Telekom parallel telefonieren

Hallo :slightly_smiling_face:

Ich benötige Hilfe. Ich möchte gerne auf 2 Leitungen parallel telefonieren können.

Zwei Endgeräte sind schon vorhanden und laut Auskunft der Telekom besteht laut Vertrag auch die Möglichkeit das zu tun.

Der Kundendienst hat mir mitgeteilt, dass ich jetzt „nur“ noch entsprechende Einstellungen in der Digibox vornehmen muss und dabei komme ich nicht weiter. Als Stichpunkte wurde mir gesagt, dass die Einfachnutzung und die Rufverteilung geändert werden müssen. Alternativ müsste ich für eine genaue Anleitung 160€ Gebühren bezahlen.

Wir haben die Digitalisierungsbox Smart und ich benötige bei den Einstellungen dringend eine möglichst ausführliche Anleitung :sweat_smile:

Für dieses Gerät bieten wir keinen Service und keine Firmware- und Sicherheitsupdates mehr an. Wir empfehlen Ihnen den Wechsel auf ein aktuelles Router-Modell.
Das sagt die Telekom und ausnahmsweise stimme ich denen einmal vollumfänglich zu.

Diese Router waren einmal für Geschäftskunden gedacht. Dennoch ist die Anleitung für jedermann kostenlos erhältlich:

Welche? An diesem Router kann man Telefone unterschiedlichster Technologien betreiben. Bitte vom Typenschild ablesen!

Die 160€ sind vermutlich der Kundenservice der Telekom. Für 41,97€ Anfahrtpauschale kommt ein Techniker. Für weitere 117,60 € stöpselt er das Telefon ein, macht die fünf Klicks und fährt zum nächsten Kunden.

Wenn du schreibst, welche Anforderungen es gibt (Nutzungsszenario, Anzahl und Typ der Endgeräte), dann würde ich dir einen Router empfehlen, den man noch leichter selber einrichten kann.

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Lass mich raten: vorne mit F und hinten mit z? (wahlweise mit ox). :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Ich warf Deine Frage Gemini zum Fraß vor und bat um eine verständliche Lösung, die ich ohne weitere Anpassung einem nicht besonders fachkundigen Fragesteller in einem Forum geben kann. Das ist das Ergebnis:

Das ist eine klassische Situation: Die Technik (und der Vertrag) gibt es her, aber die Konfigurationsoberfläche der Digitalisierungsbox ist für Laien oft sehr unübersichtlich. Dass der Support 160 € für eine „Einrichtungshilfe“ verlangt, ist leider gängige Praxis für alles, was über die reine Leitungsprüfung hinausgeht.

Hier ist ein Entwurf für eine Antwort, die du weitergeben kannst. Sie deckt die wahrscheinlichste Konstellation ab (zwei analoge Telefone an den Buchsen der Box).

### Antwortvorschlag an den Fragesteller

"Hallo, da die Telekom bestätigt hat, dass der Vertrag zwei Leitungen (Sprachkanäle) hergibt, liegt das Problem definitiv nur an der Zuordnung in der Box. Die Stichworte ‚Einfachnutzung‘ und ‚Rufverteilung‘, die der Support genannt hat, sind der entscheidende Hinweis.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du die Digitalisierungsbox Smart so einstellst, dass du auf beiden Geräten gleichzeitig telefonieren kannst.

Vorab-Check: Stelle sicher, dass die beiden Telefone physisch in zwei verschiedenen Buchsen stecken (meist hinten an der Box beschriftet mit a/b 1 und a/b 2).

#### Schritt 1: In das Menü einloggen

1. Öffne am Computer einen Internetbrowser.
2. Gib in die Adresszeile digiboxsmart oder 192.168.2.1 ein.
3. Logge dich mit dem Gerätepasswort ein (steht meist hinten auf dem Gerät, falls du es nicht geändert hast).

#### Schritt 2: Die Ansicht ändern (Wichtig!)

Die Box startet oft im ‚Standard‘-Modus, der viele Einstellungen versteckt.

** Schau oben rechts auf den Bildschirm. Dort gibt es oft eine Option Ansicht. Stelle diese unbedingt auf Erweitert oder Expertenmodus, damit du alle Menüs siehst.*

#### Schritt 3: Die „Rufverteilung“ korrigieren

Der Support meinte mit „Einfachnutzung beenden“, dass die Telefone nicht mehr als ein gekoppeltes Gerät, sondern als zwei unabhängige Geräte agieren sollen.

1. Gehe im Menü links auf Telefonie.
2. Wähle dort das Untermenü Rufverteilung (manchmal auch unter Endgeräte zu finden, je nach Firmware-Version).
3. Du siehst jetzt meist eine Tabelle. Oben (oder links) stehen deine Rufnummern, an der Seite stehen die Anschlüsse (Port 1 / Port 2).

Einstellung für abgehende Gespräche (Rausrufen):

** Stelle sicher, dass bei Port 1 (Telefon 1) und bei Port 2 (Telefon 2) jeweils eine Rufnummer für „abgehend“ ausgewählt ist. Das können unterschiedliche Nummern sein, oder auch die gleiche – wichtig ist nur, dass beide Ports berechtigt sind, eine Leitung zu nutzen.*

Einstellung für ankommende Gespräche (Angerufen werden):

** Hier musst du Haken setzen.*
** Soll Telefon 1 klingeln? → Haken bei Port 1 unter der gewünschten Nummer.*
** Soll Telefon 2 klingeln? → Haken bei Port 2 unter der (gleichen oder anderen) Nummer.*

#### Schritt 4: Die Stolperfalle „Besetzt bei Besetzt“ (Busy on Busy)

Das ist oft der wahre Grund, warum das zweite Telefon nicht geht. Wenn diese Funktion aktiv ist, blockiert das erste Gespräch sofort die ganze Leitung für den zweiten Anrufer.

1. Gehe im Menü Telefonie auf Leistungsmerkmale oder Einstellungen.
2. Suche nach dem Punkt Besetzt bei Besetzt (Busy on Busy).
3. Deaktiviere diese Funktion (Haken rausnehmen) für deine Rufnummern.
4. Speichere die Einstellungen (unten auf „Übernehmen“ oder „OK“ klicken).

Zusammenfassung: Sobald in der Rufverteilung beide Ports (1 und 2) einer Nummer zugewiesen sind und Besetzt bei Besetzt ausgeschaltet ist, kannst du ein Gespräch auf Leitung 1 führen, während auf Leitung 2 jemand anderes raustelefoniert oder angerufen wird."

### Hintergrundwissen für dich (also mich=C_Punkt)

Um die Antwort bei Bedarf anzupassen, hier kurz die technische Logik:

** Das Problem: Standardmäßig sind Router oft so eingestellt, dass alle Telefone klingeln (Sammelruf), aber sobald einer abhebt, meldet der Router dem Netz „Ich bin besetzt“.*
** Die Lösung: Man muss dem Router sagen: „Wenn auf Leitung A gesprochen wird, ist Leitung B trotzdem noch frei.“*
** Digibox Eigenheit: Die Digibox unterscheidet stark zwischen „Anlagenanschluss“ (Business) und „Mehrgeräteanschluss“ (Privat/Kleines Büro). Die oben genannte Anleitung bezieht sich auf den klassischen Mehrgeräteanschluss, was bei 99% dieser Anfragen der Fall ist.*

Du kannst ja mal berichten, ob’s funktioniert hat. Gemini freut sich immer über eine positive Rückmeldung und vielleicht hilft das, wenn die Maschinen die Macht auf der Erde übernehmen.

Dieser Router wurde vielen kleinen Firmen verkauft, um überalterte Telefonanlagen mit ISDN weiter betreiben zu können.
Dazu wäre sie dann eine Art Gateway und Telefone wären an der Telefonanlage einzurichten und anzuschließen.
Sie hat aber auch zwei analoge Anschlüsse, S0 Anschlüsse und kann VoIP Telefone bedienen.
Dann arbeitet die Box selber als Telefonanlage.

Oft wurde sie nur ganz rudimentär eingerichtet, ein Faxgerät an a/b1, ein Schnurlostelefon an a/b2, fertig. Gerade in Arztpraxen sah ich das oft.

Und dann wurden weitere Mobilteile angeschafft und an der Basis angemeldet, aber es war immer noch nur ein Gespräch möglich, in grottiger Qualität.

Wenn du denkst, ein „DvO“ oder irgendjemand anderes, der für fürstliche Stundenlöhne da werkelt, würde mal ganzheitlich beraten, dann irrst du leider oft.

Ich möchte halt nochmals darauf hinweisen: Diese Box stammt aus dem Hause Bintec / Elmeg, eine unglückliche Figur in der Geschichte deutscher Telefoniegeräte- und Routerhersteller. Gefühlt hundertmal in Schwierigkeiten gewesen, verkauft, umbenannt, umstrukturiert, auch mal verhökert und zuletzt noch eine Marke der spanischen Teldat, versuchte man mit billigen Geräten für die Telekom zu überleben. Gescheitert.
Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen, weil die Telekom als ehemaliger Großabnehmer überhaupt keine Verantwortung für ihr ehemaliges Schlagerprodukt übernimmt.

Und ja, für einfache, kleine Anwendungen dürfte eine Fritzbox die leicht konfigurierbare und hinreichend sichere Alternative sein.

Da, wo erhöhte Anforderungen an Sicherheit und Möglichkeiten bestehen, entscheidet sowieso der IT-Berater, was auf den Tisch kommt. Fritzboxen wirst du da nur als quasi-Modem sehen - die Sicherheit übernehmen dann Firewalls und Business Gateways.

Danke für deine Antwort.

Es scheitert jedoch schon daran, dass nur 1 Telefon per Kabel verbunden ist. Das andere ist ohne Kabel verbunden.

Also ein Telefon mit TAE Stecker am Router und das andere drahtlos über DECT.
Das spielt keine Rolle, dann sind die Einstellungen trotzdem wie von @C_Punkt oben beschrieben vorzunehmen.

Laut Bild sind ZWEI analoge Endgeräte mit einem Kabel am Router angeschlossen.

Lass mich raten:
Ein Gerät ist ein Faxgerät,
das andere ist die Schnurlos-Telefon-Basis?

Lass mich nochmal raten:
Ihr habt euch nun ein zweites Mobilteil gekauft?

Das war dann ein Fehlkauf. Die Basis ist nur über den Analoganschluss mit dem Router verbunden. Beide Mobilteile teilen sich dann diesen Anschluss. Am analogen Anschluss kann nur ein Gespräch gleichzeitig geführt werden.

Definitiv nicht, denn die olle Digibox Smart hat gar kein DECT integriert.

Mich dünkt, ich hätte hellseherische Fähigkeiten:

Und bevor @millylein sich jetzt eine Fritzbox anschafft, sollte klar sein, ob demnächst eine Glasfaser ins Haus wächst.