Hallo,
gesetzt den Fall, die Mutter die einen Sohn hat der -sagen wir- 23 Jahre alt und ledig ist und studiert, besitzt ein 3-Familien-Haus, wes wird derzeit insgesamt nur von der Mutter und deren Ehemann (Vater des Sohnes) und in den Semesterferien/Wochenenden dem Sohn bewohnt.
Was ist, wenn diese Mutter irgendwann mal pflegebedürftig sein sollte oder ins Heim muß - Was passiert dann mit dem Haus? Muss die Mutter das Haus der Mutter dann komplett belasten/verkaufen, obwohl Ehemann und teilweise Sohn auch noch dort wohnen.
Welche Möglichkeit gibt es , dass die Mutter z. B. jetzt schon das Haus irgendwie überträgt, an Ihren Sohn verkauft oder irgend etwas anderes. Sagen wir mal, die Mutter möchte nicht, dass das gebaute Haus nur dazu dienen sollte Ihren Pflegebedarf zu decken.
Ich habe mir das mal theoretisch betrachtet, weil es ja nur ein BEISPIEL ist worauf ich kam. WAS GIBT es für Möglichkeiten die auch hieb- und stichfest sind, sagen wir mal es der Mutter zu ermöglichen das Haus so „loszuwerden“, dass es nicht mehr für Ihre Pflege (oder aber die des Vaters des Sohnes) herangezogen werden kann aber nicht in „fremde“ Hände gelangt, also an einen völlig Fremden verkauft werden soll?
Dies ist mir einfach mal so eingefallen und habe darüber überlegt aber bin zu keinem Ergebnis gekommen.
Vielleicht ist hier jemand der was weiß. Ich wäre froh über alles e-mails von denen, die was wissen in dieser Beziehung, um diese theoretischen Überlegung zu beenden. Haben auch schon Freundeskreis darüber diskutiert - keiner weiß was genaues, war aber ein interessantes Gesprächsthema.
Vielen Dank ich freu mich über jede e-mail.
DANKE
Marie
Moin, Marie,
die Pflegeversicherung deckt ja bekanntlich nicht die ganzen Kosten der Pflege ab. Was fehlt, legt das Sozialamt drauf, das sucht dann aber sofort nach Unterhaltspflichtigen und kassiert bei denen.
Frau M. kann sich natürlich mittellos machen, indem sie ihr Haus an den Sohn verschenkt. Nützt aber nichts, nützt gar nichts - das Sozialamt ist ja nicht doof. Der Sohn entkäme der Unterhaltspflicht nur durch einen frühzeitigen Tod. Zudem geht Frau M. das Risiko ein, die Liebe des Sohnes zu verlieren. Je länger eine kostenpflichtige Pflege dauert, desto mehr kann das Verhältnis abkühlen.
Frau M. kann sich aber auch Gedanken machen, wie sie ihren Lebensabend gestaltet - in eigener Entscheidung und selbstbestimmt. Was die Pflege kosten kann, lässt sich ermitteln. Ein 3-Familienhaus sollte genügend Ertrag abwerfen, um ein hinreichend gutes Pflegeheim auszuwählen.
Gruß Ralf
Hallo Ralf,
danke für deine e-mail. Es ist zwar ein Dreifamilienhaus aber mit drei kleinen 65 qm-Wohnungen und ca. 50 Jahre alt. Es wird ja wie gesagt auch noch von Vater und Sohn bewohnt.
Wenn Frau M. Mieteinnahmen erzielen will hieße das, dass sie zumindest zwei Wohnungen bräuchte (sagen wir mal mit 250 EURO Miete pro Wohnung) um 500 EURO zu bekommen, diese 500 Euro reichen ja aber nicht aus um einen Pflegeplatz zu finanzieren, der hier in der Gegend bei gut 3.000 EURO/monatlich liegt.
Ich vermute mal, dass dann auch der Vater und der Sohn Miete für die Bewohnung der eigenen Wohnung zahlen müßten - oder…
Heißt das, ich habe KEINE andere Möglichkeit als das Haus zu verkaufen oder aber zu beleihen?
Nochmals DANKE
liebe Grüße
Marie
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Moin, Marie,
danke für deine e-mail.
Spammer unterwegs? Ich habe Dir keine Mail geschickt 
Die Pflegeversicherung übernimmt einen Teil der Heimkosten, den Rest in Höhe von 800,- bis 1000,- Euro (nur eine Größenordnung!) müssen die Unterhaltspflichtigen aufbringen - wenn sie können.
Frau M. lässt zwei Parteien mietfrei wohnen? Das ist zwar lieb, aber nicht klug. Dass sie sich nun auch noch Gedanken macht, wie die Begünstigten um den Unterhalt herumkommen, ist noch weniger klug.
Frau M. könnte die beiden Wohnungen zu Marktpreisen vermieten und die Erträge anlegen. Wenn Frau M. ins Heim zieht, könnte sie die 3. Wohnung ebenfalls vermieten, damit sollten die Heimkosten gedeckt sein.
Wie viele andere Leute unterliegt Frau M. dem Irrtum, ein Haus werde für die Kinder gebaut. Wer sich in der Nachbarschaft umsieht, sieht anderes: Die Nesthocker wohnen mietfrei und lassen sich jahrelang durchfüttern; kaum sind die Alten weg, wird die Krax verkloppt oder abgerissen.
Gruß Ralf