Hallo,
was haltet Ihr von dem Telekonverter „Nikon TC 20 E II“? Ich kann im Netz leider keinerlei Erfahrungsberichte finden - Google spuckt ausnahmslos Shops aus.
Der Konverter soll die Brennweite verdoppeln, wobei die Blende um zwei Stufen erhöht wird.
Es geht mir bei meiner Frage vor allem um die Beeinflussung der Bildqualität. Habe (allgemein) gehört, das Telekonverter das Bild stark verzerren sollen, so das die Bildqualität darunter leidet.
Ist das bei diesem Konverter der Fall!? Und werden die ganzen Funktionen der Nikon Objektive übergeben?
Freue mich auf Eure Meinungen und Erfahrungen! Vielleicht habt Ihr ja sogar Beispielfotos, bei denen der Konverter verwendet wurde?!
Liebe Grüße!
Marco
Hallo Marco,
Telekonverter vergrößern das vom Objektiv erzeugte Bild.
So sind auch alle Teleobjektive aufgebaut. Das bedeutet daß hinter
einem normal aufgebauten Objektiv mit tatsächlicher Brennweite, ein
zusätzliches Linsenelement montiert ist, daß diese Lichtstrahlen
erweitert und ein vergrößertes Bild auf den Film oder Chip wirft
Nachteil dieser Konstruktionen sind dass sämtliche Fehler und
Auflösungsdefizite mitvergrößert werden.
Somit wird die bei Consumerobjektiven ohnehin schwer zu erreichende
Auflösung für So hochauflösende Chips wie bei der D200 noch weiter
verschlechtert.
Das schlechteste aber häufig gemachte sind Teleobjektiv mit
Telekonverter zu kombinieren, was man allerdings noch mit Nahlinse
steigern könnte. Hier sind durchaus reizvolle Bilder möglich, ich
denke allerdings daß du dafür nicht die D200 gekauft hast.
Ein weiterer Nachteil gegenüber (echten) langen Brennweiten ist,
gerade bei Digitalkameras, daß damit die Lichtstrahlen den Chip nicht
so gerade treffen wie bei einer langen Brennweite was sich in zb.
Farbsäumen bemerkbar machen kann.
1 Vorteil von Teleobjektiv und Telekonverter sind:
Sie sind klein.
Klein deshalb da Sie ja nicht echt die Brennweite besitzen und
dadurch wesentlich verkürzt gebaut sind.
Ol
Hallo!
Nun, ich benutze das Nikkor 17-55mm/2.8 und bald das Nikkor 105mm/2.8 Makro. Hierfür würde ich auch den Telekonverter benutzen - besonders beim 105mm Makro. Weil ich auf diese Weise eine noch größere Skalierung des Motivs erreichen mag. Ist das mit diesem Telekonverter sinnvoll? Was denkst Du!?
Marco
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Marco,
die optisch sauberere Vorgangsweise wäre entweder ein Zwischenring
oder Balgengerät oder noch besser wenn es vergrößert (also Vorlage
kleiner als ca.17 x 23mm) auf den chip abgebildet sein soll, ein
gutes Lupenobjektiv.
Alternativ als günstigste Variante bei Vergrößerung wäre ein
einigermasen normalbrennweitiges Objektiv (zb.: Zeiss Planar in
Retrostellung).
Diese optisch gute Varianten sind einfach, aber nur wenn dir die
manuelle Blenden Zeit und Scharfstellung keine Probleme bereitet.
Bedenke je länger die effektive oder scheinbare Brennweite ist, umso
mehr nimmt die Tiefenunschärfe zu und umso unhandlicher wird die
Kamera da die Entfernung von Cip zur optischen Mitte oder auch zum
Objektiv zunimmt.
spielt die Enfernung zum Objekt eine wesentliche Rolle?
der Telekonverter (der dir das Bild nur vergrößert
projeziert aber die angegebene Brennweite nicht verändert) oder eine
Nahlinse (die dir die Brennweite verkürzt und damit deinen
„Balgenauszug“ relativ verlängert) sind optisch nicht zu empfehlen,
erhalten dir aber die Automatikfunktionen.
Das 17 bis 35 ist sicher nicht zu empfehlen im Nahbereich mit
Konverter das 105 ist halt ein bischen Lang für den kleinen Chip.
ich denke bis ca. zum Maßstab 1:1 wäre eine Brennweite von 50mm bis
max 90mm gut geeignet.
Darüber hinaus also über 1:1 sollte die Brennweite eher noch kürzer
sein. Das hängt natürlich auch etwas davon ab was du machen willst.
?
OL
Hallo!
Hi Marco,
die optisch sauberere Vorgangsweise wäre entweder ein
Zwischenring
oder Balgengerät oder noch besser wenn es vergrößert (also
Vorlage
kleiner als ca.17 x 23mm) auf den chip abgebildet sein soll,
ein
gutes Lupenobjektiv.
Welches Lupenobjektiv wäre denn für die D200 und das 105mm Nikkor Makro geeignet? Ich kenne mich mit Lupenobjektiven gar nicht aus… hast Du einen Tipp!?
Marco
Hallo Marco,
ein Lupenobjektiv ist ein eigenständiges Objektiv, nicht in
Kombination mit einem anderen zu verwenden.
Es gibt von verschiedenen Herstellern wie Schneider Kreutznach oder
Zeiss.
So ein Objektiv baut man dann am besten mittels Balgengerät auf die
Kamera Adapter gibts zb. von Novoflex etc.
am Objektiv die ensprechende Öffnung einstellen und an der Kamera die
Manuell die Zeit. ein Lupenobjektiv ist halt für Vergrößerungen 4:1
bis 30:1 also von Ameise bis Floh, deshalb LUPENOBJEKTIV.
für Maßstäbe bis 1:1 ist sicher ein gutes Makro ideal. Wiegesagt wenn
1:1 nicht erreichbar sein sollte einen Zwischenring oder Balgengerät
benutzen, ist billiger und besser als ein Konverter.
vor einigen Wochen habe ich dich ja auf http://www.zeiss.de/cln
verwiesen.
Dort hättest du natürlich die beste Abbildungsleistung um relativ
wenig Geld.
Mit einem Adapter für Retrostellung auch im vergrößernden
Makroberreich also über 1:1
Um was geht es Dir eigentlich? Welche Maßstab? welche Objekte?
OL
Hallo!
Um was geht es Dir eigentlich? Welche Maßstab? welche Objekte?
Nun, schau bitte mal auf meine private Webseite. Diese ganzen Aufnahmen sind mit meiner Olympus C4040 im Makromodus entstanden. Solche Aufnahmen möchte ich erreichen, aber natürlich in noch besserer Qualität (was ja schon durch die Nikon D200 und dem 105mm Objektiv der Fall sein wird). Ich würde mich nur freuen wenn ich noch näher ran komme als 1:1 (ich meine jetzt nicht den Abstand zum Motiv).
Zukünftig interessiere ich mich auch grundsätzlich für Makroaufnahmen von Objekten jeder Art, von Kleingeräten bis hin zu Insekten usw.
Marco
Hi,
na was soll ich noch ergänzen wenn du noch näher ran willst eben
Zwischenring verwenden oder auch das 60er Makro mit Zwischenring
das 60 er ist eh billig und der zwischenring kostet auch nicht viel.
bedenke je näher du am Objekt bist umso leichter wirst du vom
Kleingetier gebissen bzw. machst du dir selbst einen Schatten oder
spiegelst dich in einem Wassertropfen gar selbst recht groß.
Die Vor und Nachteile von optisch guten Lösungen habe ich Dir
dargelegt.
OL
PS ich habe mir heute das 1:1.4 50mm ZF Planar für die Nikon
bestellt.
Das Blöde ist, das der Zwischenring ja die ganzen Funktionen des 105mm Makro nicht mehr an die Kamera überträgt oder!? Oder welchen Zwischenring meinst du genau? Hast einen Link? Ich habe mir heute das Nikkor 105mm/2.8 VR bestellt.
Marco
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
???
Das Blöde ist, das der Zwischenring ja die ganzen Funktionen
des 105mm Makro nicht mehr an die Kamera überträgt oder!? Oder
welchen Zwischenring meinst du genau? Hast einen Link? Ich
habe mir heute das Nikkor 105mm/2.8 VR bestellt.
Hallo Marco,
Das hab ich doch 2-3 Artikel weiter oben beschrieben unter den Vor
und Nachteilen der optisch sauberen Lösungen.
was für Abbildungsleistung hat das 105/2.8?
Modulationsübertragungsfunktion bei wieviel Linienpaaren?
das ist das entscheidende bei Makroaufnahmen und nicht das die Kamera
selbst eine Zeit-Blenden „optimierung“ festlegt.
Nach welchen Kriterien denn? hat die Kamera denn eine Ahnung von
Bildgestaltung?
Ist doch alles Quatsch im Makrobereich, wichtig ist die
Abbildungsqualität.
Automatikfunktionen haben ihre Berechtigung im Reportage oder
Dokumentationsberreich. Dort macht es echt einen Sinn und bringt
entscheidende Vorteile.
Marco
Hi,
na was soll ich noch ergänzen wenn du noch näher ran willst
eben
Zwischenring verwenden oder auch das 60er Makro mit
Zwischenring
das 60 er ist eh billig und der zwischenring kostet auch nicht
viel.
bedenke je näher du am Objekt bist umso leichter wirst du vom
Kleingetier gebissen bzw. machst du dir selbst einen Schatten
oder
spiegelst dich in einem Wassertropfen gar selbst recht groß.
Die Vor und Nachteile von optisch guten Lösungen habe ich Dir
dargelegt.
OL
PS ich habe mir heute das 1:1.4 50mm ZF Planar für die Nikon
bestellt.
was für Abbildungsleistung hat das 105/2.8?
Modulationsübertragungsfunktion bei wieviel Linienpaaren?
Hallo!
Modulationsübertragungsfunktionen bei wie vielen Linienpaaren!? Keine Ahnung, habe ich nie was in irgendeinem Test von irgendeinem Objektiv je gelesen.
Marco
Genau das will ich damit sagen
Hallo Marco,
genau darum ginge es, damit man sich Objektiv für ein gutes Objektiv
entscheiden kann, das sind einfach keine schwammigen Aussagen von
irgendwem über irgendwas, sondern Meßwerte die die Leistungsfähigkeit
eindeutig zum Ausdruck bringen.
Alle Hersteller von Fachobjektiven geben diese Werte deshalb auch an.
Wenn ein Hersteller von Consumerprodukten das nicht macht, hat das
eben seine Gründe, deshalb liegt ja dort auch die Begrenzung der
Leistungsfähigkeit weniger am Chip als an der Optik.
Was natürlich nicht heissen muß das das 105 er Makro nicht gut wäre.
Aber der Hersteller müsste die Meßwerte dann bei allen Objektiven
angeben, was zur Folge hätte daß sich einige aus der Produktpalette
dann wohl deutlich schlechter verkaufen würden.
Also ich hätte da einiges zum zurückgeben.
OL