eine Frage an die Graphiker-Fraktion *): kann man mit einem TFT sinnvoll graphisch arbeiten? Gerade wegen der „Pixelschärfe“ der TFTs bin ich da eher skeptisch. Andererseits sitze ich den ganzen Tag vor der Kiste und da würde mir ein TFT schon gut tun…
Also: arbeitet Ihr mit TFTs?
Viele Grüße
Holger
*) meine Frage richtet sich bewusst an Graphiker, Designer, o.ä. die - wie ich - den ganzen Tag vor der Kiste sitzen und bunte Bildchen bearbeiten und nicht an Besitzer von TFTs, die gelegentlich mal ein Urlaubsfoto um 90° drehen…
meine Erfahrungen mit Graphik auf einem TFT-Display beschränken sich auf ein 15 Zoll-Gerät von Dell. Abgesehen davon, daß mir der Bildschirm zu klein ist, bringt er weniger Kontrast und schlechtere Gradation im Vergleich mit einem hochwertigen Monitor mit Bildröhre. Für Textbearbeitung ist der TFT-Schirm in Ordnung, auch für die gelegentliche Bildbearbeitung. Ein hochwertiger herkömmlicher Monitor erscheint mir aber für länger dauernde Graphikanwendungen wie Balsam für die Augen.
Ich sitze oft den ganzen Tag mit CAD-Anwendungen am PC. Geringe Aufhellungen, die auf der Bildröhre problemlos erkennbar sind, gehen auf dem TFT-Schirm glatt unter. Hinzu kommt, daß ein professioneller Bildschirm 19" oder größer ist. Als TFT-Bildschirm wird das richtig teuer.
kommt, daß ein professioneller Bildschirm 19" oder größer ist.
Als TFT-Bildschirm wird das richtig teuer.
Ich glaube, das ist so nicht richtig! Ein 17" TFT, der von den Ausmaßen her ja mit einem 19" Monitor vergleichbar sein soll, kostet heute genau so viel oder sogar weniger, als mein 19" EYE-Q vor zwei Jahren (DM 1600,–).
Lustiger Vergleich!!!
„… jetzt kostet ein 17’’ TFT genauso viel wie mein 19’’ Röhrenmonitor vor zwei Jahren …“ Weißt Du, was zwei Jahre in der IT-Branche bedeuten? Jetzt wäre Dein 19’’-Röhrenmonitor für weniger die Hälfte zu haben.
TFT-Schirme sind also noch immer teurer. Und das Problem mit dem Einblickwinkel: billige TFTs (die in Notebooks sind besonders „billig“) dunkeln ab bzw. werden heller, wenn man nicht genau in der Achse der Bildmitte sitzt. Das ist für Word wurscht, aber für Bildbearbeitung und auch Vektorprogramme (wo ich ja auch Farben und Helligkeiten definieren muss) sehr lästig, weil es dadurch viele Fehler geben kann.
Von Apple gibt es einen 24’’ TFT, der 160 Grad Einblickwinkel hat - ist toll, kostet auch nur 3000 Euro oder so.
TFT-Schirme sind also noch immer teurer. Und das Problem mit
dem Einblickwinkel: billige TFTs (die in Notebooks sind
besonders „billig“) dunkeln ab bzw. werden heller, wenn man
nicht genau in der Achse der Bildmitte sitzt. Das ist für Word
wurscht, aber für Bildbearbeitung und auch Vektorprogramme (wo
ich ja auch Farben und Helligkeiten definieren muss) sehr
lästig, weil es dadurch viele Fehler geben kann.
Genau deshalb würde ich auch keinen TFT für Bildbearbeitung empfehlen!
Was nutzt die beste Kalibrierung, wenn die Farbe unter einem anderen Blickwinkel schon wieder ganz anders aussieht?!
Und wenn man feine Farbunterschiede nicht erkennen kann?!
In dieser Hinsicht ist jeder gute CRT-Monitor einem TFT weit überlegen.
Auch das Argument, dass die Bildfläche beim CRT gekrümmt ist, ist ja heutzutage nicht mehr gültig (siehe Triniton etc.)
Grüße,
Nina
P.S.:
Zur Info: Ich arbeite zwar nicht beruflich in der Bildver- und -bearbeitung; allerdings ist Computergrafik mein Hobby seit ich zwölf bin und ich erstelle mit professionellen Werkzeugen Grafiken und Computeranimationen - weiß also, wovon ich rede
eine Frage an die Graphiker-Fraktion *): kann man mit einem
TFT sinnvoll graphisch arbeiten? Gerade wegen der
„Pixelschärfe“ der TFTs bin ich da eher skeptisch.
Andererseits sitze ich den ganzen Tag vor der Kiste und da
würde mir ein TFT schon gut tun…
*) meine Frage richtet sich bewusst an Graphiker, Designer,
o.ä. die - wie ich - den ganzen Tag vor der Kiste sitzen und
bunte Bildchen bearbeiten und nicht an Besitzer von TFTs, die
gelegentlich mal ein Urlaubsfoto um 90° drehen…
Also ich glaube Du wirst warscheinlich kaum jemanden, wenn sogar keinen finden, der am TFT grafisch arbeitet (!). ich habe bewusst das Anführungszeichen dahintergesetzt
Zum einen wegen der farbwiedergabe. Schonmal versucht einen TFT zu kalibrieren? Angeführte Punkte wie Pixelschärfe und Preise lasse ich mal aussen vor (das teuerste Werkzeug für einen handwerker ist gerade mal gut genug) aber „ausser“ einen TFT als zusatzmonitor (z.B. Doppelmonitorplatz, für die Photoshop Werkzeuge o.ä.) würde ich das nicht empfehlen.
Hmm, wenn Du den ganzen Tag damit „arbeitest“ (so wie Du schreibst) sollten diese Punkte aber auch bekannt sein )