Hi zusammen,
was hat das Fach Theologie eigentlich an staatlich finanzierten Hochschulen verloren? Oder anders herum gefragt: Finanziert die Kirche eigentlich in Zeiten knapper Unikassen, die Ausbildung ihres Klerikernachwuchses an den Unis?
Grüße
Tom
Hallo,
wer gestern abend Christiansen geschaut hat, hat vielleicht eine Idee…
Das Fach Theologie ist zum einen seit Anbeginn des modernen Universitätswesens ein Fach der Universität.
In der Neuzeit war es Bismarck, der den klerikalen Nachwuchs unter eine gewisse Kontrolle bringen wollte und daher verlangte, daß zukünftige Priester/Pfarrer zumindest den größeren Teil Ihres Studiums an staatlichen Universitäten absolvieren müssen.
Heute gibt és Verträge zwischen Staat und Kirche.
Theologiestudenten schließen mit teilweise staatlichen, teilweise kirchlichen Examina ab, wobei es inhaltlich kaum Unterschiede gibt. Während der Anteil, den zumindest die evangelischen Landeskirchen (da kenn ich mich aus) bei den Universitäten „dazuschießen“ grundsätzlich eher gering ist, liegt die Finanzierung der zweiten Ausbildungsphase (dem Vikariat, entspricht dem Referendariat) bei den Landeskirchen.
Wenn Du nach der Wissenschaftlichkeit von Theologie als Universitätsdisziplin fragen wolltest, empfehle ich, daß Du Dich zunächst an einer Universität (online ja einfach) über Studieninhalte und Prüfungsanforderungen zu informieren.
Gerne gebe ich Dir weitere Auskünfte, wobei schon wichtig wäre, ob, so es Dir um letzteres geht, Du Geisteswissenschaften an sich anzweifelst, oder aber Du meinst, daß Studienfach Theologie beinhalte Beten und Vorbereitung der Indokrination wehrloser Opfer.
Sonst schaue ins Archiv unter „Theologie und Wissenschaft“, es gibt teilweise sehr gute Diskussionen dort aus dem Forum „Religion und Ethik“.
Grüße,
Taju