Thanatophobie nicht krankhaft

hallo;
nochmal zur Thanatophobie:
Diese ist meines Erachtens NIE krankhaft. Es gehört zum gesunden Menschenverstand, Angst vor dem Tod zu haben und ihn zu verhindern versuchen. Leider denken noch immer die meisten, der Tod ist unvermeidbar. Aber wenn erst einmal die Altersgene erforscht sind, kann man die Lebenserwartung drastisch erhöhen. Außerdem gibt es seit 40 Jahren schon Kryonik.
Was denkt ihr?

Hallo Kai,

nochmal zur Thanatophobie:
Diese ist meines Erachtens NIE krankhaft. Es gehört zum
gesunden Menschenverstand, Angst vor dem Tod zu haben und ihn
zu verhindern versuchen.

meiner Meinung nach kommt es immer auf das Maß an - zu wissen, dass man stirbt, und gefährliche Situationen vermeiden wollen, ist ganz natürlich.
Aber bei einer echten Phobie sieht es schon ganz anders aus:

  • andauernd Angst, vergiftet zu werden
  • Angst vor dem Einschlafen haben, weil man denkt, man würde nicht mehr aufwachen
  • Fahrrad, Auto und öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr benutzen, weil man bei einem Unfall sterben könnte
  • sich zu Fuß nicht mehr raustrauen, da man auch von einem Fahrzeug überfahren, von einem Dachziegel getroffen oder hinterrücks erstochen werden könnte
  • hinter jedem Schnupfen wird eine tödliche Erkrankung vermutet
  • etc.

Das ist was anderes. Und, rational gesehen, übertrieben, diese Dinge, die sehr wohl passieren _können_ aber jeweils sehr unwahrscheinlich sind, als so wahrscheinlich anzunehmen und ihnen derartige Bedeutung beizumessen. Es schränkt die Lebensqualität ein.
An einer Phobie zu leiden ist etwas anderes, als auf sich zu achten und vor bestimmten Dingen einen gesunden Respekt zu haben.

Ich hab auch vor bestimmten Dingen einen „gesunden Respekt“, meinetwegen dass eine Schlange, die ich nicht kenne, durchaus giftig sein kann und dies schmerzhaft oder sogar tödlich enden könnte.
Aber wer in Panik ausbricht, wenn er nur eine Schlange (als Foto, als Kunststoffmodell, im Terrarium etc., zum Anfassen aber ungiftig) sieht oder seine Umgebung, obwohl rational gesehen dazu kein Grund besteht, stets peinlich genau nach Schlangen absucht, hat nicht mehr einen „gesunden Respekt“ vor Schlangen, sondern eine Phobie entwickelt.

Viele Grüße,
Nina

auch hallo,

nochmal zur Thanatophobie:
Diese ist meines Erachtens NIE krankhaft.

Eine Phobie ist per Definition ‚krankhaft‘

Es gehört zum gesunden Menschenverstand, Angst vor dem Tod zu haben

definiere ‚gesunden Menschenverstand‘

Leider denken noch immer die meisten,
der Tod ist unvermeidbar.

??? Leider? Hier geht’s aber ganz stark Richtung ‚Parawissenschaft‘

Altersgene erforscht sind, kann man die Lebenserwartung drastisch
erhöhen.

zum einen ist die schon ‚drastisch‘ erhöht. Zum zweiten hat das nichts mit ‚nicht sterben‘ zu tun

Außerdem gibt es seit 40 Jahren schon Kryonik.
Was denkt ihr?

Dass du vielleicht nochmal die Konsequenzen bis zum Ende durchdenken sollst und dir dann die Frage stellst ob das überhaupt erstrebenswert ist.

Hi,

Aber wenn erst einmal die Altersgene
erforscht sind, kann man die Lebenserwartung drastisch
erhöhen.
Was denkt ihr?

Ich fände es grauenhaft…
Vielleicht hilft Dir die Lektüre von
ISBN-10: 3499113023 Buch anschauen
weiter?

Gruß,
Anja

Hallo zurück,

Leider denken noch immer die meisten, der Tod ist unvermeidbar.

Aus dem Kommentar zum Staatsexamen Frühjahr 2002:

„Die Augenlinse wächst und wächst und wächst, so dass sie - so man das 200. Lebensjahr erreicht - die ganze Orbita [Augenhöhle] ausfüllt und herausfällt.“

Ob das so erstrebenswert ist? :smile:

nochmal zur Thanatophobie:
Diese ist meines Erachtens NIE krankhaft. Es gehört zum
gesunden Menschenverstand, Angst vor dem Tod zu haben und ihn
zu verhindern versuchen.

Wenn ich vor etwas Angst habe, dann ist es nicht der Tod, sondern der „gesunde Menschenverstand“. Was der schon alles angerichtet hat!

Im Grunde hat pollux schon alles Wichtige gesagt, ich kann mich hier auf eine ganz kurze Ergänzung beschränken:

Leider denken noch immer die meisten,
der Tod ist unvermeidbar. Aber wenn erst einmal die Altersgene
erforscht sind, kann man die Lebenserwartung drastisch
erhöhen.

Das ist ein Traum und medizinisch durch nichts gerechtfertigt. Der Tod ist ein unvermeidbarer physiologischer Vorgang. Man mag ihn vielleicht herauszögern, aber mehr als 150 (erstrebenswerte?) Jahre sind nicht drin.

Außerdem gibt es seit 40 Jahren schon Kryonik.
Was denkt ihr?

Wie pollux schon sagte: Wir landen in der Esoterik.

Anmerkung: Das Thema ist schon einmal ausgiebig gelaufen. Ein Nachstöbern im Archiv könnte sich lohnen.

Sag mal Schnucki,

Leider denken noch immer die meisten,
der Tod ist unvermeidbar.

Welche Drogen hast du dir denn reingepfiffen???

Kopfschüttelnd
Renee

hallo;
nochmal zur Thanatophobie:
Diese ist meines Erachtens NIE krankhaft. Es gehört zum
gesunden Menschenverstand, Angst vor dem Tod zu haben und ihn
zu verhindern versuchen.

Es gehört aber nicht zum gesunden Menschenverstand, wenn aus dem Wunsch, den Tod herauszuzögern und aus der Angst, irgendwann mal zu sterben, die krankhafte Übersteigerung dieser Angst wird.

Der Thanatophobe denkt nicht in einer ruhigen Stunde bei einem Glas Wein daran, dass das Leben mal vorbei sein wird und ängstigt sich vor dem Tod und dessen Umständen, er wird von der krankhaften Angst getrieben.

Leider denken noch immer die meisten,
der Tod ist unvermeidbar.

Und womit? - Mit Recht!

Aber wenn erst einmal die Altersgene
erforscht sind, kann man die Lebenserwartung drastisch
erhöhen. Außerdem gibt es seit 40 Jahren schon Kryonik.

Mit welchen Erfolgen beim Menschen?

Was denkt ihr?

Das man mit der Angst vorm Sterben gut Geld verdienen kann.
Kryonik, massive Vitaminpräparate, Sekten, …

Und dass ein Thanatophobie sich psychologisch helfen lassen sollte.
Weil eben nicht jeder, der irgendwo eine Ur-Angst vor dem Tod hat, thanatophob ist.
Ist wie bei der Dentophobie. Nicht jeder, der Angst vom Zahnarzt hat, ist dentophob. Aber der, der krankhaft die Konfrontation mit Zahnärzten meidet, der ist es.