Teuer kaufen mit billig Zins ? Oder Immoblase ?

Hallo

bin grad schwer am überlegen. Interessiere mich für eine gute ETW hier bei uns. Der Zins ist ja relativ superbillig ( könnte für 2,9 % eff. finanzieren ), aber dafür sind unsere Immobillien auch recht überteuert.

Hab hier mal geschaut. Für eine gute ETW im 3 Parteienhaus mit 100qm Wohnfläche, Baujahr ca. 1996, zahlt man 210.000 Euro. Tendenz wohl nach oben. Das krasse dabei ist das diese Wohnungen vor etwa 3 - 4 Jahren noch bei 170 -180.000 Euro lagen ( und da waren sie aber auch noch jünger und neuer ).

Mein Bankberater meinte wir würden auf eine Immoblase zusteuern, weil jeder hier bei uns auf Teufel komm raus eine Immobillie kauft oder als Wertanlage auf Vermietbasis rechnet.

Was meint ihr ? Kommt eine Immoblase ? Ich könnte zwar billig finanzieren, aber wenn ich 30-40.000 Euro zu teuer kaufe ist der Spareffekt ja dahin. Und wenn wirklich ne Blase kommt ist die ETW dann weitaus weniger Wert.

MfG

Guten Abend!

Für eine gute ETW im 3 Parteienhaus …

Wäre ich an deiner Stelle, würde ich alle 3 Wohnungen, mindestens aber 2 Wohnungen kaufen - wenn überhaupt. Hast du nämlich nur eine Wohnung, kann es passieren, dass irgendwann die anderen beiden Wohnungen in einer Hand sind (oder ist das womöglich schon der Fall?). Dann hättest du nichts mehr zu melden, müsstest aber zahlen, was sich der Mehrheitseigentümer ausdenkt. Der bestimmt auch, wer den Verwalter macht, ob es dir passt oder nicht.

Ob man überhaupt eine Wohnung als Kapitalanlage/Renditeobjekt kauft, ist in erster Linie eine Frage des örtlichen Wohnungsmarkts und der zuverlässig erzielbaren Miete. Was andere Leute von Immoblase erzählen, spielt dabei keine Rolle, solange du mit der Vermietung Geld verdienst oder mindestens kostendeckend wirtschaften kannst. Auch dabei solltest du keinen Aussagen Dritter, schon gar nicht den Aussagen des Verkäufers oder Maklers trauen. Du brauchst eigene Marktkenntnis, schließlich ist es auch dein Geld, zumindest aber dein Risiko.

Gruß
Wolfgang

Hab hier mal geschaut. Für eine gute ETW im 3 Parteienhaus mit
100qm Wohnfläche, Baujahr ca. 1996, zahlt man 210.000 Euro.

Stolzer Preis !

Tendenz wohl nach oben. Das krasse dabei ist das diese
Wohnungen vor etwa 3 - 4 Jahren noch bei 170 -180.000 Euro
lagen ( und da waren sie aber auch noch jünger und neuer ).

Seitdem ist die nachfrage massiv angestiegen und daher sind die Preise angestiegen.

Mein Bankberater meinte wir würden auf eine Immoblase zusteuern,

Zustimm.

Was meint ihr ? Kommt eine Immoblase ?

Die ist schon da.

Ich könnte zwar billig finanzieren, aber wenn ich 30-40.000 Euro zu teuer kaufe ist der Spareffekt ja dahin.

So ist es. Da muß man genau rechnen, ob sich die Investition lohnt. Aber das muß man bei jeder Investition.

wo bitte ?

Mein Bankberater meinte wir würden auf eine Immoblase zusteuern,

Zustimm.

Was meint ihr ? Kommt eine Immoblase ?

Die ist schon da.

wo bitte haben wir eine immoblase ? nur weil die leute angst um ihr geld haben und es in feste stabile werte ( immobillie ) stecken ?

wie ein vorrednet schon beschrieben hat, wohneigentum wird teurer weil hier einfach sichere feste werte sind ( anders als aktien, etc. ).

daher wohl KEINE immoblase wie in den USA

kaufen
hallo

würd auf jeden fall kaufen. es wird hier bei uns keine immoblase ala USA geben. wir haben grade mal soviel wohnungen wie die nachfrage ist. falls man in einer gegend wohnt in der die nachfrage noch höher ist ( so wie anscheinend bei dir ) ist es absolut sicher zu kaufen. die wertzuwächse gehen weiter.

bald gibt es nur noch besitzer und mieter ( die sich kein eigentum mehr leisten können ). zu wem willst du gehören ? kauf solange du es noch kannst

würd auf jeden fall kaufen. es wird hier bei uns keine
immoblase ala USA geben. wir haben grade mal soviel wohnungen
wie die nachfrage ist. falls man in einer gegend wohnt in der
die nachfrage noch höher ist ( so wie anscheinend bei dir )
ist es absolut sicher zu kaufen. die wertzuwächse gehen
weiter.

diese Sicht bestätigt ja die Tatsache, dass sich in D. schon eine Blase gebildet hat. Die sog. Wertzuwächse sind z.T. schon in überzogenen Immo- Preisen vorweggenommen. In 10 - 20 Jahren kommt für den einen oder anderen Privatmann der Crash.

bald gibt es nur noch besitzer und mieter ( die sich kein
eigentum mehr leisten können ). zu wem willst du gehören ?
kauf solange du es noch kannst

Aber nicht zu jedem Preis. Und Vorsicht, wenn die I. als trügerische Sicherheit fürs „Alter“ dienen soll.

:wink:

wo bitte haben wir eine immoblase ? nur weil die leute angst
um ihr geld haben und es in feste stabile werte ( immobillie )
stecken ?

OK, definieren das Wort „Immoblase“. Ich wolte zum Ausdruck bringen, dass die Immobilienperise, zumindest in Städten, inzwischen übertrieben, teilweise sogar deutlich übertrieben sind.

daher wohl KEINE immoblase wie in den USA

Zustimm.

Moin auch,

bald gibt es nur noch besitzer und mieter ( die sich kein
eigentum mehr leisten können ).

Welche dritte Kategorie wird denn „bald“ wegfallen verglichen mit heute?

Ralph

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Moin auch,

bald gibt es nur noch besitzer und mieter ( die sich kein
eigentum mehr leisten können ).

Welche dritte Kategorie wird denn „bald“ wegfallen verglichen
mit heute?

Hi,

so spontan vielen mir die Mietnomaden ein :wink:!

Gruß
Tina

Hallo!

… wohneigentum wird teurer weil hier einfach sichere feste werte :sind

Um „feste“ Werte handelt es sich schon mal nicht, sonst wären Immo-Preise nämlich stabil oder würden sich nur im Rahmen der Inflationsrate bewegen. Aber die Preise bewegen sich und sie bewegen sich mitnichten überall nur nach oben. Es wird also irgendeinen Zusammenhang mit Markt und Nachfrage geben.

Wer nicht nur kurzfristig spekuliert, sondern langfristig denkt, kann die demographische Entwicklung in Deutschland (in weiten Teilen Europas) nicht ignorieren. Wer diese Entwicklung zur Kenntnis nimmt, wird in einigen Ballungszentren noch für einige Zeit mit einem angespannten Wohnungsmarkt und anhaltend hoher Nachfrage rechnen, aber irgendwann auch mit Sättigung. Sättigung und sogar erheblichen Leerstand gibt es vielerorts längst.

Selbst in teuren Zentren wie z. B. Hamburg gibt es Grenzen, die sich bereits abzeichnen, obwohl die großen Maklergesellschaften vor Ort stoisch etwas anderes erzählen. Dort wird nämlich seit Jahrzehnten auf Teufel komm raus Büroraum geschaffen, obwohl Millionen (!) qm Büroraum leer stehen. Etliche Investoren haben ganz einfach den Schuss nicht rechtzeitig gehört. Den Leerstand wird man sich nicht ewig leisten wollen und können. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass auf die Marktlage reagiert wird und hinsichtlich Lage geeignete Flächen umgewidmet und zu Wohnraum umgebaut werden.

Eine selbst genutzte Immobilie ohne Renditeüberlegungen, einfach nur als Mittelpunkt des eigenen Lebens in Unabhängigkeit, kann unter den geeigneten finanziellen, persönlichen und beruflichen Voraussetzungen sehr vernünftig sein. Das darf man dann als „festen Wert“ bezeichnen, aber nicht in dem Sinn, den Wert jemals in Euro ausdrücken und realisieren zu wollen. Demographie darf man dabei getrost vergessen.

Bei einem Produkt, bei dem du erkennst, dass sich der Markt nicht nur sättigt, sondern die Käuferschicht kontinuierlich schrumpft, wärst du vermutlich vorsichtig mit der Empfehlung, immer tüchtig in neue Produktionsmittel zu investieren. Aber für Wohnraum gelten andere Regeln? Nein! Man ist vielmehr gut beraten, auch bei Wohnraum ganz gewöhnliche Marktmechanismen zu beachten.

Die Nachfrage nach Wohnraum wird insgesamt kleiner, wenn auch mit regional erheblichen Unterschieden. Insbesondere aber verändert sich das Anforderungsprofil vermietbarer Wohnungen aufgrund der demographischen Entwicklung mit einem stetig höher werdenden Anteil älterer Menschen.

Insgesamt kann man feststellen, dass die Annahme von „sicheren festen Werten“ bei Vermietobjekten nur ein sicherer Weg in den Leerstand ist.

Gruß
Wolfgang

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Oder Immoblase!
Hallo.

Mein Bankberater meinte wir würden auf eine Immoblase
zusteuern,

Hey, was für ein Bankberater! Scheint ein ehrliches Kerlchen zu sein. Der scheint bestimmt ne Menmge Ärger mit seinem Chef zu haben.

weil jeder hier bei uns auf Teufel komm raus eine
Immobillie kauft oder als Wertanlage auf Vermietbasis rechnet.

So ist es.

Was meint ihr ? Kommt eine Immoblase ?

Sie muss wieder kommen. Es ist ein Wirtschaftszyklus.
Überlege selber! Deutschland wird älter, ärmer und weniger

Dies sind nicht die Voraussetzungen für eine Immobilienzukunft! Zumindest aus Verkäufersicht!
Ältere werden häufiger betreut wohnen müssen.
Ärmere können nicht (ab)kaufen oder teuere Mieten zahlen.
Wohngeld wird nicht auf ewige Zeiten mehr, die Kassen der Vermieter füllen können. Es ist imgrunde Sozialhilfe für Vermieter, nicht für die Mieter. D.h. die Mieten gehen langfristig runter. Auch weil die Nachfrage sinkt.
Wenigere können aus unzähligen vorhandenen Immobilen auswählen.
Es sterben mehr Menschen, als neu geboren werden und einwandern.

Ich könnte zwar billig
finanzieren, aber wenn ich 30-40.000 Euro zu teuer kaufe ist
der Spareffekt ja dahin. Und wenn wirklich ne Blase kommt ist
die ETW dann weitaus weniger Wert.

Genau. es sei denn, du willst selber einziehen. Dann muss es sich nur als Mietersatz rechnen.
MfG

Hallo,

du hast mit deinen langfristigen Betrachtungen im Trend sicher recht.
Dann darfst du aber auch nicht übersehen, dass dann der Liter Benzin 5 Euro kosten wird und Fahrten in die Ballungszentren, wo es Arbeit und Versorgung gibt, zum puren Luxus werden.

Ich sehe daher die Nachfrage für Wohnungen dort stetig steigen…besonders für Kleine, weil der Bedarf durch Singles und Paare gepusht wird.

Gruß
Hummel