THEMA Schimmel oder ?

Hallo Leute

Ich wende mich hoffnungsvoll an Euch mit der Bitte um Hilfe.

THEMA Schimmel oder ??

HOHE LUFTFEUCHTIGKEIT VOR ALLEM IN DEN beiden Außenzimmern (Wetterseiten)
der Wohnung.
Ich habe meine Wohnung vor 4 Jahren neu Renoviert und anschließend Vermietet.
Innenputz, Außenputz, Fenster usw. alles Komplett erneuert.
Meine Mieter haben seit Dezember in den beiden Schlafzimmern an der kältesten Wand
(Ecke zu zwei Außenwänden) deutliche Schimmelbildung entdeckt.
Im Jahr 2008 war das gleiche von Dezember bis März anschließend war alles wieder weg, über den ganzen Sommer kein Schimmel Bildung zusehen. Ein Maler sagt mir es liegt an der Kältebrücke???
Ich weiß auch dass meine Mieter schlecht Lüften, da sie beide den ganzen Tag in der Arbeit sind.
Meine frage was kann ich dagegen tun……Soll ich vielleicht eine Wärmedämmung innen anbringen. Oder was könnte man sonst machen…….Ich hatte frühes keine Probleme……

WIE DÄMME ICH DIE SCHIMMELBILDUNG EIN?

Leider ist nicht klar, was für eine Wand vorhanden ist. Ist beim Außenputz auch eine Dämmung angebracht worden? Wie dampfdicht ist der Außen-/Innenputz? Lehmputz innen kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und schnell wieder abgeben, Zementputz fast nichts und Gipsputz ist wieder gut, Kalkputz ist auch ok, weil der auch Schimmel verhindert.
Gegenüber früher sind die Fenster jetzt besser gedämmt und die kälteste Fläche sind nicht mehr die Fenster sonder die Außenwände.
Die Wand von innen dämmen, würde die Situation verbessern und die Feuchtigkeit sich besser in der Wohnung verteilen. Diese Dämmung kurz vor der Heizperiode ausführen, damit eine trockene Wand vorhanden ist.
Wenn eine kontrollierte Lüftung eingebaut wird, ersparen sich die Mieter das Lüften. Es gibt Systeme die Luft absaugen und keine warme Abluft nutzen und System die Luft einblasen und Abwärme nutzen.
Was für eine Heizung ist vorhanden? Strahlungswärme macht die Wände trocken und verhindert Schimmel.
Fußbodenheizung schafft ungesunde trockene Luft, trocknet aber auch die Wände aus (kann aber auch zu Schimmel kommen, weil die Heizschlangen weit von der Wand entfernt sind). Ein Heizkörper unter dem Fenster ist dort, weil das Fenster kälter ist wie andere Körper im Raum. Hierdurch soll die Luft besser zirkulieren. Seit dem das neue Fenster drin ist, zirkuliert die Luft nicht mehr so stark, weil ja die Wand kälter ist. Wäre der Heizkörper an der Wand, würde Wärme nach draußen gehen (nicht mehr wie jetzt bei Fenster), das Fenster, bzw. Rahmen, Anschluss zum Mauerwerk oder Rolladenkasten wäre dann aber wieder Schimmel gefährdet. Wenn man sehr gute Fenster hat und auch die Wände gut gedämmt sind, ist es egal wo die Heizfläche ist. In der Regel Plattenheizkörper hinter der Tür oder Wandheizungen u.a.

Danke für die schnelle Antwort …der Heizkörper befindet sich unter den Fenster
Ich würde am liebsten die Dämmung machen, ein Bekannter sagt das ich es
nur im Sommer machen soll wenn alles trocken ist.
Welche Dämmplatten waren dafür geeignet??? Feuchtraumplatten ???

Natürlich geht es auch im Sommer. Da aber der Sommer fast in die Heizperiode reicht ändert das ja nichts an meiner Antwort.
Die Dämmungs-Frage ist auch eine der Kosten. Alle Naturfasern können selber Feuchtigkeit aufnehmen, dass kann Glasfaser oder Styropor nicht.
Der Grundaufbau ist Dämmung [mind. 40mm (dazwischen Lattung)], Dampfbremse (bei Glasfaser oder Styropor, also Kunstprodukten, eine dichte Bremse), Plattenwerkstoff. Die Gipsplatte (Gipsfaser = Fermacell oder Gipskarton = Rigips) ist hierbei egal. Ich würde eine normale nehmen.
Bei der Naturdämmung (Holzfaser, Flachs, Wolle u.a.) einfach auch die Dampfbremse nehmen, die dort empfohlen wird, wo die gekauft wird. Ich weiß nicht wie Feuchtraumplatten behandelt sind, daher würde ich die nicht einbauen, nur weil es dann noch sicherer ist.

Übrigens: Der Name Rigips kommt von Riga in Lettland, wo die ersten Platten in Europa hergestellt wurden (vor dem 2.Weltkrieg). Ich schreiben aus Kuldiga in Lettland, das ist 150km von Riga.

Meine Mieter haben seit Dezember in den beiden Schlafzimmern
an der kältesten Wand
(Ecke zu zwei Außenwänden) deutliche Schimmelbildung entdeckt.
Ich weiß auch dass meine Mieter schlecht Lüften, da sie beide
den ganzen Tag in der Arbeit sind.

  1. Maßnahme: Mieter zum richtigen Lüften anleiten.
  2. Mieter zum richtigen Heizen anleiten

Ich vermute mal, dass die Schlafzimmerfenster immer auf Kipp stehen (wir lüften mal), dass die Schimmelzimmer nicht beheizt werden, aber die Türen offenstehen (wir „überschlagen“ die Zimmer, dh wir heizen indirekt und glauben zu sparen).
Oder alles zugleich.
Dadurch kühlen die Außenwände noch stärker ab als normal und da nicht nachgeheizt wird, schlägt sich die durch die offenen Türen schleichende Feuchtigkeit an den gezielt ausgekühlten Wänden nieder.
Es liegt aber in der Verantwortung des Mieters, richtig zu lüften und richtig zu heizen.
Und am Vermieter, richtig zu dämmen - optimaler Weise mit einer Außendämmung. Und weil es ja schlagregenbelastete Wände sind, empfiehlt sich hier eine Dämmung mit Vorhangfassade.