Moin!
Die einzelnen
Lagen sind durch Spezialpapierwicklungen voneinander getrennt.
Innerhalb der Papierwicklungen wird der Wicklungsdraht wieder
zum Spulenanfang geführt, damit alle Lagen übereinanderliegen
und dieselbe Wicklungsrichtung haben. Meiner Meinung nach
ungeschickt, weil dann fast die gesamte Spannung zwischen den
Lagen anliegt. Kann aber HF-technische Gründe haben.
Andernfalls hast du aber auf einer Seite Null Volt und auf der
anderen die doppelte Spannung zwischen den Lagen. Das
ist nicht wirklich besser, Bei Hochspannung.
Ja, das ist schon klar. Würde ich die Sekundärwicklung so wiederherstellen, wie sie war, würde ich sie genauso wickeln. In der Literatur wird die Sekundärwicklung aber überall als lange Spule beschrieben. Das wäre die Alternative, die ich wohl ausprobieren würde. Mir schwebt derzeit vor, die 1400 Windungen auf z. B. eine Keramikstange zu wickeln, im eingebauten Zustand die Resonanzfrequenz zu ermitteln, dann die lange Wicklung in ein Reagenzglas zu schieben, das Ganze mit Paraffin zu vergießen und einige Stunden lang im Backofen stehen zu lassen (gelegentlich rütteln), um Lufteinschlüsse weitgehend auszuschließen. Die Primärwicklung grob berechnen, auf einen Hohlkörper wickeln, der sich über das Reagenzglas schieben läßt, fixieren, elektrisch anpassen, Zwischenräume ebenfalls mit Paraffin vergießen, zusätzliche Isolation nach außen und fertig.
Wenn möglich sollte man Vacuum-Vergiessen. Lüfteinschlüsse
führen zu Koronanetladungen in den Lufteinschlüssen und dann
durch die ionisierung zu Durchschlägen.
Bei der vorgefundenen Wickeltechnik mit den vielen Papierlagen (optisch und vom Befühlen her würde ich es als paraffingetränktes Pergament bezeichnen) wird es äußerst schwierig sein, Lufteinschlüsse völlig zu vermeiden.
Ein Tesla ist zwar eine einfache Methode HF-Hochspannung zu
erzeuegen, aber auch eine der schweinigsten !!
Volle Zustimmung.
Ein Trenntrafo wäre grundsätzlich angesagt, aber den müsste
man dann HF-Mässig noch überbrücken.
In dem Kasten wäre ein Trenntrafo unmöglich unterzubringen. Extern ginge das schon. Da die Kiste auch für Showeinlagen bei Feiern eingesetzt wurde, kann ein externer Trenntrafo mit durchgeschleiftem Schutzleiter (der zur HF-Erdung verwendet würde) zu Problemen führen. Wäre schon ein toller Effekt, wenn bei der Inbetriebnahme gleich mal der FI auslöst…
Allerdings hast du dann aber die Induktivität des Trafos mit
am Schwingkreis dran hängen.
Hm. Das macht die Sache nicht wirklich einfacher. Wirft jedwede Berechnung der Primärwicklung über den Haufen.
Grundsätzlich kommst du mit dem Tesla schon mal durch keine
EMV-Prüfung durch 
Soviel ist sicher.
Besonders an den Kondensatoren werden recht hohe Spannungen
auftreten.
In den beschriebenen Schaltungen wird die Netzspannung zunächst auf einige KV hochtransformiert. Schutzfunkenstrecke, Drosseln, Kondensatoren. Für letztere verwendet man gern Leydener Flaschen, was sich in dem Kasten natürlich verbietet.
Desweiteren musst du noch die Rückwirkung auf den Tesla mit
einbeziehen.
Jup. Entweder ich baue die Schaltung so auf, wie sie vorher war, oder ich entsorge die Apparatur. Allein die Anforderungen an das Teil machen den größten Teil der Schutzmaßnahmen unmöglich.
Eigentlich wär ein Foto vom Aufbau in der Kiste noch ganz
aufschlussreich gewesen.
Ok, mache ich noch und stelle es morgen in das bekannte Verzeichnis.
Munter bleiben… TRICHTEX