Hallo zusammen,
also ich hatte ja mit dem Thema Psychologie wirklich nichts am Hut! Aber dann sind meine Eltern beide im letzten Jahr verstorben und nun hab ich den Salat! Meine Mutter starb an Krebs, da mein Vater vor ihr starb, musste ich sie versorgen. Kaum ein paar Tage nach dem sie gestorben war bekam ich plötzlich den Darmerreger EHEC den ich 4 wochen hatte. Magen- Darmkrankheiten kenne ich so von mir gar nicht!! Das Schlimmste war, dass die Übelkeit einfach nicht mehr verschwand. Zwar musste ich mich nicht übergeben, aber essen konnte ich auch nichts. Das ging ne ganze Weile so, bis dann mal der komplette zusammenbruch kam. Ein Virus war wohl auch mit im Spiel, ich lag einfach nur im Bett hatte einen hohen Puls mir war einfach nur elend! Nach einer Woche war das Schlimmste vorbei, aber ich war insgesammt 8 Wochen kaum einsatzfähig. Inzwischen habe ich einen Therapeuten, aber wenn ich irgendwie Stress habe wird mir wieder übel, ich weiß einfach nicht was ich tun soll! Vermutlich hat mich das mit meinen 20 Jahren einfach überfordert, aber es muss doch einen Weg geben da wieder heraus zukommen! Vielleicht hat jemand von Euch schön änliches gehört oder erlebt? (ich wünsche es niemandem!) Liebe Grüße, Eure Bartagame.
Hallo,
erstmal ist es in deiner Situation auch mal ok. einfach mal zusammenzubrechen. Wichtig ist, nicht liegen zu bleiben. Aber das machst du ja scheinbar auch nicht. Du schreibst du hast einen Therapeuten. Was hast du denn für einen? Einen Psychotherapeuten? Welche Richtung? Oder jemand ganz anderes?
Liebe Grüße auf die Schnelle
Stefan
ein Therapeut ist schon mal gut. Schlimme Zeit für Dich, wirklich, das steckt man nicht so einfach weg. Als meine Schwester starb, war ich gerade in psychologischer Schmerztherapie und war auch sehr fertig. Trotz der Hilfe brauchte ich noch lange mit dem Verlust meiner Schwester umgehen zu können. Vergessen kann man das eh nie, aber lernen, damit umzugehen. Meine Therpeutin sagte mir, im Durchschnitt dauert dies ein Jahr, man muß den Todestag, Weihnachten, Geburtstag… durchleben. Sie hatte recht, es geht besser. Du hast mein Mitgefühl. Bleibe bei dem Therapeuten, solange Du Hilfe brauchst. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft. Auch Du schaffst es, daß es Dir bald besser geht.
Hallo lieber Stefan,
Erst mal danke für Deine schnelle Antwort!
Ja ich geh zu einem Diplom Psychotherapeuten. Mein Hausarzt hat mich auch schon an einen Neurologen überwiesen, aber diese Frau war dermaßen überlastet und hatte an diesem Tag echt zu viel um die Ohren. Sie hat mich an eine Tagesklinik geschickt. Dort war ich zu einem Vorgespräch, aber die konnten mir auch nicht 100%ig dazu raten und mir war dort echt nicht wohl! Das Problem ist, dass ich bis ende Sommerferien wieder fitt sein sollte ich wiederhole die 12. Klasse und das will ich mir nicht versauen! Es ist halt ein Problem, mein Bruder 22, und ich wohnen in diesem großen Haus wir wollen es nicht aufgeben, aber wir gehen sehr getrennte Wege, was ich sehr schade finde! Laut meinem Therapeuten kann sich mein Organismus nicht herholen, weil ich keine Entspannung finde.
Liebe Grüße, Bartagame.
Hallo,
zuerst, mein herzliches Beileid. Eine Frage in eine andere Richtung: Bekommt ihr von irgendwem Unterstützung? Verwandte, Bekannte, Ämter?
Sowohl du, als auch dein Bruder sind ja noch recht jung, vielleicht wäre es ratsam mal zum Jugendamt zu gehen und um Unterstützung zu bitten.
Ich wünsche euch alles Gute
Backs
Hallo liebste Bartagame,
ersteinmal Hut ab vor dem, was du bisher gemeistert und geleistet hast!
Beachtliches, für das, was du durchgemacht hast. Du musst also eine starke Person/Persönlichkeit sein!
aber wenn
ich irgendwie Stress habe wird mir wieder übel, ich weiß
einfach nicht was ich tun soll!
Ich denke, die besten Helfer sind in so einem Fall Freunde. Hat man diese nicht, so sollte man sich jemanden suchen, der einem irgendwie beistehen, oder stärken kann, einem einfach nur zuhört und wo man den Ballast ablegen kann.
Das kann ein Forum sein, die Telefonseelsorge, Selbsthilfegruppen, andere spezielle Anlaufstellen und auch psychologisch geschultes Fachpersonal. Du bist also auf dem richtigen Weg und stellst dich dir selbst, den Problemen und Hindernissen.
Das ist gut so und ich sehe es als Zeichen, dass du die Krise überstehen wirst.
Es stürzte ein Sandberg über dir zusammen und du musst dich nun Stück für Stück da rausschaufeln. Und dafür bruachst du Hilfe und weißt auch, dir diese zu holen. Sonsnt wärst du nicht in Therapie.
Gib dir etwas Zeit. Konzentriere dich jetzt auf deinen Weg, denke an dich und das was du willst. Du kannst einige Dinge auch delegieren, um dich zu entlasten. Z.B. über einen gesetzl. Betreuer, der dir dabei hilft die Dinge mit Haus, Erbschaft, Finanzen zu regeln.
Es ist mir klar, dass diese Vorstellung abschreckt aber du bist dann ja nicht entmündigt. Und es gibt auch Anwälte, die Betreuungen übernehmen. Es ist ja nicht für die Ewigkeit! Aber es kann helfen dir Stress vom Hals zu halten und du genug Kraft für die Schule - also deine eigene Zukunft die zählt - zu haben.
Vermutlich hat mich das mit
meinen 20 Jahren einfach überfordert, aber es muss doch einen
Weg geben da wieder heraus zukommen!
Den gibt es, und du hast dich ja schon auf den Weg gemacht 
Vielleicht hat jemand von
Euch schön änliches gehört oder erlebt?
Zum Glück nicht!
Alles gute ms
Hallo musstesein,
vielen Dank für Deine Antwort! Ja vermutlich hast du Recht, wie auch andere schon gesagt haben, ich muss einfach Zeit drüber gehen lassen! Freunde die uns unterstützen haben wir, darüber bin ich seeehhrr froh! Allerdings ist keiner begeistert wenn man mit diesem Thema anfängt, es scheint eben nicht nur mich zu überfordern… Aber das kann ich auch verstehen, erst wenn man selbst drin steckt weiß man wie sich der andere fühlt. Der Psychologe hat noch ein ganz anderes Thema aufgedeckt, was die Sache nicht einfacher macht! Er meint ich müsse erst mal wieder lernen Vertrauen in Menschen zu haben, um mich auch mal „fallen lassen“ zu können. Ganz unrecht hat er damit nicht. Aber ich hab jetzt so viel schlimmes erlebt, dann werd ich auch das Folgende überstehen! ^^ Lieben Dank nochmals, Deine Bartagame.
Hallo
Zuerst einmal herzliches Beileid wegen des Todesfalles.
Das alleine haut schon manchen um. Vorsicht mit Antidepressiva, da muß man versuchen, mit möglichst wenig, bzw. milden Sachen auszukommen.
Wegen des Erregers, woher weißt Du, welcher es ist?
Du kannst einen Hausarzt oder betreffenden Facharzt fragen, was eine schonende milde Ernährung darstellt, und was wegen der Übelkeit am besten zu tun ist.
Wenn man Stress hat, ist das Immunsystem schwächer; Du solltest also irgendwie versuchen, eine stabilere oder ruhigere innere Position zu gewinnen, bzw. Stress zu vermeiden. Vielleicht dauert es noch eine Weile, bis die Empfindlichkeit vorbei ist.
MfG
Matthias
hallo bartagame…nun dies ist ja kein einzelfall von dem du da berichtest,in der weise schon wiles unmittelbar dich betrifft ,und es ist ,wenn ich richtig gelesen hab ,ja auch alles in einer relativ kurzen zeit passiert. es ist ja so das jeder anders mit seinen gedanken und gefühlen umgeht ,und je nachdem wie man es vorgelebt bekommen hat ,lebt man diese aus oder man unterdrückt sie, wobei sich die psyche dann andere ventile sucht.kann da jetzt nur speziell von mir reden und ich mußte als kind schon erwachsen sein und trauer oder traurigkeit war absolutes tabu,nach mehreren unschönen erlebnissen hat sich meine psyche auch ein ventil gesucht und man hat sogar versucht meine rückenschmerzen operativ zu behandeln,nach einer stationären behandlung und einer ambulanten therapie hab ich gelernt gefühle zu zulassen,nach einigerzeit bin ich nochmal freiwillig stationär behandelt worden und seitdem kann ich halt trauern,gefühle zeigen (weinen ) und ich weiß woher meine schmerzen kommen ,wofür sie ein signal sind und wie ich sie steuern kann…was ich damit sagen will ,es kann durchaus sein das es bei dir auch der fall ist und das die therapie (egal ob ambulant oder stationär) dich weiterbringt sie muß halt nur intensiv genug sein und du mußt dich darauf einlaßen können…