Testbericht Spiegelreflexkameras

Hallo zusammen,

ich habe eine drei Jahre alter Minolta 500 und will diesen Sommer eine neue Kamera kaufen. Ziel ist es, einen deutliche Qualitätsverbesserung zu erreichen. Diese erhoffe ich mir, weil :

  1. die Kamera damals schon ein Auslaufmodell war und die Technik 3-4 Jahre weiter ist und

  2. ich diesmal bereit bin, etwa das Doppelte auszugeben (also statt 700DM 500-700€).

Daher suche ich einen aktuellen Vergleich von Spiegelreflexkameras in der genannten Preisspanne.

Sonstige Anmerkungen sind ebenfalls willkommen.

Gruß der Janus

Hi,

ich habe eine drei Jahre alter Minolta 500 und will diesen
Sommer eine neue Kamera kaufen. Ziel ist es, einen deutliche
Qualitätsverbesserung zu erreichen. Diese erhoffe ich mir,
weil :

Durch ein neues Kameragehäuse werden die Bilder auch nicht besser.

  1. die Kamera damals schon ein Auslaufmodell war und die
    Technik 3-4 Jahre weiter ist und

Kommt darauf an, was man damit macht. Für Nah- und Landschaftsfotografie wird man nur selten Autofocus benötigen.
Außerdem werden neue Kameras auf den Userbereich zugeschnitten.

In einer Amateurkamera für 500,- EUR ist z.B. selten Spiegelvorauslösung integriert.

Weiterhin ist die Verarbeitung von Consumer-Objektiven auch nicht besser geworden. Früher baute man Objektive aus Metall und Glas, jetzt ist viel aus Plastik.

  1. ich diesmal bereit bin, etwa das Doppelte auszugeben (also
    statt 700DM 500-700€).

In diesem Bereich fallen mir momentan nur die Canon EOS 30/33 und die Nikon F80 ein (etwas höher angesiedelt: Minolta Dynax 7).

Vorteile der Canon:

  • Spiegelvorauslösung
  • Eye-Control (Meßfeldanwahl per Auge)
  • Viele Ultraschallobjektive

Das Eye-Control sollte vor dem Kauf getestet werden, weil es bei manchen (vor allem bei Brillenträgern) nicht richtig funktioniert. Wenn es nicht geht, sollte man die die EOS 33 nehmen.

Vorteile der Nikon:

  • Spotmessung (1% der Bildfläche)
  • Einblendbare Gitterlinien
  • Günstigeres Zubehör (z.B. Drahtauslöser, anstelle des teuren Elektro-Auslösers der Canon)

Weiterhin finde ich bei der Nikon besser, das der Ein-/Aus-Schalter ein separater Schalter ist.

Die Dynax 7 kenne ich nicht weiter. Ich habe mich nach ausführlichem Testen für die Nikon F80 entschieden, weil sie mir besser gefiehl.
Die fehlenden Motivprogramme und die fehlende Vollautomatik habe ich bisher noch nicht vermisst.

MfG
Michael

Hallo Janus,

ich habe eine drei Jahre alter Minolta 500 und will diesen
Sommer eine neue Kamera kaufen. Ziel ist es, einen deutliche
Qualitätsverbesserung zu erreichen. Diese erhoffe ich mir,
weil :

  1. die Kamera damals schon ein Auslaufmodell war und die
    Technik 3-4 Jahre weiter ist und

ich armer Tropf arbeite mit einer Minolta XD7, die inzwischen fast 25 (in Worten fünfundzwanzig) Jahre alt ist. Das Zweitgehäuse ist eine 101er die weit über 30 Jahre alt ist. Und auch wenn Du es nicht glaubst, damit laßen sich doch tatsächlich ansehbare Bilder machen. Bilder werden nicht automatisch besser, wenn sie mit der modernsten Technik aufgenomen wurden. Autofokus hab ich bisher nur wenige male vermißt, bei ruhiger Aufnahmesituation (Landschaften, Stilleben, komponierte Portraits etc.) noch nie. Den ganzen anderen Trallala mit Wasweißichfürautomatiken möchte ich nicht geschenkt haben, meine Zeitautomatik bzw. die Nachführautomatik reichen mir völlig aus; anderer Krams lenkt m.E. nur ab. Wenn Du Sport und andere dynamische Situationen photographierst, kann die eine oder andere Automatik anfangs(!) hilfreich sein, später wirst Du sie, glaube mir, ausschalten, weil sie nicht im entferntesten so flexibel ist wie Du.
Wenn Du Deine Fotos verbessern willst, kauf Dir für das Geld Filme, ev. Bücher und übe, übe, übe. Dann werden die Bilder besser, oder Du solltest Dir ein anderes Hobby suchen :wink:

Sonstige Anmerkungen sind ebenfalls willkommen.

Siehe oben

Gandalf

Hallo Janus
Geh in ein Geschäft und nimm die Kameras in die Hand. Ein Fotoapparat ist nur ein Werkzeug, aber wenn es dir nicht gut in der Hand liegt, wirst du es nicht gerne benutzen. Zu Hause im Schrank ist die Schachtel keinen Cent wert. Gute Fotos macht man, wenn ein Motiv und eine Idee da sind - und du den Apparat zur Hand hast. Und das ist eher der Fall, wenn dir deine Kamera gefällt und du sie gern mitträgst. Ich bin in den letzten 25 Jahren mit solchen Sympathieentscheidungen immer gut gefahren. Eine Kamera mit tollen Möglichkeiten, die in der Fototasche im Schrank liegt… Dann lieber eine einfachere die dabei ist.
Carsten (der seine Konica Hexar sogar mit zum Briefkasten nimmt)

Hallo Gandalf,

ich armer Tropf arbeite mit einer Minolta XD7, die inzwischen
fast 25 (in Worten fünfundzwanzig) Jahre alt ist.

Armer Tropf?
Die Kamera ist ein Traum!!!
Habe vor ein paar Monaten eine erstanden, und ich bin vom Auslösegeräusch soo fasziniert, daß ich es mir immer wieder anhöre!

Das
Zweitgehäuse ist eine 101er die weit über 30 Jahre alt ist.

Da habe ich auch eine, die ich mir kaufte, weil ich für Innenaufnahmen eines Schhwimmbades (bis zu 100% rel. Feuchte) eine Kamera brauchte, die ohne elektrischen Auslöser funktioniert. Habe das Gehäuse (in äußerlich nahezu „schrottreifen“ Zustand für 90 DM gekauft. Das Teil funktioniert seit Jahren und wenn man sich an die Belichtungseinstellung gewöhnt hat, fast so „schnell“ wie eine Vollautomatik.

Gut Licht
HylTox

*dessen Minoltamania mit einer nachgebauten x-300 begann (x-700, x-500 sind auch schon da, aber der Minolta-Service ist teuer und besch…)

Hi Gandalf,

ich armer Tropf arbeite mit einer Minolta XD7, die inzwischen
fast 25 (in Worten fünfundzwanzig) Jahre alt ist. Das

ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen…ich nenne so ein Teil seit fast 20 Jahren mein Eigen. Und dieses Jahr war sie zum ersten mal bei einer Reperatur (Magnetschalter). Eine XD7 bietet alles (außer Autofocus), ist robust und wertbeständig. Ich gebe sie nicht mehr her!

Gruß Goosi

Hallo Janus,

was ich bei den bisherigen Postings vermisst habe: ein BILD entsteht IMMER durch das OBJEKTIV !!!
Will heissen: mach bitte nicht den Fehler und kauf dir für dein Geld ein Semi-Profi Gehäuse mit prozessorgesteuerter Ausgleichshydraulik des neuen K7-XGT5 Vorwahl-Auslösehebelmechanismus…oder dergleichen Blödsinn, der den Werbeabteilungen der Hersteller einfällt. Auch wenn´s schwerfällt: für dein Geld würde ich versuchen, ein oder 2 anständige Objektive zu kaufen, damit wirst du bestimmt einen spürbaren Qualitätssprung deiner Bilder machen. Falls du schon mit hochwertigen Objektiven arbeitest, vergiss dieses Posting einfach…
Es rennen einfach zu viele Typen herum, die ein 1500-Mark Gehäuse vor sich hertragen und dann mit billigsten Objektiven versuchen, den finanziellen Aufwand zu begrenzen. Andersherum wäre es richtig !
Ich z.B. habe mir letztes Jahr für 1200 Mark ein 90 mm / 2.8er Macro gekauft und habe viel Spass damit.

Gruss Peter

…der von der X700 enttäuscht war (defektanfällig) und nun mit einer gebrauchten X300 glücklich ist.

Hallo Peter,
das klingt vernünftig. Mein Problem (und ich traue mich fast nicht mich zu outen) ist, dass ich bei 98 % meiner Aufnahmen die automatischen Funktionen der Kamera nutze. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass mein 1 1/2 Jahre alter Sohn mein Lieblingsmotiv ist und da muss es i.d.R. schnell gehen. Daher dachte ich an optimierte Techniken in diesem Bereich.

Die Diskussion und die vorgebrachten Empfehlungen zielen aber in eine andere Richtung, was sehr gut ist. Ich frage mich inzwischen, warum meine Bilder nicht immer in der erwarteten Qualität sind und denke, dass ein besseres Objektiv (denn bisher war ich da auch auf dem falschen Dampfer) in schwierigen Situationen helfen könnte.

Daher vielen Dank für Eure Anregungen.

Gruß Janus

Hi,

Wesentlichen daran, dass mein 1 1/2 Jahre alter Sohn mein
Lieblingsmotiv ist und da muss es i.d.R. schnell gehen. Daher
dachte ich an optimierte Techniken in diesem Bereich.

Selbstverständlich haben die „neuen“ Techniken auch ihre Vorteile bei bestimmten Situationen.
Bei Sportveranstaltungen sind Kameras mit schnellem Autofocus und schnellem Bildtransport erste Wahl.

Bei Landschafts- und Nahfotografie jedoch ist der Autofocus jedoch eher hinterlich, weil der meistens auf die falsche Stelle scharf stellt.
Hier kommt es mehr auf das Können des Fotografen an als auf das Gehäuse. Der Fotograf ist dafür verantwortlich, die richtige Stelle und den richtigen Ausschnitt zu finden. Das Gehäuse nimmt einen das nicht ab.

Die Diskussion und die vorgebrachten Empfehlungen zielen aber
in eine andere Richtung, was sehr gut ist. Ich frage mich
inzwischen, warum meine Bilder nicht immer in der erwarteten
Qualität sind und denke, dass ein besseres Objektiv (denn
bisher war ich da auch auf dem falschen Dampfer) in
schwierigen Situationen helfen könnte.

Eine enorme Qualitätssteigerung kannst Du auch durch die Wahl des richtigen Films bekommen. Ich selbst bin auch noch Anfänger und fotografiere nur noch mit Dia-Film.
Man muß sich zwar mehr auf die richtige Belichtung konzentrieren, aber die Ergebnisse sind wesentlich schärfer.

Außerdem bekommt man Dias selbst bei Schlecker in guter Qualität zurück, was bei Farbbildern nicht unbedingt der Fall ist.
Wesentlich teurer sind Dias auch nicht (gerahmt ca. 8,- EUR im Fachlabor, gegenüber 20 10x15-Bilder vom Großlabor für ca. 5,50 EUR).

Farbbilder von Dias zu bekommen ist auch kein Problem.

Bei Deinem Einsatzgebiet (Familienbilder) würde ich also bei Deinem Gehäuse bleiben und in Objektive, Filme und evtl. Zubehör investieren.

Wenn es trotzdem eine neue Kamera sein soll, reicht IMHO eine Einsteigerkamera (Canon EOS 300, Nikon F65 (oder F55), Minolta Dynax 5 (oder Dynax 4).

Die Kameragehäuse in den Klammern sind neue Einsteigergehäuse und günstiger als die höhernummrigen Gehäuse. Ob die Gehäuse etwas taugen, weiß ich jedoch nicht.

MfG
Michael

Hallo,

vielen Dank für deine Tipps. Eine Anmerkung habe ich aber :

Farbbilder von Dias zu bekommen ist auch kein Problem.

Die Erfahrung habe ich leider nicht machen dürfen. Vor 2 Jahren war ich auf Treckingtour in Thailand und habe ca. 10 Dia Filme belichtet. Die Dias waren auch toll, aber ich habe anschließend keinen Händler (von Schlecker bis Fachhandel) gefunden, der die Dias in einer angemessenen Qualität auf Papier bringen konnte. Das es nicht so toll werden kann, wie mit dem Projektor versteht sich von selber. Dennoch war das eine sehr große Enttäuschung für mich.

Gruß der Janus *DerSeitDemKeinenDiafilmMehrBenutztHat*