angenommen,
Mann M ist schwerstpflegebedürftig und wird bald sterben. Er ist geistig noch da, ansprechbar bzw. bei Verstand. Sein körperlicher Zustand ist aber so schwach, dass es fraglich ist, ob er eigenhändig noch was unterschreiben kann. Er will es versuchen. Mehr als seine eigene Unterschrift wird er jedoch nicht hinkriegen. Seine Frau soll als Alleinerbin eingesetzt werden, d.h. sie wollen ein entsprechendes Testament aufsetzen. Ebenso möchte er ihr eine Generalvollmacht ausstellen. Geht das noch ohne Notar? Falls ja, was müssen die beiden tun? Falls nein, wie geht man am besten vor? Ist jeder x-beliebige Notar aus den Gelben Seiten gleich gut bzw. teuer?
Der Ehefrau ist zu Ohren gekommen, dass in einem solchen Fall möglicherweise auch der jahrelange Hausarzt helfen kann. Wenn ja, wie?
Mehr als seine eigene Unterschrift wird er
jedoch nicht hinkriegen.
Dann kann er auch kein eigenhändiges Testament verfassen. Also bleibt der Notar.
Ist jeder x-beliebige Notar aus den Gelben Seiten
gleich gut bzw. teuer?
Es gibt keine x-beliebigen Notare, um dahinzukommen, muss man viel Zeit und Geld investieren. Wenn Sie nicht gut wären,wären sie nicht zu Notaren ernannt worden. Gleich teuer sind sie allemal. Stellt sich nur die Frage, wie begeistert sie von Hausbesuchen sind.
Selbst wenn der Erblasser irgendwie doch schreiben könnte.
Was würde ich als Ent-Erbter der beschriebenen Konstellation denn behaupten ?
Der Erblasser war gar nicht mehr geschäftsfähig
die Alleinerbin hat ihn zu dem Testament gezwungen/ gedrängt/
getäuscht, wahrscheinlich sogar seine Hand „geführt“ etc.
Schon deshalb ist ein Notar hier dringend anzuraten.
In der Regel ist so ein Fall für die behandelnden Ärzte, den Krankenhausseelsorger, einen Pfarrer/Priester, dem man vertraut, etc. nicht das erste Mal und sie können bestimmt eine Empfehlung geben, welchen Notar man beauftragen sollte.