Folgende Aufgabe :
Eine Fläche von ca. 35 m²
Form :Hammer
Belastung : Hauseingang - also nur Fussgänger
Ich möchte dort ein Betonbett legen um dann Natursteinplatten (T= 1,5-2,5 cm) zu kleben
Die Längsseite ist ca. 11 m lange und am unterne Teil ca. 1,5 m breit
Der Untergrund ist sehr stabil ( nach ca. 20 cm Mutterboden kommt schon Lehm)
Geplant ist 10 cm . RC-Materia als Frostschutz und weiter 10cm Beton
Armierung ist vorgeshen
Nun die Frage :
Ich schätze mal das ich nicht verhindern kann, dass dr BEton aus diese Länge mal reisst.
oder ???
Macht eine Dehnungsfuge evtl. Sinn ??
Ist das überhaupt ein Problem ???
Von stabilem Untergrund kann nicht die Rede sein. Lehm ist ein kritischer Untergrund, der am Besten komplett ausgetauscht werden sollte, um beim Frost-/ Tauwechsel keine „Überraschungen“ zu erleben: Pflaster wird gehoben, Beton reißt. Lehm ist ein Wasserspeicher, der im Winter gefriert und sich enorm ausdehnen kann. Bei Dir liegt der Lehm innerhalb des Frostbereichs (bis in 80/120cm, je nach Region). 10cm Frostschutz ist Quatsch.
M.E. brauchst Du Dir über Beton oder Pflaster erst den Kopf zu zerbrechen, wenn Du den Lehm draußen hast - mindestens bis in Frosttiefe. Frostsicherer Bodenaustausch z.B. mit 0/32 Schotter, aus Kostengründen auch RCL, lagenweise verdichtet.
Alternativ könntest Du über eine sog. „wassergebundene Decke“ nachdenken. Vorteil ist, dass diese mehr oder weniger zerstörungsfrei auf kritischem Untergrund bestehen kann, weil sie flexibel ist. Dafür gibt es mehrer „Rezepturen“, z.B. abgestufte Schotterschichten, darüber dann die eigentliche Decke aus gewalztem Brechsand / Splittgemisch. Die Ränder sollten in Beton gelegt werden, z.B. Pflasterbänder aus Naturstein / Feldsteinen.
Nachteil der Decke ist, dass sie im Winter nur sehr vorsichtig mechanisch geräumt werden darf, dass sie nicht vom Besen oder Schieber aufgerissen wird. Man könnte aber auch ein Pflasterband am Rand etwas breiter machen, um dann im Winter nur den schmalen Weg schneefrei zu halten. Auch die Wasserführung will bedacht sein, um bei Regen die Oberfläche nicht fortspülen zu lassen. Jährlich fallen kleinere Ausbesserungen an und es muss wieder etwas Splitt nachgewalzt werden.
Hat eben alles seine Vor-und Nachteile, Du hast die Wahl.
Hallo;
ick glob die eigendliche Frage ist, ist dieser Aufwand wirklich nötig?
und da ist die antwort nein!
bei lehmboden sollte aber wirklich eine kapilarbrechende Schicht (feiner kies oder Treaster feines Betonbruchrecyclingprodukt eingebaut werden, und dann die Platten in Sand oder wenn sie unbedingt wollen in Zementmörtel verlegen ist ausreichend dabei sollte auf eine Gesamtmindestaufbauhöhe von 30 cm geachtet werden und dann wird die sache paleto
MfG
Lutz Zywicki Handwerksmeister mit Bauhausdiplom aus Potsdam
hi,
bei lehmboden sollte aber wirklich eine kapilarbrechende
Schicht (feiner kies oder Treaster feines
Betonbruchrecyclingprodukt eingebaut werden, und dann die
Platten in Sand oder wenn sie unbedingt wollen in
Zementmörtel verlegen ist ausreichend dabei sollte auf eine
Gesamtmindestaufbauhöhe von 30 cm geachtet werden und dann
wird die sache paleto
bis es Winter wird zumindest.
Es klingt für mich stark nach Polygonalplatten. Offene Fugen sind dabei indiskutabel und ein flexibler Untergrund aus eben dem Grund auch.
Sollten es doch sehr grobe rechteckige Platten sein, wäre eine Verlegung in Kies oder Split (kein Sand, niemals Sand) eine Möglichkeit den Aufwand erheblich zu minimieren.
Eine Verlegung in Zementmörtel … worauf?
Wenn überhaupt nimmt man Trasszementmörtel sonst blüht es wie im Frühling.
Den nimmt man aber auch nicht sondern Drainagemörtel. Der ist aber nur um Frostschäden im Belag zu verhindern, da sich der Untergrund bewegt bricht der Belag (bzw die Fugen) einfach auf.
grüße
lipi
die ich in der Praxis schon so oft gehört habe! Von GALA-Firmen werde ich nur belächelt, wenn ich meinen Unterbau und die Tragschichten vernünftig aufbaue. Die kippen ihren Feinsand direkt auf den Humus, pflastern, verfugen und rütteln einmal ab - das wars. Mit Splitt arbeitet schon gar keiner, darum gibts den kaum in vernünftiger Körnung beim Großhändler, weil fast alle in der Region so arbeiten. Die Straßen in der Altstadt sind bereits nach ein paar Jahren hin, weil das gesamte Pflaster im feinen Sand lose gefahren wurde. Prima Leistung.
Wer nämlich gelernter Handwerker ist und obendrein noch irgendein Diplom hat, wird grundsätzlich von Frostschäden bei kritischem Untegrund befreit! Auch darf man dann sämtliche technischen Herstellerempfehlungen komplett ignorieren.
Achja, wäre ich doch nur auch so ein kluger Handwerker, dann wäre mein Bauleben so einfach! (seufz)
Hallo Jörg,
ich persönlich würde dort eine große Betonplatte machen, mit Baustahl Matten entsprechend zweilagig armieren, oberdrauf abziehen und fertig. Kommst ja dann auch mit dem Beton-Mischer bis an den Weg. wenn du noch was Gutes tun willst, lässt Du dir den Beton mit einem wasser-undurchlässigen Zusatz versehen.
Dadurch kann keine Feuchtigkeit von unten aufsteigen bzw. nicht von oben in den Beton. Deine Platten kannst Du dann in Trasszement direkt auf den Beton verlegen und nachher nach Deinen wünschen verfugen (auch mit Trasszement oder Kunststoff).
Denk beim Verfugen dran, die Steinoberflächen nicht mit dem Fugenmaterial zu verschmieren, ist nachher ne Sau-Arbeite wegen dem Grauschleier. Bei Kunststoff-Fugenmassen werden die Oberflächen vorher imprägniert, damit nichts in die Poren einzieht. ist ne Sau Arbeit.
Viel Erfolg
Jürgen