Teufelskreis Schulden

Hallo, ich habe folgendes Problem…
ich habe vor ca. 10 Jahren eine große Menge an Schulden gemacht, nur durch sinnlose sachen. Nunja, als dieser Schuldenberg dann auf mich zugerollt gekommen ist, habe ich erstmal auf durchzug geschaltet und eine EV abgelegt, inzwischen habe ich mich mit vielen meiner Gläubiger auseinander gesetzt und bin an 1000 weiniger 7 Ecken am abzahlen. Seit kurzem habe ich auch keinen negativen Schufaeintrag mehr, aber meine Schulden belaufen sich insges. noch auf ca. 37000 Euro. Inzwischen zahle ich Monat für Monat 1200 Euro nur an Abträgen, das bei einem Nettoeinkomme vom in Durchschnitt 1800 Euro, ist nicht wirklich spannend. Dazu kommt, das ich Verheiratet bin und 2 kleine Kinder habe. Heißt ich komme mit Kindergeld und einer Unterhaltszahlung für meine Angenommene Tochter auf eine montatliche Einnahme von ca. 2400 Euro. Wenn ich aber alles wieder abziehe, also Miete, Versicherungen, Auto, Schuldentilgung, bleiben uns ca. 400 Euro für den ganzen Monat… das ist Hölle.
Ich habe bereits bei mehreren Banken um eine Umschuldung gebettelt, aber immer wurde sie abgelehnt. Bei einer Schuldnerberatung wurde mir direkt die Privatinsolvenz nahegelegt. Also keine wirkliche Hilfe …,
was also kann ich tun ??
klar, ich kann mich auf erstmal einen Gläubiger konzentrieren, paralel dazu wieder eine EV ablegen. Und dann nach und nach einen nach dem Anderen finanziell befriedigen, aber ist das wirklich eine Sinvolle Lösung ?? Ich wage es zu bezweifeln.

Wenn mir also Irgendwer der in einer Ähnlichen Situation gewesen ist Tips geben kann oder gar ein seriöser Fachmann, wäre ich sehr Dankbar.

Hallo Vanoz,

ich sehe da keine andere Möglichkeit als entweder:

a) Immer weiterzahlen und nach 2,5 Jahren mit den Schulden durch sein, oder

b) P-Insolvenz in betracht ziehen und dadurch deine Gläubiger zu zwingen, auf einen Teil der Forderungen zu verzichten. Dabei wird es natürlich auch negative Begleiterscheinungen geben.

Wie auch immer, du mußt halt den harten Weg gehen, denn du hast auch eine Verantwortung für deine Familie. Betseht denn die Möglichkeit, das deine Frau mit arbeitet???

Gruß

Martin

Hi,

wahrscheinlich hast Du das Ja auch schon mehrfach versucht: Rede mit den Gläubigern, schildere Deine Situation und bitte sie die Raten für die Rückzahlung zu reduzieren. Ich denke Du hast bewiesen, dass zahlungswillig und auch zahlungsfähig bist. Mach s es so nicht weitergehen kann, weil Du sonst demnächst in der Situation bist nicht mehr zahlen zu können. Mehr fällt mir leider auch nicht ein.

Viel Erfolg
Heiko

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Hallo,

Schulden müssen kein Teufelskreis sein. Wenn du 2 kleine Kinder hast und eine unterhaltsberechtigte Ehefrau, dann liegt deine Pfändungsfreigrenze bei 1.679,99 € monatliches Nettoeinkommen. Bei einem Nettoeinkommen von ca. 1.800,- € würde der pfändbare Anteil deines Einkommens 39,00 € ausmachen.
Gehst du in ein privates Verbraucherinsolvenzverfahren, dann würdest du 6 Jahre lang diese 39,00 € an einen Treuhänder abführen. Danach wärest du vollkommen schuldenfrei.
Damit ist ein Insolvenzverfahren sehr wohl eine Alternative.
Die andere Möglichkeit, nämlich mit den Gläubigern zu verhandeln und einen Schuldenregulierungsplan zu erstellen, ist nur dann vorzuziehen, wenn die monatliche Belastung nicht höher ist und die ganze Angelegenheit nicht länger als eben diese 6 Jahre dauert.
Wenn du mehr Hilfe brauchst, dann kannst du mich gerne anmailen. es wird in der Regel aber 1 bis 2 Wochen dauern, bis ich persönlich antworten kann.

Gruß,
Francesco

die Möglichkeit, das deine Frau mit arbeitet???

Gruß

Martin

natürlich würde meine frau arbeiten, wenn sie denn eine arbeit finden würde…
hier in nordhessen ist die wirtschaftslage mega grottig, dazu kommt, das sie eine arbeit finden muss, die nach 8.00 uhr anfängt, da der kleine in den kindergarten muss, dann muss sie auch um 12.00 wieder aufhören, da er dann wieder aus dem kindergarten rauskommt. :frowning:

Hallo,

Schulden müssen kein Teufelskreis sein. Wenn du 2 kleine
Kinder hast und eine unterhaltsberechtigte Ehefrau, dann liegt
deine Pfändungsfreigrenze bei 1.679,99 € monatliches
Nettoeinkommen. Bei einem Nettoeinkommen von ca. 1.800,- €
würde der pfändbare Anteil deines Einkommens 39,00 €
ausmachen.

wieso 39 euro ?? sind doch noch 120 über ??
und naja, ich bin im vertrieb tätig, heißt ich lebe von provisionen, habe ich also mal einen guten monat, ist natürlich alles was ich mehr verdiene weg bei der priv. insolvenz…
aber ich bin nach 6 jahren schuldenfrei
bleibe ich bei meinen vielen größeren abträgen, und ich verdiene einen monat mal mehr, hab ich was von, aber die anderen monate gehts mir um so schlechter und es dauert länger als 6 jarhe…
hm…
wo kann ich denn so eine priv. insolvenz beantragen ?? bei dem amtsgericht ? bzw. wo bekomme ich alle nötigen informationen darüber ?

Hallo Vanoz,

leider ist eure Situation nicht gerade selten und das bestärkt mich in meiner Meinung, das wir mehr Kinderplätze bis 16.00 und länger brauchen.

Besteht die Möglichkeit, das eine Bekannte oder von der familie das Kind 1-2 Stunden versorgen kann?

Denn letztendlich kommt ihr nbur schneller aus der sch… raus, wenn ihr mehr Geld im Monat einfahrt. Anders (Umfinanzierung mal ausgenommen) wäre es nur mit eine P-Insolvenz zu machen und das kann für eure Zukunft auch nicht gut sein.

Viele Grüße und mit besten Wünschen für eure Zukunft

Martin

Hallo,

am günstigsten wäre ein Besuch bei einer Schuldnerberatungsstelle. Aber auch viele Rechtsanwälte sind auf dem Gebiet des Insolvenzrechtes so sicher, dass sie Dir helfen können. Die kosten allerdings Geld.
Mit einigem Einfühlungsvermögen kannst Du das Insolvenzverfahren selbst angehen. Zuständig für den Antrag ist das Amtsgericht in Deinem Landgerichtsbezirk. Zunächst solltest Du aber klären, welche Voraussetzungen Du erfüllen mußt, um einen wirksamen Insolvenzantrag stellen zu können. Evtl. brauchst Du auch eine Bescheinigung einer sog. „geeigneten Stelle“ über das Scheitern einer außergerichtlichen Einigungsversuches.
Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich wünsche Dir viel Glück dabei.

Gruß,
Francesco