Übrigens: Wer das Lied selbst nicht kennt, wird vom Text nicht viel verstehen, weil der Witz ja daraus entsteht, dass immer verschiedene Personen durcheinander sprechen bzw. der Weiß Ferdl immer verschiedene „Fahrgäste“ spricht, was im Liedtext leider nicht markiert ist.
Leider bietet die von dir angegebene Seite nicht den Originaltext von Weiß Ferdls Couplet, wie sich leicht an der vollständigen Aufnahme überprüfen lässt. Hier ist sie als MP3 zu hören: http://www.gruenemuenchen.de/sendling/projektseiten/…
Da eine bessere Quelle derzeit im Netz nicht zu finden ist, hilft wohl nur: selber raushören …
Hallo,
haben wir hier eigentlich auch ein Brett für historische Schalldokumente? Ich meine, richtig alte Aufnahmen, z. B. noch auf Schelllack: es gibt doch eine Reihe von Fans, die so was sammeln und suchen und tauschen und sich informieren wollen.
Die gesuchte Szene mit WF in der Linie 8 gehört dazu. Sicher wäre die bei den Sammlern zu finden.
???
H.
Leider bietet die von dir angegebene Seite nicht den
Originaltext von Weiß Ferdls Couplet, wie sich leicht an der
vollständigen Aufnahme überprüfen lässt.
Oha, da hab ich gar nicht aufgepasst
muss mich wohl für meine Fehlinfo entschuldigen;
Was ist das Original im Zeitalter der technischen
Reproduzierbarkeit des Kunstwerks?
Hmm, muss nochmal bei Benjamin nachlesen … *wink*
Hallo Wolfgang,
einmal abgesehen von Benjamin:
Das Verhältnis von Original und Kopie gibt es doch wohl nur in der darstellenden Kunst, nicht aber in der Musik und der Literatur, oder?
Ein Gedicht ist in der Ausgabe letzter Hand (Text-Identität vorausgesetzt) so original wie in der Ausgabe erster Hand.
Das musikalische Kunstwerk bedarf ja zu seiner Realisation immer erneut des „Vortrags“, ob originär durch Musiker oder durch die Konserve.
Oder könnte man, auf Hannes’ Einwand bezogen, wenn nicht von einem musikalischen, so doch von einem technischen Original sprechen, wenn z.B. kein Masterband existiert, so dass die CDs von Schallplatten „überspielt“ werden müssten, wodurch wohl nicht ein identisches Klangbild entstünde?
vielen Dank dafür, dass du meine Gedankengänge ausformuliert hast. Ich hoffe es war verständlich, dass mein Einwurf an hannes ironisch gemeint war.
Das musikalische Kunstwerk bedarf ja zu seiner Realisation
immer erneut des „Vortrags“, ob originär durch Musiker oder
durch die Konserve.
Genau das ist mein Punkt. Das „Original“ eines musikalischen Vortrags ist immer die Aufführung bzw. Aufnahme-Session, allenfalls noch deren erste, „prototypische“ Konservierung auf einem Masterband. Bei den verschiedenen, davon abhängigen Konserven, kann ich keine Wertigkeit erkennen: die Schellack-Pressung ist künstlerisch nicht „originaler“ als die Wiederveröffentlichung auf CD.
Oder könnte man, auf Hannes’ Einwand bezogen, wenn nicht von
einem musikalischen, so doch von einem technischen Original
sprechen, wenn z.B. kein Masterband existiert, so dass die CDs
von Schallplatten „überspielt“ werden müssten, wodurch wohl
nicht ein identisches Klangbild entstünde?
Eine weitere Deutungsmöglichkeit sehe ich noch: das (ich sage mal) marketing-technische Original. Erstauflagen von Büchern und Erstveröffentlichungen von Tonträgern werden oft von Sammlern als wertvoller betrachtet und erzielen auch die höheren Preise. Das hängt oft mit der Limitierung der Auflage zusammen, und damit schließt sich dann doch wieder der Kreis zur bildenden Kunst, denn z.B. ein Kupferstich der limitierten und nummerierten Erst-Serie ist ja auch näher am Original und damit wertvoller, als eine spätere Reproduktion.
Hallo, Wolfgang und Oranier!
Schön, dass Ich Euch in das problem so angeregt verbeißt!
Vielleicht geht mir s ja auch um das, was einmal - von J. Berendt in seinem steinalten „Jazzbuch?“ - als „die Stille von damals“ bezeichnet wurde: wenn nach dem abspielen der platte die nadel in die mitte fährt vor dem ausschalten - einfach nicht reproduzierbar!
Very amused
grüßt
H.
(Leider ist mein Thread mittlerweile „etwas aus den Fugen“ geraten und vom Ursprung der Frage abgedriftet.)
Wenn schon offenbar im Internet keine Textversion auffindbar ist, ist es sehr schön, das Couplet selber - im Original - anhören zu können.
(Die ‚Seniorentheater-Seite‘ kannte ich, ist aber nur ein interessanter, aber letztlich mäßiger „Abklatsch“ des Originals).-
Ich hätte halt gerne mal den Text gehabt, da es sicher amusant ist, wenn man ihn mal LIEST.
MEINE FRAGE aber nochmal: Die „gruenemuenchen.de“-Fassung sei nicht korrekt.
Kannst Du mir bitte mal ganz kurz skizzieren, in welchem Bereich da ‚etwas anders‘ ist? (gekürzt?, ältere/neuere Fassung? o.ä.)
Viele Grüße
Peter
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(Leider ist mein Thread mittlerweile „etwas aus den Fugen“
geraten und vom Ursprung der Frage abgedriftet.)
Stimmt, soll dich aber nicht stören.
Ich hätte halt gerne mal den Text gehabt, da es sicher amusant
ist, wenn man ihn mal LIEST.
Wie gesagt: selbst raushören, dann hast du eine Fassung die du wieder lesen kannst … (blöder workaround, ich weiß, aber anders gehts offenbar derzeit nicht *grins*).
MEINE FRAGE aber nochmal: Die „gruenemuenchen.de“-Fassung sei
nicht korrekt.
Neinneinnein, Mißverständnis!
Die Textfassung von dem Seniorentheater ist nicht korrekt!
Das MP3 von gruenemuenchen.de habe ich als Vergleichsfassung angegeben, weil sie korrekt ist.
Leider bietet die von dir angegebene Seite nicht den
Originaltext von Weiß Ferdls Couplet, wie sich leicht an der
vollständigen Aufnahme überprüfen lässt. Hier ist sie als MP3
zu hören: http://www.gruenemuenchen.de/sendling/projektseiten/…
Links zu verschiedenen CDs mit dem Couplet habe ich in einem anderen Posting schon angeführt. Soweit ich’s aber noch aus dem Gedächtnis kenne, ist das MP3-File, das auf gruenemuenchen.de zu hören bzw. herunterzuladen ist, vollständig. Ich wüsste auch nicht, dass es mehrere Aufnahmen vom Weiß Ferdl gäbe (was allerdings nicht ausschließt, dass es vielleicht doch mehrere gibt, ich weiß schließlich auch nicht alles).