Temperatursensor?

Fuer die Schule, und dort fuer das
T hoch vier gesetz von Stefan,Boltzmann
braeuchte ich einen Temperatursensor,
der einen Temperaturbereich von
dreihundert bis sechs oder siebenhundert
Grad abdeckt.

Aus Paedagogischer Sicht ist es
erforderlich, dass dieser Sensor
durch Beruehrung die Temperatur abnimmt,
und nicht auf einem Infrarotsensor
basiert.

Gibt es sowas zum Kaufen?

Ideen zum selberbasteln?
(hinreichende Genauigkeit???)

Physikalische Phaenomene, die
man zur Konstruktion ausnutzen
koennte?

Fuer Anregungen waere ich sehr
dankbar!

Marco

Bimetall ?
Hi Marco,

vielleicht ein Bimetall. Gibt’s zu kaufen. Sensitivität und Meßbereich hängen von den Unterschieden der Wärmedehnungskoeffizienten der beiden Metalle ab. Für den Meßbereich muß man bei Eigenkonstruktionen evtl. mal eine Eichreihe messen.

Es gibt so elektrische Temperaturfühler (gehen wohl über den Leitwert), die messen bis ca. 900°C. Die müßte es im Fachhandel für Geld zu kaufen geben.

(Öl- und Gas-)Heizungen haben auch oft einen Temperatursensor eingebaut. Vielleicht mal einen Schornsteinfeger fragen, die messen doch auch immer die Verbrennungstemperatur im Brennraum mit so einem Metalldingens. Moöglicherweise hat mißt das auch 300°C.

Sonst fällt mir jetzt nix mehr ein.

Gruß,
Jochen

Für solche Zwecke ist ein Widerstandthermometer gut zu gebrauchen. Bastelkästen für solche Dinger gibt es in jedembesseren Elektronikladen. Das gleiche gilt für die Listen, die Du brauchst, um mit einem solchen Thermometer zu arbeiten.

Ein bischen weitere Information aus dem Römpp-Chemielexikon

Widerstandsthermometer:

Bez. für Geräte zur elektr. Temperaturmessung. Der elektr. Widerstand reiner Metalle steigt beim Erwärmen regelmäßig an, u. zwar nimmt er bei der Erwärmung um 1° um etwa 4‰ seines Wertes bei 0° zu. Nach E = positive temperature coefficient werden diese als PTC bezeichnet. Bei Halbleitern dagegen sinkt der Widerstand mit zunehmender Temp., s. Thermistoren, weshalb man sie als NTC (von E negative temperature coefficient) bezeichnet. In den W. mißt man den Widerstand eines um Glimmer- u. Quarzglas gewickelten, in einem engen Rohr aus Porzellan u. dgl. befindlichen Metalldrahts, wobei Kupfer, Nickel, Wolfram u. bes. Platin geeignet sind; mit Platin-W. kann man Temp. bis 1000° messen. Die für industrielle Zwecke bestimmten W. werden hauptsächlich bei Temp. von –200° bis +750° gebraucht; die Messung der Widerstände erfolgt mit der Wheatstoneschen Brücke od. mit Kreuzspulgeräten usw.

Lit.: ACHEMA-Jahrb. 1991 ï Kohlrausch, Praktische Physik 2, Stuttgart: Teubner 1985 ï s. a. Temperatur.

E resistance thermometers
F thermomètres de résistance
I termometro a resistenza
S termómetros de resistencia

Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 1.5, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1998

Gandalf

Hallo Marco!

Abgasthermometer für einen Großdiesel zeigen diesen Bereich an.
Frag bei einem Dieselmotorenbauer nach oder, noch besser, bei einem Zulieferer.
Gruß Werner

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Fuer die Schule, und dort fuer das
T hoch vier gesetz von Stefan,Boltzmann
braeuchte ich einen Temperatursensor,
der einen Temperaturbereich von
dreihundert bis sechs oder siebenhundert
Grad abdeckt.

Wenn ich mich nicht irre nennt sich datt Dingens Pt1000 und sollte bei R+S, Conrad, Reichelt, Farnell oder dergleichen zu erhalten sein !!!

Einen „normalen“ Temperatur-sensor auf Basis einer Widerstandsmessung zum Anschluss an Datenlogger gibt es bei dir in der Nähe (70736 Fellbach, Firma Lufft) !!!
Wenn Interesse besteht, dann mail mich bis morgen mittag nochmal unter [email protected] an, vielleicht ist sogar ein „Muster“ bei Selbstabholung drin (muß ich fragen) !!!

Greetinx Latze

Hi,
was ist mit Thermoelementen, d.h. verschiedene Metalle verbinden (verdrillen).
Die entspr. Konstanten müsstest Du aus einem Physikbuch entnehmen, habe ich jetzt nicht griffbereit. Eine Seite mit Eiswasser u.U. mit Eis/Kochsalz (ca. minus 21 Grad) kühlen.
Gruss
Volker

Hallo Marco,

die Temperaturmessung in diesen Temperaturbereichen erfolgt am einfachsten mit einem Thermoelement. Also zwei verschiedene Metalle, die sich berühren, wodurch eine Thermospannung entsteht; vereinfacht gesprochen.
Gängig ist die Paarung Nickel/Chromnickel. Die entsprechenden Drähte werden von der Degussa hergestellt. Du bekommst sie beispielsweise von der Firma Heraeus (ich glaube in Hanau). Dort kannst Du mal anrufen, und ein Stückchen schnorren (hat zumindest bei mir geklappt).
Jetzt musst Du noch folgenden Aufbau herstellen: Draht A zur Meßstelle, dort mit Draht B verbinden (z.B. unter einem Schraubenkopf festklemmen), dann weiter mit Draht B zur sog Referenzstelle, dort mit Draht A verbinden und wieder zum Meßgerät zuück, von dem Du ausgegangen bist. Die Referenzstelle ist zweckmäßigerweise Eiswasser, da es Null Grad hat. Die Spannung am Meßgerät ist fast genau proportional zur Temperaturdifferenz zwischen den beiden Meßstellen. Und zwar etwa 40 Mikrovolt pro Kelvin. Bei einigen Grad kommen aber schon einige Millivolt zusammen, die Du mit einem billigen Digitalvoltmeter (ab 50,-- DM) messen kannst.
Wenn Du noch genauere Infos (exakte Kennlinie) brauchst, dann schick mir eine Mail!

Ciao, Jürgen

Fuer die Schule, und dort fuer das
T hoch vier gesetz von Stefan,Boltzmann
braeuchte ich einen Temperatursensor,
der einen Temperaturbereich von
dreihundert bis sechs oder siebenhundert
Grad abdeckt.

Aus Paedagogischer Sicht ist es
erforderlich, dass dieser Sensor
durch Beruehrung die Temperatur abnimmt,
und nicht auf einem Infrarotsensor
basiert.

Gibt es sowas zum Kaufen?

Ideen zum selberbasteln?
(hinreichende Genauigkeit???)

Vielleicht sollst du dazu die Messung der Laufzeit der Ultraschallwelle in einem hinsichtlich seiner Eigenschfaten bekannten Material nutzen (üblich ist Quarz, kann aber praktisch alles sein). Diese Methode ist - soviel ich weiß - die genaueste überhaupt, erlaubt die Messung der lokalen Temperaturänderungen - an vielen Stellen auf einmal, kann im beliebiegen Temperaturbereich eingesetzt werden (solange das Material fest bleibt) und reagiert beliebig schnell auf die Änderungen der Temperatur. Der mögliche Nachteil wäre: die Geräte, die dafür notwendig wären sind schon etwas teurer als die anderen vorgeschlagenen Methoden (wir könnten z.B. ein Gerätesatz dafür für etwa 1300DM liefern). Der zusätzliche Vorteil (aus pädagogischer Sicht wahrscheinlich nicht schlecht): man hätte damit ein komplettes Ultraschalllabor, mit dem viele Messungen, Spielereien, ernsthafte Untersuchungen usw. möglich wären.

Schau mal auf unsere Seite: http://www.optel.com.pl

Viele Grüße

Vielen Dank!
fuer die guten Antworten.

Ich haette allerdings, bevor ich die
Frage gestellt hatte, mal bei den
Chemikern nachfragen sollen, da hats
naemlich einen mitgekriegt, und die haben
ein mehrere Thermoelement -Thermometer,
die bis 700 oder sogar bis 1300 Grad
gehen. fix und fertig im Schrank …

Marco

Vielleicht sollst du dazu die Messung der
Laufzeit der Ultraschallwelle in einem
hinsichtlich seiner Eigenschfaten
bekannten Material nutzen (üblich ist
Quarz, kann aber praktisch alles sein).

Hallo Herr Bicz, nett Sie hier zu treffen :smile:
Die Sache mit dem Ultraschall ist natuerlich immer eine ganz ausgezeichnete Idee! Aber selbstverstaendlich kann man die Temperatur auch ueber die Viskositaet einer Fluessigkeit bestimmen - was halten Sie von dieser Variante?

Beste Gruesse von der Leipziger Crew

Martin Schubert.

Das ist eine wunderbare Idee, besonders, wenn man auch die Viskosität mit Hilfe des Ultraschalls mißt. Ich kann mir dazu sogar eine wunderbare Kombination vorstellen, die dazu noch schön und pädagogisch wervoll ist.
Ich suche lediglich jemanden, der es abkauft.

Viele Grüße

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich suche lediglich jemanden, der es
abkauft.

Haben wir gefunden, nicht fuer die Schule aber fuer allerhand andere Zwecke. Und naechste Woche geht unser erstes Viskosimeter raus!

Beste Gruesse

Martin Schubert.