DasTheodizee-Problem
Hi Fips,
deine Frage wird wohl wieder eine Kategorienverwechslung sein:
nett, daß du auf diesen Artikel von mir verweist. Diese Einstellung würde ich auch heute wortwörtlich wiederholen: Es begegen mir immer wieder Christgläubige (auch ehemals unter meinen Theologiestudenten), die am Theodizee-Problem nicht ins Schwitzen kommen. Ich antworte ihnen gerne immer wieder mit dem - meiner Meinung nach - provokativsten Satz des gesamten Neuen Testamentes:
Joh.1.3: " Alles ist durch ihn geworden, und nichts , was geworden, wurde ohne ihn"
wobei ich die korrektere Übersetzung bevorzuge: „… nichts, was geworden, wurde außerhalb seiner“. Denn darin liegt die geistesgeschichtlich erstmalige Formulierung eines absoluten Gottes: Es gibt kein „außerhalb“ dieses Gottes.
Weiteres zur Erläuterung des Theodizee-Problems ist hier nachzulesen:
Die zwei Formulierungen des Problems:
/t/die-theodizee-frage/598541/50
Zur Geschichte der Fragestellung:
/t/die-theodizee-frage/598541/7
Voraussetzungen, die bei der Probelmstellung zu machen sind:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
oder habe ich das falsch verstanden?
Naja, es ist in diesem Fall keine Kategorienverwechslung. Nur halt, daß das Problem, das seine Geschichte von der Schrift „Hiob“ des AT, über Epikur:
„Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht, oder er kann es und will es nicht, oder er kann es nicht und will es nicht, oder er kann es und will es“
bis zu Leibniz, der ihm den Namen „Theodizee“ gab:
„Wieso gibt es das Übel in der Welt, wenn Gott gut ist?“
eben keine Antwort ist, sondern eine Fragestellung. Und zwar eine Fragestellung, an der, btw., niemand vorbeikommt, und zu der jeder Lösungsversuch problematisch ist.
Gruß
Metapher