Temperaturschaltung (+-0,2°C)

Hallo,

ich bräuchte eine Temperaturschaltstufe mit einem sehr genauen Thermomesselement (PT1000 ?)und einen potentialfreien Schließer.
Ich müsste ein Wasserbad auf 38°C erwärmen. Die Temperatur darf nicht um ±0,2°C abweichen. Es gibt zwar viele Temperaturschaltmodule (Conrad, etc), diese haben aber meist eine Abweichung von ±1°C.
Hat jemand eine Bezugsquelle oder kann man ein Temperaturschaltmodul durch Zusatz eines besseren Messelemnts verbessern ?

Rainer

HI

Solche Regler findest du bei RScomponents oder Farnell
Aber preislich gesehen sind das keine Conräder
200400 (nix DM seit 1/9 Euro ! )
ohne Thermofühler ; der will nochmal extra gelöhnt werden

Dafür erhält man auch stundenlangen Bastelspass

1 Übung
Wie programmiere ich einen Computer mit 3 wabbeligen Gummitasten und 5 lustig blinkenden „Statusanzeigen“ in 1024 Untermenues .
Da kommt einem der Z80 assebmler Kit mit 5 stelliger LED Anzeige schon multimedial vor

2 Übung
Was will mir der Fachübersetzer mit seinem Beipackzettel eigentlich sagen?
Empfehlenswert hier der VHS Grundkurs:
Meine Japanische Uhr in allen Funktionen
Realität vrs Usermanual -Spiegel fernöstlicher Religion ???

Phagsae

Jetzt noch ein paar Bedenken
0,2 C° mit Ein/Aus steuerung das geht schief ohne besondere Vorkehrungen

Stetige Regelung sollte da schon sein und das Reglerverhalten muss auch passen

Phagsae

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Hallo,

Ich müsste ein Wasserbad auf 38°C erwärmen.

je nach größe des Wasserbades ist der Temperaturgradient im Bad wahrscheinlich schon größer als 0.2 Grad, da 1. das Bad am Rand Wärme verliert und 2. das warme Wasser nach oben steigt.
Daher will der Ort, an dem der (oder die) Fühler angebracht werden wohl überlegt sein.
Cu Rene

Hallo Rainer,

+/- 0,2 °C sind eine extrem hohe Forderung für eine Temperaturregelung. Besonders, wenn man ein zu regelndes System wie ein Wasserbad mit einer sehr hohen Verzögerungskomponente sowie starken Störeinwirkungen hat.
Mit einer temperaturgesteuerten Ein-/ausschaltung eines Heizelementes wirst Du vermutlich die geforderte Regelgenauigkeit nicht erreichen können. Da ist es auch mit einem Temperaturfühler, der genau genug messen kann nicht getan.

Stell Dir einfach folgendes vor :
Wenn der Temperaturfühler erkennt, daß die Minimaltemperatur von 37,8°C erreicht ist und das Heizelement einschaltet, vergeht noch einige Zeit, bis die Heizwirkung einen Effekt zeigt. Bis die Wirkung richtig einsetzt, ist jedoch das Wasserbad schon weit unter die Minimaltemperatur abgekühlt.
Sinngemäß gilt dies auch für den Fall des Erreichens der Maximaltemperatur.

Um eine solche Temperaturregelung realisieren zu können braucht man i.d.R einen PID-Regler, dessen Parameter dazu noch sehr gut eingestellt werden müssen. Ausserdem muss die Verzögerungskomponente des Wasserbades sowie der Temperaturgradient innerhalb des Wasserbades durch eine geeignete Umwälzung so gering wie möglich gehalten werden.
Ausserdem muss das Heizelement nicht nur ein- und ausschaltbar sein, sondern in seiner Heizleistung stufenlos regelbar.

Weitere Einflüsse wie z.B. die Änderung der Verzögerungskomponente des zu regelnden Systems durch Verdunstung von Wasser aus dem Wasserbad oder schnellere Abkühlung durch Zugluft müssen zudem berücksichtigt werden.

Ein weiterer Punkt ist :
Soll das System auf Führungsverhalten oder auf Störverhalten optimiert werden ?

Wenn z.B. der Fall wichtig ist, bei dem das Wasserbad durch Eintauchen eines Objektes ins Wasser schlagartig abgekühlt wird, so wäre eine Optimierung des Regelverhaltens auf Störgrößen wichtig.
Soll das System jedoch nach Einschalten die gewünschte Solltemperatur so schnell als möglich erreichen, so ist eine Dimensionierung auf optimiertes Führungsverhalten wichtig.

Du siehst also : Sehr viele Einzelparameter, die berücksichtig werden müssen und ineinandergreifen. Deshalb wird es vermutlich leider nicht so einfach sein, diese Regelung zu entwickeln, wie Du es Dir anscheinend ausgedacht hattest.

Ich hoffe, dass ich Dir trotzdem ein paar hilfreiche Informationen geliefert habe.

Gruss,
Jürgen

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Nachtrag !!
Hallo,

erst einmal vielen Dank für die Antworten.

Wie gesagt, es geht sich um ein Wassermantelbad für die Diaentwicklung. Der Prozess muss bei 38°C durchgeführt werden. Dabei dreht sich in einem kleinen Wasserbad eine Filmtrommel die zu 1/4 eingetaucht ist.
Ich habe auch eine größeres Wasserbad mit einer Plattenheizung für die Erwärmung von Chemikalien. Ich habe eine kleine Pumpe in den großen Chemietank gelegt, der Das Wasser durch eine isolierte Leitung in den Rotationsentwickler führt. Von da aus fleißt das Wasser wieder in den großen Tank. Zusätzlich habe ich beide Tanks zusätzlich mit Styropor an den Außenseiten isoliert…
Ich habe bisher, wenn die Trommel sich nicht dreht, eine gleichmäßige Temperatur von 38°C. Wenn die Trommel sich bewegt und der Wasserfilm auf der Trommel mitgerissen wird, sinkt die Temperatur auf 37,5°C. Ich habe mir jetzt übelegt, den Vorlauf aus dem Großen Tank direkt auf die Trommenlaufen zu lassen.
Es gibt auch fertige Rotationsentwickler, die aber locker 3000 DM kosten. Mein Rotationsentwickler ist für Farbnegativ gebaut, wo die Temperaturschwankung keine große Rolle spielt (±1°C).
Ich werde noch weiter experimentieren.

Rainer
http://www.der-brunnen.de