TFT-Monitor für Fotobearbeitung

Hi!

Bislang hatte ich einen 19 Zoll CRT-Monitor, der jetzt allerdings das Zeitliche gesegnet hat. Deshalb will ich mir nun einen TFT-Monitor zulegen.

Ich spiele keine PC-Games und Filme schaue ich am PC nur selten. Den Computer nutze ich neben „Standartanwendungen“ (Internet u.s.w.) überwiegend zur Fotobearbeitung. Allerdings kann ich mir keinen der hierfür oft empfohlenen Monitore per Barkauf leisten, sondern bin auf einen Handel angewiesen, bei dem ich in Raten bezahlen kann (preislich bis 500,- Euro).

Da ich von TFTs keine Ahnung habe, hoffe ich, dass mir jemand ein paar Tipps geben kann, worauf ich hierbei achten muss, was für Fotobearbeitung brauchbar ist und welche Größe empfehlenswert ist.

Auch wüsste ich gerne, welches Kontrastverhältnis mindestens für eine gute Fotobearbeitung erforderlich ist, da diese Werte bei den unterschiedlichen Monitoren doch stark variieren.

Vielen Dank!
Gruß, Andy

Hi

Bislang hatte ich einen 19 Zoll CRT-Monitor, der jetzt
allerdings das Zeitliche gesegnet hat. Deshalb will ich mir
nun einen TFT-Monitor zulegen.

Allerdings kann ich mir keinen der hierfür oft empfohlenen Monitore :stuck_out_tongue:er Barkauf leisten, sondern bin auf einen Handel angewiesen, bei
dem ich in Raten bezahlen kann (preislich bis 500,- Euro).

Naja, wenn Du weisst welcher Monitor für Dich in Frage kommt,
wird sich auch ein Händler finden lassen, der Dir Ratenzahlung anbietet.

Da ich von TFTs keine Ahnung habe, hoffe ich, dass mir jemand
ein paar Tipps geben kann, worauf ich hierbei achten muss, was
für Fotobearbeitung brauchbar ist und welche Größe
empfehlenswert ist.

Um sich einen Überblick zu verschaffen, finde ich diesen Link
immer wieder sinnvoll:

http://www.prad.de

Auch wüsste ich gerne, welches Kontrastverhältnis mindestens
für eine gute Fotobearbeitung erforderlich ist, da diese Werte
bei den unterschiedlichen Monitoren doch stark variieren.

Hier solltest Du Dich mit dem Thema Kalibrierung auseinandersetzen.
z.B. als Einstieg hier:
http://foto.beitinger.de/kalibrierung/
http://de.wikipedia.org/wiki/Farbmanagement
http://www.monitorsetup.com/

gruss,
vordprefect

Hallo,

Ich spiele keine PC-Games und Filme schaue ich am PC nur
selten. Den Computer nutze ich neben „Standartanwendungen“
(Internet u.s.w.) überwiegend zur Fotobearbeitung.

hier müsstest du mal sagen, ob du professionelle Fotobearbeitung machst oder ob deine Ambitionen eher im gehobenen hobbymäßigen Bereich liegen.
Wenn du professionell arbeitetst und im Druck wirklich das sehen willst, was du auf dem Monitor siehst, dann genügt nämlich nicht ein hochwertiger Monitor allein, sondern er muss ordentlich kalibriert werden oder sein. Das lassen sich die Hersteller, die den Aufwand auf sich nehmen, fast teurer bezahlen, als den Monitor an sich. Stichwort: EIZO.

Allerdings
kann ich mir keinen der hierfür oft empfohlenen Monitore per
Barkauf leisten, sondern bin auf einen Handel angewiesen, bei
dem ich in Raten bezahlen kann (preislich bis 500,- Euro).

500 EUR ist ziemlich knapp. Für Fotobearbeitung kommen eigentlich nur Monitore mit PVA- oder S-PVA-Panel oder allenfalls noch gute S-IPS-Monitore in Betracht, da die billigen TN-Panel keinen guten statischen Kontrast haben, mit sich änderndem Blickwinkel die Farben verfälschen und nicht oder nur in seltensten Exemplaren farbtreu sind. TN-Monitore arbeiten nicht so exakt und hauen gerade bei zarten Farbtönen gern mal daneben. Zuden können sie nur 18bit, also etwa 1,5%, des RGB-Farbraums direkt darstellen und müssen den Rest durch Interpolation (schnelles Hintereinander-Anzeigen darstellbarer Farben) erzeugen.

Da ich von TFTs keine Ahnung habe, hoffe ich, dass mir jemand
ein paar Tipps geben kann, worauf ich hierbei achten muss, was
für Fotobearbeitung brauchbar ist und welche Größe
empfehlenswert ist.

Ich mache hobbymäßige Webgrafik und Fotobearbeitung auf einem DELL Ultrasharp 2407WFP, das ist ein 24" S-PVA-Monitor mit einer Auflösung von 1920x1200 Pixel (also Breitbild). Weniger würde ich auch nicht empfehlen, denn je höher aufgelöst die Fotos, desto detailreicher und besser. Widescreen finde ich auch bevorzugenswert, denn Photoshop und FireWorks haben eine Menge Seitenmenüs, die eine Menge Platz brauchen.

Ich würde dir exakt diesen Monitor bzw. seinen Nachfolger DELL Ultrasharp 2408WFP auch gern für die Bildbearbeitung empfehlen, der fällt zwar AFAIR um ca. 100 EUR aus deinem Budget und ist auch nicht 100% farbtreu, aber doch schon sehr nahe dran. Auch die Farbeinstellungen ab Werk sind schon ganz gut. Vergleichbare Geräte mit S-PVA-Panel, die vielleicht noch ein Wenig farbtreuer sind, hinter denen sich der DELL aber ansonsten überhaußt nicht verstecken muss, kosten durch die Bank über 1000 EUR.

Auch wüsste ich gerne, welches Kontrastverhältnis mindestens
für eine gute Fotobearbeitung erforderlich ist, da diese Werte
bei den unterschiedlichen Monitoren doch stark variieren.

Das ist ein ganz kompliziertes Feld, weil du als Laie nicht beurteilen kannst, welchen Kontrast ein Monitor tatsächlich bringt. Es gibt da nämlich zahlreiche Tricks, wie Hersteller irre Kontrastwerte vorgaugeln können und sie bedienen sich reichlich davon. Mit weniger gutem Willen könnte man sagen, sie lügen wie gedruckt. Also bringt es nicht viel, wenn ich dir sage, dass ein statischer Kontrast von 800:1 oder mehr hervorragend ist, wenn der Monitor ihn bei einer zum Arbeiten angenehmen Helligkeit erbringt.
Kein TN-Monitor schafft das aber auch nur annähernd, meist schaffen sie gerade mal 300 oder 400:1. Trotzdem werden viele Geräte mit TN-Panels mit über 1000:1 beworben. Man greift hier einfach in die Trickkiste, baut eine starke Hintergrundbeleuchtung ein und dreht die bei der Messung voll auf. Dann hast du vielleicht 700:1, könntest aber unter diesen Bedingungen niemals ein Foto bearbeiten, weil du dabei erblinden würdest.

Hier muss man vielleicht einmal ein bisschen in die Grundlagen: Kontrastverhältnis bedeutet ja das Verhältnis zwischen dunkelstem und hellsten Wert, den ein Monitor anzeigen kann. Je höher das Kontrastverhältnis, desto besser kann ein Monitor Helligkeitsunterschiede auflösen und desto weniger Details ‚verschluckt‘ er. Schlechte TFT-Monitore können kein richtiges Schwarz darstellen, weil die Hintergrundbeleuchtung auch bei völlig abgesperrtem Panel durchscheint. Das reduziert das Kontrastverhältnis und Helligkeitsunterschiede können besonders im dunklen Bereich nicht mehr gut aufgelöst werden. Man kann jetzt quasi durch eine sehr grelle Hintergrundbeleuchtung den Kontrastraum künstlich nach oben ausweiten, davon wird der Schwarzwert aber eher noch schlechter und es bringt nur auf dem Papier bessere Werte.

Eine andere ‚Schummelei‘ ist der sogenannte ‚dynamischen Kontrast‘, da geben manche Hersteller Werte von bis zu 20000:1 an oder sogar noch mehr. Für die Bildbearbeitung nützt dir der gar nichts. Diese Werte kommen allein bei Filmen dadurch zustande, dass zwischen den gezeigten Einzelbildern jeweils die Hintergrundbeleuchtung für Sekundenbruchteile abgeschalten wird. Das geht bei der Bildbearbeitung eines statischen Bildinhaltes natürlich nicht. :smiley:

Nur Monitore mit den Paneltypen PVA, S-PVA und S-IPS schaffen tatasächlich einen echten stastischen Kontrast von 1000:1 und das ist sehr, sehr gut.

LG, Jesse