Text, den man kaum lesen kann

Ich brauche für einen Wettbewerb einen (deutschen) Text, der sehr schwer zu lesen ist. Egal ob Zungenbrecher, Fachkauderwelsch oder beides; der Text (auch nur auszugsweise) muss eifach absolut mühsam zu lesen sein.

Hat jemand so was?

Hi,

ich würde die Neben-Diskussion zwischen Mohamed und Dr. Thomas Miller im Esoterik-Brett zum Thread „Du bist Atheist, Christian?“ empfehlen. Ich bin nach dem dritten Message völlig versackt :smile:, schau mal, ob du durchkommst.

cheers
Flo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

probier’s mal hiermit:

„Eine Seinsmöglichkeit des Daseins soll ontischen [seinsmäßigen, TM] Aufschluss geben über es selbst als Seiendes. Aufschluss ist nur möglich in der zum Dasein gehörenden Erschlossenheit, die in Befindlichkeit und Verstehen gründet.“
(Martin Heidegger, Sein und Zeit, § 40 Anfang)

Dieser für Philosophen wirklich sehr wichtige Text ist doch wirklich schwer zu lesen, oder?

Grüße

Thomas Miller

Hallo,

ich würde die Neben-Diskussion zwischen Mohamed und Dr. Thomas
Miller im Esoterik-Brett zum Thread „Du bist Atheist,
Christian?“ empfehlen. Ich bin nach dem dritten Message völlig
versackt :smile:, schau mal, ob du durchkommst.

das tut mir wirklich leid. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es so schwer ist. Ist aber halt eine Fachdiskussion. Frag doch einfach, wenn du etwas nicht verstehst. Ich muss jetzt leider weg, aber heute Abend kann ich wieder Rede und Antwort stehen.

Vielleicht bis dann.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Wie wäre es damit:

Das Zustandspassiv kann nicht von allen Verben gebildet werden, die ein Vorgangspassiv bilden können. Es kann in der Regel nicht gebildet werden von den intransitiven Verben, den reflexiven Verben und den transitiven Verben mit durativer Aktionsart, sondern nur von solchen transitiven Verben von perfektiver Aktionsart, die einen solchen starken Grad der Affizierung des Akkusativobjekts ausdrücken, dass ein zeitweilig bleibendes Resultat, ein neuer Zustand tatsächlich entstehen kann.

Gruß Fritz Ruppricht

Versuch Dich mal mit Arno Schmidts „Zettels Traum“

oder

„Tractatus Logico-philosophicus“ von Ludwig Wittgenstein.

letzteres ist tatsächlich so kompliziert zu lesen, wie der Titel vermuten läßt, ersteres ist ein Universum von Sprache.

Elrond

Hi,

ich könnte noch Hegel empfehlen, z. B.

„Als ein Allgemeines sprechen wir auch das Sinnliche aus; was wir sagen, ist: Dieses, d. h. das allgemeine Diese, oder: es ist; d. h. das Sein überhaupt. Wir stellen uns dabei freilich nicht das allgemeine Diese oder das Sein überhaupt vor, aber wir sprechen das Allgemeine aus; oder wir sprechen schlechthin nicht, wie wir es in dieser sinnlichen Gewißheit meinen. Die Sprache aber ist, wie wir sehen, das Wahrhaftere; in ihr widerlegen wir selbst unmittelbar unsere Meinung; und da das Allgemeine das Wahre der sinnlichen Gewißheit ist und die Sprache nur dieses Wahre ausdrückt, so ist es gar nicht möglich, daß wir ein sinnliches Sein, das wir _meinen, je sagen können.“

Puh, das hat viel Mühe gekostet.

Nochmal Grüße

Thomas Miller_

O ja Hegel
c. Der Klang
§ 300
Die spezifische Einfachheit der Bestimmtheit der Bestimmtheit, welche der Körper in der Dichtigkeit und dem Prinzip seiner Kohäsion hat, diese zuerst innerliche Form, hindurchgegangen durch ihr Versenktsein in das materielle Außereinander, wird frei in der Negation des für sich Bestehens dieses seines Außereinanderseins. Es ist dies das Übergehen der materiellen Räumlichkeit in materielle Zeitlichkeit. Damit, dass diese Form so im Erzittern, d. i. durch die momentane ebenso Negation der Teile wie Negation dieser ihrer Negation, die aneinander gebunden eine durch die andere erweckt wird, und so, als ein Oszillieren des Bestehens und der Negation der spezifischen Schwere und Kohäsion, am Materiellen als dessen Idealität ist, ist die einfache Form für sich existierend und kommt als diese mechanische Seelenhaftigkeit zur Erscheinung.

Hallo,

ich würde die Neben-Diskussion zwischen Mohamed und Dr. Thomas
Miller im Esoterik-Brett zum Thread „Du bist Atheist,
Christian?“ empfehlen. Ich bin nach dem dritten Message völlig
versackt :smile:, schau mal, ob du durchkommst.

das tut mir wirklich leid. Ich hatte nicht den Eindruck, dass
es so schwer ist. Ist aber halt eine Fachdiskussion. Frag doch
einfach, wenn du etwas nicht verstehst. Ich muss jetzt leider
weg, aber heute Abend kann ich wieder Rede und Antwort stehen.

Sollte keine Kritik sein :smile:
Das haben Fachgespräche nun mal so an sich. Und das macht den
Wert von fähigen „Populärwissenschaftlern“ aus, auf die so gern
herabgesehen wird.
Ich werd’s mir schon noch mal anschauen und dann evtl.
nachfragen, denn interessieren tut’s mich schon!

cheers
Flo

Hallo,

wenn du erlaubst, ergänze ich noch, dass dein Text aus der „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften“ stammt.
Mein Zitat steht in der „Phänomenologie des Geistes“ im Kapitel „Die sinnliche Gewißheit oder das Diese und das Meinen“, 8. Absatz).

Damit unser Frager es finden kann :smile:

Gruß

Thomas Miller

Sehr verbunden!
Dann kann ich noch hinzufügen, dass mein anderer Beitrag aus der Übungsgrammatik von Helbig/Buscha stammt; wenn denn das gefragt werden sollte.
Gruß Fritz

Dialekttexte, die man kaum lesen kann
Dialektale absolut unbewältigbare Zungenbrecher:

Schellat se net an sellera Schell, selle Schell schellt net; schellets se an sellera Schell, selle Schell schellt.

Läuten Sie nicht an jener Klingel, jene Klingel läutet nicht; läuten sie an dieser Kingel, diese Klingel läutet.

I hans Schbätzlesbrettschabmesserle zschpät bschtellt.

Ich habe das Teigwarenbrettschabemesserchen zu spät bestellt!

Gruß zum dritten Mal
Fritz

Vielen Dank, für Eure Antworten
Vielen Dank für eure Antworten. Werde wohl von allem eine Prise nehmen (aber erst, wenn mein Geist sich nach dem Lesen wieder entwirrt hat).