die vor über 25 Jahren eingesetzten Kronen und Brücken sollten ersetzt werden, beim Zersägen der Brücke stellt der ZA fest, dass unter einem Brückenpfeiler der bereits residierte Zahn schon wieder einen Fistenkanal zu bieten hat und will daher (wohl zu recht) da erst mal keine Brücke draufsetzen. Eine 2. WSR hält er für nicht wirklich zielführend, da die Wurzel dadurch für nen Brückenpfeiler zu kurz wird, und der Zahnstumpf auch nicht mehr wirklich der Bringer ist. Neue Idee: Implantate, aber dafür ist leider der Kieferknochen mittlerweile zu stark zurück gebildet, um die haltbar dareinzuschrauben, und von woanders Knochen da dran zu frickeln klingt nicht fürchterlich toll. Neue Idee: Im Unterkiefer Teleskopzahnersatz. Da gäbe es 2 Möglichkeiten: Um die Querkräfte aufzufangen, müsste wohl ein Chrom-Molybdän-Bügel unten an den Schneidezähnen die beiden Seiten verbinden. Frage: Stört so ein Bügel nicht später im Mund?
Alternativ könnte man die guten und gesunden Schneidezähne beschleifen und ebenfalls in das Teleskopteil integrieren, wäre aus Stabilitätsgründen sinnvoll, aber gute Zähne abschleifen?
Naja, im Moment hält die zersägte Brücke dank festen Zement, und mein ZA erstellt einen neuen Heil- und Kostenplan, den ich mir dann mal zum Nachdenken unters Kopfkissen legen soll.
Also 3. Frage: Was taugen diese Teleskopteile, halten die nur über Reibung? Ich hatte mich eigentlich gefreut, das viele Metall aus dem Mund rauszukriegen, nu kriege ich noch mehr rein.
Über Eure kompetenten Einschätzugen würde ich mich sehr freuen
Danke und Greetinx
Gerd
ich habe seit fast vier Jahren einen Teleskop-Zahnersatz. Implantate waren aus den gleichen Gründen wie bei dir nicht möglich.
Mir fehlen oben fünf Zähne, sieben wurden geschliffen.
Ich bin rundum mit dem Ding zufrieden. Es sitzt bombenfest, tatsächlich nur durch Reibung und sieht, bei mir waren die beiden vorderen Schneidezähne auch betroffen, super aus.
Das Prozedere des Abschleifens von sieben Zähnen würde ich heute anders machen. Ich habe damals jeweils die linke bzw. rechte Seite an einem Tag machen lassen. Das war zuviel an Nervreizung und ich hatte einen Tag ziemliche Schmerzen unter den Provisorien. Lieber öfter die örtliche Narkose ertragen!
Ich habe seither keinerlei Probs mehr mit dem Oberkiefer, kein weiterer Zahnfleischrückgang, keine Kalt-Warm-Empfindlichkeiten mehr. Die Materialien habe ich problemslos vertragen.
Einen Bügel habe ich nicht, dazu kann ich dir leider nichts sagen.
Falls es bei mir im Unterkiefer schlimmer würde (zum Glück ist z.Z. Ruhe) würde ich es dort genauso machen lassen.
Der Spaß ist allerdings nicht billig. Für den Oberkiefer hat es damals fast 9000 Euro gekostet. Ich bin in einer PKV und ahnend hatte ich direkt eine Zahn-Zusatzversicherung abgeschlossen, sodass ich lediglich 10 % selber zahlen musste.
Ich kann nicht beurteilen, ob ich einen besonders guten Zahnartz habe, der auch noch mit einem besonders guten Zahnlabor zusammen arbeitet ( was für die Teleskope ja sehr wichtig ist), würde aber die Teleskop-Prothese uneingeschränkt weiter empfehlen.
Zahnmedizinische Fragen kann ich nicht kompetent beantworten, wenn du aber sonstige weitere Fragen hast, gerne.
Da kommt man manchmal aus statischen Gründen nicht drum herum. Nur sind die unteren Schneidezähne nicht eben ideal für Teleskope - andere Zähne sind grundsätzlich besser geeignet.
Ich weiß nicht mehr, wie viele ich von diesen Dingern eingesetzt habe, jedenfalls ist der ‚Sublingualbügel‘ auch bei den hibbeligsten PatientInnen extrem selten ein Problem.
Fazit: Teleskop-Prothesen sind eine eingeführte Technik, die bei günstigem Restzahnbestand gut und lange funktioniert. Wenn Dein ZA ein oder zwei mehr Teleskope planen sollte als unbedingt nötig scheint, wären die Mehrkosten durch den Zugewinn an Redundanz möglicherweise gut angelegtes Geld. Wenn Implantate tatsächlich nicht in Frage kommen (Zweitmeinung?) ist die Teleskop-Variante im täglichen Gebrauch eine zuverlässige und unauffällige Versorgungsform.