Telefonverkäufer

Allerseits ein HALLO,

heute hat Herr X endgültig die Schnauze voll von windigen Telefon-Aasgeiern.

Es ist schon komisch, wenn Firma A anruft und sich auf ein vormals geführtes Gespräch mit Herrn X bezieht, in welchem man Firmendaten angegeben hätte. Man wolle die nur mal kurz abgleichen…

Herr X reagiert geistegegenwärtig: Ich habe niemals ein solches Gespräch geführt und habe keinen Vertrag geschlossen. Er legt dann auf.

Nun googlet er kurz.

Nach Eintippen des Namens von Firma A schlägt google gleich vor:

A


A Abzocke
A Betrug
A Erfahrungen

Und man sieht:
A ruft immer Gewerbetreibende an, bezieht sich IMMER auf angeblich vormals geführte Telefonate, an die sich der Angerufene aber NIE erinnern kann.
Dann rattert der Call-Center-Droide die Firmendaten herunter, lässt sich alles schön mit „JA“ bestätigen und verschickt ein paar Tage später eine Rechnung über 24 x 29,95€.
Dabei bezieht er sich auf seiner Homepage auch auf das Verfahren:
Erster Anruf zur Datenabfrage, zweiter Anruf zur Kontrolle und zur Auftragsabgabe.
Nach Berichten in Foren werden die zweiten Anrufe mitgeschnitten, einige behaupten auch, dass dort die Antworten der Gewerbetreibenden so umgeschnitten werden, dass eine Auftragserteilung herauskommt, die so nicht stattgefunden hat.

Zur eigentlichen Frage:

Herr X hat nun wirklich keine Lust mehr auf sowas.
Welche Möglichkeiten hat er, gegen Firma A vorzugehen?
Kann man diesem Pack nicht irgendwie endgültig mal die Hände binden?

Ergänzend dazu hat Herr X natürlich auch noch 14 (!) Faxe aus den letzten 6 Monaten vorliegen, die allesamt getarnte Gewerbeauskunftsaufträge sind.

Ganz zu schweigen von X-Money-Report, Aktienchancen,…

[Vollzitat gelöscht]

Die Callcenter verarbeiten „Fremdaufträge“; einige Auftraggeber verlangen vom Call-Center Mitschnitte der „Terminvereinbarungen“, weil die von den Call-Centern vermittelten Kunden einen fest vereinbarten Beratungstermin mit einem Außendienstmitarbeiter der Auftragsfirma bestreiten; der Auftraggeber muß allerdings den vom Call-Center vereinbarten Termin bezahlen, wenn das Call-Center nachweisen kann, dass der angerufene Kunde zugesagt hat.
Die Problematik hierbei ist allerdings, dass der Kunde tatsächlich zusagt, danach jedoch sich entschließt, den Termin doch nicht wahrnehmen zu wollen.

Mitschnitte dieser Telefonate sind illegal, wenn der Angerufene nicht bei Gesprächsbeginn sich damit einverstanden erklärt hat.

Zur eigentlichen Frage:

Herr X hat nun wirklich keine Lust mehr auf sowas.
Welche Möglichkeiten hat er, gegen Firma A vorzugehen?
Kann man diesem Pack nicht irgendwie endgültig mal die Hände
binden?

WEnn der Nachweis erbracht werden kann, dass es sich um eine verbotene Telefonwerbung handelt, ( wobei , wenn der Angerufene selber ein Gewerbe betreibt, hier bereits das Telefonwerbeverbot teilweise schon nicht mehr greift,) kann er gegen das Unternehmen juristisch vorgehen, wobei der Aufwand und die im Voraus zu tragenden Kosten seltenst das Ergebnis befriedigen.

Ergänzend dazu hat Herr X natürlich auch noch 14 (!) Faxe aus
den letzten 6 Monaten vorliegen, die allesamt getarnte
Gewerbeauskunftsaufträge sind.

Das ist so, deshalb stellen viele Gewerbetreibende mittlerweile zum Feierabend das FAX aus, um nicht am nächsten Morgen „meterlange“ Werbefaxe entsorgen zu müssen.

Bei größeren Unternehmen wird mindestens eine Vollzeitkraft beschäftigt, die eingehende Telefonate analysiert und nur bei „Bedarf“ dann tatsächlich weiter leitet.

Call-Center Agents sind zwischenzeitlich ein Ausbildungsberuf (Lehre) der entweder 2 oder 3 Jahre dauert.
Diesbezüglich wird die Telefonwerbung nicht weniger, sondern zukünftig eher mehr sein.

Schönen Tag noch.

Hallo

Call-Center Agents sind zwischenzeitlich ein Ausbildungsberuf
(Lehre) der entweder 2 oder 3 Jahre dauert.

Nein, das ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern ein typischer „Urkundenjob“.

http://www2.bibb.de/tools/aab/aabberufeliste.php

Viele private Ausbildungsträger und teilweise IHKs führen 8-12 wöchige Grundschulugen/Weiterbildungsmassnahmen durch und vergeben dafür Zertifikate.

Gruß, DW.

Branchenbuchterroristen
schade, dass du nichts zum eigentlichen Thema der Frage gesagt hast

Es geht nicht um nervende Werbeaktionen, sondern um den handfesten Betrug der Branchenbuchmafia, gegen den man sich - einmal reingefallen - mittlerweile kaum noch gerichtlich erwehren kann

weil die geübte Mafiosi stets angebliche Beweise haben oder im schriftlichen Fall im Kleingedruckten steht, dass es ich um ein kostenpflichtiges Angebot handelt.

Die Gerichte kommen gegen diese Masche kaum noch mit Rechtsmitteln an, weil die sich wissentlich in den Grauzonen bewegen

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/vorsicht-…

Hallo

Nein, das ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern ein
typischer „Urkundenjob“.

Oder eben ein anerkannter Ausbildungsberuf der IHK:

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest…
http://de.wikipedia.org/wiki/Servicefachkraft_f%C3%B…

Gruß
Falke

Oups, ich geb mich geschlagen.

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest…
http://de.wikipedia.org/wiki/Servicefachkraft_f%C3%B…

Ich dachte es gibt einen Unterschied zwischen einem Call Center Agent und einem Kaufmann einer speziellen Fachrichtung.

Danke und Gruß,
DW.

Hallo

Call-Center Agents sind zwischenzeitlich ein Ausbildungsberuf
(Lehre) der entweder 2 oder 3 Jahre dauert.

Nein, das ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern ein
typischer „Urkundenjob“.

Und damit erklären wir die IHK für abgeschafft:wink:)

IHK-Ausbildungsberufe wird es ab August 2006 erstmals auch für Call Center und Markt- und Sozialforschung geben. Darauf weist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hin.

"Die Call-Center-Branche kann ihre Dialog-Profis künftig von der Pike an heranbilden. Dafür stehen zwei Berufe zur Verfügung: die zweijährige Ausbildung zur Servicefachkraft für Dialogmarketing und die dreijährige zu Kaufleuten für Dialogmarketing.

Die Servicefachkraft erwirbt Kommunikationsfähigkeiten, die sie vorrangig im operativen Bereich und in den Kernprozessen Kundenbetreuung, Kundenbindung und Kundengewinnung einsetzt.

Bei der ein Jahr längeren Ausbildung zu Kaufleuten kommen noch Qualifikationen in der Personalwirtschaft, der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle sowie des Marketings und Vertriebs hinzu. Sie sind schließlich diejenigen, die die Leistungen der Call Center gegenüber Dritten verkaufen müssen. Der zweijährige Abschluss kann auf die Kaufmannsausbildung angerechnet werden.

Schönen Tag noch.

http://www2.bibb.de/tools/aab/aabberufeliste.php

Viele private Ausbildungsträger und teilweise IHKs führen 8-12
wöchige Grundschulugen/Weiterbildungsmassnahmen durch und
vergeben dafür Zertifikate.

Gruß, DW.