Testosterondepot

Hallo,

dank eines Tumors der meine Hypophyse teilweise geschädigt(zerdrückt) hat, stellt mein Körper kein Testosteron mehr her, ich bekomme daher seit über einem Jahr Testosterondepot gespritzt. Nun habe ich folgende Fragen:

Wie wird das Zeug hergestellt und vor allem woraus?

Woher weiß mein Körper das er das Testosteron nicht sofort verbraucht sondern über einen längeren Zeitraum(4 Wochen)?

Soweit ich das begriffen habe stellt die Hyphophyse die Ausgangsstoffe(LH etc.) zur Testosteronprouktion her und das Testosteron selbst wird eigentlich im Hoden gebildet, stimmt das so kann mir das bitte jemand genau erklären?

Wenn das stimmt wieso werden dann nicht die Ausgangsstoffe gespritzt?

Wie sieht es eigentlich mit der Zeugungsfähigkeit aus, da die Hormonwerte wieder im grünen Bereich sind dürfte es da doch keine Probleme geben oder?

Und noch eine etwas andere Frage, vielleicht gibt es jemanden der mir da helfen kann.

Wenn ich die Spritze bekommen habe rieche ich schon nach kurzer Zeit sehr unangenehm unter den Armen, auch wenn ich nur sehr wenig Schwitze. Da ich jetzt viel Sport treibe gibt sich das aber nach 2-3 Tagen. Ich habe noch kein Deo gefunden das mir da hilft, was kann ich da tun?

Danke
Jan

Hallo,

Woher weiß mein Körper das er das Testosteron nicht sofort
verbraucht sondern über einen längeren Zeitraum(4 Wochen)?

Das Testosteron liegt als schwer wasserlösliches Ester vor,
das an das Fettgewebe in der Muskulator gebunden wird
und mittels Enzyme in den eigentlichen Wirkstoff -Testosteron-
gewandelt wird (teilweise erfolgt auch die Rückführung).
Je nach Ester erfolgt der Abbau damit unterschiedlich schnell.
4 Wochen erscheinen mir aber für das in Deutschland übliche
Enanthat reichlich lang.

Soweit ich das begriffen habe stellt die Hyphophyse die
Ausgangsstoffe(LH etc.) zur Testosteronprouktion her und das
Testosteron selbst wird eigentlich im Hoden gebildet, stimmt
das so kann mir das bitte jemand genau erklären?

Ja im wesentlichen regt das luteinisierende Hormon (LH,
ein Gonatropin) die Leydig Zellen in den Hoden zur Testosteron
Produktion an.

Wenn das stimmt wieso werden dann nicht die Ausgangsstoffe
gespritzt?

Gute Frage. Meine Vermutung: Gonatropine sind teurer und
die Gewöhnung erfolgt schneller. Man müßte vermutlich gezielt
Konzentrationsschwankungen produzieren um letzteren entgegen-
zuwirken.

Wie sieht es eigentlich mit der Zeugungsfähigkeit aus, da die
Hormonwerte wieder im grünen Bereich sind dürfte es da doch
keine Probleme geben oder?

Dein Testosteron schon aber z.B. das FSH, das zur Spermien-
bildung entscheidend ist, dürfte erniedrigt sein.
Künstliche Gaben von Testosteron wurden an irgendeiner Uni
mit Erfolg als Verhütungsmittel für den Mann erprobt. Ich kann
mir allerdings vorstellen, daß man bei einen Kinderwunsch
kurzfristig medikamentös die entsprechenden hormonellen
Vorraussetzungen schaffen kann.

Und noch eine etwas andere Frage, vielleicht gibt es jemanden
der mir da helfen kann.

Wenn ich die Spritze bekommen habe rieche ich schon nach
kurzer Zeit sehr unangenehm unter den Armen, auch wenn ich nur
sehr wenig Schwitze. Da ich jetzt viel Sport treibe gibt sich
das aber nach 2-3 Tagen. Ich habe noch kein Deo gefunden das
mir da hilft, was kann ich da tun?

Ist die Leber ok ?
Ansonsten ist es nicht ungewöhnlich, daß eine hormonelle
Veränderung zu einer Veränderung Deines Körpergeruchs führt
(den Du dadurch überhaupt erst wahrnimmst).

Gruss
Enno