Servus
War es üblich, dass katholische Theologiestudenten zu Anfang des 20. Jahrhunderts schlagenden Verbindungen angehörten?
Die katholischen C(K)artellverbände sind ja nicht schlagend.
In diesen Verbänden hätte ich jetzt die meisten Theologen vermutet.
MfG Christoph
War es üblich, dass katholische Theologiestudenten zu Anfang
des 20. Jahrhunderts schlagenden Verbindungen angehörten?
Mir sind keine bekannt. In Tübingen jedenfalls nicht.
Fritz
Servus,
dazu: Zitat:
_Katholische Kirche
Nach früherem kanonischem Recht des Vatikan waren Mensuren, selbst wenn sie nicht auf Tötung abzielten, unsittlich und wurden mit Kirchenstrafen bis zur Exkommunikation belegt, da sie körperlich und mental auf echte Duelle vorbereiteten.
Nachdem das Duell aufgegeben wurde, entfiel dieses Argument. Nach der neuesten Fassung des codex juris canonici von 1983 steht die Bestimmungsmensur nicht mehr unter expliziter kirchlicher Strafandrohung, sofern sie nicht mehr als Vorbereitung zum Duell anzusehen ist und keine Gefahr schwerer Verletzungen beinhaltet. Auch ein möglicher Verstoß gegen das allgemeine Verbot der Körperverletzung in Canon 1397 sieht nur Sühnestrafen, hingegen keine Exkommunikation vor. Die Mensur wird aber weiterhin als eindeutig sittlich verwerflich angesehen.
Darum gibt es auch katholisch getaufte Mitglieder in schlagenden Verbindungen. Christliche Verbindungen lehnen die Mensur jedoch strikt ab._
aus:http://de.wikipedia.org/wiki/Mensur_(Studentenverbin…
lg.jenny
Servus
War es üblich, dass katholische Theologiestudenten zu Anfang
des 20. Jahrhunderts schlagenden Verbindungen angehörten?
Die katholischen C(K)artellverbände sind ja nicht schlagend.
In diesen Verbänden hätte ich jetzt die meisten Theologen
vermutet.
Ich verstehe nicht ganz den Hintergrund Deiner Frage. Also: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Anteil der Korporationsstudenten in der Studentenschaft sehr viel höher als heute. Von den katholischen Theologiestudenten, die korporiert waren, gehörten die meisten - wie Du richtig vermutest - einer entsprechenden Verbindung an (d.h. z.B. einer aus der Unitas oder dem Kartellverband), die wegen ihrer explizit christlichen Ausrichtung allesamt nichtschlagend waren. Es gab aber auch Studenten der katholischen Theologie, die in eine schlagende Verbindung (Burschenschaft, Corps etc.) eintraten. Ich selbst bin Alter Herr einer Verbindung, die bis zum 2. Weltkrieg zwar nicht schlagend, aber satisfaktionsgebend war - und in den Mitgliederverzeichnissen aus jener Zeit tauchen einige katholische Theologiestudenten auf. Und die hatte sicher jede Verbindung. Es gab ja auch katholische Theologiestudenten, die in den Krieg gezogen sind.
Ciao, Wotan