Temperaturunterschied am Boden und zur Höhe

Ein Hallo zusammen,

Meine Frage ist.
Wenn in unserer unteren Atmosphäre die Temperatur der Luft gemessen wird,
sinkt die einen umgebende Lufttemperatur im Durchschnitt pro 100m nach oben um etwa 0,65 - 0,7° Cel.

So ein Höhenunterschied von nur 300 – 500 Meter hat im Frühjahr und im Herbst auch schon größere sichtbare Auswirkungen auf die Vegetation, man bemerkt den Unterschied schon optisch selber wenn man vom flachen Land, etwa von Köln aus ins Sauerland oder in den höheren Westerwald fährt, es wird dabei kühler je höher man kommt.

Wieso kühlt aufsteigende Luft pro 100 Meter nur um 0,65°C – 7°C ab,
Aber, fallende Luft erwärmt sich dann aber pro 100 Meter um bis zu 1°C

Nochmal meine Frage: „Wodurch entsteht der große Unterschied?“

Hängt das nur mit der Feuchtigkeit zusammen? Oder ist da noch etwas Anderes?
Aber die Feuchtigkeit müsste doch dann auch irgendwie ihre Energie wieder abgeben, gefühlsmäßig sogar noch mehr.

Ich habe zwar einen Link gefunden, mit drei tollen Bildern, hinsehen lohnt.
Aber die endgültige Erklärung fehlt mir oder ich übersehe sie irgendwie.

http://de.wikipedia.org/wiki/Adiabatische_Zustands%C…

Wer hat eine einfach zu verstehende Erklärung dafür?

Gruß

Franz B.

Hallo!

Nochmal meine Frage: „Wodurch entsteht der große Unterschied?“

Hängt das nur mit der Feuchtigkeit zusammen? Oder ist da noch
etwas Anderes?

Ja, die Feuchtigkeit ist dafür verantwortlich (nichts anderes).

Aber die Feuchtigkeit müsste doch dann auch irgendwie ihre
Energie wieder abgeben, gefühlsmäßig sogar noch mehr.

Tut sie ja auch. Deswegen nimmt ja die Temperatur bei einem Höhenunterschied nur um 0,65 K ab, nicht um 1 K, wie man bei trockener Luft erwarten müsste. Wenn trockene Luft absinkt, erwärmt sie sich aber tatsächlich um 1 K / 100 m. Deshalb ist es in Bayern bei Föhn so warm.

Ich habe zwar einen Link gefunden, mit drei tollen Bildern,
hinsehen lohnt.
Aber die endgültige Erklärung fehlt mir oder ich übersehe sie
irgendwie.

http://de.wikipedia.org/wiki/Adiabatische_Zustands%C…

Die richtige Seite bei Wiki wäre diese: http://de.wikipedia.org/wiki/Temperaturgradient_%28M…, insbesondere der Abschnitt „Feuchtadiabatischer Temperaturgradient“. Zwar ohne hübsche Bilder, dafür aber mit ausführlicher Erklärung.

Michael

–––––––––––––––––––––
MOD: Link anklickbar gemacht.
…Temperaturgradient_(Meteorologie) → …Temperaturgradient_%28Meteorologie%29

Für eine Erklärung siehe bitte FAQ:3088

Hallo Michael, wenn wir dich nicht hätten :smile:

Michael, deine Antwort war sehr einleuchtend und informativ

ich danke dir +*

Gruß Franz B.

Hallo Franz,

es gibt übrigens auch eine empirische Gleichung, mit der du die Temperatur in der Höhe hinreichend genau berechnen kannst. Das war zwar nicht deine Frage, aber vielleicht kannst du sie ja gebrauchen.

t0 =-6,5/1000+(h*-ho) [°C]

mit:

h*= Höhe [m]
ho= z.B. Meereshöhe

Gruß

Hallo!

Hä? Wie bist Du denn da drauf gekommen?

t0 =-6,5/1000+(h*-ho) [°C]

Wenn schon, dann so:

T = T0 - 6,5/100 * (h - h0)

Aber das wusste Franz schon, sonst hätte er nicht diese Frage gestellt.

Michael

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Hallo Sawyer.

Die ist mir bekannt, aber Danke.
das Problem ist eine einzige Inversionsschicht,
wenn auch bei Ballonfahrern sehr beliebt,
macht das ganze kaputt.

mit einem Sonntagsgruß, und vergess nicht zu wählen :smile:

Franz Burbach