Guten Abend,
bin neu in der Welt der Holzterrassen
Bitte um Eure Erfahrung:
Unser Terrassenboden mit Holzdielen im Aussenbereich (Thermokiefer) ist etwa zur Hälfte überdacht, daher ist bereits jetzt (Holzboden wurde vor ca 2 Monaten verlegt) ein Verwitterungs-unterschied erkennbar: Die Fläche frei unter dem Himmel bereits leicht gräulich (durch direkte Sonne, direkten Regen), hingegen die andere Hälfte noch schön holzbraun.
---->>> Kann ich die gesamte Terrasse jetzt mit Öl (Baumarkt) gleichmässig einlassen oder wird dadurch der farbliche Unterschied womöglich noch verstärkt?
Soll die graue Fläche vielleicht mehr oder weniger Öl erhalten? Man hat uns empfohlen 2x jährlich zu ölen und angeblich würden Farbunterschiede damit ausgeglichen ? Wir wollen am Freitag beginnen zu arbeiten (FeiertagsBeschäftigung
) und will keinen Schock nach dem ersten Anstrich erleben…
Hallo!
Die Helligkeitsunterschiede durch den unterschiedlichen Sonneneinfall/Bewitterung kann man m.E. nicht ausgleichen.
Ich würde empfehlen, zuerst die freien Dielen nachzubehandeln.
Die überdachten nicht. Erst einmal nicht.
MfG
duck313
Zweimal im Jahr ölen?
Das klingt ja richtig masochistisch.
Gibt es keine besseren Produkte? Es muss ja nicht das giftigste sein.
Nur mal als Anmerkung: Einmal geölt, kann das Holz nie wieder lackiert werden.
Ob Du den Farbunterschied ohne massives Nachdunkeln rausbekommst bezweifle ich sehr.
Naturprodukt
Moin,
Unser Terrassenboden mit Holzdielen im Aussenbereich
(Thermokiefer)
selbst Thermoholz ist noch ein Naturprodukt und hat entsprechende Eigenschaften.
Das Versilbern wirst Du ohne pigmentierte Lacke nicht vermeiden können, aber dann kannst Du gleich Kunststoff verlegen.
Holz versilbert im bewitterten Bereich nun mal, und den Farbunterschied wirst Du nie ausgleichen können, auch nicht mit zigmaligem Behandeln (außer eben hochpigmentierten Lacken)
Ich für meinen Teil schätze diese Farbe sehr und erfreue mich daran.
Mein Holz im Außenebreich (eine Verschalung des Hauses und eine sehr breite Treppe vom Hof zur Küche) haben noch nie einen Tropfen Öl oder sonstiges gesehen und werden es auch nicht.
Wenn die Konstruktion stimmt, braucht Holz im Außenbereich keine Nachbehandlung.
Gandalf
Guten Abend,
bin neu in der Welt der HolzterrassenBitte um Eure
Erfahrung:
Holz ist immer ein sehr pflegeintensiever Baustoff…
Unser Terrassenboden mit Holzdielen im Aussenbereich
(Thermokiefer) ist etwa zur Hälfte überdacht, daher ist
bereits jetzt (Holzboden wurde vor ca 2 Monaten verlegt) ein
Verwitterungs-unterschied erkennbar: Die Fläche frei unter dem
Himmel bereits leicht gräulich (durch direkte Sonne, direkten
Regen), hingegen die andere Hälfte noch schön holzbraun.
---->>> Kann ich die gesamte Terrasse jetzt mit Öl
(Baumarkt) gleichmässig einlassen oder wird dadurch der
farbliche Unterschied womöglich noch verstärkt?
Ich emfpehle keinesfalls Lasur oder so zu nehmen, da dann der Holzboden nicht mehr geölt werden kann.
1 mal im Frühjahr das Holz mit einem Ton dunkler als im Ursprungszustand einlassen - evtl. im Herbst, bevor der Schnee kommt (abhängig von der Region in der Du lebst) kann man noch mal den nicht überdachten Teil mit dem Öl einlassen.
Verwendet man Produkte ohne Farbpigmente, so hat das Holz keinen Schutz vor der Sonne. Man sollt immer ein Produkt mit ausreichend Farbpigmenten wählen - muss ja nicht gleich Teak oder Nussbaum sein - gibt genügen andere.
Soll die graue Fläche vielleicht mehr oder weniger Öl
erhalten? Man hat uns empfohlen 2x jährlich zu ölen und
angeblich würden Farbunterschiede damit ausgeglichen ? Wir
wollen am Freitag beginnen zu arbeiten (FeiertagsBeschäftigung-)) und will keinen Schock nach dem ersten Anstrich
erleben…
Vor dem Ölen würde ich empfehlen, den Boden gut abzufegen und mit einem nassen Bodentuch zu reinigen. Dann ruhig beim ersten Anstrich satt auftragen.
Viel Spaß am Wochenende… ich habe es jedes Jahr im Frühjahr hinter mir…
Hallo,
das ist eindeutig Geschmackssache, wobei Dein Geschmack hier folgender zu sein scheint: Du möchtest die Holzterasse lieber im ursprünglichen Holzton bewahren und möchtest nicht, dass die Terasse durch Verwitterung ungleichmäßig versilbert bzw. verwittert. Ok, verstanden, das lässt sich machen.
Am Besten die Terasse zuerst mit Holzreiniger und/oder Dampfstrahler reinigen.
Dann nimmst Du idealerweise ein hochwertigeres Terassenöl mit leichter Pigmentierung (Bangkirai vielleicht?) (noch dunkler wäre eher nicht so schön), weil ohne Pigmentierung die Farbunterschiede nur wenig ausgeglichen werden und weil Öle mit wenig Pigmentierung keinen UV-Schutz haben, wodurch die Verwitterung nur sehr wenig verzögert wird. Öle für den Innenbereich, selbst die hochwertigsten, sind z. B. grundsätzlich für den Außenbereich absolut ungeeignet!
Nach dem Ölen wird die Terasse wieder (fast) wie neu aussehen!
Und jetzt (Achtung) kommt Trick 17: Wenn Dir die „Terrassefarbe“ irgendwann im Laufe der Zeit durch den nicht zu verhindernden Alterungsprozess mal wieder nicht mehr gefällt, dann - und nur dann! greifst Du wieder zum (selben) Öl und Pinsel.
Eine Reinigung zwischendurch, besonders bei sich ansetzendem Moos ist natürlich auch niemals verkehrt.
So einfach ist das!
Wenn Du nicht weisst, was Dir gefällt, dann rate ich Dir wärmstens an, verschiedene Öle an Resthölzern zunächst auszuprobieren. Ich habe schon öfter mitbekommen, dass Leute zu dunkles Öl verwenden und hinterher unzufrieden sind.
Von Lack ist nach meiner Meinung übrigens dringend abzuraten.
Moin,
Holz ist immer ein sehr pflegeintensiever Baustoff…
echt?!
Ist mir bisher noch nciht aufgefallen.
Und vielen anderen auch nicht.
Was ist Deiner meinung nach pflegeintensiv, wenn ich seit über zehn Jahren eine Verschalung habe, die mit Sicherheit noch vierzig oder mehr Jahre an der Wand sein wird und keiner Pflege bedarf?
Wichtig ist es, vor dem Bau ordentlich zu planen (konstruktiver Holzschutz), dann halten Holzkonstruktionen auch bewittert mehrere Jahrzehnte.
Lasuren & Co sind in den meisten Fällen nur für die Optik.
Gandalf
Nutzbarkeit durch die Färbung eingeschränkt?
Hi!
Holz ist immer ein sehr pflegeintensiever Baustoff…
echt?!
Eine wirklich wagemutige Behauptung 
Ist mir bisher noch nciht aufgefallen.
Und vielen anderen auch nicht.
Mir auch nicht.
Und den Landwirten mit Holzschuppen auch nicht.
Wichtig ist es, vor dem Bau ordentlich zu planen
(konstruktiver Holzschutz), dann halten Holzkonstruktionen
auch bewittert mehrere Jahrzehnte.
Mehrere Jahrhunderte, nur um mal wieder die Stabkirchen ins Gespräch zu bringen.
Und sich darüber hinaus zu überlegen, ob (und welche Holzart) Holz an dieser Stelle überhaupt der geeignete Baustoff ist.
Lasuren & Co sind in den meisten Fällen nur für die Optik.
Und für die Kassen der Verkäufer und mancher Hausmeisterfirmen…
Oder für gelangweilte Besitzer mit zuviel Freizeit, die gern ihr Geld im Baumarkt ausgeben.
Ich als gelernter Schreiner werde nie verstehen, warum die Menschen einerseits Holz so lieben, weil es ja so lebendig ist und andererseits alles dafür tun, damit es sich verhält und aussieht wie ein totes Material. [Gilt analogim Garten: Was lieben wir die Natur, aber wenn sie sich natürlich verhält, dann wollen wir das ganz schnell verhindern, damits im Garten sauber und steril bleibt.]
Grüße
kernig
Moin,
. [Gilt analogim Garten:
oh ja, diese Pest verbreitet sich auch bei uns im Dorf!
Dem Schreiber ist nichts hinzuzusetzen, hoffen wir, daß das Vlies schnellstmöglich verrottet.
(War hoffentlich das billigste aus dem Baumarkt 
Gandalf
Hallo kernig.
Wenn du einen Link angibst, noch dazu so einen interessanten, dann solltest du ihn auch als solchen kennzeichnen. Sonst denkt man ja, du hättest nur was unterstrichen.
Link: im Garten:
Gruß, Nemo.
Moin,
. [Gilt analogim Garten:
oh ja, diese Pest verbreitet sich auch bei uns im Dorf!
– hoffen wir, daß das
Vlies schnellstmöglich verrottet.
(War hoffentlich das billigste aus dem Baumarkt
Na ja, gibt ja noch Unkrautvernichter. 
Gruß, Nemo.
Bitte gib eigenen Text ein und lösche den Teil des Zitats, auf den du dich nicht beziehst. Denn ein unverändertes Zitat der vorherigen Antwort bietet keinen Mehrwert für den Fragesteller. … mehr auf http://www.wer-weiss-was.de/app/article/write
Vielen Dank für die rasche, hilfreiche und aufschlussreiche Hilfe, tausend Dank !!
Dann werde ich das morgen so befolgen und freue mich aufs Ergebnis !
Ist denn eine gewisse Dauer von regenfreien Stunden/ Tagen nach dem Einölen für ein schönes Ergebnis notwendig? …denn bei dem unbeständigen Wetter sollte ich es sonst womöglich lieber sein lassen!
Danke nochmal von ganzem Herzen für die grossartige Hilfe !!
Moin,
Dann werde ich das morgen so befolgen und freue mich aufs
Ergebnis !
hm, und was ist, wenn das Ergebniss dann nicht gefällt?
Es aussieht wie gewollt und nicht gekonnt?
Man trotzdem sehr gut zwischen bewittert und unbewittert unterscheiden kann?
Warum verbaust Du Holz, wenn Du es anschließend nicht Holz sein lassen willst?
OK, Deine Entscheidung.
Gandalf
wird schwierig
Hallo Gandalf,
es wird ohnehin schwierig, den fließenden Übergang, der sich durch unscharfe Wettergrenzen ergibt, wieder auf einen einheitlichen Farbton zu trimmen.
Aber vielleicht überlegt sich das die UP noch einmal 
Freundliche Grüße an Alle
Thomas
Hallo nochma,
Wenn es morgen regnet, wird es eher nichts, weil während der Trocknung kein Wasser auf die frisch geölte Terasse draufkommen soll.
Und ich wollte nochmal sagen, dass eine gründliche Reinigung mit anschließend genügend langer Trocknungszeit (falls mit Flüssigmitteln gereinigt wurde) das Resultat verbessert. Besonders wichtig ist es, ggf. Moos oder ähnliches Zeugs vollständig zu entfernen.
Man sollte auf jeden Fall ein gutes Öl nehmen, dass sich auch richtig gut und satt verstreichen lässt - es gibt tatsächlich auch gelartige Öle, die sich nur schlecht verstreichen lassen, die taugen entsprechend nichts.
Was das Resultat betrifft, auch meine Terasse war unterschiedlich „verfärbt“ und auch unterschiedlich stark „angegriffen“. Hinterher waren die Unterschiede ausgeglichen, also einfach ein richtig befriedigendes und schönes Ergebnis. Habe übrigens die Terasse in 6 Jahren nur 2 mal geölt. Dadurch ist das erste Gebinde, das nach der ersten Ölung auch noch für eine zweite Ölung ausgereicht hätte verharzt und war für die zweite Ölung dann leider doch nicht mehr zu gebrauchen.
Es ist übrigens eine Binsenweisheit, dass alles was regelmäßig gepflegt wird, länger hält und im Endeffekt länger besser aussieht. Ich habe den direkten Vergleich, weil ich die baugleichen und gleichalten Terrassen bei mehreren Nachbarn synchron beobachten kann. Der Zusammenhang zwischen Pflege und Aussehen ist einfach augenscheinlich und von niemandem von der Hand zu weisen.
Wünsche viel Erfolg