Hallo,
habe am 25.11.11 einen Termin beim Psychologen. Mein Mann hatte Burn-Out…schwere Deppressionen, ich als Ehefrau habe sehr viel durchgemacht, schon bevor die Diagnose feststand. Jetzt kommt bei mir alles raus, was er mir angetan hat…er war aggressiv,er hat mich anschrien ,Angst vor ihm…das sitzt so tief in mir, das ich heute noch Angst vor ihm habe, wenn er eine Schranktür aufmacht, denke ich, was kommt jetzt wieder…
meine Frage ist…soll ich alles aufschreiben,damit ich nichts vergesse, wenn ich den Termin habe, oder einfach reden?
Dieser erste Termin beim Psychologen dient dem GEGENSEITIGEN Kennenlernen. Das solltest du dir noch einmal ganz bewusst machen, weil es wichtig ist, mit welcher Einstellung du in das Gespräch gehst. Es ist also nicht nur das einseitige: Der Mann (die Frau) muss jetzt möglichst in kürzester Zeit alles Wichtige von mir mitbekommen. Du willst auch etwas erfahren: nämlich ob es überhaupt der richtige Therapeut ist.
Das heißt, du solltest dir umgekehrt vor dem Gespräch schon überlegen, was du für dich brauchst, um herauszufinden, ob das der richtige Ansprechpartner für dich ist.
Für die Schilderung deines Problems dürfte im Groben schon das reichen, was du hier als Einstieg formuliert hast. Der Therapeut wird dann schon nachfragen. Was hilfreich sein könnte, dass du dir für den anderen Teil, also das Kennerlernen des Therapeuten, ein paar Fragen aufschreibst - und wenn das nur den Sinn hat, dass du diesen Aspekt des Gesprächs nicht vergisst. Oft wird das nämlich vergessen und dann hat man Ratzfatz bei jemandem eine Therapie angefangen, mit dem man gar nicht so recht klar kommt. Je nachdem, wie lange das bis zu der Erkenntnis dauert, hat man dann nicht nur viel Zeit verschwendet, sondern u.U. Probleme mit der Finanzierung einer anderen Therapie.
Worauf man so achten kann, aber auch was üblicherweise in so einem Gespräch angesprochen wird, findest du bspw. hier:
Erstmal Glückwunsch zu deinem Entschluss, zu einem Psychologen zu gehen. Die Partner von Menschen, die ein psychisches Problem haben (Burnout-Patienten bspw.) leiden oft genauso unter deren Verhalten und werden oft ‚vergessen‘.
Für den Therapeuten ist nicht wichtig, dass du jedes Ereignis erzählst, was du mit deinem Mann erlebt hast, sondern einige Beispiele nur. Er wird darin die Grundstrukturen seines - und deines- Verhaltens erkennen und dir bewusst machen können.
Ansonsten hat Janina zum ersten Termin alles gesagt.
Hallo,
Janina hat ja bereits das Wesentliche geschrieben.
Du brauchst bei einem guten Therapeuten nicht davor Angst zu haben, dass Du etwas vergisst. Der erste Termin geht um das Kennenlernen, also die Situation im Ganzen.
Ich finde es dennoch gut, wenn Du alles aufschreibst -für Dich. Das Schreiben macht vieles bewusster und kann eine Bereicherung für die therapeutische Arbeit sein. Aber betrachte es als Tagebuch und vergiss dabei nicht auch die positiven Dinge aufzuschreiben.
Wesentlich ist die „Selbstreflexion“. Also das (laut)
Nachdenken. „Heilen“ und Helfen kannst nur du dich selbst.
Besorg dir das Buch von Carl Rogers: Entwicklung der
Persönlichkeit. Sind sozusagen die heiligen Schriften (kleiner
Scherz).
Halb OT: Wie würdest du eigentlich im Rahmen deiner Betrachtungen zur Psychotherapie im Allgemeinen und im Besonderen überbordenden Missionierungseifer bezeichnen und damit verbundenen Schulen-Stellungskrieg, den du hier regelmäßig betreibst?
Und damit verbunden die Frage, ob du nicht der Meinung bist, dass es wenig für Verständnis und Empathiefähigkeit spricht, wenn man Betroffene im o.g. Stil mit Informationen zumüllt und sie damit im Zweifel völlig überfordert?
Um bei der Gelegenheit einen Satz zur Schulenfrage abzulassen: Die schlimmsten sind die, die sich als die alleinglückseeligmachenden bezeichnen! Dabei ist gegen humanistische Ansätze rein gar nichts einzuwenden. Aber dein Missionierungseifer ist reinste Antiwerbung!
ein Psychologe ist kein Richter. Es interessiert ihn weniger, was passiert ist und wer daran schuld ist, als, worunter du leidest, was dir wichtig ist usw. und das findet er in der Regel ohne Listen, die abgearbeitet werden müssen, raus.
Geh einfach hin und sprich mit ihm. Beim ersten Gespräch besonders.
schreib alles auf, aber verwende es nur für Dich als Gedächtnisstütze.
Lege dir eine Strategie fest. Die Psychologen beteiligen sich nur am Erfolg einer Therapie. Das Risiko trägt ausnahmlos der Patient. So sind die Regeln. Doch eigentlich ist Deine Therapie schon jetzt im vollen Gange. Verteile deine Aktivitäten auf mehr als nur diesen einen Ansatz.
Je aktiver Du bist um so früher findest Du dich wieder zurecht.
dein Literaturtipp „Die Masken der Niedertracht“ von Marie-Claude Hirigoyen hat mich auf Anhieb so interessiert, dass ich mir das Buch gekauft und gelesen habe.
Danke hierfür. Wenns auch nicht an mich gerichtet war.
Eine Frage hätte ich dazu noch:
Das Buch ist ja schon ein paar Tage alt (1998) und scheint aus verschiedenen Gründen damals etwas Neues gewesen zu sein.
(Für mich) neu ist vor allem, dass die Autorin sich als „Viktimologin“ sieht, Vertreterin einer Spezialdisziplin, für die es seit 1994 in Frankreich eine spezielle Ausbildung gibt.
Sie geht bewusst davon aus, dass die von ihr beschriebenen Beziehungen nicht „symmetrisch“ sind, das heißt, dass das von ihr sogenannte „Opfer“ keinen „Anteil“ (respektive keine „Schuld“) an den Vorgängen in der Beziehung trägt. (Es ist also nicht masochistisch veranlagt oder Ähnliches und zieht insofern keinen Nutzen aus der Beziehung).
Dies ist auch der Grund dafür, dass sie ausdrücklich von „Opfern“ und „Aggressoren“ spricht und insofern eindeutig Stellung bezieht.
(Falls ich sachlich irgendetwas falsch verstanden habe, bitte ich um Korrektur. Bin völliger Laie auf dem Gebiet).
Wie ich es sehe, ist diese Haltung unter Psychotherapeuten sehr selten und / oder in Deutschland nicht verbreitet.
Oder hat sich das inzwischen geändert?
Kannst du mir Hinweise geben, ob und wo es auch in Deutschland therapeutische „Schulen“ gibt, die in diesem Sinne arbeiten?
Und woran man Therapeuten erkennt, die so arbeiten?
Vielleicht hast du sogar spezielle Tipps für eine bestimmte Region? (Das dann besser per Privatnachricht).
ich habe hier eine Frage gestellt, für die ich mich interessiere, über ein Thema, über das ich gern mehr wüsste.
Wenn sich die allgemeinen Links, die jemand anders auf eine andere Frage gepostet hat, auch auf meine Frage beziehen, erschließt sich mir das im ersten Moment nicht:
Wesentlich ist die „Selbstreflexion“. Also das (laut)
Nachdenken. „Heilen“ und Helfen kannst nur du dich selbst.
Besorg dir das Buch von Carl Rogers: Entwicklung der
Persönlichkeit. Sind sozusagen die heiligen Schriften (kleiner
Scherz).
Das, was du danach schreibst, bezieht sich - wie du wohl weißt - auf ein ganz anderes Thema in einem ganz anderen Brett, wo ich - wie viele andere auch - meine Meinung zu einem bestimmten Thema geäußert habe.
Es ist zudem völlig unsachlich und entzieht sich daher jeder Diskussion. In Ausdruck und Wortwahl ist es ein reiner Angriff:
Halb OT: Wie würdest du eigentlich im Rahmen deiner
Betrachtungen zur Psychotherapie im Allgemeinen und im
Besonderen überbordenden Missionierungseifer bezeichnen und
damit verbundenen Schulen-Stellungskrieg , den du hier regelmäßig betreibst?
Und damit verbunden die Frage, ob du nicht der Meinung bist,
dass es wenig für Verständnis und Empathiefähigkeit spricht,
wenn man Betroffene im o.g. Stil mit Informationen zumüllt und
sie damit im Zweifel völlig überfordert? [Warum meinst du, :für andere Leute in die Bresche springen zu müssen und auch noch :entscheiden zu können, dass ich sie „überfordere“? Vielleicht liegt :es daran, dass du selbst dich überfordert fühlst?].
Um bei der Gelegenheit einen Satz zur Schulenfrage abzulassen:
Die schlimmsten sind die, die sich als die
alleinglückseeligmachenden bezeichnen! [So habe ich mich nie :bezeichnet. Das warst du gerade.]Dabei ist gegen
humanistische Ansätze rein gar nichts einzuwenden. Aber dein Missionierungseifer ist reinste Antiwerbung! [Ich wollte gar keine :Werbung machen.]
Wenn es dir ein Bedürfnis ist, mir das zu sagen, warum hast du es nicht im dortigen Brett getan? Warum hast du dich nicht einfach dort an der Diskussion beteiligt? Warum hier und in diesem Zusammenhang?
Zumal auf eine Anfrage, die nicht an dich gerichtet war?
Wozu diese Hasstirade an einem völlig ungeeigneten Ort?
Ich kann mich nicht erinnern, dort in einem solchen Ton mit jemandem geredet zu haben, wie du es hier tust.
Entspricht dies deinem Verständnis einer fairen Auseinandersetzung?
Oder deinem Verständnis für „Empathiefähigkeit“?
ich habe hier eine Frage gestellt, für die ich mich
interessiere, über ein Thema, über das ich gern mehr wüsste.
Wenn sich die allgemeinen Links, die jemand anders auf eine
andere Frage gepostet hat, auch auf meine Frage beziehen,
erschließt sich mir das im ersten Moment nicht:
Anmerkung: Achte mal auf das Datum meines Beitrages und darauf, auf welchen Beitrag sich meine Antwort überhaupt bezieht. Du bist anscheinend über die Forendarstellung gestolpert.
Ich hatte nicht dir geantwortet (dein Beitrag war da noch im Blumentopf und ist über eine Woche später geschrieben ), sondern didiba.
Bei der Gelegenheit:
Die noch offen stehende Antwort im anderen Thread ist nicht vergessen. Da sie aber ein wenig substanzieller ausfallen sollte, benötigt sie Zeit, die ich im Augenblick nicht habe. Wahrscheinlich morgen.
Anmerkung: Achte mal auf das Datum meines Beitrages und
darauf, auf welchen Beitrag sich meine Antwort überhaupt
bezieht. Du bist anscheinend über die Forendarstellung
gestolpert.
Ich hatte nicht dir geantwortet (dein Beitrag war da noch im
Blumentopf und ist über eine Woche später geschrieben ),
sondern didiba.
Ja. Da bin ich tatsächlich gestolpert. Bei mir hat sich das zudem als brandneuer Beitrag gezeigt (Ausrufezeichen in gelbem Kreis), der gestern angeblich noch nicht da war. Ist, glaube ich, ein Problem, das andere auch manchmal haben (siehe: w-w-w- intern).
Ich habe nicht nur das Datum deines Posts übersehen, sondern Didiba ist mir auch aus den Themenbereichen „Schule und Unterricht“ gar nicht so geläufig.
Die noch offen stehende Antwort im anderen Thread ist nicht
vergessen. Da sie aber ein wenig substanzieller ausfallen
sollte, benötigt sie Zeit, die ich im Augenblick nicht habe.
Wahrscheinlich morgen.
Also hast du auch mit mir ein Hühnchen zu rupfen ?