Hallo zusammen,
in der Psychologie gibt es die drei Testgütekriterien: Objektivität, Reliabilität und Validität. Nun dazu meine Frage: Was ist objektiver: Eine mündliche Prüfung oder eine schriftliche (nehmen wir mal eine Klassenarbeit; kein Multiple-Choice)? M.E. lässt sich das nicht eindeutig sagen, denn beide Testverfahren haben eine eingeschränkte Objektivität. Ich würde sagen, beide halten sich in ungefähr die Waage. Oder gibt es hier eindeutige Vorteile auf einer Seite?
Vielen Dank
Maja
Hallo,
die Objektivität wird in Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivität unterteilt. Hinsichtlich dieser drei Aspekte, so denke ich, ist eine schriftliche Prüfung objektiver als eine mündliche. Die Durchführungsbedingungen sind in einer schriftlichen Prüfung für alle Prüflinge ähnlicher als in einer mündlichen, da z.B. die Fragen in einer mündlichen Prüfung meistens nicht genau gleich gestellt werden. Auch Auswertung und Interpretation sind in einer schriftlichen Prüfung für alle Prüflinge ähnlicher als in einer mündlichen, u.a. deshalb, weil die Prüfungsleistungen unmittelbar - nicht nur über ein Kurzprotokoll - aufgezeichnet sind, was in einer mündlichen Prüfung nicht der Fall ist. Hier muß ad hoc entschieden werden.
Beste Grüße