Liebe Experten,
wir haben uns vor anderthalb Wochen eine 11 Wochen alte Hündin zugelegt: ein Mix aus Terrier und Beagle. Das Tier gefällt uns sehr; wir und unsere Kinder kommen gut mit ihr klar, und sie ist uns auch schon sehr ans Herz gewachsen. Allerdings beißt sie des öfteren recht unangenehm zu. Wir halten ihr dann sofort den Fang zu und werfen sie auch konsequent auf den Rücken, um ihr diese Unart abzugewöhnen; allerdings scheint der Hund einen ziemlichen Dickkopf zu haben, denn sie versucht es immer wieder. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Kann man dem Tier das Zwicken und Beißen abgewöhnen?
Vielen Dank vorab für eure Hilfe!
Hallo ihr Bertrams!
Ich kann euch da nur eins empfehlen:der sofortige Besuch einer guten Hundeschule.
Terrier sind sehr selbstbewußte Hunde und brauchen eine konsequente Erziehung.Das Beißen und Zwicken können schon die ersten Anfänge sein sich den Platz als Rudelchef zu erobern.Zudem schreibt ihr selbst,daß sie einen Dickschädel hat.
Eine gute Hundeschule gibt euch die notwendigen Mittel an die Hand,damit alle(auch der Hund)zufriden miteinander leben können.Zudem könnt ihr auch eine Welpenspielgruppe besuchen.Das bringt eurem Hund Abwechslung(Spielkameraden)und sie lernt dort auch soziales Verhalten.
Viel Glück mit eurer kleinen Maus
Sonnige Grüße
Andrea
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Hallo, Andrea,
danke für die Antwort.
Eine Stunde in der Welpenschule hat sie schon hinter sich. Ich denke mal, dass wir das so weitermachen werden.
Bis die Tage …
Reimund
Was auch helfen kann: Sofort laut und schrill schreien.
Gerade sehr junge Hunde wissen oft nicht, daß ihr Biss schmerzhaft ist.
LG
Stuffi
Hallo, Stuffe,
danke für den Tipp. Wir rufen zwar jetzt schon immer ganz empört „Aus!”, aber vielleicht hilft so ein Schrei ja noch zusätzlich.
Reimund
Ein Terrier ist eigentlich ein denkbar ungünstiger Hund für eine Familie mit Kindern, da sie sehr zu Dominanz neigen.
Für die Jagd gezüchtete Terrier sind auf Selbstständigkeit aus und wollen sich behaupten. Beißen im Welpenalter können erste Ansätze eines dominanten Verhaltens sein. Schon jetzt müßt ihr konsequent beginnen, dem Hund seine Grenzen zu zeigen. Das fängt an mit einem „Sitz“ vor jeder Tür, nur ihr geht zuerst durch die Tür. Der Hund muss vor dem Fressen warten und muss auf euer Kommando warten.
Die Kinder müssen generell über dem Hund stehen. Mit Erziehung haben sie zwar nichts zu tun, aber durch euer Verhalten könnt ihr dem Hund zeigen, dass die Kinder unantastbar sind, dass sie keinerlei Angriffsfläche zu bieten haben! Ihr bevorzugt die Kinder, begrüßt sie zuerst usw!
Ein Besuch in einer Hundeschule ist ratsam! Lasst euch dort speziell erklären, wie ihr die Rangordnung zu Hause fest legen könnt, um eventuelle Probleme im Keim zu ersticken. Noch ist der Hund jung, aber wenn man jetzt nicht daran arbeitet, dann hat man später einen echten Problemhund! Also ran an die Arbeit!
Viel Erfolg!
Galli
N´Abend!
Das hört sich zwar jetzt sehr rabiat an, aber bei meinem Bearded Collie hat es geholfen. Denn er hat das früher als Welpe immer beim spielen gemacht. Er ist dann etwas übermütig geworden und hat auch schonmal gebissen. Ich habe ihn einmal ins Ohr gebissen und in den Hintern. Seitdem ist er kuriert!
Gruß,
Nicki
Hallo, Nicki,
danke für diesen doch recht ungewöhnlichen Tipp. Zur Schonung unserer Zähne versuchen wir es vielleicht zuerst mal mit zurückkneifen 
Reimund
Hallo, Galli,
danke für die Ratschläge.
Zur Hundeschule gehen wir schon mit ihr. Ich hoffe, dass wir ihr auf diese Weise schon viele Flausen austreiben können.
Dass ein Terrier ein ungünstiger Familienhund ist, war uns vorher nicht bekannt. Im Gegenteil: Auf zahlreichen Internetseiten über Hunde werden Terrier als ausgesprochen familienfreundliche Tiere beschrieben.
Reimund
hallo
haben unter anderem einen Jack- Russel- Terrier Mix. Und man kann sagen was mann will, sehr menschenbezogen sind sie schon. Haben bei unserer am Anfang diese Unarten einfach mit ignorieren und auf den Platz schicken abgestellt. Letzteres war ihre schlimmste Bestrafung, dabei sollte der Strafplatz aber unbedingt da sein, wo sie euch nicht sehen kann. Und wir sind immer ruhig geblieben, also kein raufen oder ähnliches und keine Animation zum zwicken/beißen… Unsere kleine ist heute ein wahnsinnig liebes kleines Kerlchen.
LG
Danie
Hallo, Danie,
danke für die Antwort. Wenn unsere so lieb wird wie eure, besteht ja durchaus noch Hoffnung!
Reimund
Bitte??? Schreien??
Sorry aber sie ist vergleichbar zu einem Kind… und findet das eventuell lustig, ansonsten verstört das doch nur unnötig.
Bitte Ruhe bewahren und kalte Schulter zeigen, dann weiss sie wenn sie nicht nett ist mag man sie nicht und will sie auch nicht sehen…
LG
Hallo liebe „Neuhundebesitzer“,
allerhand gut gemeinte und interessante Antworten auf euren Eintrag, aber irgendwie fehlt mir bisher eine ganz wesentliche Aussage: Euer Hund ist immerhin noch ein Baby, das mit Knabbern und Kneifen auch seine sehr spitzen (deshalb tut’s so weh) Milchzähnchen loswerden will. Deshalb seht das mit dem Beißen mal ganz schön gelassen, sonst verliert ihr ja rasch die Freude an dem neuen Familienzuwachs. Und bitte nicht einen Welpen mit nun mal gerade 12 Wochen (!!!) deshalb auf den Rücken werfen - da kann ja auch allerhand kaputt gehen.
Natürlich muss euer neues Familienmitglied lernen, dass „Beißen“ nicht ist und deshalb wie schon von anderen Hundekennern erwähnt über den Fang greifen und „Nein“ sagen. Aber gebt euch trotz allem gelassen, wenn ihr regelmäßig die Hundeschule besucht und euch nicht verrückt macht kann gar nichts schiefgehen. Wir haben selbst drei (sehr große) Hunde, die im Welpenalter alle gern an den Fingern knabbern wollten - heute ist das kein Thema mehr. Mit der (o.g.) richtigen Reaktion und der Hundeschule hat eure Hündin ruck zuck eine Beißhemmung und weiß, dass Haut tabu ist…!
Weiterhin viel Freude
Gabriele
(
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