Telefonnummerübernahme

Hi,

ab November darf man nun auch seine Handynummer bei einem Wechsel behalten, hörte ich die Tage in einem Bericht. Heißt das, man kann nur die Nummer behalten, wenn man beim selben Netz bleibt oder kann man auch netzübergreifend die Nummer behalten? Dann könnte man anhand der Handyeinwahlnummer gar nicht mehr sehen, ob’s T-Online, D2, Genion oder was auch immer ist. Also, vermutlich trifft das nur auf ersteres zu, oder?

Ciao,
Romana

Hi Romana!
So absurd es ist, der Gesetzgeber (Regulierer) verlangt genau das, was Du in Deiner Frage nicht für möglich hältst.
Und genau deswegen ist die Sache auch immer wieder auf Drängen der Anbieter verschoben worden, weil sie nicht wussten, wie sie das technisch lösen sollten.
Bin selber auch sehr gespannt, wie das Ganze vonstatten geht, da man ja dann nicht mehr vorher sehen kann, in welches Netz man telefoniert.
Hier haste es nochmal aus 1. Hand: http://www.regtp.de/aktuelles/start/fs_03.html

Gruß

Markus

Hi Markus,

wenn man mal paar Jahre auf der Welt ist, kann man sich sehr viel vorstellen, glaube mir. :smile:

Auch ist es verständlich, daß dies so gehandhabt wird, denn Geld regiert die Welt! Mobiles Telefonieren in einem Netz ist immer günstiger als in Fremdnetze zu telefonieren. Ergo, es wird die Unübersichtlichkeit, das Chaos dafür benutzt, unterm Strich noch mehr Kohle zu scheffeln. Die wenigsten Leute hätten den Mut zu sagen bzw. zu fragen, in welches Netz sie nun telefonieren, würden sich wohl eher nur ärgern, und insgesamt dann halt entweder mehr bezahlen oder weniger telefonieren.

Ich bin dafür, daß generell bei allen Telefonaten sobald eine Verbindung hergestellt wird, der Verbindungspreis genannt wird. Denn mittlerweile gibt es soviele Tarife, bei denen „Normalsterbliche“ kaum noch durchblicken. Und dies hat nicht nur Vielfalt sondern auch eine gewisses System mittels Chaos und verwirrender Tarife Geld zu machen.

Ciao,
Romana

Hallo Ramona,

man kann die Sache aber auch etwas nüchterner betrachten und wird dann feststellen, dass die Sache durchaus ihren Sinn hat. 1. Hat es eigentlich noch nie Schwierigkeiten bei ein und demselbsten Anbieter gemacht, seine Rufnummer zu behalten, wenn man den Tarif wechseln wollte (Ausnahme oft bei Prepaid). Eine entsprechende Regelung, dies jetzt zu ermöglichen würde also ziemlich ins Leere gehen.

  1. Haben sich die Anbieter gegenüber dieser Regelung gestreubt, und nur deshalb hat sie so lange gedauert. Die Anbieter sind immer die Gegner einer solchen Regelung gewesen, da sie mit der Rufnummer immer ein gutes Argument hatten, Kunden trotz anderweitig günstigerer Tarife vom Wechsel abzuhalten. Auch fallen bei ihnen die höheren Kosten für die technische Umstellung an. Verdienen können sie also an dieser Regelung eingentlich gar nichts, ganz im Gegenteil, denn der Wettbewerb wird sich dadurch verschärfen, und dies ist auch die Zielrichtung des Regulierers.

  2. Die von Dir als angebliches Hauptargument für eine solche Regelung vorgebrachte Randerscheinung, dass man nun nicht mehr im Vorfeld genau weiß, in welches Netz man telefoniert und was dies kostet ist nur eine aufgrund der für eine solche Regelung sprechenden Vorteile hinzunehmende Nebenwirkung. Es gibt eben kein Licht ohne Schatten. Ich bezweifle darüber hinaus, die praktische Bedeutung dieses Problems. Ich kenne jedenfalls niemanden, der a) im Moment noch im Kopf hat, welche der inzwischen pro Anbieter vergebenen mehreren Rufnummern wohin gehört, und b) es davon abhängig machen würde, ob er ein Telefonat führt und ggf. woe lange er es führt. Die Tarife sind zwar durchaus unterschiedlich, fallen aber nun soweit nun auch nicht auseinander und alle Kosten mitteln sich ohnehin über den Monat. Mag sein, dass Schüler und Leute die das Handy als Livestyle-Produkt ansehen und entsprechend hohe Rechnungen bei geringem verfügbaren Einkommen haben da andere Prioritäten haben, aber wer das Ding nur da und dann einsetzt, wo es nötig ist oder es geschäftlich braucht, macht sich darüber keine Gedanken.

Ich bin jedenfalls, wie vermutlich die weit überwiegende Mehrheit, froh darüber, dass es jetzt diese Regelung gibt, weil ich jetzt die Nummer auch bei einem Anbieterwechseln behalten kann, und mich nicht mehr über die allgemein bekannte Rufnummer an einen Anbieter binden lassen muss. BTW: Im Festnetz ist dies schon immer so gewesen!

Gruß vom Wiz

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Von Schweizern lernen, heisst siegen lernen
Hallo Markus

Dieses System der Rufnummernportierung ist in der CH schon seit längerem kostenlos möglich.

Die einzelnen Provider bieten einen Gratis-SMS-Dienst an, bei dem man/frau die anzurufende Nr. abchecken kann, um festzustellen, in welches Mobil-Netz man/frau anruft.

Warum sollte das in D nicht möglich sein???

Gruss
CrNiMo

Hi Wiz,

Romana, bitte.

Den dritten von Dir genannten Punkt, den Du aus meiner Sicht fast schon abtust, ist genau der springende Punkt. Bei der allgemeinen Wirtschaftslage werden auch manche kleineren und mittelständischen Betriebe auf ihre Telefonkosten wenigstens zum Teil zu achten haben. Wer z.B. viel mit dem Telefon arbeitet, bei dem fallen die Kosten sehr wohl ins Gewicht. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern als es noch keine Flat gab und ich teils im Monat für 500 bis 750,-- DM surfte. Das nur mal am Rande. Gestern sagte mir mein Metzger, er habe seine Handyanbieter gewechselt, da er früher teils 2 bis 300 DM im Monat für Telefon zahlen mußte. Nun hat er eine Karte, die er auflädt, die zwar teurer ist, doch dafür telefoniert er halt nicht mehr bzw. nur noch sehr kurz.

Tja, und genau das ist meine Rede. Du nennst es „Lifestyle“. Weshalb sollte mobiles Telefonieren nur Geschäftsleuten vorbehalten sein, und wieso sollten das nicht auch Schüler, Studenten, Geringverdiener, Familien und einfach alle Menschen tun können, die es tun wollen?!

Sehr wohl sehe ich in diesem allgemeinen Wirrwar von Telefontarifen und nicht mehr erkennbare Telefonanbieter dahinter sehr wohl Tür und Tor für Abzocke geöffnet.

Oder findest Du die neue Masche, daß man wenn man angerufen wird, auch zahlen muß? Da ruft man harmlos eine 0800-Nummer an, wird zurückgerufen und das kostet. Und wieviel es kostet, sieht man erst bei der nächsten Telefonrechnung, und auch nur dann, wenn man einen Einzelverbindungsnachweis hat. Gut, ich werde mich nun also vor 118-Nummern hüten, gleichwohl nicht alle diesen Abzocker-Service dahinter haben. Also, was kommt als nächstes?

Mittlerweile darf bei den 0190er-Rufnummern auch ein individueller Tarif gewählt werden. So kam es, daß unlängst für ein paar Minuten Telefonieren mehrere tausend Euro zahlen sollte bzw. wohl auch zahlen muß. Er wußte halt nicht, was sich hinter der 0190-Rufnummer verbirgt.

Gut, das ist zwar nun nicht das exakte Thema, doch letztendlich geht es doch immer um dasselbe: Geld verdienen, und sind die Mittel teils auch noch so dreckig.

Ciao,
Romana

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Hi Romana,

ich verstehe Deinen Einwand, denke aber daß es in der Praxis in der Tat kein wirkliches Problem gibt: weißt Du genau, was Du für Anrufe in der Hauptzeit - von wann bis wann gilt sie bei Deinem Provider? - für Gespräche ins nationale Festnetz zahlen mußt? Was mußt Du für Gespräche ins eigene und in fremde Handynetze zahlen und was bezahlst Du für diese Telefonate jeweils in der Nebenzeit und am Wochenende, und von wann bis wann ist die Nebenzeit? Wie ist die Taktung?

Faktisch ist es doch so daß niemand wirklich weiß was ihn das aktuelle Telefonat zu dieser Zeit an diesen Anschluß kostet… Wenn man es für nötig hält ruft man sowieso an, ob es nun ein paar Cent mehr oder weniger kostet. Der eine setzt die Priorität, zum Handy zu greifen, eben enger und der andere schwätzt und SMSst andauernd damit herum.

Daher denke ich am Ende auch daß die verlorengehende Preistransparenz - aber wie gesagt, war sie denn bisher wirklich da? - durch den größeren Wettbewerb eliminiert wird. Vorteile wird in Zukunft der Provider haben, der seinen Kunden Preistransparenz durch einheitliche Tarife in alle Netze anbietet. Und das kommt den Kunden am Ende zugute, denn sei mal ehrlich: Hast Du in der Vergangenheit nur Leute im eigenen Netz angerufen, oder hast Du auch in andere Netze telefoniert weil Dein Bekannter nun mal blöderweise einen anderen Provider hat? Und hast Du immer auf die Uhr gesehen und dann überlegt erst in 2 Stunden anzurufen weil es dann 1 Cent billiger ist, oder hast Du nicht letztlich doch immer sofort angerufen, wenn es einen Grund dafür gab?

Schöne Grüße,

MecFleih

Hi MecFleih,

es hängt davon ab. Wenn ich z.B. etwas inseriere das ich verkaufen möchte und eine Handynummer auf dem Anrufbeantworte ist und eine Festnetznummer, so rufe ich die Festnetznummer erstmal oder gar nur an, auch wenn vielleicht sogar der Handybesitzer eventuell sogar mehr zahlen würde. Dem Handybenutzer schicke ich höchstens noch eine SMS über’s Internet - also kostet mich nichts.

Bei Centbeträgen, die sich auch läppern, ist es nicht so tragisch. Doch wenn Du phasenweise täglich mehrere Stunden telefonierst bzw. teils auch telefonieren mußt, ist es schon die Frage, wieviel kostet das? Und Mobilfunk ist nun mal arschteuer. :smile:

Ciao,
Romana

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Hi,

du hast recht, könnte anhand der nummer nicht mehr sehen in welches netz man telefoniert. Es soll eine Tel Auskunft geben wo man anfragen kann welchem Netz diese Nummer gehört.

Gruß Anlehner

ab November darf man nun auch seine Handynummer bei einem

Wechsel behalten, hörte ich die Tage in einem Bericht. Heißt
das, man kann nur die Nummer behalten, wenn man beim selben
Netz bleibt oder kann man auch netzübergreifend die Nummer
behalten? Dann könnte man anhand der Handyeinwahlnummer gar
nicht mehr sehen, ob’s T-Online, D2, Genion oder was auch
immer ist. Also, vermutlich trifft das nur auf ersteres zu,
oder?

Ciao,
Romana

Hi,

und soll diese Telefonauskunft kostenpflichtig sein? Selbst wenn nicht, ist es doch etwas umständlich. Wäre es nicht einfacher, man würde am Anfang eines Telefongespräches bei der Anwahl dem Anrufenden mitteilen, eine Einheit kostet Preis X bzw. z.B. auch noch die Einheit dauert gegenwärtig Minuten X.

Und dann erst entscheidet jemand, ob er das Telefonat führt oder nicht, denn erfahrungsgemäß sind die Telefonauskünfte auch nicht gerade die zuverlässigsten einer. Abgesehen davon, ich finde es so umständlich und mitunter auch recht zeitaufwendig, vor allem wenn man Vieltelefonierer ist.

Ciao,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin!

und soll diese Telefonauskunft kostenpflichtig sein?

Keine Ahnung. Wäre mir auch Wurscht *g*

Selbst wenn nicht, ist es doch etwas umständlich. Wäre es nicht
einfacher, man würde am Anfang eines Telefongespräches bei der
Anwahl dem Anrufenden mitteilen, eine Einheit kostet Preis X
bzw. z.B. auch noch die Einheit dauert gegenwärtig Minuten X.

Und dann erst entscheidet jemand, ob er das Telefonat führt
oder nicht, denn erfahrungsgemäß sind die Telefonauskünfte
auch nicht gerade die zuverlässigsten einer.

Sach mal, Romana, wie stellst Du Dir denn dann die Bezahlung desganzen vor? In dem Moment, wo Du als Anrufer auf diesem Computer landest, der Dir erzählt, wie teuer Dein Telefonat wird, produzierst Du Kosten.

Hast Du mal drüber nachgedacht, wer das bezahlen soll? Die so entstandenen Kosten würden letztlich auf alle Kunden verteilt, als Folge würden die Preise steigen. Und das ist wirklich das letzte, was nötig wäre. Trotzdem wäre es unausweichlich. Die Telekommunikationsanbieter sind nunmal Wirtschaftsunternehmen und keine Wohlfahrtsverbände, ihr einziges Interesse liegt im Profit.

Abgesehen davon,
ich finde es so umständlich und mitunter auch recht
zeitaufwendig, vor allem wenn man Vieltelefonierer ist.

Also meiner Ansicht nach ist es zu begrüßen, das die Rufnummer mitgenommen werden kann. Aus ganz praktischen Gründen, die wohl viele nachvollziehen können.

Aber mir persönlich ist relativ egal, in welchem Netz sich der von mir Angerufene befindet. Ich kann nicht nachvollziehen, warum darum so ein Zauber veranstaltet wird.

Wer aus geschäftlichen Gründen einen Geschäftspartner, Kunden oder wen auch immer von seinem Handy auf ein anderes Handy anrufen muß, der wird sicher einen Business-Tarif abgeschlossen haben. Und ganz ehrlich, Romana, ob die Minute da jetzt 39, 59 oder gar 79 Cent kostet, ist relativ egal. Wenn etwas so dringend ist, das es nicht aus dem Büro übers Festnetz erledigt werden kann, dann ist das Geld wert.

Und wer privat von seinem Handy aus wen auch immer auf einem anderen Handy ereichen muß, der weiß, das Mobile Kommunikation einen gewissen Preis hat und man sich deswegen Kurzfassen sollte. Wenn er das wider Erwarten nicht weiß, dann sollte ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob man schon reif genug für ein Handy ist. Wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu einem ausgewogenen und Kostenbewußten Telefonverhalten zu zwingen, der hat wahrscheinlich zuviel Geld.

Just my 2 Cents…

Gruß vom

Dicken MD.

Eine Frage des Preises
Hi Wiz,

ich würde das auch nicht so abtun. Wenn Du z.B. von D2 zu O163 (wer auch immer das ist) telefonierst ist das mehr als doppelt so teuer wie ins Festnetz oder D2. Das macht sich schon radikal bemerkbar. Einer meiner Auftraggeber hat gerade zu dieser Nr. gewechselt und das macht sich in meiner rechnung schon bemerkbar. Früher als noch mein früherer AG meine Rechnungen zahlte (da waren es auch meisten um die 1.000-1.500 DM) war mir das auch egal, aber als Selbständiger, …

ICh weiss schon noch wo ich hintelefoniere, zumindest kenn ich die Nr. meines Netzes sehr genau und achte dann auch darauf wie lange und ob ich überhaupt telefonieren muß.

gruß
Falckus

Moin Moin,

Moin!

und soll diese Telefonauskunft kostenpflichtig sein?

Keine Ahnung. Wäre mir auch Wurscht *g*

So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind es auch deren Sichtweisen und Bedürfnisse. :smile:

Selbst wenn nicht, ist es doch etwas umständlich. Wäre es nicht
einfacher, man würde am Anfang eines Telefongespräches bei der
Anwahl dem Anrufenden mitteilen, eine Einheit kostet Preis X
bzw. z.B. auch noch die Einheit dauert gegenwärtig Minuten X.

Und dann erst entscheidet jemand, ob er das Telefonat führt
oder nicht, denn erfahrungsgemäß sind die Telefonauskünfte
auch nicht gerade die zuverlässigsten einer.

Sach mal, Romana, wie stellst Du Dir denn dann die Bezahlung
desganzen vor? In dem Moment, wo Du als Anrufer auf diesem
Computer landest, der Dir erzählt, wie teuer Dein Telefonat
wird, produzierst Du Kosten.

Die Tage hieß es in einem Bericht, daß mittlerweile mehr Handys als Telefone für’s Festnetz genutzt werden. Die Tendenz ist steigend. Die Kosten für mobiles Telefonieren sind um ein Mehrfaches höher. Weshalb sollte diese Form des Telefonierens nur „Privillegierten“ zugebilligt werden? In der Regel geht es um mehr oder minder wichtige Kommunikation am Telefon. Weshalb sollte Kommunikation, ein Grundbedürfnis der Menschen, so teuer sein?

Überdies ist Mobiltelefonie nicht nur für Geschäftsleute wichtig. Die Wichtigkeit eines Handys hat nicht nur mit Geld und Geldverdienen zu tun.

Es gibt genügend private und nicht minder wichtige Gründe ein Handy zu nutzen bzw. nun dank der Technologie nutzen zu können, z.B. wenn man auf dem Land lebt und nicht weiß wann man von der Arbeit oder vom Einkaufsbummel aus der Stadt nach Hause kommt.

Genug Familien möchten über das Handy ihre Kinder erreichen und wissen, ob es ihnen gut geht. Und in Zeiten in denen immer häufiger Mißbrauch und Mord gerade auch an Kindern in die Medien kommt, ist teils Angst nicht gerade ganz unberechtigt. Möglicherweise trifft das besonders auf Alleinerziehende zu, bei denen ein sich kümmernder Partner ausfällt?

Eine Frau, 54, auf dem Land lebend, arbeitet im Telefonmarketing. Leider hat sie nicht die Möglichkeit an Jobs zu kommen wie jemand in der Großstadt es kann. Das heißt, sie muß teils Jobs im Bereich Telefonmarketing annehmen, bei denen sie gelgentlich schon drauf gezahlt hat. Sie arbeitet teils für 5 - 15 Euro die Stunde.

Sie verdiente früher ca. 2000 DM im Monat und mußte dann ca. 500 DM Telefon bezahlen. Nach Abzug von Steuern bleibt hier nicht so viel übrig um gut leben zu können. Was denkst Du was dieser Frau, Selbständige, noch bleibt, wenn sie Leute auf dem Handy anrufen muß?

Es gibt sicherlich reichlich Beispiele und natürlich war es mal so, daß manche Leute sich durch den Besitz eines Handys aufwerten wollten. Doch heute wird es mehr und mehr ein alltäglicher Gebrauchsartikel und ist nichts Besonderes mehr. Und um mich zu wiederholen: Kommunikation, ein Grundbedürfnis, darf nicht so arschteuer sein!

Hast Du mal drüber nachgedacht, wer das bezahlen soll? Die so
entstandenen Kosten würden letztlich auf alle Kunden verteilt,
als Folge würden die Preise steigen. Und das ist wirklich das
letzte, was nötig wäre. Trotzdem wäre es unausweichlich. Die
Telekommunikationsanbieter sind nunmal Wirtschaftsunternehmen
und keine Wohlfahrtsverbände, ihr einziges Interesse liegt im
Profit.

Wer eine Ansage am Anfang eines Anrufes finanzieren soll? Nun, die Telefongesellschaften kostet das wohl nichts. :smile: Die Frage der technischen Umsetzung könnte mit gutem Willen sicherlich auch umgesetzt werden. Natürlich dürfen und sollen die Telekommuikationsanbieter Geld verdienen. Doch es hängt doch immer vom Ausmaß ab. :smile:

Abgesehen davon,
ich finde es so umständlich und mitunter auch recht
zeitaufwendig, vor allem wenn man Vieltelefonierer ist.

Also meiner Ansicht nach ist es zu begrüßen, das die Rufnummer
mitgenommen werden kann. Aus ganz praktischen Gründen, die
wohl viele nachvollziehen können.

Diese Vorteile sehe ich auch. Man muß sich keine neue Nummer merken, muß keine neue Nummer weitergeben, muß keine Briefköpfe und Visitenkarten neu drucken lassen… Dennoch ist es einfach ein Unterschied, ob man 39 Cent oder das das Doppelte für eine Gesprächsminute zahlt?

Aber mir persönlich ist relativ egal, in welchem Netz sich der
von mir Angerufene befindet. Ich kann nicht nachvollziehen,
warum darum so ein Zauber veranstaltet wird.

Schön, wenn es Dir gleich ist. Andere müssen halt mehr auf ihre Kosten achten oder müssen das Telefon mehr nutzen. Menschen haben ein unteschiedlich starkes Bedürfnis nach Kommunikation, insbesondere via Telefon.

Wer aus geschäftlichen Gründen einen Geschäftspartner, Kunden
oder wen auch immer von seinem Handy auf ein anderes Handy
anrufen muß, der wird sicher einen Business-Tarif
abgeschlossen haben. Und ganz ehrlich, Romana, ob die Minute
da jetzt 39, 59 oder gar 79 Cent kostet, ist relativ egal.
Wenn etwas so dringend ist, das es nicht aus dem Büro übers
Festnetz erledigt werden kann, dann ist das Geld wert.

Nicht alle Menschen telefonieren aus dem Büro, manche sind auch unterwegs, bzw. manche müssen Handynummern anrufen, weil keine Alternativen angegeben werden.

Und wer privat von seinem Handy aus wen auch immer auf einem
anderen Handy ereichen muß, der weiß, das Mobile Kommunikation
einen gewissen Preis hat und man sich deswegen Kurzfassen
sollte. Wenn er das wider Erwarten nicht weiß, dann sollte
ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob man schon reif genug
für ein Handy ist. Wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu
einem ausgewogenen und Kostenbewußten Telefonverhalten zu
zwingen, der hat wahrscheinlich zuviel Geld.

Weshalb sollte jemand auf Telefonieren verzichten, nur damit Telefongesellschaften fett absahnen können? Wie gesagt, auch mobile Kommunikation sollte jedem möglich sein.

Just my 2 Cents…

Gruß vom

Dicken MD.

Ciao,
Romana

Mahlzeit!

und soll diese Telefonauskunft kostenpflichtig sein?

Keine Ahnung. Wäre mir auch Wurscht *g*

So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind
es auch deren Sichtweisen und Bedürfnisse. :smile:

Gut erkannt :smile:
Es lebe der Unterschied!

Sach mal, Romana, wie stellst Du Dir denn dann die Bezahlung
desganzen vor? In dem Moment, wo Du als Anrufer auf diesem
Computer landest, der Dir erzählt, wie teuer Dein Telefonat
wird, produzierst Du Kosten.

Die Tage hieß es in einem Bericht, daß mittlerweile mehr
Handys als Telefone für’s Festnetz genutzt werden. Die Tendenz
ist steigend.

Ist mir bekannt *g*

Die Kosten für mobiles Telefonieren sind um ein
Mehrfaches höher.

Ist mir ebenfalls bekannt *g*

Weshalb sollte diese Form des Telefonierens
nur „Privillegierten“ zugebilligt werden?

Hab ich das behauptet?
Ich gehe grundsätzlich davon aus, das jeder das (fragwürdige) Privileg nutzen kann, mobil zu kommunizieren. Doch wie sagte meine Omma immer? Wer Kaviar will, muß ihn bezahlen können. Wenn jemand sich mobiles Telefonieren nicht leisten kann, dann tut mir das im besten Falle zwar leid, aber so ist die Welt nunmal. Wie schon erwähnt: Es lebe der Unterschied!
Das hat jetzt nix mit Privilegien zu tun, aber wenn ich mir überlege, das auf dem Flur des Soz.Amtes stets und ständig irgendwo ein Handy klingelt, dann geht mir schon ein wenig die Galle über.

In der Regel geht es
um mehr oder minder wichtige Kommunikation am Telefon. Weshalb
sollte Kommunikation, ein Grundbedürfnis der Menschen, so
teuer sein?

Wie Du schon sagst, mehr oder minder wichtige Kommunikation. Wenn aber für einen Handynutzer seine Kommunikation so wichtig ist, das er sie eben per Handy führen muß, dann sollte klar sein, das das nicht umsonst zu haben ist.
Damit will ich aber keinesfalls die auch meiner Ansicht nach überzogenen Preise für Mobiltelefonie in D rechtfertigen.
Preise werden in D vom Markt gemacht. Solange so viele Menschen wie bisher bereit sind, diese Preise zu bezahlen, so lange werden die Preise so bleiben. Scheint ja nicht teuer genug zu sein.

Überdies ist Mobiltelefonie nicht nur für Geschäftsleute
wichtig. Die Wichtigkeit eines Handys hat nicht nur mit Geld
und Geldverdienen zu tun.

Hab ich auch nicht behaupten wollen. Für mich persönlich ist das Handy nicht (mehr) geschäftlich wichtig. Für mich ist das Handy aus ganz anderen, rein privaten Gründen wichtig. Diese privaten Gründe führen allerdings dazu, das ich auch bereit bin, dafür den geforderten Preis zu zahlen, ob ich ihn nun gerechtfertigt finde oder nicht. Fakt ist, das es mir den Preis wert ist. Und nur das zählt.

Es gibt sicherlich reichlich Beispiele und natürlich war es
mal so, daß manche Leute sich durch den Besitz eines Handys
aufwerten wollten. Doch heute wird es mehr und mehr ein
alltäglicher Gebrauchsartikel und ist nichts Besonderes mehr.
Und um mich zu wiederholen: Kommunikation, ein Grundbedürfnis,
darf nicht so arschteuer sein!

Sacht ja keiner. Aber wie ich schon sagte, solange die Menschen diese Preise bezahlen…

Hast Du mal drüber nachgedacht, wer das bezahlen soll? Die so
entstandenen Kosten würden letztlich auf alle Kunden verteilt,
als Folge würden die Preise steigen. Und das ist wirklich das
letzte, was nötig wäre. Trotzdem wäre es unausweichlich. Die
Telekommunikationsanbieter sind nunmal Wirtschaftsunternehmen
und keine Wohlfahrtsverbände, ihr einziges Interesse liegt im
Profit.

Wer eine Ansage am Anfang eines Anrufes finanzieren soll? Nun, die Telefongesellschaften kostet das wohl nichts. :smile:

Das halte ich für einen schlechten Witz. Hast Du mal die Kosten für eine Automatische Anrufannahmestelle mit 24h-Betrieb gesehen? Und jetzt rechne mal den Aufwand dazu, der erforderlich wäre, bei jedem Telefonat in D, rund um die Uhr, in allen Funknetzen, jeweils das Netz des Anrufenden, dessen Tarif und das Netz des Angerufenen auszuwerten. Das soll nichts kosten?

Also meiner Ansicht nach ist es zu begrüßen, das die Rufnummer
mitgenommen werden kann. Aus ganz praktischen Gründen, die
wohl viele nachvollziehen können.

Diese Vorteile sehe ich auch. Man muß sich keine neue Nummer
merken, muß keine neue Nummer weitergeben, muß keine
Briefköpfe und Visitenkarten neu drucken lassen… Dennoch ist
es einfach ein Unterschied, ob man 39 Cent oder das das
Doppelte für eine Gesprächsminute zahlt?

Klar ist das ein Unterschied. Die Frage ist doch aber, warum jemand bei solchen Preisen viel telefoniert, oder?
Wer sich bei Abschluß eines Mobilfunkvertrages für einen Vertrag mit derartigen Minutenpreisen entscheidet, der wird auch wissen warum. Und sich dann hinterher über hohe Minutenpreise zu beschweren, das passt dann irgendwie nicht dazu.

Aber mir persönlich ist relativ egal, in welchem Netz sich der
von mir Angerufene befindet. Ich kann nicht nachvollziehen,
warum darum so ein Zauber veranstaltet wird.

Schön, wenn es Dir gleich ist. Andere müssen halt mehr auf
ihre Kosten achten oder müssen das Telefon mehr nutzen.
Menschen haben ein unteschiedlich starkes Bedürfnis nach
Kommunikation, insbesondere via Telefon.

Die Frage geht rein in Richtung Notwendigkeit des jeweiligen Telefonats. Ich sehe das bei unserer Nachbarin. Die ruft aus der Straßenbahn bei uns an, um uns zu fragen, ob wir in zehn Minuten zu Hause sind, weil sie dann gern vorbeikommen würde. Einfach an der Tür klingeln wäre billiger und hätte den selben Effekt.

Oder ein Kollege von mir - der bekommt täglich zwischen zwanzig und dreißig (kein Scherz) Anrufe von seiner LAG. Und der Tenor ist jedesmal derselbe: „…ja Schatzi“ „ich hab Dich auch lieb“ „Bussi“ … usw. usf. Und der gleiche Kollege jammert am Monatsende über die ja ach so teuren Handyrechnungen seiner Frau.

Soviel zur Notwendigkeit der mehr oder minder wichtigen Kommunikation.

Für mich stellt ein Handy lediglich sicher, das ich immer dann die Möglichkeit habe, erreichbar zu sein, wenn ich das möchte. Außerdem ist so sichergestellt, das ich im Notfall in der Lage bin, Hilfe zu holen. Beispielsweise bei einem Autounfall oder ähnlichen Situationen.
Wenn ich darüberhinaus meine, jemanden vom Handy aus anrufen zu müssen, dann ist mir in der Tat total egal, was die Minute kostet. Wenn etwas wichtig genug ist, das ich dafür das Handy benutze, dann ist es das Geld wohl auch wert.

Wer aus geschäftlichen Gründen einen Geschäftspartner, Kunden
oder wen auch immer von seinem Handy auf ein anderes Handy
anrufen muß, der wird sicher einen Business-Tarif
abgeschlossen haben. Und ganz ehrlich, Romana, ob die Minute
da jetzt 39, 59 oder gar 79 Cent kostet, ist relativ egal.
Wenn etwas so dringend ist, das es nicht aus dem Büro übers
Festnetz erledigt werden kann, dann ist das Geld wert.

Nicht alle Menschen telefonieren aus dem Büro, manche sind
auch unterwegs, bzw. manche müssen Handynummern anrufen, weil
keine Alternativen angegeben werden.

Definiere doch mal den Grund für das „Müssen“. Wenn ich aus geschäftlichen Gründen einen anderen auf dem Handy anrufen muß, dann ist der Grund dafür in aller Regel das Geld wert. Alles andere wäre Verschwendung. Wenn ich aus privaten Gründen jemand anderen auf dem Handy anrufe, dann muß das ebenfalls einen Grund haben. Und dann kann ich im Einzelfall immer abwägen, ob es das wert ist. Nur um meine tägliche Dosis Plauderei zu bekommen, brauche ich kein Handy.

Und wer privat von seinem Handy aus wen auch immer auf einem
anderen Handy ereichen muß, der weiß, das Mobile Kommunikation
einen gewissen Preis hat und man sich deswegen Kurzfassen
sollte. Wenn er das wider Erwarten nicht weiß, dann sollte
ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob man schon reif genug
für ein Handy ist. Wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu
einem ausgewogenen und Kostenbewußten Telefonverhalten zu
zwingen, der hat wahrscheinlich zuviel Geld.

Weshalb sollte jemand auf Telefonieren verzichten, nur damit
Telefongesellschaften fett absahnen können? Wie gesagt, auch
mobile Kommunikation sollte jedem möglich sein.

Mobile Kommunikation ist jedem möglich. Jedem, der es sich leisten kann. Mit welcher Berechtigung sollte Mobile Kommunikation für jemanden möglich sein, der sie nicht bezahlen kann?

Mit der gleichen Berechtigung könnte ich verlangen, das jedem sein eigenes Haus möglich sein müßte. Auch in diesem Falle lautet die Antwort ganz klar: Jedem der es sich leisten kann, ist es möglich.

Fazit: Sicher ist Telefonieren (und nicht nur Mobil!) in Deutschland zu teuer. Das allerdings hat eine ganz klare Ursache. Solange der deutsche Bürger aus reiner Bequemlichkeit darauf verzichtet, seinen Telefonanbieter zu wechseln, wenn er ihm zu teuer ist, genau so lange wird telefonieren zu teuer bleiben. Das nennt man Wettbewerb.

Gruß vom

Dicken MD.

2 „Gefällt mir“

> Hallo,
>
> es wurde eine Antwort auf den Artikel
> „Re^4: Telefonnummerübernahme“ im Brett „Mobilfunk“
> im Experten-Forum von wer-weiss-was verfasst.
>
> „Dicker“ schreibt unter dem Titel „Re^5: Telefonnummerübernahme“:
>
> — Beginn des Artikel-Texts ----------------------------------------
>
> Mahlzeit!

Dito, gut war’s. :smile:
>
> :::und soll diese Telefonauskunft kostenpflichtig sein?
> ::
> ::Keine Ahnung. Wäre mir auch Wurscht *g*
> :
> :So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind
> :es auch deren Sichtweisen und Bedürfnisse. :smile:
>
> Gut erkannt :smile:
> Es lebe der Unterschied!

Der Unterschied zwischen was? Zwischen Menschen die es sich leisten können und denen die es sich nicht leisten können?
>
> ::Sach mal, Romana, wie stellst Du Dir denn dann die Bezahlung
> ::desganzen vor? In dem Moment, wo Du als Anrufer auf diesem
> ::Computer landest, der Dir erzählt, wie teuer Dein Telefonat
> ::wird, produzierst Du Kosten.
> :
> :smiley:ie Tage hieß es in einem Bericht, daß mittlerweile mehr
> :Handys als Telefone für’s Festnetz genutzt werden. Die Tendenz
> :ist steigend.
>
> Ist mir bekannt *g*
>
> :smiley:ie Kosten für mobiles Telefonieren sind um ein
> :Mehrfaches höher.
>
> Ist mir ebenfalls bekannt *g*
>
> :Weshalb sollte diese Form des Telefonierens
> :nur „Privillegierten“ zugebilligt werden?
>
> Hab ich das behauptet?
> Ich gehe grundsätzlich davon aus, das jeder das (fragwürdige)
> Privileg nutzen kann, mobil zu kommunizieren. Doch wie sagte
> meine Omma immer? Wer Kaviar will, muß ihn bezahlen können. Wenn
> jemand sich mobiles Telefonieren nicht leisten kann, dann tut
> mir das im besten Falle zwar leid, aber so ist die Welt nunmal.
> Wie schon erwähnt: Es lebe der Unterschied!
> Das hat jetzt nix mit Privilegien zu tun, aber wenn ich mir
> überlege, das auf dem Flur des Soz.Amtes stets und ständig
> irgendwo ein Handy klingelt, dann geht mir schon ein wenig die
> Galle über.

Mobiltelefonie sollte nicht Kaviar sein, sondern da es zum alltäglichen Gebrauch mehr und mehr gehört auch entsprechend kosten, sprich auch nicht (viel) mehr als Festnetztelefonie. Weshalb genau geht Dir auf’m Sozialamt die Galle über, wenn Du ein Handy hörst?

>
> :In der Regel geht es
> :um mehr oder minder wichtige Kommunikation am Telefon. Weshalb
> :sollte Kommunikation, ein Grundbedürfnis der Menschen, so
> :teuer sein?
>
> Wie Du schon sagst, mehr oder minder wichtige Kommunikation.
> Wenn aber für einen Handynutzer seine Kommunikation so wichtig
> ist, das er sie eben per Handy führen muß, dann sollte klar
> sein, das das nicht umsonst zu haben ist.
> Damit will ich aber keinesfalls die auch meiner Ansicht nach
> überzogenen Preise für Mobiltelefonie in D rechtfertigen.
> Preise werden in D vom Markt gemacht. Solange so viele Menschen
> wie bisher bereit sind, diese Preise zu bezahlen, so lange
> werden die Preise so bleiben. Scheint ja nicht teuer genug zu
> sein.

Um ein gratis Telefonieren geht es nicht. Was haben sie für Alternativen? Beispielsweise ein Bekannter von mir, Metzger, hat keinen Festnetzanschluß. Er sagt, das rentiert sich nicht, da er sowieso fast kaum zu Hause ist. Er macht viele unbezahlte Überstunden, hat Fahrtzeit, geht auch noch aus, und kommt dann mehr oder weniger nur zum Schlafen nach Hause. Dennoch hat er nun von D1 gewechselt, weil er teils 2-300 DM Telefon im Monat hatte. Nun hat er ein Kartentelefon, und wenn der Betrag vertelefoniert ist, ist halt Schluß. Dann gibt es nichts mehr. Das zwingt ihn dazu, nur das Telefon zum Vereinbaren von Dates zu verwenden. Gut und schön. Doch weshalb muß er auf die Möglichkeit über Telefon zu kommunizieren verzichten, nur weil die Preise unverschämt teuer sind? Je günstiger diese Telefonie wäre, desto mehr würden es auch nutzen. Wobei die Frage ist, ob das so gesund wäre. :smile: Und was sollen Menschen wie meine Bekannte machen, die teils Handynummern anrufen müssen, und teils diese Telefonate teurer sind als das was sie an Provision für den jeweiligen Abschluß bekommt? Ich weiß nicht wofür Menschen alles ihr Telefon nutzen, doch die Preise sind einfach inakzeptabel. Das heißt, man muß sich teils sehr einschränken, sprich kürzer oder weniger telefonieren. Ich meine, Du kannst ja auch nicht sagen, die Miete ist mir zu hoch, ich zahle sie nicht. Naja, da weiß man vorher bevor man den Vertrag unterschreibt, was auf einen zukommt. Doch man hat teils keine Wahl. Oder? Und ich finde, Kommunikation ist etwas das jedem Sozialhilfeempfänger, jeder Oma, jedem Schüler und Studenten, jedem Geringverdiner… auch mittels mobiler Telefonie zur Verfügung stehen sollte.
>
> :Überdies ist Mobiltelefonie nicht nur für Geschäftsleute
> :wichtig. Die Wichtigkeit eines Handys hat nicht nur mit Geld
> :und Geldverdienen zu tun.
>
> Hab ich auch nicht behaupten wollen. Für mich persönlich ist das
> Handy nicht (mehr) geschäftlich wichtig. Für mich ist das Handy
> aus ganz anderen, rein privaten Gründen wichtig. Diese privaten
> Gründe führen allerdings dazu, das ich auch bereit bin, dafür
> den geforderten Preis zu zahlen, ob ich ihn nun gerechtfertigt
> finde oder nicht. Fakt ist, das es mir den Preis wert ist. Und
> nur das zählt.

Ja, das sehen wohl auch die, die anrufen. Doch teils ist es auch eine Notwendigkeit, die von den Telefongesellschaften nicht schlecht ausgenutzt werden.Und das finde ich nicht okay. Auch geht es nicht nur darum, daß man sehen kann, in welches Netz telefoniert wird, ob es nun sogar doppelt so teuer wird, sondern es gibt genug Service-Rufnummern, Tendenz steigernd, die auch gut abzocken. Da die Preise nunmehr auch individuell bestimmt werden können, müßte auch zum Schutz der Kunden der Kunde im Vorfeld informiert sein, was beim jeweiligen Anruf an Kosten auf ihn zukommt.
>
> :Es gibt sicherlich reichlich Beispiele und natürlich war es
> :mal so, daß manche Leute sich durch den Besitz eines Handys
> :aufwerten wollten. Doch heute wird es mehr und mehr ein
> :alltäglicher Gebrauchsartikel und ist nichts Besonderes mehr.
> :Und um mich zu wiederholen: Kommunikation, ein Grundbedürfnis,
> :darf nicht so arschteuer sein!
>
> Sacht ja keiner. Aber wie ich schon sagte, solange die Menschen
> diese Preise bezahlen…

Teils ist auch Zwang da. Und manche können sich dann durch Zwänge wie diese z.B. nur Urlaub auf dem Balkon leisten, sofern vorhanden.
>
> ::Hast Du mal drüber nachgedacht, wer das bezahlen soll? Die so
> ::entstandenen Kosten würden letztlich auf alle Kunden
> verteilt,
> ::als Folge würden die Preise steigen. Und das ist wirklich das
> ::letzte, was nötig wäre. Trotzdem wäre es unausweichlich. Die
> ::Telekommunikationsanbieter sind nunmal Wirtschaftsunternehmen
> ::und keine Wohlfahrtsverbände, ihr einziges Interesse liegt im
> ::stuck_out_tongue:rofit.
> :
> ::Wer eine Ansage am Anfang eines Anrufes finanzieren soll? Nun,
> die Telefongesellschaften kostet das wohl nichts. :smile:
>
> Das halte ich für einen schlechten Witz. Hast Du mal die Kosten
> für eine Automatische Anrufannahmestelle mit 24h-Betrieb
> gesehen? Und jetzt rechne mal den Aufwand dazu, der erforderlich
> wäre, bei jedem Telefonat in D, rund um die Uhr, in allen
> Funknetzen, jeweils das Netz des Anrufenden, dessen Tarif und
> das Netz des Angerufenen auszuwerten. Das soll nichts kosten?

Die Telefongesellschaften verdienen ja auch nicht schlecht. Oder? Wie dem auch sei, es muß mehr Kundenschutz her. Es kann nicht angehen, daß manche nicht mehr telefonieren oder manche Omas, die eine kleine Rente nur haben, ihre Kinder nur auf dem Handy erreichen können, und die Telefonkosten dann schweineteuer sind. Diese ganzen Beispiele sind schlußendlich für die Katz’. Ich kann in die Köpfe der Leute nicht reinsehen und natürlich gibt es jede Menge Telefonate, die man sich schenken könnte. Doch wer mag bestimmen, welche Telefonate es wert sind geführt zu werden? Ich spreche hier nur von meiner Vorstellung und die geht in Richtung, daß die Mobiltelefoniepreise sich den Festnetzpreisen anpassen sollte.
>
> ::Also meiner Ansicht nach ist es zu begrüßen, das die
> Rufnummer
> ::mitgenommen werden kann. Aus ganz praktischen Gründen, die
> ::wohl viele nachvollziehen können.
> :
> :smiley:iese Vorteile sehe ich auch. Man muß sich keine neue Nummer
> :merken, muß keine neue Nummer weitergeben, muß keine
> :Briefköpfe und Visitenkarten neu drucken lassen… Dennoch ist
> :es einfach ein Unterschied, ob man 39 Cent oder das das
> :smiley:oppelte für eine Gesprächsminute zahlt?
>
> Klar ist das ein Unterschied. Die Frage ist doch aber, warum
> jemand bei solchen Preisen viel telefoniert, oder?
> Wer sich bei Abschluß eines Mobilfunkvertrages für einen Vertrag
> mit derartigen Minutenpreisen entscheidet, der wird auch wissen
> warum. Und sich dann hinterher über hohe Minutenpreise zu
> beschweren, das passt dann irgendwie nicht dazu.

Du bist in keinsterweise auf meine Beispiele eingegangen. Manche Leute können nicht anders. Und was hat es bitte mit dem Vertrag zu tun, wenn man nicht weiß, in welches Netz man telefoniert, und die Kosten nicht wirklich abschätzen kann?
>
> ::Aber mir persönlich ist relativ egal, in welchem Netz sich
> der
> ::von mir Angerufene befindet. Ich kann nicht nachvollziehen,
> ::warum darum so ein Zauber veranstaltet wird.
> :
> :Schön, wenn es Dir gleich ist. Andere müssen halt mehr auf
> :ihre Kosten achten oder müssen das Telefon mehr nutzen.
> :Menschen haben ein unteschiedlich starkes Bedürfnis nach
> :Kommunikation, insbesondere via Telefon.
>
> Die Frage geht rein in Richtung Notwendigkeit des jeweiligen
> Telefonats. Ich sehe das bei unserer Nachbarin. Die ruft aus der
> Straßenbahn bei uns an, um uns zu fragen, ob wir in zehn Minuten
> zu Hause sind, weil sie dann gern vorbeikommen würde. Einfach an
> der Tür klingeln wäre billiger und hätte den selben Effekt.

>
> Oder ein Kollege von mir - der bekommt täglich zwischen zwanzig
> und dreißig (kein Scherz) Anrufe von seiner LAG. Und der Tenor
> ist jedesmal derselbe: „…ja Schatzi“ „ich hab Dich auch lieb“
> „Bussi“ … usw. usf. Und der gleiche Kollege jammert am
> Monatsende über die ja ach so teuren Handyrechnungen seiner
> Frau.
>
> Soviel zur Notwendigkeit der mehr oder minder wichtigen
> Kommunikation.

Ja, doch nicht alle Anrufe sind der Art. Dies versuchte ich Dir mit ein paar kleinen Beispielen aufzuzeigen. Blendest Du diese einfach aus?
>
> Für mich stellt ein Handy lediglich sicher, das ich immer dann
> die Möglichkeit habe, erreichbar zu sein, wenn ich das möchte.
> Außerdem ist so sichergestellt, das ich im Notfall in der Lage
> bin, Hilfe zu holen. Beispielsweise bei einem Autounfall oder
> ähnlichen Situationen.
> Wenn ich darüberhinaus meine, jemanden vom Handy aus anrufen zu
> müssen, dann ist mir in der Tat total egal, was die Minute
> kostet. Wenn etwas wichtig genug ist, das ich dafür das Handy
> benutze, dann ist es das Geld wohl auch wert.

Natürlich. Doch das ist wieder ein ganz spezieller Fall, und sowas kommt glücklicherweise ja fast nie vor.
>
> ::Wer aus geschäftlichen Gründen einen Geschäftspartner, Kunden
> ::oder wen auch immer von seinem Handy auf ein anderes Handy
> ::anrufen muß, der wird sicher einen Business-Tarif
> ::abgeschlossen haben. Und ganz ehrlich, Romana, ob die Minute
> ::da jetzt 39, 59 oder gar 79 Cent kostet, ist relativ egal.
> ::Wenn etwas so dringend ist, das es nicht aus dem Büro übers
> ::Festnetz erledigt werden kann, dann ist das Geld wert.
> :
> :Nicht alle Menschen telefonieren aus dem Büro, manche sind
> :auch unterwegs, bzw. manche müssen Handynummern anrufen, weil
> :keine Alternativen angegeben werden.
>
> Definiere doch mal den Grund für das „Müssen“. Wenn ich aus
> geschäftlichen Gründen einen anderen auf dem Handy anrufen muß,
> dann ist der Grund dafür in aller Regel das Geld wert. Alles
> andere wäre Verschwendung. Wenn ich aus privaten Gründen jemand
> anderen auf dem Handy anrufe, dann muß das ebenfalls einen Grund
> haben. Und dann kann ich im Einzelfall immer abwägen, ob es das
> wert ist. Nur um meine tägliche Dosis Plauderei zu bekommen,
> brauche ich kein Handy.

Nun, ich nannte Dir ein paar Beispiele. Oder was sollte mein Bekannter z.B. ein Telefon zu Hause haben, wenn er teils um 7 Uhr schon in der Arbeit ist und teils erst um 20 30 Uhr raus kommt, um dann zwischen 21 Uhr und 21:30 Uhr zu Hause zu sein. Natürlich hat er auch eine theoretische 40 Stunden Woche. :smile:) Wie soll er seine Privatkontakte pflegen, wenn er im Grunde zu Hause nicht zu erreichen ist? Natürlich gibt es in dem Einkaufsladen auch ein Telefon, allerdings im Büro. Und die Geschäftsleitung würde das wohl nicht so gerne sehen, wenn sie ihre Angestellten holen muß, damit die ihre Privatkontakte koordinieren können.
>
> ::Und wer privat von seinem Handy aus wen auch immer auf einem
> ::anderen Handy ereichen muß, der weiß, das Mobile
> Kommunikation
> ::einen gewissen Preis hat und man sich deswegen Kurzfassen
> ::sollte. Wenn er das wider Erwarten nicht weiß, dann sollte
> ::ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob man schon reif genug
> ::für ein Handy ist. Wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu
> ::einem ausgewogenen und Kostenbewußten Telefonverhalten zu
> ::zwingen, der hat wahrscheinlich zuviel Geld.
> :
> :Weshalb sollte jemand auf Telefonieren verzichten, nur damit
> :Telefongesellschaften fett absahnen können? Wie gesagt, auch
> :mobile Kommunikation sollte jedem möglich sein.
>
> Mobile Kommunikation ist jedem möglich. Jedem, der es sich
> leisten kann. Mit welcher Berechtigung sollte Mobile
> Kommunikation für jemanden möglich sein, der sie nicht bezahlen
> kann?

Gerade deshalb muß halt mobile Kommunikation für Alle bezahlbar werden. :smile:
>
> Mit der gleichen Berechtigung könnte ich verlangen, das jedem
> sein eigenes Haus möglich sein müßte. Auch in diesem Falle
> lautet die Antwort ganz klar: Jedem der es sich leisten kann,
> ist es möglich.

Schön wäre es. Doch es gibt einfach Artikel des täglichen Bedarfs wie Essen, Toilettenpapier, Putzmittel und die müssen einfach einen erschwinglichen Preis haben. Und da immer mehr Leute Handys nutzen, können auch die Preise entsprechend angepaßt werden.
>
> Fazit: Sicher ist Telefonieren (und nicht nur Mobil!) in
> Deutschland zu teuer. Das allerdings hat eine ganz klare
> Ursache. Solange der deutsche Bürger aus reiner Bequemlichkeit
> darauf verzichtet, seinen Telefonanbieter zu wechseln, wenn er
> ihm zu teuer ist, genau so lange wird telefonieren zu teuer
> bleiben. Das nennt man Wettbewerb.

Das ist wieder ein anderes Thema. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Doch darum ging es nicht. Mir ging es um eine Transparenz der Kosten die bei Anrufen entstehen. Und das ist für mich Kundenschutz.

Scheinbar finden wir hier keinen Konsens. Auch gut. Wir müssen ja nicht einer Meinung sein oder werden.
>
> Gruß vom
>
> Dicken MD.

Ciao,
Romana

Hallo Romana,

ich habe die Diskussion bis hierhin verfolgt und möchte als letzte Bemerkung dazu - weil ich denke daß die Argumente nun ausreichend ausgetauscht wurden - folgendes schreiben:

Es gibt wohl niemanden, der sich nicht darüber freuen würde wenn mobiles telefonieren billiger würde. Das ist unbestritten und Dein Robin-Hood-mäßiger Einsatz dafür in allen Ehren.

Daß Du aber sinngemäß sagst „mobiles telefonieren = Kommunikation, teure Handytelefonate = Beschränkung von Kommunikation“ halte ich für übertrieben polemisch und realitätsfern.
Es ist noch nicht so lange her da gab es keine Handys bzw. es war ein Privileg wirklich reicher Schnösel einen 5kg schweren, kistengroßen Mobilfunk-Knochen mitzuschleppen. Der Rest der Bevölkerung hatte kein Handy und kam trotzdem ganz gut zurecht. Heute hat fast jeder ein Handy - es ist ja auch praktisch und vor allem hipp, wobei letzteres für die meisten Leute der Hauptgrund sein dürfte: „Handy - muß man eben haben.“ Es ist weniger das konkrete Bedürfnis von Kommunikation, als vielmehr der Lifestyle, weshalb jeder eins hat.
Oder wie erklärst Du dir daß selbst 10jährige, die in der Schule noch im Zahlenraum bis 15 rechnen, schon mit Handy rumrennen?

Ich würde mal schätzen daß 95% alle Handytelefonate ( vielleicht auch nur 94%, das spielt letztlich keine Rolle) von sehr geringer Notwendigkeit - man kann auch sagen „überflüssig“ - sind. Es geht keineswegs darum daß ohne diese Anrufe die Kommunikation der armen Menschen unterbunden wird, sondern man labert rum oder verschickt SMSe weil man Langeweile hat, weil man bequem ist, weil’s hipp ist…
Bei den restlichen 5% Anrufen, die wirklich von sinnvoller Bedeutung sind, ist es sekundär ob sie 10 Cent mehr oder weniger kosten weil sie wiederum so wichtig sind daß es nicht auf das Geld ankommt, was der Anruf kostet.

Wieviel man telefoniert und wieviel man am Ende dementsprechend dafür zahlen muß hängt weitgehend davon ab wie man mit dem Handy umgeht: wer sich keine Handyrechnung von 300€ leisten kann darf eben nicht so lange quatschen.
Wer das Geld dazu nicht hat kann auch nicht mit einem Rolls-Royce durch die Gegend fahren, wer das Geld nicht hat kann kein großes Haus bauen, oder nicht in Urlaub fahren, nicht im Luxus-Restaurant speisen oder Designerklamotten kaufen.

Es ist nun mal einfach ein Prinzip der Marktwirtschaft daß Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und daß man nicht mehr Geld ausgeben kann als man hat.
Niemand wird in der Kommunikation beeinträchtigt weil er kein Handy hat oder die Gebühren hoch sind. Man kann sich ja auch persönlich treffen, über’s Festnetz sprechen, zu einer anderen Zeit anrufen, auf den AB sprechen, einen Brief oder eine Email schreiben oder zu einer Telefonzelle gehen. Das ging bis vor 4, 5 Jahren schließlich auch problemlos.

Außerdem sind Netzbetreiber Wirtschaftsunternehmen, sie müssen ihre Unkosten auch verdienen und es ist völlig utopisch jetzt Verbindungspreise von ein paar Cent zu fordern. Das wäre so als würdest Du fordern daß Autos demnächst für 50€ verkauft werden damit wir alle schön mobil sind und jeder sich eins leisten kann.

Handys haben eben ihren Preis, genauso wie Autos, Häuser oder Stereoanlagen, und wer ihn sich nicht leisten kann muß eben ohne klarkommen.

Das funzt bei anderen Dingen ja auch: wer kein Auto hat fährt mit der Bahn und wer kein Haus bauen kann wohnt zur Miete. Wer kein Handy hat telefoniert dann eben über das Festnetz.

Ich bezweifele aber daß die ach so armen Menschen alle kein Geld für das Handy haben: wenn ich mir ansehe daß fast jeder sich eins leistet und in der Straßenbahn alle 2 Minuten 3 Telefone klingeln, wobei man anschließend jedesmal Zeuge sinnfreier Schwachsinns-Dialoge ohne jeden Nutzwert wird, dann bezweifele ich daß es so sehr schlimm um die Kosten und die Kommunikation steht.

Willst Du demnächst Handys und Gesprächsguthaben als Sozialleistung verteilen, so wie die Kleiderkammern Klamotten oder die kostenlosen Tafeln Lebensmittel an Bedürftige abgeben?

Wie gesagt: nichts gegen preiswerter Verbindungsentgelte im HAndy-Sektor, aber ganz so furchtbar wie Du es darstellt mit dem Kommunikationsdefizit ist es wohl nicht.

MecFleih

Wie man hier in der PRessemitteilung der RegTP lesen kann:

Mobilfunkanbieter, die für Anrufe in die verschiedenen Mobilfunknetze unterschiedliche Preise verlangen, müssen ihren Kunden zukünftig eine Möglichkeit schaffen, sich zu informieren, welche Rufnummer in welchem Netz geschaltet ist. Dies ergibt sich aus der allgemeinen Preisauszeichnungspflicht.

Wie die Betreiber das jetzt machen is noh nich ganz so klar! Es koennte eine kostenfreie Infonummer geben, oder eine Ansage vor jedem Anruf, oder aber auch, und das soll wohl am Anfang der Fall sein, dein neuer Betreiber uebernimmt die Mehrkosten!!

Also mal nen Beispiel:

Du warst jahrelang bei D2, wllst aber jetzt ploetzlic zu D1 mit deiner 0172er Rufnummer. Kein Problem. Jetzt moechte dich aber ein alter Schulfreund anrufen, der von deinem Wechsel noch nix weiss und auch D2 hat. aber Gespraeche von D2 zu D1 kosten nunmal mehr. Diese Kosten muss jetzt D1 uebernehmen. D.h., dein Freund zahlt an D2 den ueblichen Betrag pro Minute wie fuer Netzinternes Gespraech (nehmen wa mal an es seien 20 Ct), ber in wirklichkeit wuerde D2 fuer ein Gespraech von D2 zu D1 50 Ct nehmen. Die restlichen 30 Ct muss jetzt D1 bezahlen!!!

Wo sich auch wieder ein zweiter Punkt ergibt: jeder muss dich und deine Nummer hergeben, aber keine muss euch annehmen!!!

D1 kann also sagen: Noe, is uns zu teuer, bleib bei D2.

Und zu diesem Thread hier moechte ich noch zwei Sachen sagen:

  1. Wenn es wirklich jedem sch…egal ein sollte, wieviel er jetzt bezahlt um mich anzurufen, dann haett ich eine 0190er Nummer!

  2. Jeder der hier behauptet hat, es kaeme ihm auf die paar Cent nich an, der soll sie mir bitte ueberweise. Bankverbindung auf Anfrage! Nehme auch Kleinstbetraege!!!

Also wirklich, das is ja wie in dem Witz mit der Tankstelle: „Was kostet ein Tropfen Benzin?“ - „Ein Tropfen kostet gar nix.“ - „Gut, dann troepfeln sie mir mal bitte 40 Liter in meinen Tank!“

Komische Gesellchaft. Ich koennte jeden 100mal in meinem Leben um 10 Cent anhauen. Aber will ich einmal 10 Euro dann kucken mich alle bloed an =:wink:

Ciao! Bjoern

Hi Bjoern,

besonders amüsant fand ich Deine Aussage, daß wenn jedem die Kosten gleich wären, hättest Du eine 0190er Rufnummer. :smile:) Tja, dachte auch schon etwas im falschen Film zu sein und fragte mich, ob Dicker nicht für eine oder gar alle Telefongesellschaften arbeitet. :smile:

Es hängt schon davon ab, wie sehr man das Telefon nutzt oder nutzen muß. Wenn es mal ein Anruf am Tag ist, ist das nicht so ins Gewicht fallend, wie wenn es zig bis hin zu 100 Anrufen täglich sind. Und natürlich fällt gerade auch die Telefondauer ins Gewicht bzw. kostet.

Auch erlebe ich Menschen oft genug so, daß sie Dir ein Ohr abquatschen weil sie angeblich kein Geld haben, alles günstiger haben wollen, doch dann für so manches sehr wohl Geld haben. Und das wurmt mich dann immer besonders.

Doch jeder Mensch hat nun mal seine Prioritäten.

Die Tage werde ich nun von D2 zu Genion wechseln. Möge dies gelingen. :smile:

Ciao,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

> Hallo Romana,

Hi MecFleih,
>
> ich habe die Diskussion bis hierhin verfolgt und möchte als
> letzte Bemerkung dazu - weil ich denke daß die Argumente nun
> ausreichend ausgetauscht wurden - folgendes schreiben:
>
> Es gibt wohl niemanden, der sich nicht darüber freuen würde wenn
> mobiles telefonieren billiger würde. Das ist unbestritten und
> Dein Robin-Hood-mäßiger Einsatz dafür in allen Ehren.
>
> Daß Du aber sinngemäß sagst „mobiles telefonieren =
> Kommunikation, teure Handytelefonate = Beschränkung von
> Kommunikation“ halte ich für übertrieben polemisch und
> realitätsfern.

Selbst habe ich teils mehr Kontakt zu Menschen in der Ferne als in der Nähe. Weshalb sollte ich auf Bekannte und Freunde in der Ferne verzichten, nur weil die Telefonkosten so horrent sind. Natürlich kann man diese unter ihrem Festnetzanschluß erreichen, sofern sie diesen (noch) haben bzw. ein paar Leute sind dermaßen eingespannt, rennen geschäftlich und privat von Termin zu Termin, daß man bzw. ich sie teils gar nicht wie gewollt erreiche. Da ist der Griff zum Anruf auf dem Handy fast zwingend nötig, will ich diese Kontakte pflegen. Das gilt allerdings auch für Kontakte vorort. Teils habe ich halt keine Lust mehr mich mit jemanden zu treffen und telefoniere dann lieber eine Weile. Tja, und da ist schon die Frage, ob das Telefonat ins mobile Netz geht.

> Es ist noch nicht so lange her da gab es keine Handys bzw. es
> war ein Privileg wirklich reicher Schnösel einen 5kg schweren,
> kistengroßen Mobilfunk-Knochen mitzuschleppen. Der Rest der
> Bevölkerung hatte kein Handy und kam trotzdem ganz gut zurecht.

Es gab auch mal Zeiten in denen es keinen PC, kein Auto, keinen Fernseher, kein Radio, kein Warmwasser, keine Wohnungen für die Mehrheit der Menschen erschwinglich gab. Wir leben im Wandel und ein Handy ist heute sicherlich nicht nur mehr reines Lifestyle-Produkt. Es ist eine bequeme Neuerung und teils ein notwendig gewordenes Übel, je mehr Handys es gibt. Oder sollen wir in die Steinzeit zurück? :smile:

> Heute hat fast jeder ein Handy - es ist ja auch praktisch und
> vor allem hipp, wobei letzteres für die meisten Leute der
> Hauptgrund sein dürfte: „Handy - muß man eben haben.“ Es ist
> weniger das konkrete Bedürfnis von Kommunikation, als vielmehr
> der Lifestyle, weshalb jeder eins hat.
> Oder wie erklärst Du dir daß selbst 10jährige, die in der Schule
> noch im Zahlenraum bis 15 rechnen, schon mit Handy rumrennen?

Die Frage ist, ob die Gespräch soviel tiefgründiger wären bzw. sind, wenn sie über’s Festnetz laufen? Teils ärgere ich mich auch, wenn jemand so laut telefoniert und ich genötigt bin mir das BlaBla anzuhören. Andererseits, gleich wie flach auch ein Gespräch sein mag, es sind die teils auch die kleinen Streicheleinheiten, die Menschen brauchen. Natürlich gibt es auch Menschen und dies kann durchaus parallel laufen, die ihren Wert über ihr Handy definieren.

Gerade bei den Kindern heute sehe ich gewisse Gefahren im Umgang mit Gütern. Sie müssen noch nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen, kein Geld verdienen, und werden teils von den Eltern mit Geld und Geschenken abgespeist, weil diese teils wenig Zeit und sogar auch Liebe geben können. Sicherlich ist es absolut unsinnig wenn ein Schüler in das andere Ende des Schulhofes telefoniert, weil er von einem Mitschüler eine Zigarette haben will. Das mag „cool“, „Lifestyle“ sein, doch ist es nicht teils, wenn auch nicht nur, billiger Ersatz für anderes? Doch das ändert nichts daran, was die mobile Telefonie auch für Vorteile hat. Die Dinge haben nun mal zumeist mehrere Seiten.
>
> Ich würde mal schätzen daß 95% alle Handytelefonate ( vielleicht
> auch nur 94%, das spielt letztlich keine Rolle) von sehr
> geringer Notwendigkeit - man kann auch sagen „überflüssig“ -
> sind. Es geht keineswegs darum daß ohne diese Anrufe die
> Kommunikation der armen Menschen unterbunden wird, sondern man
> labert rum oder verschickt SMSe weil man Langeweile hat, weil
> man bequem ist, weil’s hipp ist…
> Bei den restlichen 5% Anrufen, die wirklich von sinnvoller
> Bedeutung sind, ist es sekundär ob sie 10 Cent mehr oder weniger
> kosten weil sie wiederum so wichtig sind daß es nicht auf das
> Geld ankommt, was der Anruf kostet.

Wer mag entscheiden was sinnvoll ist. Kennst Du keine Gespräche mit alten Menschen an der Bushaltestelle oder im Altersheim? Da geht es teils weniger darum was man sagt, nur daß man überhaupt was sagt. In diesen Gesprächen, gleich wie banal und oberflächlich sie sein mögen, steckt auch ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Und das ist etwas das wir Alle brauchen. Und es geht nicht nur um 10 Cents hin oder her. Ich mag mir nicht beurteilen wieviel Prozent der Anrufe echte Kommunikation sind. Doch sicherlich geht es bei Telefonaten nicht nur um einen reinen mentalen Austausch.

> Wieviel man telefoniert und wieviel man am Ende dementsprechend
> dafür zahlen muß hängt weitgehend davon ab wie man mit dem Handy
> umgeht: wer sich keine Handyrechnung von 300? leisten kann darf
> eben nicht so lange quatschen.
> Wer das Geld dazu nicht hat kann auch nicht mit einem
> Rolls-Royce durch die Gegend fahren, wer das Geld nicht hat kann
> kein großes Haus bauen, oder nicht in Urlaub fahren, nicht im
> Luxus-Restaurant speisen oder Designerklamotten kaufen.

Sicherlich hat hier jeder Durchschnittsverdiener seine Prioritäten. Einer hat z.B. kein Auto, dafür tausende von Schallplatten und CD’s. Mein Ansatz ist hier ein anderer. Mobiltelefonie sollte für jeden erschwinglich sein.
>
> Es ist nun mal einfach ein Prinzip der Marktwirtschaft daß
> Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und daß man nicht mehr
> Geld ausgeben kann als man hat.
> Niemand wird in der Kommunikation beeinträchtigt weil er kein
> Handy hat oder die Gebühren hoch sind.

Doch.

Man kann sich ja auch
> persönlich treffen,

Das geht nicht mit allen Menschen, vor allem die in der Ferne, und nicht zu jeder Zeit.

über’s Festnetz sprechen,

Manche Leute haben gar keinen Festnetzanschluß mehr, da sie zumeist unterwegs sind.

zu einer anderen
> Zeit anrufen,

Wenn man aber gerade jetzt das Bedürfnis hat? Und wann wäre dann die richtige Zeit, bei manchen Menschen kann man das nicht sagen.

auf den AB sprechen,

Ich will kommunizieren und keine Monologe halten.

einen Brief oder eine Email

Schreiben dauert länger und ist teils meiner Erfahrung nach auch einladend für mehr Mißverständnisse als in der direkten Kommunikation.

> schreiben oder zu einer Telefonzelle gehen.

Das Telefonieren in Telefonzellen ist nicht gerade günstig. Und was nutzt mir dies, wenn der Mensch den ich anrufe, nur oder überwiegend nur noch auf dem Handy zu erreichen ist.

Das ging bis vor 4,
> 5 Jahren schließlich auch problemlos.

Es ging auch alles problemlos als Privathaushalte sich ihren PC leisten konnten. :smile: Fortschritt bringt das nun mal mit sich.
>
> Außerdem sind Netzbetreiber Wirtschaftsunternehmen, sie müssen
> ihre Unkosten auch verdienen und es ist völlig utopisch jetzt
> Verbindungspreise von ein paar Cent zu fordern. Das wäre so als
> würdest Du fordern daß Autos demnächst für 50? verkauft werden
> damit wir alle schön mobil sind und jeder sich eins leisten
> kann.

Die Frage ist, wieviel Profit ist und für wieviel Profit die Leute schon arbeiten würden?
>
> Handys haben eben ihren Preis, genauso wie Autos, Häuser oder
> Stereoanlagen, und wer ihn sich nicht leisten kann muß eben ohne
> klarkommen.

Ich kann mich nur wiederholen. Handys sollten sich möglichst alle Menschen leisten können.
>
> Das funzt bei anderen Dingen ja auch: wer kein Auto hat fährt
> mit der Bahn und wer kein Haus bauen kann wohnt zur Miete. Wer
> kein Handy hat telefoniert dann eben über das Festnetz.
>
> Ich bezweifele aber daß die ach so armen Menschen alle kein Geld
> für das Handy haben: wenn ich mir ansehe daß fast jeder sich
> eins leistet und in der Straßenbahn alle 2 Minuten 3 Telefone
> klingeln, wobei man anschließend jedesmal Zeuge sinnfreier
> Schwachsinns-Dialoge ohne jeden Nutzwert wird, dann bezweifele
> ich daß es so sehr schlimm um die Kosten und die Kommunikation
> steht.

Auch dazu sagte ich schon was. Teils besteht auch Druck sich ein Handy anzuschaffen. Auch ich werde hi und da etwas schräg angesprochen, wenn ich sage, mein Handy zu Hause zu haben bzw. es die meiste Zeit aus zu haben. Je mobiler der Mensch wird desto mobiler auch seine Kommunikationsmittel.
>
> Willst Du demnächst Handys und Gesprächsguthaben als
> Sozialleistung verteilen, so wie die Kleiderkammern Klamotten
> oder die kostenlosen Tafeln Lebensmittel an Bedürftige abgeben?

Das Schlechteste wäre es nicht. Die Frage ist nur, wieviele Menschen Menschen kennen, die sie überhaupt anrufen könnten? :smile:
>
> Wie gesagt: nichts gegen preiswerter Verbindungsentgelte im
> HAndy-Sektor, aber ganz so furchtbar wie Du es darstellt mit dem
> Kommunikationsdefizit ist es wohl nicht.

Die Frage ist was für jeden Kommunikation ist. Doch auch hier kann ich mich nur wiederholen. Es gibt in Gesprächen mehr als den reinen geistigen Austausch. Und je mobiler der Mensch wird, desto mehr müssen auch dessen Kommunikationsmittel sich mit verändern.

Ciao,
Romana

neben den schon genenntem gibts unter http://www.heise.de/newsticker/data/uma-31.10.02-000/ noch weitere Infos und auch ein Diskussionsforum dazu.

Gruß
h.