Liebe/-r Experte/-in,
meine Bekannte wollte in Ihrem Garten eine neue Terrasse bauen lassen. Die „alte“ Terrasse war noch vorhanden. Die neue Terrasse sollte höher sein, damit es aus der Tür nur eine Stufe ist, und sollte größer werden. Sie wollte eine gemauerte Kante mit Mähkante davor, damit das gerade ist. Dies hat Sie auch dem Herrn einer Garteenservice Firma gesagt. Zu erwähnen ist noch das an der alten Terrasse ein Handlauf ist der erhalten bleiben sollte. Also dort soll eine Treppe hin. Das Angebot wurde erstellt. Darin stehen viele Dinge von dem Sie ja keine Ahnung hat. Sie hat den Auftrag erteilt. Wert 5.800,- Euro. Während der Bauarbeiten ist Ihr aufgefallen das ein riesiger Hügel an der Terrasse entsteht. Sie hat daraufhin den Chef angerufen und gesagt das Sie das so nicht haben wollte. Der kam dann und hat sich das angeschaut. Der Mann der zum Angeboterstellen da war hat wohl nicht verstanden was Sie wollte. Jetzt folgendes Problem: Wenn Sie die Mauer so haben möchte wie ursprünglich gewünscht Kostet das 3.000,- Euro Aufpreis. Es sei denn Sie nimmt graue L Steine die könnte Sie dann ja entsprechend anmalen. Meine Frage wäre jetzt, wie verfährt man in einer solchen Situation. Die Firma hat die Möglichkeiten vorgeschlagen:
Eine Mauer - Aufpreis 3.000,- Euro
L-Steine davor setzen, ganz andere Farbe als die Terrasse, die L-Steine sind grau die anderen Steine haben rot schwarze Erdtöne
Die Firma stellt die bereits erledigte Arbeit und die gelieferten Steine (die auf verschiedene Haufen im Garten liegen) in Rechnung und hört auf zu Arbeiten.
Wie sieht die Lage aus? Was kann Sie machen?
lieben gruss
und vielen Dank für die schnelle Hilfe
Yvonne
UNTERSCHRIEBENE VERTRÄGE SIND RECHTSGÜLTIG!!!
Wenn man nicht versteht, was man bekommt, sollte man sich vorher von einem externen Fachmann (also ein Planer) beraten lassen. Es unterschreibt ja auch niemand einen Kaufvertrag eines Autos, wenn man darin nicht erkennt, was drin ist.
Sorry, aber da lässt sich kaum was machen. Allerdings gilt natürlich auch das Wort, nur wird das schwer juristisch zu klären sein „so wollte ich das nicht“ zählt da nicht.
Ganz und gar geht aber nicht die Arbeiten einfach einzustellen. Der richtige Weg ist hier die ausführende Firma schriftlich aufzufordern, die Arbeiten wieder aufzunehmen (Fachbegriff „In Verzug setzen“ sollte oben in das Anschreiben mit rein). Man muß dann aber immer genau wissen, was man den jetzt für Arbeiten ausführen lassen will.
Anschließend gibt es dann die Möglichkeit in der Schlußrechnung Leistungen mit denen man nicht einverstanden war nicht anzuerkennen und rauszustreichen. Das führt natürlich zu Ärger, aber da muß man dann durch.
ich schätze, dass es außer dem Angebot nichts schriftliches gibt, oder? Jedenfalls dürfte es schwer werden, ohne das Angebot gesehen zu haben, dazu etwas belastbares zu sagen. Was war vereinbart und zu welchem Preis? Und warum hat sie einen Auftrag erteilt, wenn Sie nicht wusste, was in dem Angebot alles steht. Das ist schon mal nicht so gut.
Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Alles andere dürfte wenig bringen.
Liebe Yvonne,
hier geht es weniger um ein baurechtliches Problem, sondern eher um ein vertragsrechtliches. Die Frage ist, wie der genaue Auftrag erteilt worden ist. (evtl. auch mündlich, vor Zeugen?). somit ist mein Rat hier aber nicht ausreichend, da ich das Ganze eher von der bauordnungsrechtlichen Seite beleuchte. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es hier vermutlich nur mit Anwalt weiter geht. Eventuell lässt du dich erst einmal gegen einen festen Betrag beraten bevor du wirklich klagst.
Gruß Geoli
Hallo Frau Engel,
leider ist die Sache falsch angegangen worden.
Zunächst wird eine Skizze mit Schnitt gezeichnet, um Mißverständnisse zu vermeide.
Es werden min. zwei Angebote eingeholt, um die Preise zu vergleichen.
Jetzt zu Ihrem Fall. Mit der Firma streiten wer was falsch verstanden hat, bringt nichts.
Es gibt drei Möglichkeiten:
Sie zahlen die Mauer mit den Mehrkosten.
Sie nehmen die L-Steine und die Angotssumme wird nicht höher.
Es gibt heute gute Betonfarben, um die Winkelsteine zu streichen. Wenn noch Platz ist, könnten am Fuß der Steine Pflanzen gepflanzt werden, um die Wand zu kaschieren.
Der Anstrich sollte im Angebot mit dabei sein.
Wenn Sie eine neue Firma nehmen, wird es in der Regel teurer. Dann können Sie gleich die teuere Mauer bauen lassen.
Es sei denn Sie finden eine neue Firma, die Ihnen ein günstigeres Angebot macht. Aber das dürfte schwierig sein, da die neue Firma diese mißliche Lage preislich ausnutzen wird.
Mit freundlichem Gruß
Axel D.
zu dieser problematik ist es sehr schwierig eine genaue Aussage aus der Ferne zu machen.
Sie sollten sich einen Bauingenieur dazu heranziehen
der Ihnen sicher eine genaue Beratung zukommen lässt
der Gartenbauunternehmer möchte Ihnen offensichtlich nicht das, oder nur mit erheblichem Aufpreis liefern, was Sie mochten.
mfg
waltsie