Thema 'Varusschlacht' schon gibts Ärger für mich!

Ich brauche hier nur das Thema anscheiden und schon kriege ich kräftig was aufs Dach. Die Varusschlacht muß irgendwas politisches an sich haben, irgendwas mit Hitler und so. Wenn ich mir die Nazis so recht anschaue hat es was damit aufsich. Daß, das, eventuell wahre Schlachtfeld gefunden wird, will hier scheinbar keiner. Ich habe mal gehört, das die Fundstücke von den Externsteinen, dem Heiligtum der Cherusker, unter Verschluß sein sollen. Das soll dann wohl heißen, das sie absichtlich nicht gezeigt werden. Unter den Fundstücken soll ein Silberhelm eines römischen Offiziers sein. Also wenn hier die Schlacht war, das Hauptschlachtfeld, dann gibt es wohl politische Gründe dies zu vertuschen. Ursprünglich sollte das Hermannsdenkmal auf der Herlingsburg gebaut werden, wozu es zur damaligen Zeit leider nicht gekommen ist. Damals wußte man nicht genau wo sie denn genau war, aber heute mit der modernen Technik ist es möglich. Eine Genehmigung ist leider überhaupt nicht zu kriegen. Kalkriese war meiner Meinung nach zu klein, das war ehr ein abgefangener Versorgungszug. Da sind vielleicht 500 oder 1000 Soldaten bei draufgegangen, aber nicht 10000 oder 15000. Die spitz aufeinanderzulaufenden Wälle sind an der Öffnung nur etwa 100m breit. Außerdem hat es viele Schlachtfelder gegeben.

Jens Große-Brauckmann

Wieso Ärger?!
Wer hat Dich geärgert? Da ich der einzige bisher bin der dir geantwortet hat, meintest du wohl mich :smile:

Lediglich wurde der Versuch unternommen anhand von Indizien zu beurteilen, welche Örtlichkeiten am ehesten in Betracht kommen. Im heutigen Stand der Archäologischen Forschung spricht allerdings eher alles für Kalkriese. s. auch meine ausführungen dazu. Natürlich ist nichts in der Geschichte sicher und es gibt wie gesagt immer nur Indizienforschung und da liegt Kalkriese als Standort realistischerweise zur Zeit vorne.

In deinem Beitrag hast du dich vorwiegend auf Legenden und Mythen gestützt. Sicherlich ist dies auch eine Vorgehensweise, denke man an die ewige Suche nach dem Schatz der Nibelungen u.ä.

Es kann dir auch keiner verbieten daran zu glauben und es wäre alles möglich. Der Vergleich mit einer Hitler Diskussion oder Nazis, finde ich etwas daneben und ich sehe auch keinerlei Zusammenhänge mit der Thematik.

Des weiteren: Welche politischen Gründe sollte es geben das Hauptschlachtfeld zu vertuschen?

Warum ist man dann von der ursprünglich jahrhundertelangen These abgekommen, das Schlachtfeld liege im Teutoburger Wald?

Für den Standort Herlingsburg und Umgebung spricht eigentlich wenig: Die Herlingsburg ist eine Höhenburg aus der vorrömischen Eisenzeit und sicherlich vorwiegend als Fluchtburg gebaut ähnlich wie das Trönsberglager, sicherlich strategisch günstig gelegen. Möglicherweise auch Adelssitz. Es wurden an die 700 angebliche Kampfplätze für die Varusschlacht bisher angenommen.

Die Legende vom Schatz unter der Herlingsburg ist auch schon etwas älterene Datums, was das Graben dort angeht steht es sicherlich nicht im öffentlichen Interesse dort ein Schatzsucherlager anzusiedeln. Deswegen ist dort wohl auch keine Genehmigung zu bekommen.

MfG

Hallo Jens, auch wer Geschichte als Hobby betreibt, sollte sich an wissenschaftliche Standards halten. zB. die Nachprüfbarkeit von Theorien, und das geht nicht nur duch drauflosbuddeln, sondern erst einmal durch den Vergleich mit anderen in Frage kommenden Örtlichkeiten, wo zT. auch schon gegraben wurde. Erst wenn man bezüglich der Varusschlacht sich auch Literatur zum Kalkriese und für o. gegen den Teutoburger Wald sprechende Thesen angeschaut hat, kann man schon eher abschätzen, ob sich eine Grabung an anderen Plätzen lohnt. Wenn Du dann Beweise hast, die konkret für den Ort sprechen und du eine entsprechende Sachkunde nachweisen kannst (zB. Vermessungstechnisch), dann ist es auch realistisch, mal bei den Demkmalbehörden anzufragen, ob man evtl. auch als ehrenamtlicher eine Grabung durchführen kann. Ggf. kann man dann noch Auflagen bekommen, zB. einen Archäologen hinzuzuziehen (zB. von der Uni, der das ganze als Lehrgrabung abhalten kann etc.).
Erst dann kann es allenfalls losgehen(vielleicht mit einem Lied auf den Lippen „Als die Römer frechgeworden simserim simsim simsim“), nur wegen ein paar Märchen aber nicht, denn sonst würde es dasselbe Ergebnis erbringen, wie die diversen Atlantisforschungen (wo fast jede Insel westlich von Gibraltar und auch einige östlich davon untersucht wurden- meist von Hobbyforschern- zB. auch Helgoland- und einige Halligen, die zu der Zeit noch gar keine Inseln waren).
Schöne Grüsse Susanne
PS: wie wäre es erst einmal mit einführender Literatur in die Methoden archäologischer Forschung. Eggert:stuck_out_tongue:rähistorische Archäologie, UTBVerlag, 2001