Terrassenplatten wg. Unkraut verfugen

Hallo Zusammen,

beim Neubau meines Hauses vor 12 Jahren habe ich mir wohl zu wenig Gedanken zum Thema Terrassenpflaster gemacht. Es wurden Betonplatten lose auf Split und auf Stoß verlegt.

In jedem Frühjahr sieht es nun aus wie auf dem Bild, was dann ein wenig Handarbeit erfordert :frowning:. Da die Stoßfuge extrem schmal ist, <1mm, hilft auch Fugensand nicht wirklich.

Da ich nun auch nicht jünger werde, hätte ich gern eine pflegeleichtere Lösung. Gibt es vielleicht doch eine Lösung zur Verfugung? Die Platten sind an den Kanten gefast.

Oder ist es unumgänlich die Platten aufzunehmen und (ggf.neue) mit Fuge zu verlegen?

Viele Grüße vom Niederrhein

Mit einer Fugenbürste am Stiel sollte sich das schnell erledigen lassen.
Gegen das erneute Austreiben sind Herbizide wirksam, aber strikt unzulässig.

Ich würde heißes Wasser nehmen.

Man darf aber Algen- und Grünbelagentferner auf der Terrasse anwenden. Der tötet dann leider auch alles Leben zwischen den Platten ab.

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Wie wär’s denn mit abfackeln? Also, das Unkraut (nicht das ganze Haus)
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Mache ich auch in genau solchen Fällen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Solange da nur Saat"unkräuter" stehen geht das auch gut und man macht es ab und zu mal bevor sich was aussät. Haben sich aber schon Wurzelunkräuter, womöglich mit langen Rhizomen eingefunden, ist das eine sehr mühsame Angelegenheit (gilt auch für Fugenbürsten) und man muss es sehr viel öfter machen. Dann könnte die Dauerlösung charmanter sein.

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Servus,

Hatte ein top Pflaster. Dann den Fehler gemacht, es im Frühjahr mit dem Hochdruckreiniger zu säubern. Dadurch wurde der Fugensand weggespült, und es konnten sich Moos und Wildkräuter ansiedeln. Einzige Möglichkeit: alles mehrfach abbrennen, Fugen auskratzen und sofort mit Fugensand auffüllen.

Hat einigermaßen geholfen, war aber mühsam.

Lg

Servus nochmal, hab gezögert, weiss gar nicht, ob man das noch darf: o.a. Lösung funktionierte für normales Pflaster (weg, Parkplatz). Auf meiner Terrasse hat jemand die Fugen zwischen den Fliesen (nicht Pflastersteinen) mit Fliesenkleber neu verfugt, nach auskratzen der Fugen. Bei mir hat’s seit 6 Jahren funktioniert. Kann aber für nichts garantieren.

Viel Erfolg!

Servus,

Mauerpfeffer ist da eine hübsche und nicht so sehr lebensfeindliche Lösung, auch andere Sedum - Arten passen gut; es gibt auch viele schöne Moose, die in den gezeigten Fugen gut zurechtkommen.

Weißt Du, wie Prof. Rolf Rauber, bei dem ich seinerzeit einige Vorlesungen im Zusammenhang Pflanzenbau gehört habe, zu „Unkrautbekämpfung“ sagte?

Er sprach von „Beikrautregulierung“.

Gartenbewirtschaftung gegen Pflanzen und Tiere führt sehr selten zu etwas Gutem. Wenn Du Pflanzen hasst und wenig Arbeit haben möchtest, leg einfach einen Estrich über das ganze Grundstück und verlege Plastik-Kunstrasen drüber.

Schöne Grüße

MM

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Meine Lösung war - Fugen auskratzen und danach miit einem Feinquarzsand/Zementgemisch 60/40% ausfüllen. Danach wässern. Durch die Betonverfugung kam jahrelang kein Unkraut mehr durch.

Es gibt dafür Fugenmörtel, der fest wird, aber wasserdurchlässig bleibt. Auch gibt es Fugenfestiger, der gewöhnlichen Fugensand fest werden lässt. Ob das was taugt, kann ich nicht sagen.

Allerdings braucht es für ersteres leere und für zweiteres sandgefüllte Fugen. Wenn da Unkraut ist, hat sich eigentlich schon Erde gebildet. Auch ist das bei 1mm Fugenbreite so ne Sache da bekommt man kaum Sand rein, den flüssigen Mörtel erst recht nicht.

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Ich aber: kommt darauf an. Nämlich darauf, was man bezwecken möchte. Wenn sich nur die Besiedlung verzögern bzw. ein geringeres Ausmaß annehmen soll, dann funktioniert das. Man beachte aber den Aufwand: man kärchert die alten Fugen raus, entsorgt den ganzen Schmodder aus Erde, Moos und Sand irgendwie und füllt dann Sand/Split + Fugenfestiger im gewünschten Verhältnis in die Fugen. Aus irgendeinem Grund fällt das Zeug aber nicht sofort in die Fugen, sondern muss mühsam eingefegt werden. Dann wird zärtlich gewässert.

Danach passiert folgendes: es werden Nährstoffe auf die Fugen und in die kleinen Hohlräume geweht und kurz danach folgen die ersten Samen und spätestens in der nächsten Saison wohnen da die ersten kleinen Pflänzchen. Manchmal hat man auch das Glück, dass sich eine Ameisenfamilie unter der Terrasse oder daneben ansiedelt. Dann graben die Ameisen Körnchen für Körnchen aus den Fugen und schaffen so neuen Lebensraum.

Bei Nachbarn hat es ein paar Monate gedauert, bis der erste Bewuchs da war und nach zwei oder drei Jahren sah es im Grunde aus wie vorher bzw. wie bei allen anderen.

Kurz: wenig Effekt und wenn man Zeit und Geld berücksichtigt, lohnt sich das nicht.

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