineteuer sind. Diese ganzen Beispiele sind schlußendlich für die Katz’. Ich kann in die Köpfe der Leute nicht reinsehen und natürlich gibt es jede Menge Telefonate, die man sich schenken könnte. Doch wer mag bestimmen, welche Telefonate es wert sind geführt zu werden? Ich spreche hier nur von meiner Vorstellung und die geht in Richtung, daß die Mobiltelefoniepreise sich den Festnetzpreisen anpassen sollte.
>
> ::Also meiner Ansicht nach ist es zu begrüßen, das die
> Rufnummer
> ::mitgenommen werden kann. Aus ganz praktischen Gründen, die
> ::wohl viele nachvollziehen können.
> :
>
iese Vorteile sehe ich auch. Man muß sich keine neue Nummer
> :merken, muß keine neue Nummer weitergeben, muß keine
> :Briefköpfe und Visitenkarten neu drucken lassen… Dennoch ist
> :es einfach ein Unterschied, ob man 39 Cent oder das das
>
oppelte für eine Gesprächsminute zahlt?
>
> Klar ist das ein Unterschied. Die Frage ist doch aber, warum
> jemand bei solchen Preisen viel telefoniert, oder?
> Wer sich bei Abschluß eines Mobilfunkvertrages für einen Vertrag
> mit derartigen Minutenpreisen entscheidet, der wird auch wissen
> warum. Und sich dann hinterher über hohe Minutenpreise zu
> beschweren, das passt dann irgendwie nicht dazu.
Du bist in keinsterweise auf meine Beispiele eingegangen. Manche Leute können nicht anders. Und was hat es bitte mit dem Vertrag zu tun, wenn man nicht weiß, in welches Netz man telefoniert, und die Kosten nicht wirklich abschätzen kann?
>
> ::Aber mir persönlich ist relativ egal, in welchem Netz sich
> der
> ::von mir Angerufene befindet. Ich kann nicht nachvollziehen,
> ::warum darum so ein Zauber veranstaltet wird.
> :
> :Schön, wenn es Dir gleich ist. Andere müssen halt mehr auf
> :ihre Kosten achten oder müssen das Telefon mehr nutzen.
> :Menschen haben ein unteschiedlich starkes Bedürfnis nach
> :Kommunikation, insbesondere via Telefon.
>
> Die Frage geht rein in Richtung Notwendigkeit des jeweiligen
> Telefonats. Ich sehe das bei unserer Nachbarin. Die ruft aus der
> Straßenbahn bei uns an, um uns zu fragen, ob wir in zehn Minuten
> zu Hause sind, weil sie dann gern vorbeikommen würde. Einfach an
> der Tür klingeln wäre billiger und hätte den selben Effekt.
>
> Oder ein Kollege von mir - der bekommt täglich zwischen zwanzig
> und dreißig (kein Scherz) Anrufe von seiner LAG. Und der Tenor
> ist jedesmal derselbe: „…ja Schatzi“ „ich hab Dich auch lieb“
> „Bussi“ … usw. usf. Und der gleiche Kollege jammert am
> Monatsende über die ja ach so teuren Handyrechnungen seiner
> Frau.
>
> Soviel zur Notwendigkeit der mehr oder minder wichtigen
> Kommunikation.
Ja, doch nicht alle Anrufe sind der Art. Dies versuchte ich Dir mit ein paar kleinen Beispielen aufzuzeigen. Blendest Du diese einfach aus?
>
> Für mich stellt ein Handy lediglich sicher, das ich immer dann
> die Möglichkeit habe, erreichbar zu sein, wenn ich das möchte.
> Außerdem ist so sichergestellt, das ich im Notfall in der Lage
> bin, Hilfe zu holen. Beispielsweise bei einem Autounfall oder
> ähnlichen Situationen.
> Wenn ich darüberhinaus meine, jemanden vom Handy aus anrufen zu
> müssen, dann ist mir in der Tat total egal, was die Minute
> kostet. Wenn etwas wichtig genug ist, das ich dafür das Handy
> benutze, dann ist es das Geld wohl auch wert.
Natürlich. Doch das ist wieder ein ganz spezieller Fall, und sowas kommt glücklicherweise ja fast nie vor.
>
> ::Wer aus geschäftlichen Gründen einen Geschäftspartner, Kunden
> ::oder wen auch immer von seinem Handy auf ein anderes Handy
> ::anrufen muß, der wird sicher einen Business-Tarif
> ::abgeschlossen haben. Und ganz ehrlich, Romana, ob die Minute
> ::da jetzt 39, 59 oder gar 79 Cent kostet, ist relativ egal.
> ::Wenn etwas so dringend ist, das es nicht aus dem Büro übers
> ::Festnetz erledigt werden kann, dann ist das Geld wert.
> :
> :Nicht alle Menschen telefonieren aus dem Büro, manche sind
> :auch unterwegs, bzw. manche müssen Handynummern anrufen, weil
> :keine Alternativen angegeben werden.
>
> Definiere doch mal den Grund für das „Müssen“. Wenn ich aus
> geschäftlichen Gründen einen anderen auf dem Handy anrufen muß,
> dann ist der Grund dafür in aller Regel das Geld wert. Alles
> andere wäre Verschwendung. Wenn ich aus privaten Gründen jemand
> anderen auf dem Handy anrufe, dann muß das ebenfalls einen Grund
> haben. Und dann kann ich im Einzelfall immer abwägen, ob es das
> wert ist. Nur um meine tägliche Dosis Plauderei zu bekommen,
> brauche ich kein Handy.
Nun, ich nannte Dir ein paar Beispiele. Oder was sollte mein Bekannter z.B. ein Telefon zu Hause haben, wenn er teils um 7 Uhr schon in der Arbeit ist und teils erst um 20 30 Uhr raus kommt, um dann zwischen 21 Uhr und 21:30 Uhr zu Hause zu sein. Natürlich hat er auch eine theoretische 40 Stunden Woche.
) Wie soll er seine Privatkontakte pflegen, wenn er im Grunde zu Hause nicht zu erreichen ist? Natürlich gibt es in dem Einkaufsladen auch ein Telefon, allerdings im Büro. Und die Geschäftsleitung würde das wohl nicht so gerne sehen, wenn sie ihre Angestellten holen muß, damit die ihre Privatkontakte koordinieren können.
>
> ::Und wer privat von seinem Handy aus wen auch immer auf einem
> ::anderen Handy ereichen muß, der weiß, das Mobile
> Kommunikation
> ::einen gewissen Preis hat und man sich deswegen Kurzfassen
> ::sollte. Wenn er das wider Erwarten nicht weiß, dann sollte
> ::ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob man schon reif genug
> ::für ein Handy ist. Wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu
> ::einem ausgewogenen und Kostenbewußten Telefonverhalten zu
> ::zwingen, der hat wahrscheinlich zuviel Geld.
> :
> :Weshalb sollte jemand auf Telefonieren verzichten, nur damit
> :Telefongesellschaften fett absahnen können? Wie gesagt, auch
> :mobile Kommunikation sollte jedem möglich sein.
>
> Mobile Kommunikation ist jedem möglich. Jedem, der es sich
> leisten kann. Mit welcher Berechtigung sollte Mobile
> Kommunikation für jemanden möglich sein, der sie nicht bezahlen
> kann?
Gerade deshalb muß halt mobile Kommunikation für Alle bezahlbar werden. 
>
> Mit der gleichen Berechtigung könnte ich verlangen, das jedem
> sein eigenes Haus möglich sein müßte. Auch in diesem Falle
> lautet die Antwort ganz klar: Jedem der es sich leisten kann,
> ist es möglich.
Schön wäre es. Doch es gibt einfach Artikel des täglichen Bedarfs wie Essen, Toilettenpapier, Putzmittel und die müssen einfach einen erschwinglichen Preis haben. Und da immer mehr Leute Handys nutzen, können auch die Preise entsprechend angepaßt werden.
>
> Fazit: Sicher ist Telefonieren (und nicht nur Mobil!) in
> Deutschland zu teuer. Das allerdings hat eine ganz klare
> Ursache. Solange der deutsche Bürger aus reiner Bequemlichkeit
> darauf verzichtet, seinen Telefonanbieter zu wechseln, wenn er
> ihm zu teuer ist, genau so lange wird telefonieren zu teuer
> bleiben. Das nennt man Wettbewerb.
Das ist wieder ein anderes Thema. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Doch darum ging es nicht. Mir ging es um eine Transparenz der Kosten die bei Anrufen entstehen. Und das ist für mich Kundenschutz.
Scheinbar finden wir hier keinen Konsens. Auch gut. Wir müssen ja nicht einer Meinung sein oder werden.
>
> Gruß vom
>
> Dicken MD.
Ciao,
Romana